Kaffeefahrt Agentur

hallo zusammen,
wir daheim haben ein riesen problem. und zwar schickt so circa alle 4 wochen ein „kaffeefahrtunternehmen“ meiner oma post. dies geht jetzt schon seit circa 2 jahren so. meine oma ist schon 89 aber geistig noch einigermaßen fit. 2 mal ist sie schon zu solchen fahrrten mitgegangen, und hat 2 auch probt 2 mal ein einen riesen scheiß gekauft (toaster für 250 EUR, kissen für 200 EUR)
meine famielie will jetzt nicht mehr, dass sie auf solche fahrten mitgeht, da sie dort immer nur übers ohr gehauen wird. das sieht sie auch ein, dass problem ist nur, dass sie es nach 1 woche wieder vergessen hat.
kommt nun wieder ein solcher flyer ins haus, gibt es jedesmal streit. sie behauptet, dass sie 1000000 EUR dort gewonnen hat und deshalb unbedingt hin muss usw …(steht ja in solchen flyern immer drinne, was natürlich völliger blödsinn ist)

da wir unsere oma alle ganz arg lieb haben, möchten wir nicht alle 4 wochen streit haben.
deshalb die frage, ist es möglich, einen solchen flyer verbieten zu lassen ? das problem ist, dass dieser eben immer mit der post kommt. natürlich persöhlich an sie adressiert.

die post kommt immer aus „49696 Molbergen“ die ageturen heißen immer anderes.

gruss sally

Hallo,

ich sehe da ein riesiges Problem:

Deine Oma ist nach wie vor geschäftsfähig. Und mit Ihrer Post kann Sie machen was sie will. SIE muss wollen, dass da nichts mehr an sie geschickt wird.

Ihr könnt m.E. gar nichts anderes tun, als weiter mit Ihr zu diskutieren.

Gruß Ivo

angenommen sie wäre einvertanden, was könnte man dann tun ?

ihr müsst euch das so vorstellen, meine oma ist eben schon 89. d.h sie ist wikrlich dem alter entsprechend schon verwirrt (frägt mich jeden tag, ob ich noch zur schule gehe und das obwohl ich seit 2 jahren studiere !)

kann man da nichts tun ?

die sache ist eben diese, wir alle wollen nur das beste für sie, wollen ihr aber dabei nicht wehtun. käme keine post mehr, würde sie das gar nicht mitbekommen. das wäre das beste

vielleicht nicht ganz koscher , aber …
wirkungsvoll ?

warum lasst ihr sie nicht einen Nachsendeantrag unterschreiben, damit alle ihre Post erstmal bei euch aufläuft. So könnt ihr die Sendungen dann selektieren.

Mir ist bekannt, dass das nicht in Ordnung ist, aber sicher anbetracht des Zwecks weniger verwerflich, als wenn skrupellose Geschäftelmacher ihren Schindluder mit alten Menschen treiben …

Gruß

HM

Hallo Sally,

Deine Oma soll einfach ihre Adresse ummelden. Natürlich ist es immer diesselbe Agentur, die nur ihren Namen ändert, soll heißen, die Adreßdatei ist dieselbe.

Da sie ja einsichtig ist, sollte es kein Problem sein, wenn ihr miteinander eine entsprechende Postkarte (mit Phantasieadresse oder der Eurigen) verfaßt. Gleichzeitig würde ich für sie eine seriöse Kaffefahrtalternative suchen oder selbst mit ihr Ausflüge machen. Ich glaube nämlich nicht wirklich, daß sie vergißt, daß sie übers Ohr gehauen wurde. Für einen schönen Tag und die Erinnerung daran geben nicht nur alte Leute dreistellige Euro-Beträge aus :wink:

Wenn ihr Eure Adresse mit einem beliebigen, nur dieser Firma mitgeteiten Adreßanhängsel wie „xystr. 1 c“ o.ä. mit explizitem Verbot der Adreßweitergabe verwendet, habt ihr die zweite „neue“ Firma, die Werbung an Eure Adresse sendet, staatsanwaltschaftlich am Wickel (Bundesdatenschutzgesetz). Spätestens dann langt eine entsprechende Drohung, um die Herrschaften mucksmäuschenstill werden zu lassen.

viele Grüße,

Oliver

aber dann haben wir doch immer noch eine firma, die uns post schickt. gibt es denn keine andere möglichkeit. kann man denn nicht der agentur einen brief schreiben, mit dem „befehl“ die adresse meiner oma zu löschen ?

p.s meiner oma wollen wir nicht die post vorenthalten, da es ein zu großer einschnitt für sie bedeuten würde. briefkasten leeren, einkaufen, kochen, katzen füttern gehört zu ihrem tagesablauf.

wir haben ihr schon mal ein fahrt geschenkt (von einem seriösen anbieter). diese wollte sie aber nicht, da sie dort keine „schnäppchen“ machen kann. desweitere ist meine oma eine echte schwäbin, d.h obwohl sie sehr reicht ist, dreht sie jeden cent zweimal um. allein das bewusstsein, dass solch eine kaffeefahrt nur 4 EUR kostet gibt ihr das gefühl ein „schnäppchen“ gemacht zu haben.

Hallo Sally,

versteh ich das jetzt richtig: Eure Oma und ihr nutzt denselbsen Briefkasten?

Dann würde ich eine Fantasieadresse angeben. Eure Oma dürfte ja einverstanden sein, wenn ich das richtig verstehe. Oder will sie nun doch nicht auf speziell die Fahrten mit Einkaufsmöglichkeit verzichten? Deine Angaben sind hierzu nicht ganz schlüssig.

Natürlich könnt ihr der Firma den weiteren Versand von Werbung verbieten. Aber die machen dann halt eine neue Firma auf, an die die Adressen „weitergegeben“ werden. Außer ihr verbietet das wie gesagt ganz explizit. Siehe oben.

viele Grüße,

Oliver

Das Problem dabei ist
Hallo,

ich will dir kurz die Problematik erläutern ,die Oliver meint:

aber dann haben wir doch immer noch eine firma, die uns post
schickt. gibt es denn keine andere möglichkeit. kann man denn
nicht der agentur einen brief schreiben, mit dem „befehl“ die
adresse meiner oma zu löschen ?

Die Post kommt immer von verschiedenen Firmen. Argentur hin oder her! Verbietest du nun der einen Firma die verwendung bekommst du mmer noch Post von den ganzen anderen.

Daher schlägt Oliver vor, die Adresse bei einer zu ändern und die Weitergabe zu untersagen.

Folge: Alle Firmen (die natürlich zusammen hängen) wissen, dass sich die Adresse deiner Oma geändert hat und müssten ihre Post dahin schicken. Dürfen es aber nicht wissen, da die Weitergabe ja untersagt war und Ihr dann rechtliche Schreitte einleiten könntet.
Da es jedoch sinnlos ist, Post an eine alte Adresse zu schicken, werden diese nichts mehr schicken.
Der einen die die „neue“ Adresse noch hat kannst du darauf hin… ich empfehle eine Weile zu warten um zu sehen ob das funktioniert hat … sagen, dass Ihr keine Post mehr wünscht.

Gruß Ivo

Hi,
den Tip von Herrn Meyer mit dem Nachsendeantrag finde ich gut. Nachdem Ihr die unerwünschte Werbung aussortiert habt, werft Ihr die Post eurer Oma in den Briefkasten (am besten abends, dann ist die Post am nächsten Morgen „pünktlich“ drin). Oder kennt eure Oma den Briefträger gut und würde das merken?

Da fällt mir nochwas ein: wenn sie bzw. Ihr den Briefträger kennt, könntet Ihr ihn ja vielleicht mal fragen, ob er diese Werbung nicht aussortieren kann. Ich weiß, der darf das nicht…aber einen Versuch wäre es vielleicht wert.

Oder: schlage ihr doch vor, das nächste Mal mit auf die Kaffeefahrt zu fahren. Dann kannst du die Käufe vielleicht verhindern. Und: kann man nicht diese Käufe hinterher noch 1 Woche oder so widerrufen? Wäre vielleicht auch eine Möglichkeit.

Gruß
Nelly

Hallo,

dazu zwei Dinge:

  1. Wenn es zeitlich möglich ist, sollte ein weiteres Familienmitglied die Omma auf die Fahrten begleiten und von den Käufen abhalten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß derartige Veranstaltungen, wenn man sie nicht ganz ernst nimmt, ganz witzig sein können. Insbesondere dann, wenn man den Oberverkäufer mit Fragen zu seinem Produkt löchert. Nützlicher Nebeneffekt: Hat man sich hinreichend unbeliebt gemacht, wird man von der Adressenliste gestrichen. Immer gut macht sich auch dabei, wenn man sich an die Verbraucherzentralen wendet, wenn Geschenke nicht ausgeteilt werden. Zumindet einen Veranstalter bin ich auf diese Weise losgeworden.

  2. Ich würde mal den Gewinn einfordern. Neulich (in 2001) gab es ein Urteil, daß man Anspruch auf einen versprochenen Gewinn hat. Das Urteil bzw. der Zeitungsartikel dazu liegt mir vor (wenn auch nicht derzeit, müßte ein bißchen suchen). Danach dürfte man wohl auch nicht mehr belästigt werden. Und wenn doch, spielt auch der Erwerb eines überteuerten Toaster keine allzugroße Rolle mehr.

Gruß
Christian

danke erstmal für die vielen tipps.

das problem ist, dass unsere oma meistens unseren briefkasten mitleert. das macht sie schon seit zig jahren. also wäre eine nachsendeantrag ein wenig doof.

das mit der anschriftenaänderung usw… habe ich jetzt verstanden. könnte man machen.

p.s mal ne frage, klingt zwar makaber, könnte aber doch funktionieren. könnte man der agentur nicht einfach ein brief schicken, dass unsere oma leider verstorben ist …oder ist das rechtlich strafbar (wegen falschaussage)

gruss sally

Hallo Selly,

also wenn das meine Oma wäre würde ich nicht ihre Post selektieren wollen, da käme ich mir wie ein Einbrecher vor. Ich würd sie mal fragen, ob sie einverstanden ist, daß die gesamten Briefe von der Agentuer mit dem Vermerk „Annahme verweigert“ zurückgeschickt werden. Wenn man das ne Weile lang konsequent macht, hören die Jungs eigentlich schon auf, einem Werbung zu schicken :wink:
Aber mal angenommen, Deine Oma ist davon nicht zu überzeugen… Habt Ihr schonmal versucht, das Zeugs, das sie dort gekauft hat, zurückzuschicken? Ich glaub, daß man da ein gewisses Rückgaberecht hat… Hey, Ihr Experten, stimmt das noch? Oder lassen die die Leutchen inzwischen unterschreiben, daß sie auf dieses Rückgaberecht verzichten?

Liebe Grüße

Petzi