Liebe/-r wer-weiss-was Experte/-in,wir besitzen einen Kaffeeautomat der Marke Vienna Saeco Superautomatica.
Nach dem ersten Schreck meiner Stromnachzahlung kam mir in den Sinn, diese Maschine mal durchzumessen.Sie ist nämlich immer an. Dabei stellte ich Leistungsschwankungen fest, die, millisekundenweise, auf 1.2 KW anstiegen. Kann das normal sein? In 5 Stunden wurde ein Verbrauch von 839 W gemessen. Dann wieder am nächsten Tag nur 233 W in der gleichen Zeit. Kaffee wurde nicht mehr oder weniger zubereitet.
Vielen Dank für eine Antwort und beste Grüße
1snoopy2
Es schreibt dir Charly und ich meine da ist was mit dem Boiler nicht mehr in Ordnung. Wenn die Maschine zeitweise etwas mehr Strom zieht ist das ganz normal. Die Vienna hat ein Boiler mit 1250 Watt, bein Anschalten wird natürlich die ganzen 1250 Watt gezogen, aber danach so alle 25 Minuten nur noch 750-850 Watt, das sind normal Werte.Ich Persönlich habe eine Zeituhr angeschlossen und die auf meine Abnahme eingestellt, so braucht sie nur 20 Minuten am Tag laufen. Ich hoffe dir geholfen zu haben und wünsche einen guten Kaffee Genus.MFG Charly
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Vielen Dank für Deine Antwort,das mit dem Boiler könnste stimmen, vielleicht verkalkt oder so.Werde mal in die Herstellerseite gehen.Beste Grüße
Reinhard
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Hallo 1snoopy2,
Ich habe mir gerade so eine Maschine im Elektrofachhandel mal näher angesehen. Es handelt sich ja um ein recht modernes Gerät, welches die Heizung des Boilers elektronisch regelt. Ein deutlicher Hinweis darauf, den man ohne Messgeräte oder zerlegen der Maschine erkennt, sind die Geräuschen die die Maschine macht: Wären Thermoschalter oder Relais im Spiel, würde man ab und zu ein leises ‚Klicken‘ höhren. Da dies nicht der Fall ist, können wir davon aus gehen das es sich um eine voll elektronische Steuerung handelt. Mit anderen Worten: Da sitzt ein kleiner Computer drin, und der Schaltet die Heizung ein wenn die Temperatur im Boiler zu kalt ist, und schaltet sie aus wenn es im Boiler warm genug wird. Und das macht er so schnell (bis zu 100 mal die Sekunde) das man nahezu von einer gedimmten Heizung sprechen kann. Du kennst dieses Prinzip der Leistungsregeleung bestimmt vom Cerankochfeld - hier läuft das ganze allerdings so langsam ab das man es sehen kann.
Und bei dieser ‚schnellen‘ Regelung liegt auch das Problem mit den Digitalen Stromkosten-Messgeräten: Diese messen nur punktuell den Stromverbrauch. Zum Beispiel 10 mal in der Sekunde wird der Stromverbrauch gemessen. Allerdings jeweils nur wenige 1000stel Sekunden lang. So kommt es zu den unterschiedlichen Messwerten. Da jenachdem wie sich die Messpunkte und die an/aus-Zeiten der Heizung in der Kaffeemaschine überschneiden ein anderes Ergebnis herauskommt.
Betrachten wir uns mal eine Sekunde einer Strommessung:
Die Heizung der Maschine wird in diesem Beispiel abwechselnd an und aus geschalten. Sie ist also in der Sekunde 50 mal ein und 50 mal ausgeschaltet. Wird also mit ‚halber‘ Leistung betrieben (Bei einer Maximalleistung von 1,2KW wären dies 600W). Wenn nun die 10 Messungen des Strommessers jetzt gerade in die ausgeschalteten Phasen fallen, geht der Strommesser davon aus das kein Strom verbraucht wird. Fallen die Messungen in die eingeschalteten Phasen, zeigt der Strommesser 1200W an, obwohl es ja 600W sind. Und dies geschieht zwar nach einem mathematischen Prinzip - wirkt aber wie Zufall. Daudurch misst Du starke Schwankungen im Millisekundenbereich und große Unterschiede im Gesamtstromverbrauch. Für solche modernen Maschinen sind derart einfache Strommessgeräte nicht geeignet.
Um den Stromverbrauch einigermasen exakt zu messen wäre ein klassischer Stromzähler besser geeignet. Der misst immer und ihm geht kein noch so kurzer Impuls verloren.
Abschliesend bleibt mir noch zu sagen: JA so eine Kaffeemaschine ist was geniales! Und JA Kaffee auf Knopfdruck in wenigen sekunden ist auch klasse! Aber: JA das kostet unglaublich viel Strom! Diese Maschinen habem meistens keinerlei Isolierung an den geheizten Elementen, oder sogar einen Tassenvorwärmer. Das sind richtige Stromschleudern! Da hilft meist nur ausschalten. Den Standby-Strom solltest Du vorsichtshalber mit dem Strommessgerät prüfen, der könnte auch recht groß sein. Und wenn Du auf die Uhr im Gerät verzichten kannst - eine einfache mechanische Zeitschaltuhr für in die Steckdose wirk Wunder!
Ich hoffe ich konnte helfen. Gerne beantworte ich weitere fragen. MfG Manfred
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Hallo 1snoopy2!
Also, wenn die Maschine nicht ausgeschaltet ist, sprich: die Power-LED, oben links, leuchtet immer, dann hält der Boiler das Wasser immer auf Brühtemperatur. Da dessen Heizung temperaturgesteuert ist, heißt das, die Heizung schaltet sich immer wieder für kurze Zeit ein. Dies sind die Leistungsschwankungen, von denen Du geschrieben hast.
Das alles kann auf Dauer die Stromrechnung in die Höhe treiben.
Am besten ist es, die Maschine ganz auszuschalten, wenn sie nicht benötigt wird und lieber die 2-3 Minuten zum Wiederaufheizen nach dem Einschalten zu warten.
Sollte Deine Maschine im ausgeschalteten Zustand diesen horrenden Stromverbrauch aufweisen, ist ein Fehler in der Steuerelektronik sehr wahrscheinlich. In diesem Falle würde ich mich nach einer kompletten Ersatzelektronik umsehen. Diese gibt es im Internet für relativ wenig Geld zu kaufen und lässt sich relativ leicht austauschen.
Grüße
the-young-judge
Ein Boiler kostet so ca. 69.-Euro und der Umbau nochmals 38.- Euro bei mir würde das Pauschal 100.- ausmachen. Bei vielen kostet es noch mehr. MFG behappy
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