hallo,
weiß jemand von euch, warum man kafka oder inwieweit er eim autor des expressionistischen war ?
mfg
hallo,
weiß jemand von euch, warum man kafka oder inwieweit er eim autor des expressionistischen war ?
mfg
Hallo!
weiß jemand von euch, warum man kafka oder inwieweit er ein autor des expressionistischen war ?
Die Literaturgeschichte liebt solche Schubladen, auch wenn sie oft nicht so richtig geschreinert zu sein scheinen. So wird Kafka z. B. nicht von allen Literaturwissenschfatlern in dieser Schublade verwahrt.
Kafkas Schriften fallen in die Epoche, die man Expressionismus nennt. Sie haben außerdem einige Züge, die Schriften des Expressionismus nach allgemein anerkannten Meinung so an sich haben.
Ist dir klar, was die Bezeichnung „Expressionismus“ impliziert?
Wenn ja, so wirst du leicht das „Expressionistische“ an Kafkas Texten erkennen können.
Wenn nein, so wirst du das erst nachlesen und lernen müssen.
Über eine Million Treffer dazu findest du hier: http://www.google.de/search?hl=de&ie=…
Und nochmals: Schubladen helfen anfangs weiter, später, bei erweiterter Kenntnis, kann man meist drauf verzichten.
Gruß Fritz
Hallo,
ergänzend zu den Informationen und Links, die Fritz Ruppricht gegeben hat, würde ich Kafka, für mich der wichtigste und interessanteste Autor des gesamten 20. Jahrhunderts, in keine der oder zwischen die Schablonen stecken.
So wie Hölderlin, Jean Paul und Kleist immer gern zwischen Klassik und Romantik subsumiert werden, könnte dann Kafka zwischen Expressionismus und Surrealismus stehen.
Aber: Alle Schablonen sind problematisch. Und der Begriff „Surrealismus“ ist in der deutschen, weniger der französischen Literaturgeschichte ohnehin umstritten; er wird aber etwa bei Glaser / Lehmann /Lubos verwendet.
Gruß, Wolfgang Zimmermann
Hallo,
da noch niemand neu geschrieben hat:
Was ist an Kafka expressionistisch? Die Verlorenheit des Individuums in einer unberechenbaren Welt; der Kampf des Individuums gegen anonyme, ungreifbare Unterdrücker, die ihm eine Schuld suggerieren, die er nicht nachvollziehen kann - aber auch konkreter und stärker biographisch nachvollziehbar: Schreibzwang, Vaterkomplex, Bindungsunfähigkeit, das Dilemma zwischen der Anpassung an eine merkantile und formalisierte Welt und der Auflehnung dagegen, letztlich eine Vita, die misslingt hinsichtlich der Sozialisation und ganz schlicht in physischer Hinsicht.
Was ist surrealistisch? Vielleicht neben den vielen erfundenen Welten, in denen Tiere oder sogar eine Nähnadel als Protagonisten auftreten, jenes Rätselhafte, das uns auch an den Bildern eines M.C. Escher so anzieht.
Es gibt keinen zweiten Autor, behaupte ich mal, der in der Literatur so häufig und so vielfältig interpretiert wurde - und eben auch in so viele Schubladen eingeordnet wurde, von den Marxisten, den Soziologen, den Psychoanalytikern, den Theologen, Linguisten …
Aber es bleiben Dir ja noch Millionen von Google-Seiten 
Besten Gruß, Wolfgang