Kaftan statt Sepplhose?

Liebe Freunde des guten Geschmacks,

die Herrengarderobe soll doch eine gewisse Verbundenheit zur Region erkennen lassen, nicht wahr?

Während ich, führe ich jetzt im Sommer nach Salzburg, nur zwischen Smoking und Dinnerjackett zu entscheiden hätte, stellt sich die Frage:

Wie kleide ich mich für das Salzkammergut?

Von Peter Altenberg sind ja Fotos überliefert, wo er, mit weißem Anzug, Panamahut und Bambusstock, in Gmunden promeniert. Auch die Dichter und Denker in Bad Ischl waren immer vorzüglich gekleidet und hatten sich wohltuend von den Einheimischen, Wienern und der Aristokratie unterschieden.
Aber für den Attersee, den man doch zu den ländlicheren Regionen zählen muß, scheint mir diese Garderobe wochentags unpassend.

Jetzt kam mir der Maler Gustav Klimt in den Sinn, der sich bei Bootsfahrten gerne in einen Kaftan hüllte.

Was meint Ihr? Sollte der Kaftan in Schwarz sein oder doch ein Jugendstilmotiv zeigen? Sollte man eine goldene Kette tragen oder einen schlichten Lederriemen mit den Autoschlüsseln? Und was ist abends im Restaurant Häupl: Lackschuhe mit Seidensocken oder doch barfuß mit Diners Club Gold?

Euer Rat suchender
J.

Sehr geehrter Herr Hollnstein,

die Herrengarderobe soll doch eine gewisse Verbundenheit zur
Region erkennen lassen, nicht wahr?

zumindest ist ein Grasrock in Grönland unpassend. Darin stimme ich zu.
Mache es in Rom wie ein Römer …

Während ich, führe ich jetzt im Sommer nach Salzburg, nur
zwischen Smoking und Dinnerjackett zu entscheiden hätte,

aber doch wohl hoffentlich nur in den Abendstunden, bzw. beim Besuch einer Aufführung der Festspiele.

stellt sich die Frage:

Wie kleide ich mich für das Salzkammergut?

Gegenfrage: worin unterscheidet sich das Salzkammergut Anlaß-kleidungstechnisch?

Von Peter Altenberg sind ja Fotos überliefert, wo er, mit
weißem Anzug, Panamahut und Bambusstock, in Gmunden
promeniert. Auch die Dichter und Denker in Bad Ischl waren
immer vorzüglich gekleidet und hatten sich wohltuend von den
Einheimischen, Wienern und der Aristokratie unterschieden.

Dichter und Denker zeichnen sich durch alle Zeiten durch eine gewisse Nonkonformität aus. Man könnte dies aber auch Narrenfreiheit nennen.
wer nicht Dichter oder Denker ist: Cave!

Aber für den Attersee, den man doch zu den ländlicheren
Regionen zählen muß, scheint mir diese Garderobe wochentags
unpassend.

allerdings.

Jetzt kam mir der Maler Gustav Klimt in den Sinn, der sich bei
Bootsfahrten gerne in einen Kaftan hüllte.

siehe dazu meine Meinung oben.
Quot licet Jovi, not licet bovi

Was meint Ihr? Sollte der Kaftan in Schwarz sein oder doch ein
Jugendstilmotiv zeigen? Sollte man eine goldene Kette tragen
oder einen schlichten Lederriemen mit den Autoschlüsseln?

ich zitiere dazu die Meinung eines älteren Herrn, der bei vom Mainstream abweichender Kleidung regelmäßig sagte:
Fehlt noch die Pfaufeder im A…

Und
was ist abends im Restaurant Häupl: Lackschuhe mit
Seidensocken oder doch barfuß mit Diners Club Gold?

Herr Hollnstein - warum blinkt in meinem Hinterkopf bei solchen Fragen ständig SATIRE auf?

Dennoch auch hier der Versuch einer ernsthaften Antwort: Lackschuhe und Seidensocken sind nur mit Abendgarderobe für den wirklich gut gekleideten Herrn denkbar. Barfuß in Schuhen ist ein absolutes No Go (keine Sandalen abends im Restaurant!)

Umgekehrt: wer mit dem ICE durch die Kinderstube gedonnert ist, dem wird man weder durch dezente Hinweise noch durch Postings wie dieses helfen können.

viele grüße
Geli