Hallo Eckard,
Und Abel wurde ein Schäfer, Kain aber wurde ein Ackermann.
Es begab sich aber nach etlicher Zeit, daß Kain dem HERRN
Opfer brachte von den Früchten des Feldes. Und auch Abel
brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett.
Und der HERR sah gnädig an Abel und sein Opfer, aber Kain und
sein Opfer sah er nicht gnädig an.
Hier sieht der Herr diese Gleichheit wohl nicht so eng. Beide
opfern das, was ihnen zur Verfügung steht (geben von ihren
Lebensgrundlagen ab),
hier kommt es zum ersten Missverständnis, weil Du die Geschichte nicht aus der religiösen Sicht interpretierst, aus der sie aber geschrieben wurde.
Das Opfer besteht eben nicht darin, zu geben, was wir gerade haben. Sondern darin, zu geben, was Gott von uns fordert.
Und wenn wir dann, aus welchen Gründen auch immer, uns über Gottes Willen hinwegsetzen, und stattdessen Gott mit unseren Mitteln zufriedenstellen wollen, muss die Aktion scheitern.
dennoch bevorzugt er den Nomaden, und
lehnt die Gaben des Ackerbauern ab - und damit wohl auch
gleichzeitig dessen Lebensweise.
Zweite Missinterpretation.
Nicht die Lebensweise sondern die Herzenseinstellung.
Ein Grund für die Ablehnung
von Kains Opfer wird nicht geliefert, war also wohl für die
Adressaten der Geschichte (nomadisierende Viehzüchter)
selbstverständlich.
Dritter Fehler.
Der Grund war deshalb offensichtlich, weil die Adressaten die Israeliten waren, denen es ganz klar war, dass man Schafe opfert und kein Gemüse.
Gott ist es,
der hier eine Entscheidung trifft, was „genehm“ ist, was Gnade
findet.
Das ist der einzig richtige Punkt.
Wenn Gott A fordert, kann man ihm nicht stattdessen B anbieten.
Gruss Harald