Hallo und ein gesundes neues Jahr an alle Kakteenspezialisten!
Vorhin habe ich zu meinem Entsetzen Läuse in meinen Kakteen entdeckt.
Die Kakteen befinden sich wie jedes Jahr im Winterlager. Hell, kühl, wenig Wasser. Im Sommer draussen.
Die Läuse sehen aus wie kleine Wattebäusche. Wenn man sie zerdrückt kommts leicht gelblich raus. Ich denke mal, es sind Wollläuse. In diversen Foren und auch hier im Archiv, hab ich was von Spiritus, Schmierseife oder Spüli gelesen. Sowas hab ich da und auch Neudosan Blattlausfrei.
Bitte helft mir, wie rücke ich den Biestern am Besten auf den Pelz???
von Kakteen versteh ich nichts. Aber Wolläuse an einer Olive hab ich mal wegbekommen, indem ich sie penibel mit spiritusgetränkten Wattestäbchen abgewischt habe, auch an den Stellen, wo sie waren, noch mal nachgewischt. Das hab ich (glaube ich) 3x im Abstand einer Woche wiederholt.
Bei mir hat’s geklappt, und es ist schonend für die Pflanze, weil man sie nicht komplett mit irgendwas einnebelt.
ob Spiritus zu der wachsigen Oberfläche von Sukkulenten besonders zärtlich ist, sei mal dahingestellt. Konkret: Was genau ist der Unterschied zwischen Äthanol und „irgendwas“?
Konkret: Was genau ist der Unterschied zwischen Äthanol und „irgendwas“?
das können Dir bestimmt die Chemiker beantworten…
Ich habe damals irgendwo den Tip dazu bekommen. Meine mich zu erinnern, dass der Spiritus evtl. verbliebenen Eiern schaden sollte, aber ich weiß es nicht mehr genau.
Ich habe die Wollläuse dann nicht mehr befragt, was ihnen genau geschadet hat.
Du meinst also, reines Absammeln hätte genauso gewirkt? Soll mir auch recht sein.
Danke Euch Beiden,
und bitte nicht gegenseitig an die Gurgel springen.
Ich hab heute den Tierchen ne ausgewogene Mischung gemixt und anschliessend ordentlich den Buckel geschrubbt…
Und am Montag hol ich Gift aus dem Baumarkt. Tip vom netten Nachbarn…
Liebe Grüße,
Kerstin
Du meinst also, reines Absammeln hätte genauso gewirkt?
ich meine, dass es - obwohl Wachse generell nicht gut alkohollöslich sind - riskant sein kann, Sukkulenten oberflächlich mit Alkohol zu behandeln, wenn man nicht sicher ausschließen kann, dass der ihrer für sie lebenswichtigen und ggf. nur langsam heilenden Oberfläche nicht schadet.
Umgekehrt, dass es zumindest in der Wachstumsperiode bei ziemlich regem Stoffwechsel und Aufnahme von Bodenlösung leicht möglich sein sollte, beißende und saugende Parasiten an Sukkulenten mit einem geeigneten systemischen Insektizid anzugehen.
Und drittens, das ist mir das wichtigste, halte ich es für einen Irrtum zu glauben, dass Äthanol kein chemischer Stoff sei. Auch die Unterscheidung nach synthetischer und natürlicher Herkunft kommt mir ungeeignet vor, vgl. Pyrethrine und Pyrethroide: Stoffe rein natürlicher Herkunft, aber als Insektizide ziemlich brutale Hämmer.
gegen Wolläuse an Kakteen hilft dauerhaft nur ein systemisch wirkendes „chemisches“ Mittel.
Absammeln bringt garnichts, weil die Viecher auch an den Wurzeln sitzen.
Um mit Alkohol, Spülmittel oder Ähnlichem halbwegs erfolgreich zu sein, muss man den Kaktus aus der Erde holen, alle Wurzeln bis auf die Hauptwurzeln entfernen, trocknen lassen, dann die Pflanze eine Weile komplett eintauchen.
Klingt verrückt, schadet den Kakteen aber weniger als man glaubt.
Systemisch ist aber wie gesagt deutlich besser.
ich habe es vor einer Zeit mit zwei schon ordentlich verzweigten Weihnachtskakteen, die schon zahlreiche Wollläuse hatten, genauso gemacht. Mit einem Pinsel habe ich den Spiritus jeweils auf die weißen Wöllchen gesetzt (saugen sich erstaunlich leicht voll und das Weiße schwindet), die Pflanze hat kaum etwas abbekommen. Über eine Zeit habe ich immer wieder kontrolliert, und war erstaunt, wie gut und effektiv das geholfen hat.