Kalenderproduktion mit Photoshop, PowerPoint - Deine Erfahrung?

Hallo, ich will bei flyeralarm.de einen Fotokalender mit diesen Maßen bestellen:

  • 30 x 60 cm, Bilderdruckpapier matt 170 g

Das wird ein Küchenkalender/Streifenkalender mit oben ca 30x30 cm Foto und darunter 30 cm Kalendarium (wechselnd je nach Motiv), den ich komplett vorab am Windows-PC gestalte. Die Bilder stammen aus einem relativ guten Handy mit ca 3000 x 4000 Pixel, teils werden sie zugeschnitten.

Der gedachte Ablauf:

  1. Bildoptimierung im aktuellen Photoshop CC oder Lightroom Classic unter Windows
  2. Word-Kalendarien aus Kalendapedia verfeinere ich im aktuellen Word
  3. JPG-Bilder und Word-Kalendarien werden in einer PowerPoint-Datei mit der gewünschten cm-Größe + Beschnittzugabe (30x60+0,2x0,2) zusammengeführt (habe kein InDesign, und Layouten in Word oder Photoshop scheint problematischer)
  4. die Kalenderdateien werden als PDF exportiert
  5. PDF geht an flyeralarm.de

Meine wichtigste Frage:

Soll ich die Bilder schon vorab final zuschneiden? Oder soll ich die Bilder in voller Breite lassen und erst in PowerPoint in der Bildbox zuschneiden? Diese Variante „in PowerPoint in der Bildbox zuschneiden“ finde ich normal viel besser + flexibler; aber ich habe gehört, dass PowerPoint das Bild dann mitsamt den nur verstecken Rändern speichert; daraus folge entweder ein Riesen-PDF oder entstellendes Komprimieren. Welche Erfahrung habt Ihr?

Weitere Fragen:

1. Für die Photoshop-Bildbearbeitung für Druck auf „Bilderdruckpapier matt 170 g“ habe ich diese Vorgaben: „sRGB, Tonwert 10 – 245, Farben dürfen am Schirm „Tick zu kräftig wirken“, leicht überschärfen, JPG-Stufe 10 von 12 speichern (auch wenn’s vorher Stufe 8 war)“. Gut so?

2. Wenn ich einen relativ kleinen Bildausschnitt verwenden will, z.B. weniger als 2000 Pixel für 30 cm Breite – soll ich das JPG in Photoshop/Lightroom erst hochrechnen, z.B. mit „Details erhalten 2.0“ oder „Super-Auflösung“ (Super Resolution)? Oder soll ich es in Originalauflösung in die gewünschte Größe ziehen?

3. Ist mein o.skizzierter Ablauf 1. - 5. schwachsinnig? Wie würdest Du es machen (wie gesagt InDesign nicht vorhanden, Adobe Foto vorhanden).

Hinweise: Ich kenne Fotodruckdienste wie Cewe, Aldifotos etc sehr gut. Sie bieten für Küchenkalender/Streifenkalender überwiegend höchstens 15 cm Breite, gelegentlich ca 20 cm Breite, und kaum Flexibilität beim vorgegebenen schäbigen Layout. Solche Dienste kommen nicht mehr in Frage. Ich möchte diesmal am Win-PC ein Kalender-PDF fertigstellen und auf einen Blankokalender drucken lassen – auch wenn es mehr Vorbereitung fordert. Flyeralarm scheint einer der wenigen Online-Drucker zu sein, der a) 30x60 cm bietet und b) ab einer Auflage von 1 Expl arbeitet, ohne mich dabei zu verarmen. (Viele andere Online-Drucker bieten nur A3 hoch, A2 hoch und Auflagen ab 5.) - Ich weiß auch, dass man theoretisch viel mehr Pixel und Aufwand investieren kann. - Die beschenkte Zielperson ist unkritisch und lobt alles, wo Blumen/Katzen erkennbar sind.

Danke für alle Tipps aus Deiner Praxis-Erfahrung!

Hallo,

vorab die Frage warum Du von Word zu owerpoint wechseln willst?! In Word kannst Du das Format doch festlegen und fügs das Kalendarium und die Fotos ein und druckst direkt nach PDF, fertig. Ich habe noch nie aus Powerpoint etwas an einen Online-Druck Service verschickt (Powerpoint ist zur präsentation auf Bildschirmen gu, zu mehr aber eher nicht).
Die Bilder sollten natürlich in das Format passen wir Du das haben willst. Ränder sollte man da natürlich beachten.
Zu der weiteren Frage 1.) das sollte grundsätzlih so passen.
Zu der weiteren Frage 2.) selbst wenn Du etwas hochrechnest wird solch ein eher kleiner Bildausschnitt an Genauigkeit verlieren, weil die Bilddaten ja nur hochgerechnet werden wo Sie nicht sind. Das kann bis zu einem gewissen Grad gut gehen, muß es aber nicht.
Zu der weiteren Frage 3.) Ich würde Schritt 3 weglassen und direkt aus Word die PDF erstellen oder alternativ das Ganze in dem Online Editor zusammenbauen.
Viel Spaß.

Hallo, Danke für alle Antworten.

Ich hatte den Eindruck, dass ich in PowerPoint mehr Kontrolle habe und die Bilder eher starr sitzen und nicht “wegspringen”. Das in Word gestaltete Kalendarium kann ich als skalierbare und editierbare Box einbetten. Mir ist klar, dass es auch komplett in Word geht, aber mir persönlich würde es in PowerPoint vermutlich leichter fallen.

Ich habe jetzt erst bei Flyeralarm gelesen, sie verlangen

  • CMYK mit Profil ISO Coated v2 300%
  • PDF/X-3:2002

Die CMYK-Bilder kann ich natürlich in Photoshop erzeugen, aber ich weiß nicht, was Word daraus macht beim PDF-Export. Nichts Gutes?

Die Office-Programme exportieren “PDF/XPS mit Option “PDF/A-kompatibel”. Ich weiß nicht, ob das die Anforderung deckt.

Hallo, aus verschiedenen Quellen habe ich mir jetzt den folgenden Arbeitsablauf ersonnen. Die Montage findet dabei in Photoshop statt, nicht in PowerPoint (InDesign habe ich nicht). Klingt der folgende Weg plausibel?

1) BILDKORREKTUR: Einzelbilder für Kalender in Photoshop in sRGB korrigieren. Dabei Softproof mit von Druckerei verlangtem Profil ISOcoated_v2_300_eci.icc. (Bearbeiten > In Profil konvertieren… Nicht über Bild > Modus > CMYK). - Profil auswählen: ISOcoated_v2_300_eci. - Wähle unter Zielfarbraum das Profil ISOcoated_v2_300_eci.icc aus. Bei Engine wählst du Adobe (ACE), Priorität Relativ farbmetrisch mit Tiefenkompensation. Klicke auf OK

2) KALENDARIEN: Werden in Word erzeugt, dann in Word als PDF/XPS exportieren mit Option „ISO 19005-1-kompatibel (PDF/A)“, damit die Schriften sauber als Vektoren eingebettet werden.

3) MONTAGE IN PHOTOSHOP: pro Kalenderseite 1 Datei mit 30x60 cm + Beschnittzugabe, 600 dpi in CMYK mit Profil ISOcoated_v2_300_eci.icc anlegen (Kalenderium hat feine Linien und graue Schriften). Bilder und PDF-Kalendarien hereinziehen (dabei entstehen SmartObjekte, ich darf die PDF-Kalendarien noch skalieren).

4) EXPORT ALS TIF: Zum Schluss in Photoshop alles auf Hintergrundebene reduzieren und als flaches TIF-LZW mit eingebettetem Profil speichern und an Druckerei geben.

Könnte man so arbeiten?

Anmerkungen:

Word erlaubt nur 55,87 cm Länge, das reicht nicht für mein Projekt. In PowerPoint oder Photoshop kann man mehr Länge angeben. In Photoshop habe ich weniger Angst vor Pannen mit Farbmodus oder Auflösung als in PowerPoint. (InDesign habe ich nicht.)

Die Druckerei will PDF, TIF oder JPG. Sie will pro Kalenderseite eine separate Datei, dies wird beim Hochladen sortiert.

Ich habe 64 GB RAM.

Die Druckerei beschreibt auch den folgenden Weg, Druckvorlagen in Word bzw. Office zu erstellen und als PDF/XPS zu exportieren, den ich aber letztlich nicht gehen will, weil ich weniger Kontrolle über Farben und Auflösung habe: Tutorial: Druckfähiges PDF mit Word 2016 erstellen – FLYERALARM Blog

Die Druckerei hat für mein Format 30x60 cm keinen Online-Designer, den gibt nur für ein paar DIN-Formate.

Danke!