Kalkulation einer Flatrate

hallo,

Ich beschäftige mich im Moment mit einer Geschäftsidee.

Dazu würde mich folgendes Interessieren.

Gibts es eine Möglichkeit einen Flatratebetrag für Handwerkliche Leistungen zu Kalkulieren ?

Also am Beisspiel erklärt :

Herr A ist Fliesenleger und hat bei Herr B einen Auftrag. Dieser dauert 8 Stunden und hat 100 Euro Material Verbraucht. Bei einen Stundenlohn von 10 Euro macht das ganze Netto 371,93 Euro, bei FGK von 208,3% und MGK von 18 %.

Soweit das ganze als normale Preiskalkulation. Gäbe es nun hier die Möglichkeit das ganze so zu kalkulieren das eine mtl Flatrate rauskommt die Bezahlbar ist ( als Beispiel 30 Euro ) und auch auf einen anderen Kunden C anwendbar ist bei dem das Autragsvolumen größer ist, bzw auf Kunden D bei dem es kleiner ist.

Ich orientiere mich da an diesen ganzen Internetflats weil da ja auch nicht jeder die selbe Internetnutzung hat und aber doch alle den selben Paketpreis bezahlen. Leider sind dies keine handwerklichen Leistungen und ich habe erhlich gesagt keine Ahnung ob dies überhaupt machbar ist.

Ich danke schonmal im vorraus für jede Hilfe

Gruß Ronny

Varianz, Mittelwert und Skalierung…

Ich beschäftige mich im Moment mit einer Geschäftsidee.

Gibts es eine Möglichkeit einen Flatratebetrag für Handwerkliche Leistungen zu Kalkulieren ?

Theoretisch ja. Als einfaches seien da Festpreisaufträge benannt.
Schon seit langem ist es üblich, dass man mit Handwerkern eine „all-in“ Dienstleistung zu einem festen Preis vereinbaren kann. Siehe myHammer.

Aber um jetzt mal bei der „eigentlichen Flatrate“ zu bleiben:
Die Kosten eines Handwerkauftrags hängen von tausend Faktoren ab, die man berücksichtigen muss. Du kannst nicht pauschal Arbeitsleistung und Material in einen Topf werfen und dann sagen €350 für einen Auftrag…
Nehmen wir mal Deinen Fliesenleger:

Raumbedingte Faktoren:

  • Von wie viel Quadratmetern reden wir überhaupt?
  • Fussboden, oder auch Wände? Gar die Decke?
  • Sind viele Ecken und Kanten zu berücksichtigen?
  • Wie viele Steckdosen müssen ausgeschnitten werden?
  • Ist der Untergrund eben oder muss nivelliert werden?

Produktbedingte Faktoren:

  • Braucht man speziellen Haftputz für €17,99 oder reicht der für €1,99?
  • Baumarkt-Fliesen für €3,29/m² oder polierter Marmor für €147,50/m²?

Beim Internet:

  • 4er oder 16er Bandbreite?

Gäbe es nun hier die Möglichkeit das ganze so zu kalkulieren das eine mtl Flatrate rauskommt die Bezahlbar ist ( als Beispiel 30 Euro ) und auch auf einen anderen Kunden C anwendbar ist bei dem das Autragsvolumen größer ist, bzw auf Kunden D bei dem es kleiner ist.

Ähm, ich glaube ich weiß gar nicht mehr worauf Du hinaus willst. Redest Du jetzt von einem Modell, wo der Kunde einen Vertrag für X€ im Monat unterschreibt und dann sämtliche Handwerkerdienstleistungen kostenlos bekommt? Wie soll denn sowas funktionieren? Der eine hat eine Bruchbude, die er grundsanieren möchte, der andere hat Angst, dass ihm eventuell mal ein Wasserrohr bricht. Kunde 1 hat ein spontanes Auftragsvolumen von €10000 und mehr, Kunde 2 ein potentielles von €400, aber für ihn wäre es nur eine Art Versicherung - und die darf keinesfalls teurer sein als der Erwartungswert des möglichen Schadens.

Oder redest Du von einem Kreditmodell, d.h. es wird eine Leistung X gegeben und der Kunde bezahlt in Raten?

Ich orientiere mich da an diesen ganzen Internetflats weil da ja auch nicht jeder die selbe Internetnutzung hat und aber doch alle den selben Paketpreis bezahlen.

Wenn Du Dich ein wenig im Telekommunikationswesen auskennen würdest, würdest Du derlei Dinge nicht in einen Topf werfen.
Kurz gesagt: Für den TK-Dienstleister macht es keinen signifikanten Unterschied, ob ein Kunde auf voller Bandbreite saugt oder die Leitung leer läßt. Er braucht ein bisschen mehr Strom und das war’s.
Daher skalieren TK Dienste ja auch so wunderbar. Abhängig von der einmalig aufzustellenden Hardware macht es fast keinen Unterschied, ob man 1 oder 10.000 Kunden bedient und der Aufwand ist für jeden Kunden eigentlich identisch.

Der Handwerker hingegen muss zum Erbringen einer Leistung persönlich antanzen und Mannstunden investieren. Um 10.000 Kunden zu bedienen, braucht man deutlich mehr Handwerker als für einen Kunden sonst klagen die plötzlich weil sie jahrelang auf einen Termin warten müssen…
Handwerk skaliert nicht.

Dann bei der Telefonie-Flatrate steht jede Menge Statistik dahinter: Man nutzt die Informationen über das Telefonierverhalten (in Bezug auf Kosten/Monat, nicht auf genutzte Nummern ^^) von 100.000 zufälligen Kunden und ermittelt dabei die statistisch signifikanten Kenngrößen:

  • Mögliche multiple Mittelwerte (Kundensegmente)
  • Varianz und Verteilungsfunktion
  • Minimum und Maximum
    Anhand dieser Informationen berechnet man verschiedene rentable Tarifmodelle, die dem Unternehmen im Mittel gleich viel Geld einbringen, aber keiner Varianz unterliegen.

D.h. die Rechnung ist, dass man bei Kunde A Geld verliert, was man aber von Kunde B wieder bekommt. Deswegen gibt es auch „unterschiedliche Flatrates“, da jene so gerechnet werden, dass sie möglichst nah am Nutzerverhalten des Kunden liegen, damit niemand sich als Kunde übervorteilt sind und auch keiner den Dienst zu stark „ausbeutet“.

Wenn Du Dich mal mit Kenngrößen der Statistik befasst, und dann versuchst, das in Handwerker-Rechnungen pressen möchtest, wirst Du erkennen, dass Du dazu höchstwahrscheinlich einige Millionen Rechnungen sichten musst um das gesamte „Handwerk“ nach statistisch signifikanten Kennzahlen zu klassifizieren.
Trotzdem wirst Du am Schluss kaum zu Potte kommen.

Leider sind dies keine handwerklichen Leistungen und ich habe erhlich gesagt keine Ahnung ob dies überhaupt machbar ist.

Ich behaupte, es scheitert an der fehlenden Skalierbarkeit und Nichtvergleichbarkeit der Rahmenbedingungen.

Hallo,

danke für die Antwort.

Schon seit langem ist es üblich, dass man mit Handwerkern eine
„all-in“ Dienstleistung zu einem festen Preis vereinbaren
kann. Siehe myHammer.

Das Prinzip kannte ich schon nur meinte ich sowas nicht :smile:

Ähm, ich glaube ich weiß gar nicht mehr worauf Du hinaus
willst. Redest Du jetzt von einem Modell, wo der Kunde einen
Vertrag für X€ im Monat unterschreibt und dann sämtliche
Handwerkerdienstleistungen kostenlos bekommt?

Ja genau sowas meinte ich. Das ganze Angebot wird aus einem Produktkatalog bestimmt und Das Auftragsvolumen könnte man ja auch in einzelne Paketgrößen packen ( Quasi wie beim Internet 4k und 16 k Leitung ) und je größer das Volumen umso höher die Flat.

Oder redest Du von einem Kreditmodell, d.h. es wird eine
Leistung X gegeben und der Kunde bezahlt in Raten?

Nein sowas meinte ich nicht weil das is ja ne ganz normale Ratenzahlung und die bekommst du mittlerweile an jeder ecke.

Der Handwerker hingegen muss zum Erbringen einer Leistung
persönlich antanzen und Mannstunden investieren.
Handwerk skaliert nicht.
Ich behaupte, es scheitert an der fehlenden Skalierbarkeit und
Nichtvergleichbarkeit der Rahmenbedingungen.

Was meinst du mit diesem Skalieren bzw. nichtvergleichbarkeit der Rahmenbedingungen.

Ich sag mir, prinzipiell ist doch jede Handy und Internetflat nix anderes wie ne Ratenzahlung und die gibts ja im Handwerk. Also muss man das doch mit , mal laienhaft gesagt, ein paar Rechenspielen auf ne Finanzierbare Flatrate bekommen.

Oder ein besseres Beispiel wie diesen Fliesenleger. Wie macht das den dann ein Diskothekenbetreiber mit dem Flatratesaufen. Das muss sich doch auch irgendwie rechnen.

Für erklärungen bin ich dankbar

Grüße Ronny