hallo merlinchen,
mir ist bewusst, dass ein menschl. organismus keine maschine ist, aber gewisse rahmenbedingungen herrschen auch da; daher halte ich das:
- wenn ich zu wenige Kalorien zu mir nehme, schaltet mein
Körper aus Angst vor Hungersnot auf Sparflamme und ich nehme
nicht ab
für falsch, nicht richtig etc… auch wenn es immer wieder so einfach behauptet wird. wie soll dein körper zur aufrechterhaltung seiner betriebstemperatur, den versch. bewegungen auf einmal weniger energie verbrauchen, bzw. bei ‚guter ernährung‘ mehr?
meine erklärung für den jojo effekt (neben den div. psychologischen erklärungen): wenn du abnimmst, nimmst du muskel/fett zu gleichen anteilen ab (angeblich, such bitte im netz, bzw. ich fand dazu was unter http://www.fitness.com), wenn du zunimmst nimmst du aber mehrheitlich fett zu (meist fast 100%). der muskelanteil deines körpergewichts ist aber wesentlicherer beitrag zu deinem grundumsatz als der fettanteil. daher ist der beim, auch nach nur gringfügiger wieder-zunahme deines körpergewichts, geringer als zuvor bei gleichem gewicht.
ausschliessen kan man aber wohl nicht, dass die 100ste diät nicht doch auch dauernde auswirkungen auf deinen metabolismus hat.
Bei verschiedenen Energie-Rechnern, die ich online gefunden
habe, schwankt alleine schon der Grundumsatz stellenweise um
1000 Kalorien. Ebenso der Gesamtbedarf an Kalorien.
liess mal bei wikipedia dein eintrag zu kalorien.
menschen sind keine kaloriemeter. damit werden aber die kalorienangaben auf den nahrungsmitteln, bzw. in den div. büchern ermittelt. kaloriemeter heisst, das entsprechende nahrungsmittel wird in einem gefäss verbrannt und die entstehende wärmeenergie wird gemessen. inwiefern ist dir, mir, uns allen bekannt, was das mit den vorgängen des nahrungsmittel-abbaus in unserem körper zu tun hat?
Auf manchen Seiten liest man, dass man 7000 Kalorien die Woche
einsparen muss, um 1 kg abzunehmen.
so weit ich weiss, stimmt das - rein wissenschaftlich entspricht dies der menge, die in 1kg fett enthalten ist (aber auch das wurde mit einem kaloriemeter gemessen!)
ob das medizinisch sinnvoll ist - keine ahnung, angeblich leben zu ca. 20% unterernährte lebewesen länger, bei mäusen kann das bis 50% ihrer lebenszeit sein (gab da mal einen artikel in geo).
Und wo kriege ich nun einen wirklich brauchbaren Wert her, wie
hoch mein Grundumsatz oder Gesamtbedarf ist?
schliess dich einen tag lang an eine gasmaske an und bewege dich nicht mehr
dann misst du über die gasmaske, wieviel sauerstoff du ein- und wieviel du ausatmest. die differenz lässt sich dann in den gesamt-grundumsatz-pro-tag umrechnen.
…natürlich kann man auch etwas mehr spekulieren, und aus den geschlechts- und alterspez. statistsichen mittelwerten (!) der, beim grundumsatz als relevant erachteten grössen (zb. fett / muskelanteil (s.o)) einen grundumsatz angeben. die unterschiede die du gelesen hast kommen vermutlich von den unterschieden in den zugrundegelegten statistiken und bei anderen annahmen.
alles grund genug, die kalorientabllen wegzuwerfen, nachdem man sich einige grundtrends gemerkt hat (fett/eiweiss/kohlehydrat-kalorien, obst & grün = gut, sahnetorte = schlecht - aber welche bedeutung hat schon ‚gut‘ und ‚schlecht‘?
und dann den natürlichen bewegungsdrang durch unnatürliche massnahmen wie sport wecken.
im wissen mehr fragen aufgeworfen als beantwortet zu haben und in der hoffnung, dass sich irgendwann der trend zum eigenen denken durchsetzen mag*,
stefan
*angesichts der unmenge an nahrungsmittel- und diätindustrie, medienaussagen, büchern und etc. finde ich das meist sehr schwer…