Kalt + Wind = Kälter?!

Hallo, ich hoffe, das ich das richtige Board ausgesucht habe.

Es geht um folgendes.
Jeder kennt sie inzwischen in Autos. Thermomether. Sie geben einem die Präzise Außentemperatur an. Nun habe ich leztens mit jemandem Diskutiert, ob es egal ist, ob die Thermometer messspitze Fahrtwindgeschützt ist, oder nicht.

Ich könnte mir vorstellen, das wenn die Messpitze im Fahrtwind ist, diese sich weiter abkühlt, als die reale umgebungstemperatur.

kann jemand das ganze phyisikalisch auflösen und erklären?

Gruß
Jonny

Ich könnte mir vorstellen, das wenn die Messpitze im Fahrtwind
ist, diese sich weiter abkühlt, als die reale
umgebungstemperatur.

Hallo, Jonny,
es ist egal. Das Thermometer misst die Temperatur der Luft, die an ihm vorbeistreicht.
Eine Ausnahme gibt es: wenn das Thermometer (d.h. der Teil mit dem es misst) nass ist. dann misst es die Temperatur der flüssigkeit, die ihm anhaftet. Und da diese Flüssigkeit durch die vorbeistreichende Luft verdunstet und zu diesem Behufe Wärme braucht, entzieht sie diese Wärme der Umgebung - also u.a. auch dem Thermometer, dass dann natürlich eine Temperatur anzeigt, die unter der der Luft liegt.

Grüße
Eckard

Hallo,

in erster Näherung ist es wirklich gleichgültig. Subjektiv ist es für uns physiologisch nicht egal, ob Wind geht oder nicht, weil natürlich mit Wind mehr Körperwärme abgeführt wird. Dies ist auch der Grund, warum es vor allem in den USA beim Wetterbericht auch die für uns subjektiv empfundene Temperatur angegeben wird.

In erster Näherung habe ich oben geschrieben. Denn bei Strömungen entstehen natürlich auch Druckgradienten und somit adiabatische Zustandsänderungen, die sich auch messbar als Temperaturänderung auswirken. Wieviel das ausmacht, ist nur anhand definierter Strömungsverhältnisse zu ermitteln.

Gruß

Dieter