Kaltblut mit sommerexem

hallo,
brauche mal wieder euren rat. habe großes interesse an einem kaltblut,das ich kaufen könnte. es scheint in jeder hinsicht zu passen, hat allerdings sommerexem. ich habe mit sommerexemern bislang keine eigenen erfahrungen und habe daher angefangen zu lesen. heute abend war ich dann bei meinem tierarzt und habe ihn befragt, da wir in flussnähe zwischen diversen gräben wohnen und er in dieser gegend sicher mehr pferde kennt als ich, somit also auch andere exemer. er riet mir nun vollständig von diesem kauf ab. nicht so sehr wegen der gegend, sondern wegen des exems an sich. ich weiß vom vorbesitzer, dass es bei diesem pferd nicht an der fütterung, sondern wirklich nur an den mücken etc. liegt. leider, da ich die fütterung eher beeinflussen könnte als die mücken und gnitzen in dieser gegend.
wer hat erfahrung mit alternativen behandlungsmethoden? wieviel bringt eindecken wirklich? wer sagt, nie mehr ein exemer und warum? wer hat tipps, die bei ihm super linderung gebracht haben? wer würde wieder einen exemer kaufen? bin über jeden hinweis dankbar!
lieben gruß, motte

Hallo Motte,
evtl habe ich hier einen hilfreichen Link für Dich: http://www.wiemerskamper.de/Sommerekzem/sommerekzem.htm

Wir selbst haben einen Ekzemer im Stall. Seine Besitzerin hat das Problem nur mit einer speziellen Decke in den Griff bekommen.

Ich persönlich würde mir kein Pferd mit Sommerekzem kaufen, man weiß nie, wie die „Krankheit“ verläuft. Schlimmstenfalls kann ein solches Pferd unreitbar werden und nur noch der Schlachter ist eine Erlösung.

Ich hoffe, Du findest für Dich die richtige Entscheidung.

viele Grüße, HTW

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!

ich würde dir auch davon abraten. Das grösste Problem ist wohl, dass du auch noch in einer feuchtgegend wohnst, das bedeutet dass die ommermonate fr das Pferd zur Qual werden dürften.
Wir haben einen Ekzemer im Stall und das Einzige, waswirklich geholfen hat, waer konsequentes Eindecken vom Frühling bis zum Herbst. Die ekzemerdecken sind alles andere als billig und bei einem kaltblut musstdu extra geld einplanen, da du die Decken dann extra anfertigen lassen musst (unser ekzemer ist ein mini Shetty und die besitzerin hat auch das ständige Problem, passende Decken zu finden).
Dazu kommt, dass entspanntes Ausreiten oder Arbeit auf nem Aussenplatz wohl nicht möglich sein wird und im schlimmsten Fall ist das Pferd unreitbar.

VLG

Hallo Motte,

ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: Kaufe keinen Exzemer. Du kannst das Pferd nicht einfach auf die Koppel stellen, schon garnicht Tag und Nacht, Du mußt ständig cremen, eindecken, kontrollieren, daß es nicht irgendwo offen ist und sich evtl. infiziert. Wenn Du die Wahl hast, tu Dir das nicht an. Meine Freundin hat einen Exzemer, den hat sie aber selbst gezogen, insofern hatte sie die Wahl nicht wirklich. Aber ich sehe, was das für eine Arbeit für sie ist und was für eine Qual für das Pferd. Sie hat die Pferde in Robusthaltung und nur wegen dieses einen Sorgenkindes muß sie diesen einen und dazu noch einen weiteren (damit der Exzemer nicht alleine ist) jeden Abend reinholen, weil er sonst noch viel schlimmer aussieht. Auch so hat er den ganzen Sommer so gut wie keine Mähne und kaum Schweif. Sie schmiert ihn jetzt immer mit so einer Spezialmischung aus der Apotheke- irgenwie Öl mit Kortison - ein und hält es so in Schach. Trotzdem hat er kahle Stellen und bedarf ständiger Überwachung und Pflege. Darüberhinaus scheint er - bedingt durch seine Stoffwechselprobleme (die das Exzem ja ausdrückt) - nun auch noch entzündete Gelenke zu haben - jedenfalls hat er auf der Szintigraphie geleuchtet wie ein Christbaum und das mit 7 Jahren… Die Hautprobleme sind nur die Spitze des Eisberges.

Tu Dir das nicht an.

Viele Grüße
Tania