Hallo zusammen,
habe mir vor ca. 7 Monaten ein neues Bett gekauft, (1,60 x 2 m). Als Matratze habe ich mich für die Modulus von freyja (2 x 80 cm Kaltschaum) entschieden. Meine Zonen sind folgendermaßen eingeteilt: Im Kopfbereich Härtegrad 2 (H2), im Schulterbereich H0, dann H2 Lendenwirbel und H2 Hüfte und den Rest. Das Positive zu erst: Ich schlafe wunderbar auf der Seite und sinke hervorragend in diesem Bereich ein. Im Lendenwirbelbereich habe ich allerdings regelmäßig Schmerzen, werde teilweise davon wach. Nach dem Aufstehen legt es sich dann. Ursprünglich hat mein Fachhändler mir im Lendenwirbelbereich sogar H3 empfohlen, das drückt dann dermaßen in diesem Bereich das es sehr unangenehm ist. Vielleicht zusätzliche Infos die wichtig sein könnten: schlafe oft auf dem Rücken, Unterlage stabiler Rollrost. Das ich sehr oft in Hotels nächtige hab ich den direkten Vergleich: dort habe ich keinerlei Schmerzen…
Hat jemand einen Tipp für mich??
Vielen Dank im Voraus!
Jaromil
Hallo,
Das ich sehr
oft in Hotels nächtige hab ich den direkten Vergleich: dort
habe ich keinerlei Schmerzen…
dann liegt zumindest die Vermutung nahe, daß die Matratze Mist ist.
Die Stiftung Warentest testet regelmäßig Matratzen verschiedenster Art und Hersteller, manche mit einer Zone, manche mit sieben usw. Solche Zonen haben laut Stiftung Warentest bisher keinen Einfluß auf ein besseres Testergebnis gebracht. Die Testergebnisse sind praktisch unabhängig von irgendwelchen Zonen.
Dennoch ist die orthopädische Beurteilung vieler Matratzen (aller Preisklassen) durchaus gut. Oder anders ausgedrückt: Auch ohne teures Geld und Zonenkonzepte kann man eine wunderbare Matratze erhalten.
Nun waren Deine Matratzen sicher sündhaft teuer. Du mußt nun leben, mit dem, was Du hast. Wie hat denn der Händler gemessen, welche Zone er wo einbauen muß? Wie hat er die Rückenunterstützung gemessen? Hat er das überhaupt? Falls ja, liegt die Vermutung nahe, daß er falsch gemessen hat. Falls der Händler also tatsächlich fachlich in der Lage ist, die orthopädischen Eigenschaften einer Matratze auf Deinen Körper zu messen, dann solltest Du das unbedingt erneut vermessen lassen.
Benni
Hallo,
ich habe nicht mehr als meine persönliche Schlafideologie zu bieten.
Unser Rücken wurde von der Natur über Jahrmillione dazu optimiert nicht auf einer individuellen 7-Zonen Hightechmatratze zu liegen, sondern wahrscheinlich auf ein paar belaubten Ästen, etwas weichem Sand oder auch einem Fell. Allerdings war da auch der Rücken der Menschen wohl gut trainiert. Heute versuchen wir das Problem destabilisierter Wirbelsäulen durch spezielle Lagerungstechniken zu lösen. Also nicht ursächlich sondern rein symptomatisch.
Es wird ja vielfach berichtet, dass ein Wechlsel der Matratze unangenehm ist. Man gewöhnt sich halt daran wie man schläft. Nach 7 Monaten sollte allerdings auch eine Gewöhnung eingetreten sein, oder schläfst du gar nicht überwiegend in deinem Bett? Dann liegt das problem vielleicht daran, dass diese supersonderergolagerung immer noch deine Schlafgewohnheiten durcheinanderbringt.
Ich würde mich an so eine spezialmatratze auch gar nicht gewöhnen wollen. Was mach ich dann wenn ich mal wo anders Schlafen muss?
Gruß
Werner
Da hast Du sicher recht, allerdings finde ich, dass der Vergleich hinkt.
Der Mensch bewegt sich lange nicht mehr so viel wie früher. Er hat eine deutlich höhere Lebenserwartung. Er hat die Mittel, sich gewisse Dinge angenehm zu machen. Wer sagt denn, dass die Menschen früher nicht auch Probleme hatten?
Von daher mag diese x-Zonen Matratzen an sich toll sein, aber halt für den Fragesteller nicht die richtige. Nach ein oder zwei Wochen sollte man sich schon an eine neue Matratze gewöhnt haben.
Ich habe mir auch nach Unfall eine neue Matratze geleistet und sie ist für mich wirklich gold wert. Auch wenn es ein Material aus der Raumfahrt und deshalb wohl weit entfernt vom Lager der Urmenschen. Am besten ist ein gutes Geschäft mit vernünftiger Beratung, die ein Probeliegen über x Tage anbietet. Dann kann man wenigstens halbwegs auf der sicheren Seite sein.
VG
Monroe
Durchaus möglich!
Hallo Jaromil,
ich teile Deine Vermutung: Es wird wohl an Deinem Bett liegen, dass Du Rückenschmerzen bekommst, wenn Du darin schläfst.
Ursprünglich hat mein Fachhändler mir im
Lendenwirbelbereich sogar H3 empfohlen, das drückt dann
dermaßen in diesem Bereich das es sehr unangenehm ist.
Ich glaube, das genau ist das Problem: Empfehlen kann ein Fachhändler viel. Ob es aber gut ist für Dich, entscheidet Dein Körper selbst.
Ich zum Beispiel brauche eine extrem weiche Unterlage im Lendenwirbelbereich, weil ich sonst wirklich üble Rückenschmerzen bekomme. Und da würde bestimmt niemand draufkommen, mir das auch so zu empfehlen…
Also verlass Dich besser nicht auf den Rat des Fachhändlers. Wenn Du Schmerzen bekommst, dann hör auf Deinen Körper und ändere etwas an der Unterlage.
Wenn Du die Matratze behalten willst, dann kannst Du zum Beispiel auch noch etwas am Lattenrost verändern - sprich: einen anderen kaufen. Dort lassen sich ebenfalls die Härtegrade in verschiedenen Bereichen verstellen. Vielleicht findest Du ja so das passende Gesamtsystem?
(Ich hab es zumindest so gemacht…)
Oder besorg Dir eine entsprechende Matratzenauflage (Tempur o.ä.)…
Liebe Grüße
Stefanie
Hi
ich schlafe seit jetzt 3 Monaten wieder auf Tatamis (4cm Reisstroh-Platten) und dünnem 4lagigem Futon = beinhart, nachdem ich 3 Jahre (Phase der Bequemlichkeitssucht) auf einer (festen) Federkernmatratze anfangs keine Probleme hatte aber sich nach einer Zeit immer mehr Rückenprobleme (Lenden- und HWS) zeigten, bin ich jetzt nach ner harten 1. Woche im Januar (in der es fast keine wirklich bequeme Stellung gab) wieder soweit das ich mich auf dem B®ett in jeder Lage sauwohl fühle, auch stundenlang auf der Seite liegend lesen kann etc… dabei hatte ich mit Matratze das Gefühl durchzubrechen.
Damenbesuch allerdings (Weicheier) verliess fluchtartig das B®ett.
Was ich davon zu halten habe und wie damit umzugehen ist muss ich noch ergründen.
Ali N.
Hallo Jaromil,
mir gehts genau wie dir. Habe auch eine Kaltschaummatratze (7 Zonen) Sau-teuer, weil ich was Gescheites wollte. Habe sie seit einem Jahr und bin im Moment total ratlos weil ich jeden früh mit Rückenschmerzen aufwache. Es kam auch schon öfter vor, dass ich deswegen schon sehr früh aufstehen mußte, weil ein Liegenbleiben unmöglich war. Nach dem Aufstehen verschwinden die Schmerzen.
War jetzt auch erst im Urlaub. Die Matratze dort war fester und hatte - denk ich - keine Zonen. Ich hatte die gesamte Woche null Schmerzen. Aber daheim gleich wieder in der ersten Nacht.
Ich geh jetzt auf die Suche nach einem Fachmann wo ich echt erst Probeliegen kann, und zwar mindestens 2 Wochen - auch wenns wieder teuer wird 
Experimente mach ich keine mehr.
Ach ja - ich hab nen flexiblen Lattenrost… ändert aber auch nix!!
Claire
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Servus Jaromil,
ich schlafe auf einer ‚Hüsler-Nest‘ Matratze.
http://www.huesler-nest.ch/de/index.php
Viele, schmale elastische Holzlatten können in verschiedenen Stärken in Millimeter(!)schritten in entsprechende Stofftaschen gesteckt werden. Man bekommt für problematische Zonen (nach Probeliegen und Anpassung und Optimierung der Lattenstärken) einen zweiten Termin. Dann prüft der Verkäufer in Zusammenarbeit mit dem Kunden noch einmal, ob irgendwelche Latten härter, oder weicher sein müssen. Wenn man sich als Kunde dabei intelligent anstellt, bekommt man auch ein paar Latten mit nach Hause, um selbst noch Anpassungen vorzunehmen.
Warum schreibe ich das? Ich will klarmachen, daß das ‚Feintuning‘ einer Matratze ein kybernetischer Prozeß sein muß, der den Umstand berücksichtigt, daß die Matratze selbst den Rücken verändert, was wieder zu Veränderungen an der Matratze führen muß. Ich weiß nicht, wie man die Zonen Deiner Matratze einstellen kann. Wenn dabei Teile ausgetauscht werden müssen (wie die Latten in meiner Matratze), solltest Du Dir eine Auswahl verschieden harter Teile für den Lendenwirbelbereich mitgeben lassen und Dein Bett so einstellen, daß es sich für Dich wie ein Hotelbett anfühlt. Wenn man irgendwo drehen muß, um Einstellungen vorzunehmen, mußt Du halt experimentieren. Was Du nicht solltest, ist die Schmerzen hinzunehmen. Wenn der Verkäufer Dir nicht helfen kann/will, hilft es vielleicht auch, das Problem mit Hilfe eines Physio/ergo/therapeuten anzugehen.
Kai