Kamera in der Wüste

Hallo!
Ich hab im Februar vor für ein paar Tage in die Sahara zu reisen um auf einem Kamel die Landschaft zu geniessen. Da ja in der Wüste naturgemäss ne Menge Sand zu finden ist und dieser Sand auch die unangenehme Eigenschaft hat überall hin zu kriechen, z. B. in die mechanischen Teile der Kamera, kann das ja zu Problemen führen. Hat jemand schon Erfahrung damit und wie kann man sich am besten gegen den Sand schützen?

Hallo, Chris!

Ich war im Oktober/November drei Wochen mit dem Wohnmobil in Namibia unterwegs - da ist es auch sehr sandig (die Namib ist die älteste Wüste der Welt). An Vorsichtsmaßnahmen habe ich folgende Dinge unternommen: Eine Marken-Fototasche ist in Bezug auf Gewebe-Dichte und Reißverschlüsse doch oft besser als die ganz billigen Taschen. Ich habe da einige Taschen von Lowe Pro (auch mit Überzug gegen Regen = „AW“) im Einsatz. Unterwegs konsequent verschlossen halten! Zusätzlich verpacke ich die Fototasche und auch die Zusatztaschen mit den 50 oder 60 Filmen zweifach in Müllsäcke mit Schnurzug. Fotokoffer sind auch gut - Müllsack aber trotzdem ratsam. Der Staub kriecht wirklich überall hin - das Wohnmobil ist kein Cabrio, wir hatten aber nach drei Wochen den Staub wirklich überall. Es wird sogar empfohlen, Fensterdichtungen während der Fahrt mit Klebeband abzudichten! Filme wechsle ich nur im Innenraum, die Filmführung bzw. Andruckplatte der Kamera blase ich bei jedem Filmwechsel aus und kontrolliere sie peinlich genau - trotzdem hatte ich bei 2 oder 3 Filmen von 60 „Telegrafendrähte“. Bei Sandsturm fotografiere ich gar nicht. Evtl könnte man für Dias eine gute Kompakte oder eine alte SLR nur zur Dokumentation bzw. Abrundung des Diavortrages bei Extremwitterung (Regen, Sandsturm …) mitnehmen und die „teure“ Ausrüstung verpackt lassen.

Hi!
Im Fachhandel gibt es wasser- und staubdichte Kamerabeutel für viele Fabrikate. Die wichtigsten Bedienelemente bleiben erreichbar, zum Filmwechseln musst du die Kamera allerdings auspacken. Die Bedienung soll allerdings recht umständlich sein…

cu Jörg

Hallo!

Ich hab im Februar vor für ein paar Tage in die Sahara zu
reisen um auf einem Kamel die Landschaft zu geniessen. Da ja
in der Wüste naturgemäss ne Menge Sand zu finden ist und
dieser Sand auch die unangenehme Eigenschaft hat überall hin
zu kriechen, z. B. in die mechanischen Teile der Kamera, kann
das ja zu Problemen führen. Hat jemand schon Erfahrung damit
und wie kann man sich am besten gegen den Sand schützen?

Anbieten würde sich der Einsatz einer Unterwasserhülle. Es gibt die von Ewa-Marine. Es gibt welche, da kann man auch noch gleich ein System-Blitzgerät mit verpacken. Die Bedienung erfolgt über einen Handschuh, ist Anfangs etwas pfriemelig. Gibt´s für verschiedene Objekttivlängen. Voraussetzung ist aber, dass sich das Filtergewinde nicht mitdreht (jedenfalls war das bei meinem Modell so - Canon EOS 100). Am besten selber nochmal informieren. Allerdings etwas teurer als ´n Müllsack, Kostenpunkt (für 50mm Objektiv) so um die 200,-DM. Vorteil: Man kann die Kamera halt auch mit ins Wasser nehmen (falls Du was findest in der Wüste).

Viel Spass im Urlaub
Thomas

Du erwähnst die EOS 100, an der sich das Filtergewinde mitdreht. Die Kamera hat damit nichts zu tun. Kleiner Tip: Wenn Du bekanntgibst, welches Objektiv das war, ist’s hilfreicher. Die etwas „besseren“ bzw. neueren Optiken von Canon (z.B. 28-105/3,5-4,5) dreht sich nicht mit. Bei den billigsten oder älteren Optiken eines Herstellers kann’s schon passieren, dass es so ist.

Ja, stimmt natürlich, war ein Unaufmerksamkeitsfehler, hängt mit dem Objektiv zusammen, hab´ ich auch so gemeint, ´tschuldigung, mannohmann ihr passt ja auf wie die schiesshunde :wink:
Mfg thomas

Okay, ich erteile Dir Absolution. Wenn Du katholisch bist, verstehst Du’s. War aber nicht böse gemeint, meine Anmerkung …