Hallo
Ich habe eine Kamera, bei der ich Blende und Iso und Verschlusszeit einstellen kann. Ich muß demnächst ein Portrait-Foto machen. Dazu geht es nach draussen.
Nun will ich eigentlich nur ganz kurz wissen, wie ich die Kamera einzustellen habe, wenn ich das Motiv im Vordergrund (also den Kopf) schön scharf haben möchte und den Hintergrund sehr verschwommen, so das der Kopf sich entsprechend abhebt.
Ich meine das ich einen kleinen Blendenwert einstellen muß, bin mir aber nicht sicher.
Sicher gibt es hier einen Routinierten, der mir kurz einen Tip für die richtige Einstellung geben kann.
Danke
Gruß
Andreas
Ich meine das ich einen kleinen Blendenwert einstellen muß,
bin mir aber nicht sicher.
Richtig. Kleiner Blenden wert = Große Blende und das brauchst du.
Außerdem eine längere Brennweite wählen. Irgendwas gegen 100 mm…testen!
Hallo Andreas,
Ich habe eine Kamera, bei der ich Blende und Iso und
Verschlusszeit einstellen kann.
das ist schon mal gut!
Nun will ich eigentlich nur ganz kurz wissen, wie ich die
Kamera einzustellen habe, wenn ich das Motiv im Vordergrund
(also den Kopf) schön scharf haben möchte und den Hintergrund
sehr verschwommen, so das der Kopf sich entsprechend abhebt.
dazu muß die Blende möglichst offen sein, also eine möglichst kleine Belndenzahl. Dazu solltst Du eine entsprechend kurze Belichtungszeit wählen.
Ich meine das ich einen kleinen Blendenwert einstellen muß,
bin mir aber nicht sicher.
Richtig. Bei Belieben kannst Du auch voll aufbelnden, also wenn das eine Linse mit der Öffnung 2,8 ist, die 2,8 einstellen.
Tip für die Brennweite:
Etwa knapp das doppelte der Normalbrennweite ist (meist) die beste Brennweite.
Du mußt der Person nicht so nah auf die Pelle rücken, das Gesicht wird ein wenig gestaucht, was meist vorteilhaft ist und das Abheben vom Hintergrund klappt so auch besser.
Wenn die Brennweite länger gewählt wird, kann das mit dem Stauchen unnatürlich werden und verwackeln kann es auch schneller.
Bei den alten Kleinbildkameras gab es eine 85 mm-Linse, die meist Portaitlinse genannt wurde.
Gandalf
Hi:
welche Kamera und vor allem: welche Optik.
Es gibt da teilweise erhebliche Unterschiede.
Generell:
Gut ist eine Brennweite um die 100 Kleinbild-Äquivalent.
Blende zwischen 2,0 und 4,0. (also Aufblenden)
ISO so niedrig wie möglich.
Belichtungszeit kurz genug, um nicht zu verwackeln.
Gerade für draussen ruhig mal eine Serie mit unterschiedlichen Blenden schiessen.
Bei einem geplanten Shooting kann ein Systemblitz ausserordentlich nützlich sein (wenn ETTL-Messung möglich)
Gruß
Mike
Hi,
wenn du eine verhältnismäßig lange Brennweite hast, sagen wir mal so um die 100mm, dann ist eine große Blendenöffnung (=kleine Blendenzahl) nicht mehr wahnsinnig entscheidend, denn schon mit mehr Brennweite reduziert sich die Tiefe der Ebene, die Scharf dargestellt wird.
Wenn man also mit 100mm und 2,0 knippst dann kann die Nasenspitze zwar scharf sein, die Ohren können aber durchaus schon verschwommen sein.
Bei größeren Brennweiten ruhig mehr Mut zu „größeren“ Blenden wie 3,5 oder 4 (je nach Licht natürlich:smile: ).
Wenn du Wert auf Schärfe legst wirst du meist eh besser fahren wenn du das Objektiv nicht vollständig öffnest.
Über Portaitfotografie kann man (wenn auch nicht ICH *g*) 500-seitige Bücher schreiben, von daher waren das jetzt nur die ersten auf wenige Zeilen komprimierten 2 Stichpunkte die mir spontan einfielen 
Grüße
VAST
Hallo!
Da möchte ich dann aber doch auch was anmerken:
wenn du eine verhältnismäßig lange Brennweite hast, sagen wir
mal so um die 100mm, dann ist eine große Blendenöffnung
(=kleine Blendenzahl) nicht mehr wahnsinnig entscheidend, denn
schon mit mehr Brennweite reduziert sich die Tiefe der Ebene,
die Scharf dargestellt wird.
Das ist zwar vom Prinzip nicht unrichtig, wenn ich mir aber mal so meine Schärfentiefeskala auf dem Objektiv anschaue, dann spielt die Blende auch noch bei meinem 135er Objektiv eine erhebliche Rolle. Man darf auch nicht vergessen, dass der Aufnahmeabstand ebenso eine Rolle spielt, denn je geringer der Aufnahmeabstand, desto geringer die Schärfentiefe.
Wenn man also mit 100mm und 2,0 knippst dann kann die
Nasenspitze zwar scharf sein, die Ohren können aber durchaus
schon verschwommen sein.
Ja, das kann gewünscht oder auch nicht gewünscht sein. Je nach dem, wie man das will. Bei so knapper Schärfentiefe wird üblicherweise auf die Augen oder ein Auge fokusiert.
Bei größeren Brennweiten ruhig mehr Mut zu „größeren“ Blenden
wie 3,5 oder 4 (je nach Licht natürlich:smile: ).
Wenn du Wert auf Schärfe legst wirst du meist eh besser fahren
wenn du das Objektiv nicht vollständig öffnest.
Stimme zu, aber gerade beim Portrait ist eine gewisse „weichere Schärfe“ vielfach positiv. Ich finde diesen weit verbreiteten „Überschärfungstrend“ nicht besonders schön.
Gruß
Tom
Hi,
wenn du eine verhältnismäßig lange Brennweite hast, sagen wir
mal so um die 100mm, dann ist eine große Blendenöffnung
(=kleine Blendenzahl) nicht mehr wahnsinnig entscheidend, denn
schon mit mehr Brennweite reduziert sich die Tiefe der Ebene,
die Scharf dargestellt wird.
Hi VAST,
das ist so nicht richtig! Die Schärfentiefe ist abhängig vom Abbildungsmaßstab. Und dieser ergibt sich nun mal aus Brennweite und der Entfernung zum Motiv. Wenn Du also einen menschlichen Kopf formatfüllend auf den Sensor bannen willst, dann musst Du bei 50 mm Brennweite auf ca. einen Meter an Dein Motiv heran. Wechselst Du jetzt auf ein 100 mm Objektiv, dann verdoppelt sich auch der Abstand zum Motiv. Deine Schärfentiefe wird aber immer bei ca. 7 cm liegen, wenn Du Blende 4.0 einstellst.
Da sich mit zunehmender Brennweite der Bildwinkel verringert bekommst Du vom Hintergrund allerdings wesentlich weniger drauf und Du hast den Eindruck, dass er unschärfer ist als beim 50 mm Objekt. Aber er ist unscharf.
Gruß Jürgen
Wenn man also mit 100mm und 2,0 knippst dann kann die
Nasenspitze zwar scharf sein, die Ohren können aber durchaus
schon verschwommen sein.
Bei größeren Brennweiten ruhig mehr Mut zu „größeren“ Blenden
wie 3,5 oder 4 (je nach Licht natürlich:smile: ).
Wenn du Wert auf Schärfe legst wirst du meist eh besser fahren
wenn du das Objektiv nicht vollständig öffnest.Über Portaitfotografie kann man (wenn auch nicht ICH *g*)
500-seitige Bücher schreiben, von daher waren das jetzt nur
die ersten auf wenige Zeilen komprimierten 2 Stichpunkte die
mir spontan einfielenGrüße
VAST