Kampf um's Zähneputzen

Hallo,

wir haben seit ca. 6 Wochen alltäglich abends eine Kampf mit dem Zähneputzen. Unser Sohn (2 jahre) weigert sich immer den Mund zu öffnen - dann unter Geheil und Geschrei putzen wir im die Zähne. Das das uns auch keinen Spass macht, könnt Ihr Euch ja denken.

Habt Ihr irgendwelche Tipps bzw. wie macht Ihr das?

danke für jeden Tipp!

Andreas

Hi Andreas!!!
bei meinen beiden hat damals eine Gute-Nacht-Geschichte geholfen… aus der Sicht der Zähne, die Schokoladen- und Honigverschmiert die ganze Nacht in dem klebrigen Mund verbringen mussten… wie sehr sie sich beschwert haben… wie sie gerufen haben… und wie verzweifelt sie waren…

und dann die frisch geputzten Zähne!! Die haben sich auf die Nacht gefreut und sind gestärkt in den neuen Tag!!
Ayla, die das irgendwann mal als Film gesehen hat… und selbst tagelang mit ihren Zähnen geredet hatte…

Hallo Andreas,
versuche es mit eine Handpuppe. Bei uns hat das damals geklappt,mein Sohn hat dann nur noch mit der Handpuppe geredet, die dürfte mit der Zahnbürste in sein Mund reinlangen *lach… und mich hat er gar nicht angeguckt.
Gruss,
Maja

Hallo Andreas,

unsere Kleine (jetzt 2) mochte/mag es nie, wenn man ihr mit der Bürste im Mund herumfuhrwerkt. Sie nimmt sie selber. Das Problem ist: sie kaut mehr auf den Haaren herum, als dass sie bürstet; zweitens fängt sie irgendwann an, die Bürste nur noch in den Becher mit Wasser zu tauchen und die Haare auszulutschen.

Ich habe mal gehört, dass es mit elektrischen zahnbürsten gut gehen soll; haben wir auch ausprobiert, aber waren wahrscheinlich zu schnelle; irgendiwe hat sie Panik vor dem drehenden Bürstenkopf bekommen… (also: langsam einführen: nur das Gerät mal in die Hand geben; dann mal anschalten und zeigen; evtl in die Hand geben; dann evtl. mal ohne Zahncreme zeigen , was man damit machen kann (im eigenen Mund; Lippen ganz weit öffnen, damit das Kind es sieht!, usw.)

Der Kinderarzt hat gesagt, wenn sie nicht Zähne putzen wollen, soll man einige Wochen Pause machen und dann nochmal vorsichtig anfangen…

Der Tipp mit der Handpuppe ist gut; das Problem ist, dass dann unsere Puppe Zahncreme am Mund hatte… :wink:

Den Tipp mit der Geschichte finde ich auch gut, aber unsere Kleine z.B. hat irgendwie keine Geduld,sich Geschichten anzuhören (auch nicht im Bett, wenn man ihr eine vorlesen wollte; sie blättert dann immer weiter…und ohne Bilder ist das ganze vielleicht zu sachlich und belehrend?

Viel Erfolg, und verratet Euren Trick, wenn´s geklappt hat.

Ich denke, Zähneputzen ist sehr wichtig, aber mit Gewalt geht gar nichts, vorallem wenn sie es dann später nicht mehr machen, weil sie nie Spass beim Putzen gelernt / gehabt haben.

Vielleicht ist 2 Jahre noch zu jung? Ich bin slebst immer noch etwas ratlos.

Viele Grüsse,

Deborah

PS: Vielleicht einen Spiegel aufstellen, manchmal ging es damit besser, wenn sie sich beim Putzen zusieht (oder glaubt, ein anderes Kind stünde vor ihr und würde Zähneputzen).

Oder selbst Zähne putzen; aber da nimmt sie uns die Bürste weg… :0

Hallo.

Alsooo. Zähneputzen ist gerade in diesem Alter verdammt wichtig. Viele sagen, wenn Zähneputzen nicht freiwillig, dann mit Gewalt. Naja, da hab ich so meine Bedenken. Es kommt halt darauf an, Karies mit allen Mitteln zu verhindern. Da gibt es aber nocht weitere Methoden.

  1. Ernährung:
    Keine zuckerreiche Kost. Also keine Schokolade(is klar) Aber es gibt die versteckten Zucker, die im Ketchup drin sind, im Hustensaft, in bestimmten Kindernahrungen usw, usw.
    Dann Fruchtsäfte immer verdünnen. Auch wenn draufsteht „ohne Zuckerzusatz“ der natürlich Fruchtzucker ist immer drin. Und die Fruchtsäure schädigt den Zahnschmelz. Danach immer mit Wasser spülen lassen.

  2. Nach jedem Essen zumindest mit Wasser spülen lassen.
    Warum? Weil dadurch die Zuckerkonzentration und Fruchtsäure wenigsten vermindert wird.

  3. Fluoridtabletten
    Die Kinderärzte sind der Meinung, daß Fluortabletten nicht mehr notwendig sind. Das stimmt aber nur teilweise. Wichtig ist, dass die Zähne Fluor bekommen. Das macht sie widerstandsfähig gegen Säuren. Und Säuren die von Mundbakterien produziert werden sind für die Karies verantwortlich.
    Fluortabletten, die sich im Mund auflösen, geben viel Fluor an die Zähne ab. Zähneputzen hat ja nicht nur den Effekt, die Zähne sauberzuhalten, sondern auch den, die Zähne (Zahnschmelz) mit Fluor anzureichern. Gehts nicht über die Zahnbürste, dann eben über Fluortabletten. Wichtig: Sie müssen sich im Mund auflösen und dürfen nicht gleich geschluckt werden.

  4. Weiter Zähneputzen üben.
    Mit oben genannten Mitteln, hat man ein wenig Zeit gewonnen, um die Kleinen ans Zähneputzen heranzuführen, ohne die Angst zu haben, das ohne Putzen gleich Karies entsteht.

So, das war jetzt viel Text.
Ich hoffe, daß das was geholfen hat.

Zahnerhaltende Grüße
Für weitere Fragen gerne Mailen

Stefan
(RAMIUS)

http://www.dentomania.com (noch ausser Betrieb, aber kleiner Tip für später)

Karius und Baktus
Lies ihm mal das Buch vor von Karius und Baktus. Gibt es auch als MC.
Bei meinen Nichten und Neffen hat es wunderbar geholfen…
ISBN ist 3570016943 Buch anschauen DM 14,90 von Thorbjörn Egner im Bertelsmann Verlag.

Viel Glück

Zauberm@us

Hacky und Dicky
So heißen die Bakterien in Anna Russelmanns „Neues aus der Milchzahnstraße“. ISBN:3851953339 Buch anschauen

Hat bei uns gut gewirkt.

Gruß, Kubi

das hatte meine Zahnärztin mir auch gezeigt glaube ich :smile:)

es gibt noch eine alte Zeichentrickserie die dazu passt

„Es war einmal der Mensch“, dort wird ziemlich gut der menschliche Körper beschrieben, in einer Folge geht es um das Zähne putzen. Leider weiss ich nicht ob die Serie noch irgendwo läuft oder ob man die Videos irgendwo bekommen kann. Aber man lernt einiges daraus

Hi,

wir singen immer dabei, etwa:
Zaehneputzen, zaehneputzen, dass muss jedes Kind,
Zaehneputzen, zaehneputzen, bis sie sauber sind.

-)

WEiss zwar nicht ob das hilft, macht das ganze aber froehlich.
Ausserdem haben wir einen netten jungen Zahnarzt, der hat gesagt die Kinder muessen putzen.(freundlich)
Wir nehmen die Kinderzahnpasta von Weleda, die ist recht lecker.

Sag mal was/was nicht hilft.

Lutz

Hallo Andreas,
ein Freund von mir hat eine sehr wirkungsvolle Methode entwickelt, seiner kleinen Tochter die Zähne zu bürsten : Er erzählt ihr jeden Abend, er müsse nachschauen, ob er in ihrem Mund etwas finden könne, was sich da versteckt hat. Und dann putzt er, und entdeckt dabei (angeblich !) unablässig irgendwelche Nahrungsmittel (‚wow, da hinten hat sich eine Möhre versteckt !‘, ‚ich glaub’s nicht, da steckt eine Banane zwischen den Zähnen !‘) die sie tagsüber zu sich genommen hat. Sie findet das sehr lustig und spannend, und es ist gleichzeitig ein schönes Spiel vor dem zu Bett gehen für Vater und Tochter.

Bei uns gibt es die „Zahnmonster“, die die Zähne auffressen, wenn sie zu lange im Mund bleiben… und wenn die monster die Zähne gefressen haben, kann unser sohn leider keine Essenssachen mehr essen, also vorallem auch keine kekse und so leckere Sachen… Funktioniert klasse und meistens hat sich „da hinten“ noch ein grün-blaues/orange-rotes/ schwarz-gelbes/ etc.Monster versteckt… der lütte ist jetzt drei und wir machen das spiel schon seitdem er sich die Zähne putzt (putzen muß)
Hoffentlich hilft dir das ein wenig!