Kampferholztruhe restaurieren, Verzug beseitigen

Guten Tag, ich besitze seit Kurzem eine ca. 90 Jahre alte chinesische Truhe aus massivem Kampferholz, Maße ca. 100x50x45 cm, die ich restaurieren möchte. Die Seiten und des Korpus und der Deckel bestehen aus vollflächigen, ca. 2 cm starken verzapften Brettern. Leider ist der Korpus ca. 1,5 cm windschief verzogen, so dass der Deckel nicht mehr schließt. Auch der Deckel ist leicht verzogen. Die Truhe stand ca. 30 Jahre ungenutzt auf einem belüfteten, trockenen, aber nicht beheizten Dachboden. Hat jemand eine Idee, wie man den starken Verzug zumindest teilweise beseitigt?

Hallo, ich bin kein Restaurator, aber zu einem solchen würde ich raten. Zuerst mal müsste man wissen, ob das gute Stück durch Quellen oder Schwinden seine Form verloren hat oder durch mechanische Einwirkung. Dann ist die Richtung der Formveränderung auch noch wichtig. Haben sich „nur“ die Winkel des Korpus durch mechanische Einwirkung geändert, also sind einmal auf den jeweils gegenüberliegenden Seiten mehr als 90° und einmal weniger als 90° groß, dann kannst du versuchen, mit langen Zwingen diagonal Druck auf die Ecken mit dem Winkel unter 90° zu geben und so wieder auszugleichen. Dabei aber gaaaanz vorsichtig sein und die Ecken sehr gut abpolstern. Bei zuviel Druck kann sich auch die Zapfenverbindung lösen oder das Holz ausplatzen. Der Profi könnte auch noch durch gezielten Einsatz von warmen Wasser das Holz verändern - geht aber auch nicht bei behandelten Flächen.

Also - besser ´nen Fachmann da ran lassen.
Viel Glück!