Kampfhilfe? Wie lasse ich mich nicht unterbuttern?

Hallo!

Ich bin ein Mensch der Konflikte eigentlich gerne vermeidet und schnell auflöst. Aufgrund einer nicht einfachen Kindheit reagiere ich schnell eingeschüchtert und kriege… Angst bei wütenden oder unfreundlichen Menschen.

Momentan habe ich das Problem, das meine Bafögberaterin, zu der ich ja wegen der Buchstabenreihenfolge hin MUSS, extrem unfreundlich und grantig ist.
Ich verstehe dass sie Stress hat, aber den habe ich auch und kann es nicht einfach an anderen Menschen auslassen, mich ständig anzufahren, dazu hat sie kein Recht.

Aber ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Ich schaffe es kaum, mein Anliegen vorzubringen, wenn ich überhaupt soweit komme, ich habe eher das Gefühl sie versucht mich rauszuschmeißen bevor ich irgendetwas tun kann.
Ich spüre wie ich steif und zittrig werde, wenn sie mich anfährt und dann kann ich nichts mehr sagen…
Danach fühle ich mich schlecht und… ich weiß nicht irgendwie verletzt, obwohl ich die Frau ja nicht persönlich kenne, und bin kurz vorm Heulen.

Ich weiß nicht wie ich mich dagegen wehren kann, wie kann ich mich durchsetzen?

Ich habe häufig solche Probleme wenn mich jemand anschreit, will ich einfach nur irgendwo in eine Ecke kriechen, aber diesmal geht es nicht, ich muss das lösen, ich brauche den Lebensunterhalt…

Kann mir jemand Tipps geben, wie ich daran gehen könnte?
lg
Kate

Hi Kate,

als friedliebender Mensch willst Du „Kampfhilfe“?

Unabhängig ob Du ggf. für dieses Problem langfristig therapeutische Hilfe brauchst, versteh ich Dein akutes Problem so, dass Du mit der bewussten Dame eigentlich gar nicht kämpfen willst, sondern dass sie Dir in Ruhe „hilft“.

Dazu gibt es m. E. zwei Ansätze: Zum Einen könntest Du versuchen, mit Smalltalk ein gutes Gesprächsklima vorzubereiten (z. B.: Hallo Frau XY, guten Tag - müssen Sie heute auch drinnen bleiben und können den wunderschönen Herbsttag nicht an der frischen Luft genießen? Ein Spaziergang in dieser kühlen, frischen Luft tu so gut . . . blabla)

Altenativ könntest Duu „den Stier bei den Hörnern packen“ und Deine Gefühle/Eindrücke thematisieren (z. B.: Hallo Frau XY, störe ich Sie? Bei unserem letzten Treffen hatte ich das Gefühl, Ihnen lästig zu sein. Liegt das ggf. an mir bzw. an meinem Fall? Ist der außergewöhnlich oder ärgert Sie daran etwas? . . .) Achtung - hier ist wichtig, dass Du bei Deinen Gefühlen/Eindrücken bleibst und das auch so formulierst. Also „Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Sie unter Leistungsdruck stehen.“ und nicht „Sie sind wohl überfordert.“

Da Du selbst Deine „schwierige Kindheit“ anführst, solltest Du unabhängig von der akuten Situation ggf. einen Therapeuten konsultieren.

hallo

ähm…
wie kommt diese bafögberaterin eigentlich dazu dich anzufahren? hast du mehrmals wichtige unterlagen vergessen oder ausversehen ihren aktenschrank umgeschmissen?

es gibt leute, die neigen erst dazu anderen gegenüber ein aggressives und beherrschendes verhalten zu entwickeln sobald sie merken, dass ihr gegenüber unsicher und leicht zu einzuschüchtern ist. oft wird das geradezu ausgereizt und steigert sich immer weiter.
in der regel reichen da ein oder zwei gegenattacken in eben der selben aggressiven art. danach ist das verhältnis zwar nicht freundlicher, aber diejenige person hält sich anschliessend etwas zurück, weil sie merkt, dass man es nicht mit sich machen lässt.
sowas ist gehäuft in in lehrmeister-auszubildenden- oder chef-angestellten-verhältnissen. eine befögberaterin hat natürlich sehr viel mit menschen zu tun und daher eine gewisse menschenkenntnis entwickelt. obwohl sie nicht ranghöher ist, bist du in einem gewissen abhängigkeitsverhältnis zu ihr, denn du brauchst ihre hilfe um bafög zu bekommen. das gibt ihr eine gewisse macht.

du solltest dir klar machen, was du von dieser frau benötigst, und dass es ihre aufgabe/pflicht ist, dem nachzukommen.

Hallo,

ich stimme Dir vorbehaltlos zu. Außerdem, sollte man sich vorbehalten, sich an den oder die Fachvorgesetzte zu wenden. Das schadet mit unter der Bafög-Beraterin. Ihr müsste es unangenehm werden, zu wissen, wenn dre Fachvorgesetzte Informationen zukommen, die sie in ein schlechtes Licht stellen. Meist sind sich die Mitarbeiter überhaupt nicht grün.

Jedenfalls dürfte das Verhältnis zwischen ihr und KATE respektvoller werden. Sicher nicht herzlicher. Drauf ge****.

guvo

Hallo Kate,

das kenne ich aus eigener Erfahrung gut: ich bin im Laufe der Kindheit sehr eingeschüchtert worden, war früher extrem schüchtern oder soziophob, - und das bin im Grunde noch immer, nur habe ich gelernt, in diversen sozialen Situationen besser zu funktionieren.

Es hat lange gedauert, bis ich gelernt habe, Situationen wie die von Dir beschriebene und manche andere soziale Situationen mehr oder weniger gut zu bewältigen. Genauer gesagt, waren es Schlüsselerlebnisse, die durch die ich nützliche Erkenntnisse gewonnen habe.

Eine dieser Erkenntnisse betrifft die strikte Trennung zwischen „sachlich“ und „persönlich“.

Sachlich: die Behörden funktionieren alle nach definierten Regeln. Die Bafög-Frau muß sich an vorgegebene Richtlinien halten. Wenn Du die Voraussetzungen erfüllst (u. a. alle nötigen Unterlagen mitbringst und nichts vergessen hast), muß sie Deinem Antrag stattgeben bzw. weiterleiten. Sie hat keinen Ermessensspielraum und kann daher nicht üble Laune, Sympathie oder Antipathie und andere persönliche Befindlichkeiten in ihr Handeln als Beamtin einfließen lassen: Legalitätsprinzip.

Persönlich: wenn sie Dich also anfaucht, ist das zwar unschön, real aber ohne Belang. Wie wenn eine Schlange Dich anzischt, aber zwischen ihr und Dir ist eine Glaswand (sie versinnbildlicht die og. Regeln), welche Dich schützt.

Eine weitere Sache ist die, daß solche Situationen wie die von Dir beschriebene Vorbilder haben, d. h. es gibt dazu „Ur-Situationen“ aus der Kindheit, und damals hattest Du es vielleicht mit einem Elternteil oder einer anderen wichtigen bzw. „mächtigen“ Bezugsperson zu tun. Du führst also parallel zwei Kämpfe, einen mit der unfreundlichen Bafög-Frau, die Dir gegenübersitzt, und einen zweiten mit einer früheren Bezugsperson, an die sie Dich, vielleicht nur unbewußt, erinnert. So etwas aufzuarbeiten, mag in eine Therapie gehören. Aber vielleicht hilft es Dir bereits jetzt, auch hier bewußt eine strikte Trennung vorzunehmen und Dir klar zu machen: das ist nur eine Beamtin, die ihren Dienst tut und niemand sonst, sie hat keine reale (Ermessens-)Macht über Dich.

Wenn Du soweit mitgegangen bist, bleibt noch die Frage, wie gehst Du mit dieser ihren Dienst tuenden Beamtin um? Sie ist nicht Deine Mutter oder wen Du sonst gefürchtet hast, sondern sie erinnert Dich nur an diese Person aufgrund irgendeiner Ähnlichkeit. Ich helfe mir so, indem ich mir ganz deutlich bewußt mache, was ich dann genau will bzw. brauche, und indem ich mir bewußt vornehme, aufrecht hinzugehen, freundlich grüße, diesen Menschen klar anschaue und höflich, aber bestimmt mein Anliegen vorbringe (diese strikte Höflichkeit dient vor allem der Vermeidung von Angriffsflächen). Das wird dann auch respektiert (hab ich so erlebt). Es reicht, diese Haltung während der paar Minuten durchzuziehen. Selbst, wenn ich Zeichen von Unsicherheit nicht ganz vermeiden kann, z. B. etwas stottern würde, ist das egal, die Bestimmtheit kommt rüber und wird verstanden.

Small Talk, wie ihn Builder Tom empfohlen hat - wenn Dir das ansonsten leicht fällt, ist es vielleicht eine Möglichkeit, wenn nicht, wäre der Versuch wohl zu stressig und Luxus. Klares und bestimmtes Auftreten erscheint mir hingegen grundlegend.

Grüße,

I.

Ich finde das von Idomeno gesagte wirklich gut, du musst ein wenig vorher überlegen, wie du diese Dame siehst und was du tun kannst damit sie gar nicht erst austickt. (schön alles dabei haben, nicht die ganz blöden Fragen stellen, und damit mein ich jetzt wirklich solche, die du dir selbst bantworten kannst wie „sind sie für K zuständig?“, keine Fachfragen)Ausserdem solltest du dir überlegen was eure rollen bei dem Spiel sind, du möchtest deinen Bafög antrag loswerden und hast noch ein paar Fragen, Sie möchte evtl nur endlich den Stapel Anträge bearbeiten, Stempeldrauf und abheften, nebenbei hat sie ja vermutlich auch noch andere Aufgaben und jedes jahr zu selben Zeit wollen anscheinend alle Studenten der Uni ausschließlich zu ihr…und womöglich innerhalb kürzester Zeit eine Antwort auf die Frage „Wieviel krieg ich denn nun?“
Es gibt sicher auch einige Antragsteller die diese Dame echt nerven, dazu gehören Ahnungslose genauso wie jene die davon ausgehen dass ein bafög-Antrag eine reine Formalität ist um Studien"gehalt" zu bekommen, aber sich einen Pups dafür interessieren, ob sie überhaupt bezugsberechtigt sind (also die uninformierten und noch dazu aufgeblasenen).
Nu kommt da so ein schüchternes Mädel (ah eine „ahnungslose“)und meint doch wahrhaftig noch hier einfach mal so einen Antrag abgeben zu können (eine mit „Ansprüchen“). Das führt bei der Dame zu einem inneren Konflikt, (welche Schublade passt) und sie wird pampig.
Da hilft weder freundlich sein noch sonst was, sondern einfach alles einreichen, wenn noch Punkte des antrags unklar sind, ansprechen (bin ich nicht sicher was dort reinkommt), und genau zuhören…meist steckt in dem Pah dann doch eine antwort die weiterhelfen kann.
Oft ist es so wenn man solchen Vorzimmerdrachen begegnet, dass man vor Schreck die Ohren zumacht.
Dagegen und auch falls doch ein Gang zum Vorgesetzten nötig ist (wer das ist kann man auch einen Buchstaben weiter fragen) hilft es wenn du das nächste Mal eine Freundin mitnimmst. Die kann dann auch eingreifen falls es zu grob wird (ein ebenso rotziges „Geht das auch in einen freundlichen ton“ oder ein mitfühlendes „Sie hatten wohl schon viel Betrieb heut“ von einer dritten Person helfen oft Wunder).

Da ich selbst so einen Erstsemesterbeißenden Vorzimmerdrachen kenn, kann ich sagen, die merken es oft nicht mal, wie sie wirken, da muss sie erst jemand der sie gut kennt (der sich traut bzw. der bereits ein bisschen Anerkennung genießt, so ab 3. Semester gehts) draufstoßen.

Schöne grüße
Susanne

Hi,

wenn Du Dir momentan eine weitere persönliche Begegnung mit dem Bafögdrachen nicht zutraust, wäre eine kurzfristige Lösung für das Problem auch, die Sache einfach postalisch zu erledigen. Die meisten dieser Behördenangelegenheiten lassen sich ja schriftlich klären, und meiner Erfahrung nach reagieren viele Sachbearbeiter deutlich menschlicher, wenn sie ein freundliches Schreiben vor sich haben - darum können sie sich nämlich außerhalb der mitunter tatsächlich recht stressigen Sprechzeiten kümmern.

Nichtsdestotrotz solltest Du natürlich auch versuchen, eine grundsätzliche Lösung für Dein Problem zu finden (aber dazu wurde ja oben schon einiges gesagt).

Schnurrige Grüße

Katze

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Hallo Kate,

mit Deinem Problem stehst Du nicht alleine da - fast jeder hat diesen
Stressin Konfliktsituationen, einer mehr, der andere weniger.

Kann mir jemand Tipps geben, wie ich daran gehen könnte?

Ich denke schon: Freundlich und direkt ansprechen!

z.B. "Warum sind Sie so unfreundlich zu mir? Habe ich Ihnen etwas
getan?

Gaanz, ruhig, freundlich und der Person dabei in die Augen schauen.

Probiere es mal aus. Sie wird, wenn sie nicht sofort ehrlich darauf
reagiert (damit meine ich eine Entschuldigung - etwa „Sorry, ich bin
gerade so überlastet, meine Kollegin ist so lange krank und ich habe
meine Überforderung bei Ihnen abgelassen. Es tut mir leid.“ - dann
wird sie zumindest noch lange nachdem Du weg bist darüber nachdenken,
was Du gesagt hast.

Wer jemanden verletzt hat sich für sein Verhalten zu entschuldigen.
Gerade Menschen in „Machtpositionen“ wie Bafögamt oder Arbeitsamt
scheinen oft ein Klassendenken zu haben, das extrem ungesund ist.

Viel Kraft und viele Grüße

Hallo Kate,

dass die „gute Frau“ keinerlei Recht hat mit dir so umzugehen hast du erfreulicherweise schon verstanden. Das ist gut so weil es schon klar macht dass du ihr nicht unterlegen und nicht von ihr abhängig bist. In der Sache mag es so sein dass sie deinen Antrag bearbeitet, aber da kann sie nicht nach ihren eigenen Gnaden hantieren, sondern muß sich an Vorgaben halten. Du nutzt deine völlig legitimen Rechte - also gibt es erstmal schon kein Gefälle zwischen euch, du bist keine Bittstellerin und sie ist nicht der Gnadenausschuß, sondern ihr seid auf gleicher Augenhöhe. Das solltest du schon mal im Hinterkopf haben.

Auch sonst gibt es niemals einen Grund unfreundlich mit Menschen umzugehen, denen man überlegen ist oder sich womöglich so fühlt. Ein solches Verhalten ist inakzeptabel -Punkt. Falsches Kriechertum ist also nicht angesagt. Das würde ich an deiner Stelle immer im Hinterkopf halten. Auch wenn sie vor Ort auftritt als sei sie die Oberchefin und du der kleine Wurm - nein, so ist es nicht. Sie hat ihren Job korrekt zu machen und Du nutzt deine Rechte. Sie ist auf gleicher Höhe, bestenfalls, sonst nichts. Das hast du im Hinterkopf, OK?

Ich habe 2 Vorschläge für dich:

Der eine ist sogar richtig witzig! Es wird dir Freude machen es umzusetzen - und was willst du mehr? :smile:
„Good for bad“ ist das Motto. Mach’ ihr Komplimente, sage ihr dass du es total gut findest dass sie mit soviel persönlichem Engagement darum bemüht ist allen weiter zu helfen, dass es gut ist jemand Kompetenten zu haben der mit Eifer bei der Arbeit ist, der auf Disziplin bei den Antragsstellern achtet, der sehr hinter seinem Job steht und mit soviel Anstrengung immer das Beste gibt! Dass du froh bist in ihren Buchstabenbereich zu fallen - großartig!

Es ist völlig egal ob sie dir komplett auf den Leim geht oder glaubt verarscht zu werden! Sollte sie letzteres Vermuten - nein, natüüüüürlich nimmst du sie nicht auf den Arm! Du freust dich nur dass du bei der kompetentesten Beraterin gelandet bist!
Oder mach’ irgendein völlig unerwartetes, „unpassendes“ Kompliment, z. B. über ihren vorzüglichen Kleidungsstil, ihre Frisur, irgendwas.

Was du erleben wirst ist zweierlei: entweder fährt sie voll darauf ab, dann hat sie gute Laune und du - und alle anderen nach dir auch :smile:.

Oder du hast sie verunsichert. Und das ist genauso gut - Verunsicherung ist dein Ziel! Verunsicherung ist das, was sie ganz schnell stiller werden läßt. Da kommt jemand, der nicht wie erwartet kuscht, der nicht zusammen sackt vor ihr, sondern der auf jede noch so blöde Bemerkung noch euphorischer reagiert!
Sie will provozieren, sie will Situationen schaffen, in denen man Angst vor ihr hat, in denen man vor ihr klein ist, usw. Aber was machst Du? Du spielst nicht mit. Anstatt ihr die Befriedigung zu geben dass die Taktik aufgeht scheinst du dich genau gegenteilig zu verhalten wie sie es erwartet und woran sie sich hochzieht. Du wirst sehen dass das etwas verändert, denn der Ablauf der Kommunikation und der Verhaltensmuster ist nicht mehr so, wioe sie es gewohnt ist.

Du nimmst dem kleinen Würstchen Bafög-Beraterin ihren „Spaß“ andere blöd anzumachen weil du das Spiel einfach nicht mitmachst. Und du läßt sie ins Leere laufen.

Du wirst sehen - das ist total witzig und in Zukunft behandelt die dich immer ganz lieb… Oder du hast einfach Spaß daran weil es keine Situation ist, bei der du Angnst haben mußt, sondern du kannst es auch als witziges und interessantes Versuchsfeld betrachten. Du spielst einfach mit ihr, schaust mal wie sie so reagiert, wie das eine oder andere Kompliment ankommt oder auch mal eins verpufft… Gehe mit einem inneren Lachen an die Sache ran! Ist doch lustig, du brauchst keine Angnst mehr haben, du bist ja zum Spaß da, zumindest teilweise, neben dem Antrag, den du hast.

Die andere Strategie wäre: dass du ganz klar dein Ziel vor Augen hast, nämlich den Antrag korrekt durchzubringen etc. und dieses auch konsequent umsetzt. Also du bist nicht die Reagierende, die wartet was der böse Drache macht und immer wieder versucht ihre Anwürfe gerade zu biegen, sondern du sagst ihr was du willst, und wenn sie dir im Rahmen dessen mit anderem Quatsch kommt wiederholst du einfach nur was du willst. Du läßt dich nicht abbringen vom Ziel und gehst nicht auf Sticheleien ein, keine Nebenkriegsschauplätze. Doofe Bemerkungen ignorierst du schlichtweg sondern sagst einfach nur „OK, habe ich verstanden, aber ich bin ja jetzt hier wegen…“ - und dann wiederholst du einfach was du willst.

Kommt dann ein „Das geht aber nicht weil ich die Unterlagen blabla brauche“ - egal. Du bleibst Schallplatte. Du bist da wegen … und sie soll sagen was jetzt zu tun ist. Aber eben nicht „gehen Sie die Unterlagen holen“, sondern du bist da weil du etwas erreichen willst. Spiele ihr den Ball zu - nicht du, sondern sie soll dir sagen wie sie dein Ziel erreichen kann.
Mach’ dein Problem zu ihrem, lass’ sie die Lösung finden, und die Lösung ist nicht sich wegschicken zu lassen. Gehe nicht ohne irgendein Ergebnis. Notfalls wieder mit Schallplatte: du bist da weil du … willst und wirst nicht ohne irgendein Ergenbis gehen. Irgendwas soll sie dir in jedem Fall präsentieren.
Sie muß das Problem lösen, sie ist die Fachfrau, nicht du. „Geht nicht gibt’s nicht!“ - kannst ihr auch sagen. Oder auch immer weiter fragen „Wie geht das?“.

Als nicht auf Sticheleien eingehen, sondern immer wieder nur auf das zurückkommen, was du willst. Ansonsten gehste gar nicht auf sie ein… Und du gehst auch nicht weg ohne irgendein Ergebnis, am besten das, weswegen du da bist. Meistens geht’s nämlich doch und sie will nur nicht.

Wenn sie unwillig wird hilft es auch wenn man kurz von der Sachebene weggeht und du, wenn’s allzu bunt wird, eine kurze, aber treffende Bemerkung zum Umgangston fallen läßt. Sag’ ihr ganz klar dass du bei allem Verständnis für Stress oder schlechte Laune nicht so behandelt werden möchtest. Du hast es nicht nötig dir blöd kommen zu lassen, und wenn das Maß voll ist sagst du es in ruhigem Ton, aber klar und deutlich. Und bleib’ bei Ich-Botschaften, also nicht „Sie sind unfreundlich“ sondern „Ich fühle mich unfreundlich behandelt - und ich lasse mich nicht so behandeln. Auch nicht von Ihnen.“

Sag’ ihr dass du bitte korrekt behandelt zu werden wünschst. Du brauchst das auch nicht begründen, also kein „weil mich heute schon 3 Leute dumm angelabert haben“, sondern es ist schlicht dein gutes Recht mit Respekt behandelt zu werden und das mußt du nicht begründen.
Wenn Du ihr die Bemerkung zum Umgangston bestimmt sagst, ihr klar in die Augen blickst und dann mit „So, und jetzt wieder zu meinem Antrag…“ wieder zur eigentlichen Sache zurückkehrst, ist das oft gut um Leute zur Räson zu bringen.

Manche klappen ganz schnell zusammen wenn sie merken dass man eine natürliche Authorität hat, nicht das Opfer spielt, sich nicht von oben herab behandeln läßt, sondern sie spüren dass man sich wehrt und dieses gerade die Warnung ist. Wenn das verstanden wird werden sie ganz schnell ganz klein.

Alles Gute und mach’ dir keinen Kopf, das kriegst du hin! :smile:

MecFleih

Hallo du…

Weisst du was ganz hilfreich ist (und das machen auch die Aboriginies in Australien)?

Soziale Konflikte spielen!In sogenannten Rollenspielen.Frag einfach Freunde oder Verwandte, ob sie nicht die entsprechende Person nachahmen und du wiederholst die Situation!Ich habe das oft gemacht, denn ich hatte früher sehr viele soziale Ängste.Das hatte mir geholfen; ich hatte dies in einer Selbsthilfegruppe gemacht…

Und nochwas: du bist da absolut nicht alleine, glaub mir…BAFÖG Beamte waren schon zu mir sehr unmöglich; auch zu Komilitonen etc…Ja, mein Bruder kann dir da auch ein Lied singen.Weisst du wo das Problem liegt?Das Problem liegt darin, dass die einen stinklangweiligen, lausigen Job haben und frustriert sind!Das liegt nicht an dir.Nur wenn du dies dann auch noch auf deine Schultern lädst, dann wird die Situation erst recht zum Teufelskreis.Dann hat die gute Frau mit Erfolg „projiziert“.

Aber mach dir nix draus; man lernt immer dazu und wie gesagt diese Rollenspiele waren schon genial!Probiers aus…

Nur Mut!

Firdevs