Kanäle im Knochen ?!?

Hallo,

Ich habe mal eine Frage, die mich verunsichert. Nach dem Sturz auf die ausgestreckte Hand und einen Monat später erneuter „Schlag“ gegen diese Hand, bin ich zum Arzt gegangen.

Verdacht auf Kahnbeinfraktur. Also ab zum Röntgen: Daumen, Handgelenk und Kahnbeinserie stand auf dem Zettel. Dem ersten Arzt viel garnichts auf, die zweite Arztin meinte ich hätte es „geschafft, das Kahnbein ist hin“. Also haben sie den dritten Arzt hinzugerufen und der war sich nicht sicher. Also ab zum CT.

CT war laut Radiologen unfauffällig. Der Arzt der sich nicht sicher war drückte wie wild auf meiner Hand rum und fragte ob es da nicht doch weh tut. Tat es aber nicht.

Keine Eindeutige Diagnose. Er vermutet, dass es ein Bluterguss ist, ist sich aber nicht sicher. Der Bluterguss müsste bis morgen (Untersuchung war am Mittwoch, also fünf Tage später) wieder weg sein, dann könne ich wieder arbeiten gehen.
(Ich habe immernoch Schmerzen.)
Falls es nicht besser werden sollte, sollte ich wiederkommen, davon geht er aber nicht aus. Wenn ich aber nochmal komme, soll ich die Bilder vom CT nochmal mitbringen.

Dann habe ich ihn gefragt, was das denn dann für ein Riss gewesen wäre, den seine Kollegin da gesehen hat.
Er meinte das wären irgendwelche Kanäle (ich weiß nicht mehr genau, er meinte was von Adern oder Nerven oder so ähnlich), das wäre also normal.

Ich bin zwar kein Spezialist, aber ich habe sowas noch nie gehört und kann man das auf dem Röntgenbild sehen ???
Ich habe schon einige Röntgenbilder gesehen, aber wenn da solche Risse waren, war es eigentlich (leider) immer ein Bruch.
Und es verunsichert mich auch, dass ich die Bilder nochmal mitbringen soll. Entweder da ist was oder da ist nichts, oder nicht?

Ich würde mich über Antworten wirklich freuen, denn der Arzt hat mich mehr verunsichert als mir geholfen.

Vielen Dank im Voraus,

Gruß
Karin

Ich habe mal eine Frage, die mich verunsichert.:

Natürlich verunsichert mich nicht die Frage, sondern die Aussage :smile:

Hallo!

Frakturen der Handwurzelknochen, insbesondere des Kahnbeins, führen ot nur zu kleinen „Rissen“ im Knochen, ohne daß sich Knochenteile gegeneinander verschieben. Die Brüche lassen sich deshalb oft tatsächlich nicht auf Röntgenbildern erkennen; manchmal sieht man sie erst einige Zeit nach dem Unfallereignis deutlicher, manchmal auch gar nicht. Da bei solchen Verletzungen (ohne Verschiebung) überwiegend keine Operation notwendig ist, sondern nur Ruhigstellung (und ggf. Schmerzbehandlung), ist das auch nicht so schlimm. Und die Frakturen, die operiert werden müssen, sieht man auch sofort auf dem Röntgenbild…

In Knochen verlaufen tatsächlich Kanäle (mit Nerven und Blutgefäßen), auch führt die unregelmäßige Form vieler Knochen ebenfalls dazu, daß man auf Bildern „Risse“ und „Spalten“ sieht, wo definitiv keine Frakturen sind. Ein guter Radiologe (auch ein Röntgen-erfahrener Unfallchirurg / Orthopäde) erkennt das auch.

Falls die Handwurzel nach einigen Wochen unverändert schmerzen sollte, wäre es vernünftiger, neue Bilder zu machen, als die alten noch einmal anzusehen…

Grüße,
Vlado

Hallo,

vielen Dank für die Antwort.
Aber genau das ist ja das was verunsichert. Erst ist es ein Bruch, dann doch nur einer dieser Kanäle.
Also soll er die Hand wieder voll belasten, was aber kaum möglich ist bei Schmerzen.
Kann es denn nicht passieren (sofern es doch ein Bruch ist), dass sich die Knochen doch noch verschieben (er arbeitet im Handwerk) ??

Gruß
Karina

Hallo!

Aber genau das ist ja das was verunsichert. Erst ist es ein
Bruch, dann doch nur einer dieser Kanäle.
Also soll er die Hand wieder voll belasten, was aber kaum
möglich ist bei Schmerzen.
Kann es denn nicht passieren (sofern es doch ein Bruch ist),
dass sich die Knochen doch noch verschieben (er arbeitet im
Handwerk) ??

Ich bin zwar kein Unfallchirurg, aber ich persönlich würde die Hand, auch wenn es sich nur um eine Prellung handelt, solange entlasten (bzw. belastende Tätigkeiten meiden), bis die Schmerzen nachlassen - bis zur kompletten Schmerzfreiheit kann es jedoch immer ein paar Wochen dauern.

Kann denn der betreffende nicht mit seinem behandelnden Arzt darüber reden? Die Kriterien für eine Krankschreibung sind übrigens von der ausgebübten Tätigkeit abhängig; ein Handwerker mit einer Prellung oder Verstauchung der Handwurzel und des Handgelenks kann arbeitsunfähig sein, während ein Telefonist mit derselben Verletzung evtl. sehr wohl arbeiten gehen kann.

Grüße!

Guten Abend,

danke nochmal. Natürlich kann er das, aber der behandelnde Arzt wirkte eher genervt, als das ihm was an dem Patienten liegt.
Er wird morgen nochmal hingehen und schauen was der Arzt dann macht.
Ansonten wohl einen anderen Arzt aufsuchen, aber erstmal einen D-Arzt in der Nähe finden?!
Aber der hat halt definitiv gesagt, das wär nix schlimmes, da die Knochen ja heile sind, aber er weiß halt auch nicht was es ist, vermutet aber einen Bluterguss an der Knochenhaut.
Deshalb sollte er auch wieder normal belasten und dann bezweifle ich, dass der Arzt die AU verlängern wird.
Komische Sache halt :-/

Gruß
Karina