So isses auf Lanzarote:
Hallo,
ich war bloß mal auf Lanzarote, und naja, sooo toll fand ichs nicht.
Halt Vulkan, der Boden ist dunkel und besonders viel Vegetation hat’s da nicht. Allerdings wachsen dort die „fetten Hennen“, Sukkulenten, die man hier so im Blumentopf hat, wenn man nicht viel gießt, überall und am Straßenrand, das hat schon was exotisches. Und dann gibt es in Haría das Tal der 1000 Palmen, da stehen halt Palmen. Der Rest der Insel besteht aus schwarzem Staub und einigen schönen Stränden, an denen man angeblich Olivine finden kann (oder andere grüne Edelsteine…).
Was wiederum hübsch ist, ist, dass alle Häuser weiß gestrichen sind und mehr oder weniger einheitlich aussehen - das ist wohl eine Idee des berühmten Cesar Manrique gewesen. Alles, was halbwegs kulturell interessant ist auf der Insel, stammt von ihm.
Wirklich schön sind die Jameos de Agua, so Höhlen mit Seen im Norden der Insel. Die sind auch von Manrique gestaltet und ab und an gibt es Konzerte darin, die eine ganz tolle Akustik haben sollen. Wenn ich nochmal hinmüsste, würde ich zu sowas hingehen. Unmittelbar neben der Insel ist noch eine, La Graciosa, auf der man toll baden können soll. Für einen Tagesausflug also bestimmt auch interessant.
Die Hauptstadt, Arrecife, ist wiederum ziemlich nichtssagend, hat eine nette Bucht zum Baden und Märkte mit aufdringlichen afrikanischen Händlern, die du mindestens um zwei Drittel runterhandeln musst. Sowas gibt es auch in Teguise. In Costa Tegiuse gibt es nur Hotels, von da aus fahren dann Shuttlebusse nach Teguise rein.
Auf jeden Fall braucht man auf Lanzarote einen Mietwagen, ohne ist man so gut wie verloren, da doch alles irgendwie weit auseinander ist. Es sei denn, man will bloß im Hotel bleiben und vor Langeweile sterben. Busse fahren allerdings auch, aber mit Auto ist man definitiv besser dran.
Interessant ist natürlich die Geschichte der Insel, die man im Vulkan-Nationalpark erklärt bekommt. Da kann man durchfahren, ist zwar auch alles nur Asche, aber doch irgendwie beeindruckend. Wer’s mag, kann auch auf einem Dromedar durch die Vulkanlandschaft reiten, aber mal ehrlich…
Kultur, Kultur…sehr viel Wind wird da auch um den Weinanbau gemacht. Das ist einerseits auch spannend, man stellt Malvasier (glkaube ich) her, indem man Lächer in den Boden gräbt, die befestigt und jeweils einen Weinstock reinpflanzt. Qualitativ ist der Wein, wie man dort selbst zugibt, durchschnittlich.
Achja, und einen Aquapark gibt’s, mit Wasserrutschen und so.
Ich war im Mai dort und war vom Wetter ziemlich enttäuscht. Bei Regen kann man da nicht besonders viel tun, und den Rest der Zeit war es massiv windig, so dass man sich zumindest auf der Ostseite nicht einfach so an den Strand legen konnte. Kann aber auch Pech gewesen sein. Zum Surfen wiederum soll es da gut sein, kann ich aber nicht beurteilen.
Schöne Grüße
Sonja
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