Kann AG mich zum Autofahren zwingen

Hallo Experten,

in unserem Unternehmen existiert ein Konzernbetriebsrat. Das Mutterhaus ist ca. 150 km entfernt in einer Gegend, die für ihre Wetterkapriolen (Haiger-Burbach) berühmt und berüchtigt ist, angesiedelt. Weitere KBR-Mitglieder haben sogar eine Anreise von 300-400 km. Nun finden Sitzungen an denen die GF teilnimmt grundsätzlich um 8.30 Uhr statt. Eine Anreise mit dem Zug bedeutet also ein Aufstehen, zumindest für meinen Kollegen und mich, um 2.00 bzw. 3.00 Uhr. Die GF lehnt eine Anreise am Tag vorher, mit Übernachtung, ab. Wir sollen mit dem Auto fahren, sie würde hierfür einen Poolwagen zur Verfügung stellen. Frage: Kann sie uns vorschreiben, daß wir mit dem Auto zu fahren haben? Vor allem unter Berücksichtigung von Schnee und Eis bzw. der Tatsache, daß ich nicht gerne Auto fahre.

Dank für die Antworten.
Rosamunde

Pragmatischer Vorschlag
Hallo Rosamunde

Lasst doch mal ein paar Sitzungen platzen, weil wegen Wetterunbillen stecken geblieben seid.

Ausserdem ist der Winter eh bald vorbei.

Gruss
CrNiMo

PS: Was bist Du denn für eine BRin, wenn Du noch nicht mal die AN-Rechte kennst?

Hallo,

wie lange dauern die Sitzungen oder Veranstaltungen im Mutterhaus und wie lange bist du insgesamt von deinem Wohnort weg?

Peter Heinz

Hallo Peter,

kann man nie genau sagen. Mitunter 3-4Stunden, waren aber auch schon 6 Stunden.

Gruß Rosamunde

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Tja und genau hier ist das Problem. Unser Betriebsrat ist einer derjenigen der sich nichts gefallen läßt und daher sowieso schon eine Sonderstellung im KBR einnimmt. Und der KBR-Ausschuß würde nie eine Sitzung platzen lassen. Frei nach dem Motto, jawohl liebe Geschäftsführung, ganz wie Du meinst liebe…etc.
Unsere Rechte kennen wir ziemlich genau, zumindest was normale BR-Arbeit angeht. Nur heißt es im Gesetz: die Sitzungen haben möglichst während der Arbeitszeit stattzufinden und müssen außerhalb dieser als Arbeitszeit vergütet werden. Das trifft ja hier nicht zu. Es geht also nur um die Anreise. Und hier haben wir auf Anhieb (nächste Sitzung ist er 5.3. ) keinen Gesetzestext bzw. Urteil parat. Wir müßten das Ganze dann gerichtlich klären lassen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Rosamunde,

Betriebsrat hin oder her, ich halte das für nebensächlich. Es findet eine betrieblich veranläßte Veranstaltung statt, etwa 2 Autostunden entfernt, Beginn 8.30 Uhr.

Welche Antwort hättest Du gerne? Den unter der Daunendecke hervorgeholten Honigquast, die Streicheleinheit oder hättest Du gerne gewußt, was Sache ist?

Also: Hier geht es um die Zumutbarkeit. Man kann jetzt alle möglichen Dinge konstruieren, von permanenter Naturkatastrophe und unpassierbaren Straßen reden. Helfen wird es Dir nichts. Das betriebliche Anliegen liegt nämlich ohne weiteres im zumutbaren Bereich.

Hast Du einmal überlegt, welche Kosten verursacht werden und wieviel Zeit regelrecht verplempert wird, wenn man aus solchem schlichten Treffen eine mehrtägige Dienstreise macht? Wenn Du Dich z. B. um 6.30 Uhr in das von der Firma zur Verfügung gestellte Fahrzeug setzt, kommst Du rechtzeitig an. Wo ist dabei das Problem? Falls nun wirklich ein Orkan tobt, die Gegend steht unter Wasser und der Notstand wird ausgerufen, hat sicher jeder für eine Verspätung Verständnis.

Wenn Du tatsächlich Probleme mit dem Autofahren hast, solltest Du dagegen etwas tun und u. U. sachkundige Hilfe in Anspruch nehmen. Auch dafür hat ein vernünftiger Mensch Verständnis. Es funktioniert aber nicht, Probleme zu konstruieren, wo keine sind. Es ist auch zumutbar, daß sich jemand betrieblich veranlaßt etwas früher aus den Federn wälzt. Das ist wirklich nicht der Rede wert. Du machst Dich nur unglaubwürdig, fährst andere Leute zu Recht sauer und schadest Dir selbst. Solche kleinen Dienstfahrten müssen ohne Diskussion einfach problemlos stattfinden können. Wer sich dabei quer stellt, paßt offenkundig nicht in den Betrieb und sollte sich über Konsequenzen nicht wundern.

Gruß
Wolfgang

Nennt man das nicht Flexibilität ??
und dann Jammern, wenn Arbeitsplätze abgebaut werden, weil Deutschland ein „unattraktiver“ standort für Arbeitgeber ist.

gruß

dennis

*kopfschüttelnd über die sturheit der betriebsräte*

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Es geht also nur um die Anreise. Und hier
haben wir auf Anhieb (nächste Sitzung ist er 5.3. ) keinen
Gesetzestext bzw. Urteil parat. Wir müßten das Ganze dann
gerichtlich klären lassen.

Lächerlich, einfach nur lächerlich. Wenn Du nicht autofahren magst, dann fahr entweder bei jemand anderem mit oder benutze öffentliche Verkehrsmittel. Wenn das dadurch länger dauert und Du früh raus musst - selber Schuld. Stell Dich nicht so an, Mimöschen.

Zu der gerichtlichen Klärung: Gib mir bitte den Namen des Richters, der das verhandelt, damit ich ihm raten kann, die Gerichtskosten jedem von Euch vom Lohn abzuziehen. Beschäftigt Euch lieber mit wichtigen Dingen, anstatt Eure Betriebsratsposition für so einen Kinderkram auszunutzen.

Das sich jemand ernsthaft so eine Frage stellt… *kopfschüttel*

4 „Gefällt mir“

*kopfschüttelnd über die sturheit der betriebsräte*

Warum müssen die Sitzungen um 8.30 Uhr stattfinden?

kopfschüttel über die Sturheit des Arbeitgebers, der tatsächlich eine gerichtliche Auseinandersetzung riskiert.

Michael

Hallo Rosamunde,

normalerweise werden die Sitzungen von Eurem Vorsitzendem einberufen. Der legt auch die Tagesordnung und den Zeitpunkt fest. Die GL wird nur eingeladen.
Also sprecht doch einfach mit Eurem vorsitzendem.

Grüße
Michael

Hallo,

rechtlich gibt es keine Chance, eine andere Regelung durchzusetzen.
Eine Verbesserung der Situation wäre nur zu erreichen, wenn im Gremium eine Verlegung des Beginns der Sitzungen beschlossen würde. Also verhandeln und appellieren. Mit Gewalt und Gerichtsprozessen ist hier nichts zu machen.

Peter Heinz

Was ist schlimm an 8:30? Besser normal früh anfangen, als bis spät in die Nacht sitzen, oder? Außerdem würde dann das gleiche Gejammer kommen…

Ich versteh nicht, wo das Problem ist… Echt nicht. Was ist so schwer daran mal um 6 aufzustehen? Ist selbst für einen Studenten wie mich eine nicht ungewöhnliche Zeit. Wer sich nicht traut, Auto zu fahren, der sollte es sein lassen. Wer nicht mobil ist in einem Job, der Mobilität erfordert, ist für den Job nicht geeignet. Basta. Immer dieses Gejammer wegen Selbstverständlichkeiten. Arbeit bedeutet doch nicht, alles in den Arsch geschoben zu bekommen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Was ist schlimm an 8:30? Besser normal früh anfangen, als bis
spät in die Nacht sitzen, oder? Außerdem würde dann das
gleiche Gejammer kommen…

Was ist so schlimm sich mit dem BR zu einigen? Warum will man unbedingt die „Herr im Haus“ mentalität durchsetzen.

Ich versteh nicht, wo das Problem ist… Echt nicht. Was ist
so schwer daran mal um 6 aufzustehen? Ist selbst für einen
Studenten wie mich eine nicht ungewöhnliche Zeit.

Du scheinst tatsächlich von Arbeitsabläufen in einem Betriebsratsgremium wenig Ahnung zu haben.

Wer sich

nicht traut, Auto zu fahren, der sollte es sein lassen. Wer
nicht mobil ist in einem Job, der Mobilität erfordert, ist für
den Job nicht geeignet. Basta.

Das ist seit langem das dümmste was ich gelesen habe.

Immer dieses Gejammer wegen

Selbstverständlichkeiten. Arbeit bedeutet doch nicht, alles in
den Arsch geschoben zu bekommen.

Selbstverständlich wäre es wenn der Arbeitgeber sich mit dem BR auf einen Termin einigen würde. Basta.

Was ist so schlimm sich mit dem BR zu einigen? Warum will man
unbedingt die „Herr im Haus“ mentalität durchsetzen.

*seufz* Ich sehe die Gefahr, daß wir uns vom Thema entfernen… Mal sehen.
Der Ursprungsbeitrag sowie die Folgebeiträge haben bei mir den Eindruck erweckt, als sei die Autorin nicht so sehr an einer gütlichen Einigung, sondern vielmehr am Durchsetzen einer Forderung interessiert, also keine „Miteinander“-Einstellung, sondern mehr ein „Gegeneinander“.

Zu den Betroffenen, die deutlich weiter weg wohnen, habe ich mich nicht geäußert, 300-400 km sind in diesem Fall Welten von 150km entfernt. Bei einer Durchschnittgeschwindigkeit von 70 km/h ergebn sich im letzteren Fall ca. 2 Std., im Gegensatz zu ca. 5 Stunden - erheblich mehr!

Ich versteh nicht, wo das Problem ist… Echt nicht. Was ist
so schwer daran mal um 6 aufzustehen? Ist selbst für einen
Studenten wie mich eine nicht ungewöhnliche Zeit.

Du scheinst tatsächlich von Arbeitsabläufen in einem
Betriebsratsgremium wenig Ahnung zu haben.

Du scheinst mit Deiner Antwort keinen Sachbezug herstellen zu wollen. Schade. Ergäbe sich doch tatsächlich eine Weckzeit von 5:30 Uhr bei angenommenen 2 Stunden Fahrtzeit sowie ~30 Minuten für duschen, ankleiden und ein Frühstücksbrot mit Kaffee PLUS 30 Minuten Pufferzeit, falls es doch länger dauert.
Ich denke, was Termine angeht, läuft das in einem BR-Gremium nicht anders als sonstwo.

Wer sich

nicht traut, Auto zu fahren, der sollte es sein lassen. Wer
nicht mobil ist in einem Job, der Mobilität erfordert, ist für
den Job nicht geeignet. Basta.

Das ist seit langem das dümmste was ich gelesen habe.

Verallgemeinert steht da, wenn eine Eigenschaft X Vorraussetzung für einen beliebigen Job ist, dann ist ein Mitarbeiter, der X nicht erfüllt, für den Job nicht geeignet. Desweiteren, daß jemand, der sich Auto fahren nicht traut, es sein lassen sollte.

Erkläre mir bitte, was daran dumm ist.

Immer dieses Gejammer wegen

Selbstverständlichkeiten. Arbeit bedeutet doch nicht, alles in
den Arsch geschoben zu bekommen.

Selbstverständlich wäre es wenn der Arbeitgeber sich mit dem
BR auf einen Termin einigen würde. Basta.

Selbstverständlich wäre es, wenn (man differenziere hier, s.o.!) die Originalautorin einfach mal 2 Stunden früher aufstehen würde, um dann dahin zu fahren und ihre Energie auf die Belange der Arbeitnehmer zu konzentrieren, anstatt sich Sorgen um ihre Müdigkeitsfältchen zu machen; denn genau so kommt es bei mir an.

Ich habe keine Ahnung, wer den Termin festlegt, aber wenn derjenige das nunmal so tut, dann sollte sich jeder, der ein Problem damit hat, mit jenem einigen, und zwar nicht mit Hilfe von Forderungen und Androhung eines Verfahrens, sondern mit freundlich, aber bestimmt vorgebrachten Sachargumenten.
Das ist in meinen Augen keine Rechtsfrage, sondern eine Frage des gesunden Menschenverstandes.

Letztendlich ist Arbeit immer noch Arbeit - man tut etwas und bekommt Geld dafür. „angenehm“ oder „bequem“ sind da keine notwendigen Eigenschaften. Die so viel weiter weg arbeitenden Kollegen stehen etwas anders da: ihre Fahrtzeit (Hin und zurück) plus der voraussichtlichen Dauer der Veranstaltung sind doch arg lang.

Ich habe mal einen Beruf gelernt und ausgeübt, in dem 24-Std.-Schichten üblich waren, ebenso wie Son- und Feiertags-Dienste. Daher kann ich für solchen (in meinen Augen) Kinderkram kaum Verständnis aufbringen.