Kann Babygeschrei zu Schäden am Ohr führen?

Hallo!

Ignorieren ist in manchen Situationen das Zauberwort.

Genau. Nicht immer, aber ab und an, wenn es sein muss.

Ignorieren bedeutet aber, den Wünschen des Kindes in der gegebenen Situation nicht nachzugehen, und nicht, das Kind von der Gemeinschaft auszuschließen. So lernt das Kind, dass es durch das Schreien den gewünschten Effekt nicht erreicht. Das Ausschließen hingegen entspricht für das Kind dem Liebesentzug. Das ist in meinen Augen eine nicht hinnehmbare Art der Bestrafung.

Ein 11-monatiges Kind, das weder versteht, warum sich die Eltern so verhalten

Oh, doch, das versteht es sehrwohl!

Bei diesem deinem Kenntnisstand von der Kindesentwicklung brauchen wir wohl nicht weiterdiskutieren.

noch eine ausreichende zeitliche Orientierung hat (da
erscheinen 5 Minuten durchaus wie eine Ewigkeit) und beim
Alleinsein deswegen Angst kriegt

Darum ja auch nicht unbedingt und immer 5 Minuten, da reichen
unter Umständen auch schon 2 Minuten. Und die sind KEINE
Ewigkeit.

Für dich nicht, für das Kind schon. Noch mal: Ein 11-monatiges Kind hat noch kein Zeitgefühl.

Es versteht sich von selbst, dass man das Kind nicht an einen
Ort sperrt, wo es keine Geräusche der anderen
Familienmitglieder mehr mitbekommt. Es muss die anderen
Familienmitglieder selbstverständlich hören, damit es sich
sicher fühlt, dass es nicht allein gelassen wird.

Würdest du dir sicher fühlen, wenn dich deine Angehörigen plötzlich in ein Zimmer wegsperren würden, auch wenn du die Geräusche außen mitbekommst?

Außerdem kann man zwischendurch durch die verschlossene Tür
auch z.B. rufen: „Nein, du darfst erst wieder bei uns sein,
wenn du ruhig bist.“

Noch mal: Diese gesamte Situation verwirrt das Kind nur und erzeugt Angst, nicht mehr und nicht weniger. Durch dein Zurufen wird es auch nicht besser und versteht das Kind auch nicht mehr. Im Gegenteil ist die Situation doch um so seltsamer: Das Kind ist in einem anderen Zimmer weggesperrt und ihm wird von außen irgendwas zugerufen, er darf aber denjenigen nicht sehen. Das hat schon Foltergefängnis-Qualität.

Das Wegsperren des Kindes ist natürlich
äußerst individuell und zeugt von deinem unglaublichen
Fingerspitzengefühl.

Bevor man das Kind schlägt (was oft genug von einigen Eltern
praktiziert wird), sperrt man es doch besser weg.

Eltern, die mit der Erziehung überfordert sind, gehören in die Erziehungsberatung, mit deinen „Tipps“ wird ihnen nicht weitergeholfen. Überforderung lässt sich nicht einfach durch Wegsperren des Kindes vom Tisch wischen, sondern bestätigt nur den untragbaren Erziehungsmissstand in der Familie.

Und
nochmals: nicht wegen jeder Kleinigkeit, es geht hier um
diejenigen, die sich durch ihr Gebrüll ALLES erzwingen wollen,
ALLES und SOFORT.

„Alles und sofort“ erreichen will doch jeder von uns. Und jeder von uns musste lernen, dass das nicht geht. Aber hoffentlich nicht durch Wegsperren und Liebesentzug, sondern durch normale Erfahrung (dass eben nicht alle Wünsche erfüllt wurden, dazu muss man das Kind ja nicht wegsperren).

Es geht hier nicht nur um die Kinder, man muss auch an die
Gesundheit der Eltern denken, die z.B. auch arbeitsfähig
bleiben müssen, um die Kinder ernähren zu können.

Wie gesagt, wenn die Eltern mit der Erziehung überfordert sind, gibt es für sie genügend Anlaufstellen, die das Problem in seiner Gesamtheit angehen und nicht laienhaft an den Symptomen herumdoktorn, wie du es tust.

Gruß,
Anja

4 „Gefällt mir“

Lukas!
Hallo!

Was mich in diesem Zusammenhang interessiert:

Lukas ist ja schon etwas älter… Was um himmelswillen hat es sowit bringen können? Starke/Schwache genetische Veranlagung? Erziehung erbärmlich? Beides?

Wie vermutet man in einem solchen Fall?
Hier der Link zu Lukas, dem „Terroristen“…

http://www.youtube.com/watch?v=p60YwKZCWa8

VG, Stefan

die sich durch ihr Gebrüll ALLES erzwingen wollen,
ALLES und SOFORT.

Gute Erziehung beinhaltet, daß man schwierige Situationen
vorraussehen und diese vermeiden kann!

Ihr Wort in Gottes Ohr. Ich wünsche Ihnen, dass Ihnen dies so gelingen mag, wie Sie es hier propagieren, falls Sie irgend wann einmal Mutter werden sollten :wink:

Wenn Ihr Kind öfterssich so in Rage brüllt,

Es geht nicht um MEIN Kind, hier wurde ein Fallbeispiel geschildert, liebe Dame, wie es dies nicht selten gibt.

ist schon lange vorher etwas in der Erziehung schief gelaufen!

Jo, bei der Erzeugung :smile:), wenn das Kind erst 11 Monate alt ist …

Hinterher wegsperren ändert dann auch nichts mehr.

Das nehmen Sie an, aber Sie wissen es nicht.

Denn nicht das Kind macht hier etwas falsch (man beachte: 11
Monate…!!!), sondern der Erwachsene!

Ja richtig, Erwachsene, wenn sie dem Verhalten des Kindes nicht frühzeitig Einhalt gebieten.

Das Kind hingegen muss lernen, so, wie es laufen lernen muss, sich in einer Gemeinschaft von Menschen auch einmal unterordnet. Es kann nicht immer die 1. Geige spielen.

Das wird es spätestens im Kindergarten erleben. Bis dahin sollte man als verantwortungsbewusster Erziehungsberechtigter schon ein bisschen Vorarbeit geleistet haben, damit das Zusammenleben in der Gruppe dann nicht für alle zur Qual wird und es möglichst recht wenige rüpelhafte Kinder gibt, die andere tyrannisieren, weil sie meinen, nur IHRE Wünsche müssten stets erfüllt werden.

Und nochmals: Es geht nicht um das normale Weinen eines Kindes, wenn es normale Bedürfnisse hat. Dies sei nochmals abschließend erwähnt.

Ignorieren bedeutet aber, den Wünschen des Kindes in der
gegebenen Situation nicht nachzugehen

Genau DAS muss es eben AUCH lernen.

und nicht, das Kind von der Gemeinschaft auszuschließen.

Wenn das Kind Worte noch nicht versteht, dann muss es eben auf andere Weise begreifen.

So lernt das Kind, dass es
durch das Schreien den gewünschten Effekt nicht erreicht.

Und das soll es ja auch lernen. Genau das.

Es lernt, dass es wohl Essen und Trinken angeboten bekommt, dass es auch gestreichelt und liebkost wird, dass man nach seinen Windeln schaut, aber es lernt, dass es eben nicht auf den Arm genommen werden kann, wenn Papa grad auf dem Klo sitzt (dies nur mal als eines von zahlreichen Beispielen, wo das Kind eben mal etwas warten muss).

Das Ausschließen hingegen entspricht für das Kind dem
Liebesentzug. Das ist in meinen Augen eine nicht hinnehmbare
Art der Bestrafung.

Und nochmals: Es geht nicht um das ganz normale Weinen eines Kleinkindes. Es geht hier um diese „Schreihälse“, die Tag und Nacht JEDEN Willen erzwingen wollen, wann immer SIE es wollen und die es absolut nicht akzeptieren, dass die Eltern auch Bedürfnisse haben, ganz natürliche.

Bei diesem deinem Kenntnisstand von der Kindesentwicklung
brauchen wir wohl nicht weiterdiskutieren.

Ich habe die Diskussion auch nicht eingeleitet.

Für dich nicht, für das Kind schon. Noch mal: Ein 11-monatiges
Kind hat noch kein Zeitgefühl.

Und darum achtet man auch sehr genau auf die Art des Gebrülls, das hinter einer Tür hervortritt, sollte es tatsächlich panisch ängstlich werden, dann holt man es selbstverständlich sofort wieder zu sich, selbst, wenn nur 1 Minute vergangen ist oder weniger. Das muss man von Fall zu Fall entscheiden.

Man erkennt als Eltern genau, wie sich das Kind fühlt. Man weiß, welche Töne es von sich gibt, wenn es wirklich Angst hat oder wie es sich anhört, wenn es nur herumbockt.

Würdest du dir sicher fühlen, wenn dich deine Angehörigen
plötzlich in ein Zimmer wegsperren würden, auch wenn du die
Geräusche außen mitbekommst?

Diese Frage erscheint mir etwas albern. In meinem Alter werde ich mich sicher nicht fürchten :smile:

Noch mal: Diese gesamte Situation verwirrt das Kind nur und
erzeugt Angst, nicht mehr und nicht weniger. Durch dein
Zurufen wird es auch nicht besser und versteht das Kind auch
nicht mehr.

Ist das deine persönliche Erfahrung? Ich habe es anders erlebt. Ein Kind lernt mit der Zeit, was es darf und was nicht.

Das Kind ist in einem anderen Zimmer weggesperrt
und ihm wird von außen irgendwas zugerufen, er darf aber
denjenigen nicht sehen. Das hat schon
Foltergefängnis-Qualität.

Wie gesagt, so weit lässt man es nicht kommen. Wenn es wirklich angstvoll schreit, dann beendet man diese Erziehungsmaßnahme selbstverständlich sofort!

Eltern, die mit der Erziehung überfordert sind, gehören in die
Erziehungsberatung, mit deinen „Tipps“ wird ihnen nicht
weitergeholfen.

Hier geht es nicht um überforderte Eltern, sondern um Kinder, die lernen müssen, dass ihre Eltern auch Bedürfnisse haben, vielleicht sogar einmal schlafen wollen :wink:.

Überforderung lässt sich nicht einfach durch
Wegsperren des Kindes vom Tisch wischen, sondern bestätigt nur
den untragbaren Erziehungsmissstand in der Familie.

Wegsperren ist eine sehr gute Erziehungsmaßnahme, in Maßen, versteht sich. Schau’ dir mal im Fernsehen die Sendung mit der „Supernanny“ an, da wirst du das Gleiche zu sehen kriegen.

„Alles und sofort“ erreichen will doch jeder von uns. Und
jeder von uns musste lernen, dass das nicht geht. Aber
hoffentlich nicht durch Wegsperren und Liebesentzug, sondern
durch normale Erfahrung (dass eben nicht alle Wünsche erfüllt
wurden, dazu muss man das Kind ja nicht wegsperren).

Aus dir spricht die mangelnde Erfahrung. Das ist in deinem Alter auch noch normal.

Es geht hier nicht nur um die Kinder, man muss auch an die
Gesundheit der Eltern denken, die z.B. auch arbeitsfähig
bleiben müssen, um die Kinder ernähren zu können.

Wie gesagt, wenn die Eltern mit der Erziehung überfordert
sind,

Das sind sie DANN, wenn sie das Kind in solchen Situationen misshandeln oder gar umbringen, aber nicht, wenn sie es ganz normal erziehen.

Wie viele Kinder hast du bisher schon „groß gezogen“, Anja?

Supernanny

Wegsperren ist eine sehr gute Erziehungsmaßnahme, in Maßen,
versteht sich. Schau’ dir mal im Fernsehen die Sendung mit der
„Supernanny“ an, da wirst du das Gleiche zu sehen kriegen.

Wenn Sie Ihr Wissen aus dieser Sendung beziehen, dann wundert mich gar nichts mehr…
Vielleicht haben Sie es noch nicht mitgekriegt, aber RTL ist kein Bildungskanal! *g*
Zur SuperNanny hat sich der Kinderschutzbund öffentlich geäußert:
http://www.kinderschutzbund-nrw.de/StellungnahmeSupe…

Aber es finden sich in diesem Zusammenhang mehr als 30.000 Links mit Kritik zu dieser Sendung. Ich zitiere mal aus einem Link:

Erziehung ist reduziert auf Dressur und Gehorsam:
Die Hauptingredienzien der Erziehung, die „Super-Nanny“ postuliert, sind Regeln und Konsequenz. Mit ihrem Regelwerk (auch zum Download auf www.rtl.de angeboten) hält sie Einzug in die Familien, stülpt sie Eltern wie Kindern über und startet ein Training nach dem Muster ‚Eltern ordnen an, Kinder gehorchen’. Bleibt der Gehorsam aus, werden die Eltern angehalten, die Kinder zur Raison bringen, und zwar mit Penetranz und Härte, die durchaus körperliche Übergriffe umfasst. Insbesondere in das als eine Art Allheilmittel stilisierte „stille Zimmer“ werden die Kinder geschoben, gezerrt, geschleift, getragen und wenn sie raus wollen, wird kurzerhand die Tür zugehalten.
Die „Super-Nanny“ steuert die Eltern direkt oder per Knopf im Ohr, verordnet ihrerseits Art und Wortlaut der erzieherischen Intervention. Ein exemplarische Szene: Mutter zu ihrem Sohn: „Bleib jetzt bitte sitzen“. „Super-Nanny“: Lass das ‚Bitte’ weg, klare, kurze Ansagen" (20.10.2004). Wenn das Kind angesichts der überlegenen Erwachsenen aufgibt, dann verkündet die „Super-Nanny“ Erfolg. In welchem Zustand das Kind sich befindet, ist uninteressant, auch dann, wenn Verletztheit oder Verzweiflung unübersehbar sind. Das primäre Erziehungsziel Gehorsam ist durchgesetzt und das zählt.

http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_E…

Liebe Allwisserin, schauen Sie die Sendung ruhig weiter, wenn Sie der Meinung sind, sie sei so toll - aber bitte bleiben Sie Kindern mit Ihren Tipps fern :wink:

Zwei Kommentare noch:

Wenn das Kind Worte noch nicht versteht, dann muss es eben auf
andere Weise begreifen.

Aha, dieses Argument hör ich von Schlägern und anderen, die statt dessen Gewalt ausüben, üblicherweise…

Das Kind ist in einem anderen Zimmer weggesperrt
und ihm wird von außen irgendwas zugerufen, er darf aber
denjenigen nicht sehen. Das hat schon
Foltergefängnis-Qualität.

Wie geagt, so weit lässt man es nicht kommen. Wenn es
wirklich angstvoll schreit, dann beendet man diese
Erziehungsmaßnahme selbstverständlich sofort!

Hallo?? Logik an Allwisserin: Wenn das Kind angstvoll schreit, dann hat man es bereits soweit kommen lassen!

Aus dir spricht die mangelnde Erfahrung. Das ist in deinem
Alter auch noch normal.

Ich bin zwar hier nicht angesprochen, aber diese Überheblichkeit ließ mir die Kinnlade runterklappen…

Das sind sie DANN, wenn sie das Kind in solchen Situationen
misshandeln oder gar umbringen, aber nicht, wenn sie es ganz
normal erziehen.

Liebesentzug ist die schlimmste Mißhandlung.

3 „Gefällt mir“

Zum Abschluss
Hallo zusammen,

ich wollte mich eigentlich zu den hier ot diskutierten Erziehungsfragen nicht äußern, sehe mich aber angesichts des zunehmenden Umfangs und andauernder „Sachverhaltserweiterungen“ dazu gezwungen.

  1. Aus einer Frage zu einem ggf. aus wenigen konkreten Situationen heraus sich ergebenden medizinischen Problems einen Sachverhalt zu konstruieren, der von einem rund um die Uhr die Hausgemeinschaft terrorisierenden Tyrann ausgeht, ist ein starkes Stück!

  2. Auf Basis dieser mit den tatsächlichen Umständen nicht annähernd übereinstimmenden Annahme bei einem Kleinkind von 11 Monaten ein fortgesetzes erzieherisches Versagen der Eltern zu konstruieren, bewegt sich zwischen vollkommener Ignoranz der Fakten und böswilliger Unterstellung.

  3. Die Sache dann auch noch dahingehend weiterzuspinnen, „Erziehungstipps“ dergestalt zu geben, ein Kind von 11 Monaten, das gerade die ersten Schritte macht, noch nicht sprechen kann, und Sprache nur in Form von mehr oder weniger angenehmen Tönen und vielleicht gerade mal Einzelwörtern wahrnimmt, vor die Tür zu sperren (was ich mir gerade angesichts der tatsächlichen Ausgangssituation der Ursprungsfrage mit einem Schrei im Auto höchst interessant vorstelle), ist der beste Beweis dafür, dass in diesem Forum leider nicht nur echte Experten, sondern offenbar auch viele Menschen unterwegs sind, die eine eigene verquere Weltanschauung auf dem Weg von Forumsbeiträgen mit missionarischem Eifer verbreiten wollen.

Ich habe den Mod gebeten diesen unsäglichen ot-Thread abzuschließen und dann zu löschen.

Kopfschüttelnder Gruß vom Wiz

3 „Gefällt mir“

Hi!

Ignorieren bedeutet aber, den Wünschen des Kindes in der
gegebenen Situation nicht nachzugehen

Genau DAS muss es eben AUCH lernen.

Das funktioniert allerdings bestens ohne Wegsperren. Man kann das Geschrei auch ignorieren, während das Kind im gleichen Raum sitzt wie man selbst.

und nicht, das Kind von der Gemeinschaft auszuschließen.

Wenn das Kind Worte noch nicht versteht, dann muss es eben auf
andere Weise begreifen.

Ja, genau, wer nicht versteht, muss fühlen, also prügeln wir es doch einfach halbtot. *ironie*

So lernt das Kind, dass es
durch das Schreien den gewünschten Effekt nicht erreicht.

Und das soll es ja auch lernen. Genau das.

Siehe oben: Dazu ist Wegsperren ganz sicher nicht nötig.

Es lernt, dass es wohl Essen und Trinken angeboten bekommt,
dass es auch gestreichelt und liebkost wird, dass man nach
seinen Windeln schaut, aber es lernt, dass es eben nicht auf
den Arm genommen werden kann, wenn Papa grad auf dem Klo sitzt
(dies nur mal als eines von zahlreichen Beispielen, wo das
Kind eben mal etwas warten muss).

Dann wird es eben auch nicht auf den Arm genommen. Aber noch mal: Warum sollte man das Kind wegsperren?

Das Ausschließen hingegen entspricht für das Kind dem
Liebesentzug. Das ist in meinen Augen eine nicht hinnehmbare
Art der Bestrafung.

Und nochmals: Es geht nicht um das ganz normale Weinen eines
Kleinkindes. Es geht hier um diese „Schreihälse“, die Tag und
Nacht JEDEN Willen erzwingen wollen, wann immer SIE es wollen
und die es absolut nicht akzeptieren, dass die Eltern auch
Bedürfnisse haben, ganz natürliche.

Ui, das ist ja ganz starker Tobak: Du verlangst also, dass ein 11-monatiges Kind „die ganz natürlichen Bedürfnisse der Eltern akzeptiert“. Da zweifle ich doch eher an deinen erzieherischen Erfahrungen.

Für dich nicht, für das Kind schon. Noch mal: Ein 11-monatiges
Kind hat noch kein Zeitgefühl.

Und darum achtet man auch sehr genau auf die Art des Gebrülls,
das hinter einer Tür hervortritt, sollte es tatsächlich
panisch ängstlich werden, dann holt man es selbstverständlich
sofort wieder zu sich, selbst, wenn nur 1 Minute vergangen ist
oder weniger. Das muss man von Fall zu Fall entscheiden.

Nein, man muss es nicht erst dazu kommen lassen, dass das Kind in panische Angst verfällt. Diese Reaktion ist absolut vorhersehbar und der Lerneffekt bei dem von dir beschriebenen Verhalten ist gleich Null, wenn er nicht sogar im negativen Bereich liegt.

Man erkennt als Eltern genau, wie sich das Kind fühlt. Man
weiß, welche Töne es von sich gibt, wenn es wirklich Angst hat
oder wie es sich anhört, wenn es nur herumbockt.

Man glaubt zumindest, es in allen Situationen zu wissen. Ob man immer richtig liegt, sei dahingestellt.

Noch mal: Diese gesamte Situation verwirrt das Kind nur und
erzeugt Angst, nicht mehr und nicht weniger. Durch dein
Zurufen wird es auch nicht besser und versteht das Kind auch
nicht mehr.

Ist das deine persönliche Erfahrung? Ich habe es anders
erlebt. Ein Kind lernt mit der Zeit, was es darf und was
nicht.

Richtig, es lernt mit der Zeit, aber dazu sind Wegsperren und das Einjagen von Angst nicht erforderlich.

Das Kind ist in einem anderen Zimmer weggesperrt
und ihm wird von außen irgendwas zugerufen, er darf aber
denjenigen nicht sehen. Das hat schon
Foltergefängnis-Qualität.

Wie gesagt, so weit lässt man es nicht kommen. Wenn es
wirklich angstvoll schreit, dann beendet man diese
Erziehungsmaßnahme selbstverständlich sofort!

Dann ist es schon zu spät.

Eltern, die mit der Erziehung überfordert sind, gehören in die
Erziehungsberatung, mit deinen „Tipps“ wird ihnen nicht
weitergeholfen.

Hier geht es nicht um überforderte Eltern, sondern um Kinder,
die lernen müssen, dass ihre Eltern auch Bedürfnisse haben,
vielleicht sogar einmal schlafen wollen :wink:.

Wenn das Kind ständig schreit, wird es schon seinen Grund haben. Den gilt es zu finden, mit Hilfe von Kinderarzt und Erziehungsberatung. Ich bleibe bei meinem Standpunkt, dass das Wegsperren nur ein laienhaftes Herumdoktorn an Symptomen ist.

Überforderung lässt sich nicht einfach durch
Wegsperren des Kindes vom Tisch wischen, sondern bestätigt nur
den untragbaren Erziehungsmissstand in der Familie.

Wegsperren ist eine sehr gute Erziehungsmaßnahme, in Maßen,
versteht sich. Schau’ dir mal im Fernsehen die Sendung mit der
„Supernanny“ an, da wirst du das Gleiche zu sehen kriegen.

Oh ja, die Super-Nanny als Quell der Weisheit. Jetzt weiß ich endlich, woher die „Alleswisserin“ ihr „Wissen“ bezieht: von RTL. Das ist ja ein Garant für seriöse Informationen!

„Alles und sofort“ erreichen will doch jeder von uns. Und
jeder von uns musste lernen, dass das nicht geht. Aber
hoffentlich nicht durch Wegsperren und Liebesentzug, sondern
durch normale Erfahrung (dass eben nicht alle Wünsche erfüllt
wurden, dazu muss man das Kind ja nicht wegsperren).

Aus dir spricht die mangelnde Erfahrung. Das ist in deinem
Alter auch noch normal.

Wenn man sonst nichts zu sagen hat, holt man halt das Totschlagargument heraus. Das ist natürlich der feine Stil der Diskussionsführung.

Es geht hier nicht nur um die Kinder, man muss auch an die
Gesundheit der Eltern denken, die z.B. auch arbeitsfähig
bleiben müssen, um die Kinder ernähren zu können.

Wie gesagt, wenn die Eltern mit der Erziehung überfordert
sind,

Das sind sie DANN, wenn sie das Kind in solchen Situationen
misshandeln oder gar umbringen, aber nicht, wenn sie es ganz
normal erziehen.

Nein, Überforderung beginnt schon viel früher. Das Resultat sind unter anderem auch Kinder, die Patrick in seinem Beitrag weiter unten beschreibt.

Wie viele Kinder hast du bisher schon „groß gezogen“, Anja?

Liebe Alleswisserin, vielleicht solltest du dir etwas Wissen zur Diskussionsführung und zum Begriff „Totschlagargument“ aneignen.

Davon abgesehen war ich eng an der Erziehung meiner Nichte mitbeteiligt und habe dort sehr ähnliche Situationen erlebt, aber das tut hier nichts zur Sache. Anhand deiner Worte bezweifle ich jedenfalls deine Erziehungskompetenz. Dass du ein Kind hast, heißt noch lange nicht, dass du im Bereich der Erziehung ein kompetenter Ansprechpartner bist.

Gruß,
Anja

2 „Gefällt mir“

Das funktioniert allerdings bestens ohne Wegsperren. Man kann
das Geschrei auch ignorieren, während das Kind im gleichen
Raum sitzt wie man selbst.

Liebe Anja, in „Normalfall“ wird das auch jeder tun, es ging hier jedoch nicht um den „Normalfall“.

Ja, genau, wer nicht versteht, muss fühlen, also prügeln wir
es doch einfach halbtot. *ironie*

Das wäre mir viel zu anstrengend :wink:

Siehe oben: Dazu ist Wegsperren ganz sicher nicht nötig.

Das wäre schön, wenn dies immer und in jedem Falle so wäre.

Dann wird es eben auch nicht auf den Arm genommen. Aber noch
mal: Warum sollte man das Kind wegsperren?

Das ist das letzte Mittel, wenn gar nichts mehr fruchtet, liebe Anja. Wenn du einmal bisschen älter bist, vielleicht auch eigene Erfahrungen hast in diesem Zusammenhang, wirst du das verstehen.

Ui, das ist ja ganz starker Tobak: Du verlangst also, dass ein
11-monatiges Kind „die ganz natürlichen Bedürfnisse der Eltern
akzeptiert“. Da zweifle ich doch eher an deinen
erzieherischen Erfahrungen.

Das MUSS das Kind lernen, im Interesse der Gesundheit der Eltern. Schlafentzug über Monate und Jahre kann zu richtig schlimmen Krankheiten führen, davon hat das Kind dann nichts.

In Konzentrationslagern wurde der Schlafentzug früher als Foltermethode angewandt.

Eltern müssen gesund bleiben, um für das Kind da zu sein, dazu gehört auch, dass sie darauf achten, dass sie sich selbst nicht gänzlich vergessen über die Fürsorge für die Kinder. Denn das kann ganz schnell passieren, da das Kind nun einmal sehr viel Zeit für sich beansprucht.

Nein, man muss es nicht erst dazu kommen lassen, dass das Kind
in panische Angst verfällt.

Aus dir spricht einfach die Unerfahrenheit. Du reimst dir etwas aus theoretischen Informationen zusammen, was mit der Realität in einigen Fällen leider nichts gemein hat.

Man erkennt als Eltern genau, wie sich das Kind fühlt. Man
weiß, welche Töne es von sich gibt, wenn es wirklich Angst hat
oder wie es sich anhört, wenn es nur herumbockt.

Man glaubt zumindest, es in allen Situationen zu wissen. Ob
man immer richtig liegt, sei dahingestellt.

Wenn man sich intensiv mit seinem Kind befasst, bekommt man das sehr schnell heraus. Du wirst das noch feststellen, solltest du irgend wann einmal eigene Kinder haben, Anja.

Richtig, es lernt mit der Zeit, aber dazu sind Wegsperren und
das Einjagen von Angst nicht erforderlich.

Es geht nicht um Angsteinjagen. Es geht um den Lerneffekt für ein Kind, das strengerer Erziehung bedarf. So, wie jedes Kind anders ist, so braucht das eine Kind eine strengere Erziehung, während das andere Kind mit viel weniger Erziehungsmaßnahmen auskommt.

Wenn das Kind ständig schreit, wird es schon seinen Grund
haben. Den gilt es zu finden, mit Hilfe von Kinderarzt und
Erziehungsberatung. Ich bleibe bei meinem Standpunkt, dass das
Wegsperren nur ein laienhaftes Herumdoktorn an Symptomen ist.

Diesen Standpunkt darfst du auch haben, Anja. Vielleicht hast du irgend wann damit Erfolg, wenn es um die Erziehung der eigenen Kinder geht und du vielleicht das Pech hast und so ein „Böckchen“ erwischt, das dir das Leben schwer macht.

Oh ja, die Super-Nanny als Quell der Weisheit. Jetzt weiß ich
endlich, woher die „Alleswisserin“ ihr „Wissen“ bezieht: von
RTL. Das ist ja ein Garant für seriöse Informationen!

Das war einfach ein Beispiel, und jeder kennt es. Also sehen meine „Widersacher“ das auch, ich muss mich dafür also nicht schämen :wink:.

Es geht hier nicht nur um irgend eine Fernsehsendung, es geht um Erfahrungen.

Aus dir spricht die mangelnde Erfahrung. Das ist in deinem
Alter auch noch normal.

Wenn man sonst nichts zu sagen hat, holt man halt das
Totschlagargument heraus. Das ist natürlich der feine Stil der
Diskussionsführung.

Es ist Realität, dass dir die Erfahrung diesbezüglich einfach noch fehlt, wenn das Alter in deiner Visitenkarte der Wahrheit entsprechen sollte.

Keine Erfahrung zu haben, ist doch auch nichts Negatives. Es ist normal in so jungen Jahren. Kein Minuspunkt also! :wink:

Wie viele Kinder hast du bisher schon „groß gezogen“, Anja?

Sag doch mal, liebe Anja, es interessiert mich.

Liebe Alleswisserin, vielleicht solltest du dir etwas Wissen
zur Diskussionsführung und zum Begriff „Totschlagargument“
aneignen.

Hier geht es nicht um Totschlag, Anja. Hier geht’s um Meinungsäußerung. Du hast diese Meinung, ich habe jene. Ich akzeptiere deine Meinung und nenne lediglich MEINE Erfahrungen.

Es geht nicht um gut oder böse :wink:

Davon abgesehen war ich eng an der Erziehung meiner Nichte
mitbeteiligt und habe dort sehr ähnliche Situationen erlebt,

Hast du deine Nichte über viele Monate Tag und Nacht selbstständig betreut? Wie waren deine Erfahrungen?

Anhand deiner Worte bezweifle ich jedenfalls deine Erziehungskompetenz.

Das sei dir freigestellt.

Dass du
ein Kind hast, heißt noch lange nicht, dass du im Bereich der
Erziehung ein kompetenter Ansprechpartner bist.

Das ist richtig, liebe Anja. Einfach nur das Kind zu haben, heißt nicht, dass man es auch richtig erzieht. Abgesehen davon, dass ich mehr als 1 Kind habe, ich habe schon sehr viel Erfahrungen sammeln können.

Abschließend nochmal, Anja, dies ist einfach ein Wissensaustausch. Du kannst deine Ideen doch so umsetzen, wie du es möchtest. Jemand anderes wird es anders tun, und gut. Kein Grund zum Grollen :smile:.

Viele Grüße auch an dich. Schön, dass du dich mit dem Thema so interessiert beschäftigst.

Hi!

Das funktioniert allerdings bestens ohne Wegsperren. Man kann
das Geschrei auch ignorieren, während das Kind im gleichen
Raum sitzt wie man selbst.

Liebe Anja, in „Normalfall“ wird das auch jeder tun, es ging
hier jedoch nicht um den „Normalfall“.

Entweder ist das Kind normal oder es ist krank. Wenn es krank ist und daher viel schreit, gehört das Kind nicht weggesperrt, sondern gründlichst vom Arzt untersucht. Wenn es gesund ist, wird es schon nicht rund um die Uhr schreien, sondern auch selbst ab und zu mal schlafen.

Ja, genau, wer nicht versteht, muss fühlen, also prügeln wir
es doch einfach halbtot. *ironie*

Das wäre mir viel zu anstrengend :wink:

Na, wenn’s nur das ist, was dich daran hindert… Das hat ja, soviel ich weiß, noch nicht mal die Supernanny empfohlen…

Dann wird es eben auch nicht auf den Arm genommen. Aber noch
mal: Warum sollte man das Kind wegsperren?

Das ist das letzte Mittel, wenn gar nichts mehr fruchtet,
liebe Anja. Wenn du einmal bisschen älter bist, vielleicht
auch eigene Erfahrungen hast in diesem Zusammenhang, wirst du
das verstehen.

Ich habe spaßeshalber mal meine Mama dazu ausgefragt, sie hat immerhin schon ein paar Kinder großgezogen. Und siehe da, sie meinte auch, sie würde ein 11-monatiges schreiendes Kind nie wegsperren. Mit meinem Alter hat diese Einstellung nichts zu tun, sondern nur mit gesundem Menschenverstand.

Ui, das ist ja ganz starker Tobak: Du verlangst also, dass ein
11-monatiges Kind „die ganz natürlichen Bedürfnisse der Eltern
akzeptiert“. Da zweifle ich doch eher an deinen
erzieherischen Erfahrungen.

Das MUSS das Kind lernen, im Interesse der Gesundheit der
Eltern.

Das Kind ist nicht in der Lage, zu wissen, was „die natürliche Bedürfnisse der Eltern“ sind. Das Kind hat in diesem Alter noch nicht mal ein Bewusstsein von sich selbst, geschweige denn von den Bedürfnissen anderer!

Schlafentzug über Monate und Jahre kann zu richtig
schlimmen Krankheiten führen, davon hat das Kind dann nichts.

Wenn das Kind monate- und jahrelang unentwegt schreit, stimmt etwas mit seiner Gesundheit nicht. Entweder hat es körperliche Beschwerden oder seelische (z.B. Überforderung mit seinem Alltag u.ä.). „Normal“ ist das jedenfalls nicht.

In Konzentrationslagern wurde der Schlafentzug früher als
Foltermethode angewandt.

Du glaubst also im Ernst, dass dadurch, dass du das Kind vor die Tür setzt, es aufhört, zu schreien ??? Meine Mama meinte, bei mir hätte das eine Hysterie ausgelöst und sie hätte mich hinterher noch seeeeehhhhhr lange beruhigen müssen. :smile:
Aber auch sonst: Wie soll sich das Kind beruhigen, wenn es einer Stresssituation ausgesetzt wird ??? Und das Trennen von der Gemeinschaft IST Stress!

Eltern müssen gesund bleiben, um für das Kind da zu sein, dazu
gehört auch, dass sie darauf achten, dass sie sich selbst
nicht gänzlich vergessen über die Fürsorge für die Kinder.
Denn das kann ganz schnell passieren, da das Kind nun einmal
sehr viel Zeit für sich beansprucht.

Mit diesem Absatz bin ich völlig einverstanden: Auch Eltern haben Bedürfnisse. Aber bei gesunden Kindern gibt es Wege, die Bedürfnisse der Eltern zu erfüllen, ohne die des Kindes zu beschneiden.

Nein, man muss es nicht erst dazu kommen lassen, dass das Kind
in panische Angst verfällt.

Aus dir spricht einfach die Unerfahrenheit. Du reimst dir
etwas aus theoretischen Informationen zusammen, was mit der
Realität in einigen Fällen leider nichts gemein hat.

Es ist erstaunlich, was für eine unerschütterliche Selbstüberzeugung du hast. Alle , die dir hier bis jetzt geantwortet haben, sind anderer Meinung als du. Aber natürlich sind wir alle bloß unerfahren, du bist die einzige, die hier Ahnung hat. *ironie*

Man glaubt zumindest, es in allen Situationen zu wissen. Ob
man immer richtig liegt, sei dahingestellt.

Wenn man sich intensiv mit seinem Kind befasst, bekommt man
das sehr schnell heraus. Du wirst das noch feststellen,
solltest du irgend wann einmal eigene Kinder haben, Anja.

Es ist überheblich, davon auszugehen, dass du die Signale deines Kindes in jeder Situation richtig deuten kannst. Es hat nichts mit eigenen Kindern zu tun, das festzustellen, sondern wieder nur mit gesundem Menschenverstand.

Richtig, es lernt mit der Zeit, aber dazu sind Wegsperren und
das Einjagen von Angst nicht erforderlich.

Es geht nicht um Angsteinjagen.

Genau das tust du aber mit dem Wegsperren.

Es geht um den Lerneffekt für
ein Kind, das strengerer Erziehung bedarf. So, wie jedes Kind
anders ist, so braucht das eine Kind eine strengere Erziehung,
während das andere Kind mit viel weniger Erziehungsmaßnahmen
auskommt.

Das ist schon korrekt. Nur sollte die Erziehung aufs Alter angepasst sein und an den Ursachen ansetzen, nicht an den Symptomen.

Oh ja, die Super-Nanny als Quell der Weisheit. Jetzt weiß ich
endlich, woher die „Alleswisserin“ ihr „Wissen“ bezieht: von
RTL. Das ist ja ein Garant für seriöse Informationen!

Das war einfach ein Beispiel, und jeder kennt es. Also sehen
meine „Widersacher“ das auch, ich muss mich dafür also nicht
schämen :wink:.

Man muss es nicht gesehen zu haben, um zu wissen, was das ist.

Es geht hier nicht nur um irgend eine Fernsehsendung, es geht
um Erfahrungen.

Supernanny ist keine Erfahrungssendung, sondern eine Unterhaltungsshow.

Davon abgesehen war ich eng an der Erziehung meiner Nichte
mitbeteiligt und habe dort sehr ähnliche Situationen erlebt,

Hast du deine Nichte über viele Monate Tag und Nacht
selbstständig betreut? Wie waren deine Erfahrungen?

Och, ich erinnere mich da schon daran, als bei uns mitten in der Nacht die Polizei vor der Tür stand, weil das Kind stundenlang nicht aufhörte zu brüllen (die Nachbarn dachten, das Kind würde misshandelt werden…). Und das kam damals täglich vor (nein, nicht die Polizei, sondern das Brüllen), war bei der Kleinen halt so eine Phase, jeden Abend setzte das Gebrüll wieder ein. Weggesperrt haben wir die Kleine aber nicht, sondern stattdessen stundenlang herumgetragen, vorgesungen, beruhigend eingeredet usw. Woran es damals lag, wissen wir nicht, ärztlich wurde nichts festgestellt. Die Phase ist vorübergegangen, heute ist das Mädchen ein braves Schulkind, das erziehungsmäßig niemandem Sorgen bereitet.

Gruß,
Anja

2 „Gefällt mir“

Entweder ist das Kind normal oder es ist krank.

… oder es testet aus, wie weit es mit seinem Gebrüll kommt, was es alles damit durchboxen kann.

Wenn es krank ist und daher viel schreit, gehört das Kind nicht weggesperrt, sondern gründlichst vom Arzt untersucht.

Richtig, Anja. Das hast du richtig erkannt.

Wenn es gesund ist, wird es schon nicht rund um die Uhr schreien, sondern auch selbst ab und zu mal schlafen.

Das hoffen alle Eltern und solche, die es mal werden wollen :wink:.

Ich habe spaßeshalber mal meine Mama dazu ausgefragt, sie hat
immerhin schon ein paar Kinder großgezogen. Und siehe da, sie
meinte auch, sie würde ein 11-monatiges schreiendes Kind nie
wegsperren. Mit meinem Alter hat diese Einstellung nichts zu
tun, sondern nur mit gesundem Menschenverstand.

Kennt deine Mama denn überhaupt den Kontext zu dieser längeren Unterhaltung hier und weiß sie, um welche Art Geschrei es hier geht?

Aber sei es, wie es sei, letztlich entscheidet darüber nun einmal jeder selbst. Der eine mag es so, der andere anders.

Wenn das Kind monate- und jahrelang unentwegt schreit, stimmt
etwas mit seiner Gesundheit nicht.

Das KÖNNTE selbstverständlich der Fall sein. Wenn aber diese Faktoren von ärztlicher Seite völlig ausgeschlossen sind, dann besteht nun mal auch die Möglichkeit, dass es sich schlicht und ergreifend um einen „Trotzkopf“ handelt, und das kann nun mal im frühesten Kindesalter losgehen.

„Normal“ ist das jedenfalls nicht.

Und weil solches Verhalten nicht normal ist, bedarf es - wenn es sich denn um einen „Trotzkopf“ handelt, besonderer Erziehung, und zwar konsequent.

Du glaubst also im Ernst, dass dadurch, dass du das Kind vor
die Tür setzt, es aufhört, zu schreien ???

Mit der Zeit wird es merken, dass es mit trotzigem Gebrüll nicht den gewünschten Effekt erzielt und wird es sein lassen.

Meine Mama meinte, bei mir hätte das eine Hysterie ausgelöst und sie hätte mich hinterher noch seeeeehhhhhr lange beruhigen müssen. :smile:

Deine arme überforderte Mutter. Hat sie denn keinen ärztlichen Rat eingeholt bzw. eine Therapie bekommen gegen ihre Überforderung? Du hast sicher Schlimmes durchmachen müssen.

Aber auch sonst: Wie soll sich das Kind beruhigen, wenn es
einer Stresssituation ausgesetzt wird ??? Und das Trennen von
der Gemeinschaft IST Stress!

Ich sage dazu Erziehung, die auch ein Kleinkind bereits braucht, eines mehr, ein anderes weniger.

Aber bei gesunden Kindern gibt es Wege, die
Bedürfnisse der Eltern zu erfüllen, ohne die des Kindes zu
beschneiden.

Erziehung eines Kindes betrachte ich nicht als Beschneidung seiner Bedürfnisse, im Gegenteil.

Es ist erstaunlich, was für eine unerschütterliche
Selbstüberzeugung du hast. Alle , die dir hier bis jetzt
geantwortet haben, sind anderer Meinung als du. Aber natürlich
sind wir alle bloß unerfahren, du bist die einzige, die hier
Ahnung hat. *ironie*

Liebes Mädchen, es geht doch nicht darum, wer Recht oder Unrecht hat. Wir berichten uns unsere Meinungen, nicht nur für den unmittelbaren Schreibpartner, sondern auch für andere Leser. Gerade die Unterschiede machen das Ganze doch interessant.

Es ist überheblich, davon auszugehen, dass du die Signale
deines Kindes in jeder Situation richtig deuten kannst.

Doch, liebe Anja, viele Eltern sind dazu in der Lage, die Signale meist richtig zu deuten. Sie bekommen dadurch Bestätigung, dass die Reaktionen des Kindes auf entsprechende Handlungen der Eltern positiv sind.

Das ist schon korrekt. Nur sollte die Erziehung aufs Alter
angepasst sein und an den Ursachen ansetzen, nicht an den
Symptomen.

Ja, DEM Alter angepasst sein, Anja. Darum würde ich einem 11-monatigen Kind auch keine Woche Hausarrest geben :smile:.

Es ging hier um die Ursache „Bockigkeit“, nicht um das Symptom „Geschrei“.

Das war einfach ein Beispiel, und jeder kennt es. Also sehen
meine „Widersacher“ das auch, ich muss mich dafür also nicht
schämen :wink:.

Man muss es nicht gesehen zu haben, um zu wissen, was das ist.

Aber du musst doch wissen, wogegen du dich wehrst.

Supernanny ist keine Erfahrungssendung, sondern eine
Unterhaltungsshow.

Du hast die Sendung doch nie gesehen, Mädchen.

Och, ich erinnere mich da schon daran, als bei uns mitten in
der Nacht die Polizei vor der Tür stand, weil das Kind
stundenlang nicht aufhörte zu brüllen (die Nachbarn dachten,
das Kind würde misshandelt werden…). Und das kam damals
täglich vor (nein, nicht die Polizei, sondern das Brüllen),
war bei der Kleinen halt so eine Phase, jeden Abend setzte das
Gebrüll wieder ein. Weggesperrt haben wir die Kleine aber
nicht, sondern stattdessen stundenlang herumgetragen,
vorgesungen, beruhigend eingeredet usw. Woran es damals lag,
wissen wir nicht, ärztlich wurde nichts festgestellt. Die
Phase ist vorübergegangen, heute ist das Mädchen ein braves
Schulkind, das erziehungsmäßig niemandem Sorgen bereitet.

So etwas gab es bei MEINEN Kindern zum Beispiel NIE! NIE haben sie stundenlang herumgebrüllt. Ich weiß jetzt nicht, wie alt das Kind war, das du hier beschreibst. Es klingt mir fast nach einem Neugeborenen. Oft haben die Kleinen Blähungen, die man aber sehr gut in den Griff bekommen kann mit verschiedenen Tricks, die einem die Hebamme oft aufzeigen kann.

Auch ich habe meine Kinder oft und sehr lange herumgetragen, aber in dieser Zeit brüllten sie nicht, sondern waren äußerst zufrieden.

Ich finde es immer wieder schön, dass du dich bereits VOR dem Kinderkriegen mit diesem Thema so intensiv auseinandersetzt.

So wirst du ganz bestimmt später einmal wenig Fehler machen.

Viele Grüße

Hi!

Entweder ist das Kind normal oder es ist krank.

… oder es testet aus, wie weit es mit seinem Gebrüll kommt,
was es alles damit durchboxen kann.

Sag mal, Stefan hatte schon Recht, mit dem Leseverständnis hapert es bei dir ein wenig. Ich habe schon mehrfach geschrieben, dass man selbstverständlich nicht bei allem nachgeben sollte, was sich das Kind wünscht. Es reicht, das Begehren des Kindes zu ignorieren, dann merkt es auch, dass es sein Ziel durch das Schreien nicht erreicht. Der Sinn des Vor-die-Tür-Setzens ist nicht gegeben.

Richtig, Anja. Das hast du richtig erkannt.

Ich fühle mich geschmeichelt, dass Ihre Hoheit Allwisserin mir ein Lob ausspricht.

Ich habe spaßeshalber mal meine Mama dazu ausgefragt, sie hat
immerhin schon ein paar Kinder großgezogen. Und siehe da, sie
meinte auch, sie würde ein 11-monatiges schreiendes Kind nie
wegsperren. Mit meinem Alter hat diese Einstellung nichts zu
tun, sondern nur mit gesundem Menschenverstand.

Kennt deine Mama denn überhaupt den Kontext zu dieser längeren
Unterhaltung hier und weiß sie, um welche Art Geschrei es hier
geht?

Ja.

Du glaubst also im Ernst, dass dadurch, dass du das Kind vor
die Tür setzt, es aufhört, zu schreien ???

Mit der Zeit wird es merken, dass es mit trotzigem Gebrüll
nicht den gewünschten Effekt erzielt und wird es sein lassen.

Noch mal extra für dich, da du die Großschreibung besser zu verstehen scheinst: WENN MAN DAS KIND NICHT VOR DIE TÜR SETZT, MUSS MAN TROTZDEM NOCH LANGE NICHT ALL SEINEN WÜNSCHEN NACHKOMMEN. MAN KANN AUCH EINEN WUNSCH DES KINDES, WEGEN DEM ES BRÜLLT, UNERFÜLLT LASSEN, OHNE DAS KIND AUS DER GEMEINSCHAFT AUSZUSCHLIESSEN. So, ich hoffe, die von dir so geliebte Großschreibung bessert dein Leseverständnis etwas auf.

Meine Mama meinte, bei mir hätte das eine Hysterie ausgelöst und sie hätte mich hinterher noch seeeeehhhhhr lange beruhigen müssen. :smile:

Deine arme überforderte Mutter. Hat sie denn keinen ärztlichen
Rat eingeholt bzw. eine Therapie bekommen gegen ihre
Überforderung? Du hast sicher Schlimmes durchmachen müssen.

Nein, denn sie hat mich ja nicht vor die Tür gesetzt. Ich sprach ja auch im Konjunktiv, falls dir das Wörtchen „hätte“ nicht aufgefallen sein sollte.

Es ist überheblich, davon auszugehen, dass du die Signale
deines Kindes in jeder Situation richtig deuten kannst.

Doch, liebe Anja, viele Eltern sind dazu in der Lage, die
Signale meist richtig zu deuten.

Die Hervorhebungen stammen von mir. Wenn du dich schon weiter unten auf Maltes IQ beziehst, hoffe ich, dass deiner ausreichend hoch ist, um den Widerspruch selbst zu erkennen.

Das war einfach ein Beispiel, und jeder kennt es. Also sehen
meine „Widersacher“ das auch, ich muss mich dafür also nicht
schämen :wink:.

Man muss es nicht gesehen zu haben, um zu wissen, was das ist.

Aber du musst doch wissen, wogegen du dich wehrst.

Supernanny ist keine Erfahrungssendung, sondern eine
Unterhaltungsshow.

Du hast die Sendung doch nie gesehen, Mädchen.

Wo habe ich das geschrieben?

Och, ich erinnere mich da schon daran, als bei uns mitten in
der Nacht die Polizei vor der Tür stand, weil das Kind
stundenlang nicht aufhörte zu brüllen (die Nachbarn dachten,
das Kind würde misshandelt werden…). Und das kam damals
täglich vor (nein, nicht die Polizei, sondern das Brüllen),
war bei der Kleinen halt so eine Phase, jeden Abend setzte das
Gebrüll wieder ein. Weggesperrt haben wir die Kleine aber
nicht, sondern stattdessen stundenlang herumgetragen,
vorgesungen, beruhigend eingeredet usw. Woran es damals lag,
wissen wir nicht, ärztlich wurde nichts festgestellt. Die
Phase ist vorübergegangen, heute ist das Mädchen ein braves
Schulkind, das erziehungsmäßig niemandem Sorgen bereitet.

So etwas gab es bei MEINEN Kindern zum Beispiel NIE! NIE haben
sie stundenlang herumgebrüllt. Ich weiß jetzt nicht, wie alt
das Kind war, das du hier beschreibst.

Schätzungsweise auch gerade so um die 11 Monate rum.

Auch ich habe meine Kinder oft und sehr lange herumgetragen,
aber in dieser Zeit brüllten sie nicht, sondern waren äußerst
zufrieden.

Tja, schön für dich, aber sagtest du nicht selbst, alle Kinder seien anders? Meine Nichte hatte nun mal so eine Phase, ungefähr im gleichen Alter wie der Sohn von Wiz. Dass es Trotzgeschrei war, glaube ich eher nicht (es setzte immer abends vor dem (geplanten) Schlafengehen ein), wir vermuten, dass sie durch die Sinneseindrücke vom Tag überfordert war, konnten aber auf keinem Weg eine Besserung erreichen. Mit der Zeit ist das vorübergegangen. Nur: Ich glaube bei einem 11-monatigen Kind, auch bei dem von Wiz, nicht daran, dass es Schreien als bewusste Trotz- und Terrormethode einsetzt, da kannst du auf mich einreden, soviel du willst. Wenn ein Kind über eine sehr lange Zeit hindurch regelmäßig brüllt, dann liegen entweder gesundheitliche oder psychologische Probleme vor. Die Tatsache, dass wir Erwachsene diese nicht immer genau bestimmen können, ändert nichts an deren Existenz.

Gruß,
Anja

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