Hallo Desperado,
dies ist der erste Denkfehler:
Ich persönlich habe bisher von keinem Fall gehört in dem eine
Stechmücke HIV übertragen hat, was in Regionen mit hoher
Infektionsdichte durch die, wenn auch minimale,
Blutübertragung eigentlich vorkommen müßte.
Übertragung von Krankheitserregern durch Insekten geschieht nicht durch das Blut. Vielmehr sind die Insekten Zwischenwirte, d.h. die Mikrobe durchlebt im Insekt einen Entwicklungszyklus. Malariaerreger (übrigens weder Bakterium noch Virus) wandern vom Verdauungstrakt des Insekts in dessen Speicheldrüse und werden beim nächsten Stich in die Wunde injeziert.
HI-Viren dürften den „Gang“ durch das Verdauungssystem des Insekts schlicht nicht überleben (Man könnte, solange man keine offenen Wunden in Mund/Speiseröhre hat, das Blut von HIV-positiven Menschen literweise trinken ohne sich zu infizieren).
Der zweite Denkfehler:
Es wäre möglich, dass das Immunsystem des Moskitos die
HI-Viren erfolgreich bekämpft.
Nein. HI-Viren nisten sich in bestimmten Immunzellen ein, die das Insekt nicht hat. Deshalb ist auch keine Ansteckung möglich.
Wäre dies nachgewiesen, bräuchte man nur noch eine
ermittelbare Anzahl von immunen Stechmücken mit HIV
infizieren, die Reaktion des Immunsystems abwarten und unter
geeigneten medizinischen Umständen das Immunsystem des Tieres
mit dem des Menschen kompinieren, was zur Bekämpfung des Virus
führen könnte.
Ich kenne mich mit dem Immunsystem von Insekten nicht gerade gut aus, aber ich denke, daß sie gar keine Immunglobuline (Antikörper) produzieren. Dieser Ansatz dürfte daher von vornherein ins Leere laufen
Soweit meine Theorie, für die ich mir als Laie noch Meinungen
von Experten wünsche.
„Experte“ ist so eine Sache…ich bin sicher keiner auf dem Gebiet, aber völlig falsch dürften meine Gedanken nicht sein (an alle echten Experten: schlagt mich nicht für Fehler und Ungenauigkeiten…)
Gruß und Dank im vorhinein
Bitte, bitte, gern geschehen.
Gruß Stefan