Kann eine dialysepflichtige Niereninsuffizienz ver

Guten Tag,
ich bin seit 6,5 Jahren nierenkrank und Dialysepatient. Meine Oma und mein Cousin haben auch dieses Leiden. Beide sind von mütterlicher Seite. Von väterlicher Seite trat diese Krankheit bisher nicht auf. Nun meine Frage: kann die Krankheit jetzt noch weiter vererbt werden (es besteht der Kinderwunsch). Bin 37 Jahre.
Gruß Andy.

Hallo Andy,

um zu wissen, ob eine Erkrankung vererbbar ist, muß man erst mal wissen, um welche Erkrankung es sich handelt.

Welche der dreihundertfünfzig dialysepflichtigen Nierenerkrankungen hast du denn?

Gerd

Hallo Gerd.
Es handelt sich bei mir um eine terminale Niereninsuffizienz bei chronischer Glomerulonephritis (Fokal- segmental sklerosierende Glomerulonephritis). ALPORT-Syndrom ist möglich. Meine Oma hatte, soviel ich weiß, Schrumpfnieren. Sie starb bereits schon im Jahre 1985.
Dank im Vorraus.
Andy.

dialysepflicht. Niereninsuff vererbbar? > Ja
Hallo Andy,

das grenzt es etwas ein, lässt aber noch keine genaue Aussage bezüglich der Vererbbarkeit zu.
Solltest du das Alport-Syndrom haben, ist zwar sicher, dass es vererbbar ist, aber nicht wie genau.
Dazu wäre eine genaue genetische Diagnose notwendig, die bestimmt, auf welchem Gen der Schaden genau vorliegt. Es gibt wohl fünfzig oder mehr verschiedene Varianten (Mutationen genannt)
Je nachdem ob es sich um einen (am häufigsten) x-chromosomal dominanten, oder rezessiven oder autosomalen Erbgang handelt ändert sich die Häufigkeit der Vererbung und damit das Risiko für die Nachkommen.
Insgesamt trifft es aber die männlichen Mitglieder der Familien am häufigsten, die weiblichen Familienmitglieder haben sehr selten und oft auch klinisch nicht auffällige Nierenschäden, sind aber an der Verbreitung auf die nächsten Generationen mitbeteiligt (je nach Erbgang
Ich würde versuchen, eine Überweisung an einen medizinischen Genetiker zu bekommen, der deine Gene analysieren und dich dann bezüglich des Risikos für deine Nachkommen beraten kann.
Ich bin auf diesem Gebiet eher ein belesener Laie, möglicherweise weißt du als Betroffener mehr darüber, als ich.
Am Besten, du schließt dich einer Selbsthilfegruppe an, dort wirst du auch andere Betroffene treffen, die vielleicht besser wissen, wie man am schnellsten an Gen-Diagnose und genetische Beratung kommt.

Alles Gute

Gerd

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