Kann eine Wohlfühltemperatur ungesund sein?

… oder wie anpassungsfähig ist der Mensch?

Hallo zusammen,

bei der Optimierung meiner Heizung bin ich auf folgende Frage gestossen:

Ich dachte zwar immer, ich sei ein Warmduscher, aber ich gewöhne mich nach 1-2 Tagen locker an eine Temperaturabsenkung um 0,5 °C. In meinem Arbeitszimmer bin ich inzwischen so weit, dass die Heizung abgeschaltet ist bei einer Temperatur von 14,8 °C. Wenn ich den Computer einschalte und 2 Stunde dort sitzte, steigt die Temperatur jedoch auf 16,2 °C.

Ich fühle mich dort inzwischen wohl und sitze dort über mehrere Stunde in kurzer Hose, allerdings mit einer dünnen Fleecejacke.

Mich interessiert nun, wie weit man das treiben kann? Sicherlich ist das individuell unterschiedlich, aber gibt es objektiv eine Grenze, bei der es ungesund wird? Wie anpassungsfähig ist der Mensch?

Gibt es wissentschafliche Untersuchungen zur Schwankungsbreite der Wohlfühltemperatur? Wann friert ein Eskimo und ist das dann noch gesund?

Könnte man eigentlich im Extremfall bei geöffnetem Fenster im Schlaf erfrieren, oder würde man vorher wach werden?

Gibt es Untersuchungen, zu der Frage, wie sich der Kalorienverbrauch zur Aussentemperatur verhält, oder kann man so etwas ausrechnen?

Da ich ja eigentlich die Heizung optimiere, um Kosten zu senken, wäre es ja dumm, wenn ich nun mehr essen müsste, bzw. ich müsste diese Kosten in meine Wirtschaftlichkeitsrechnung einfliessen lassen.

Danke.

Hi,
kann Dir nur sagen, dass ich gestern in der S-Bahn einm Typen begegnet bin, der hatte kurze Hosen und ein T-Shrt an. Und obwohls gregnet hat, nicht mal 'nen Schirm dabei …
Und keine Spur von Kälte: nicht gezittert, keine blauen Lippen!
*kopfkratz*

Ja der Mensch ist schon ein cooles gleichwarmes Tierchen! Also die Wärmeerzeugung passiert beim Menschen vor allem an zwei Stellen. Beim Säugling im braunen Fettgewebe und beim Erwachsenen Hauptsächlich in den Muskeln. 75% der Energie, die für die Muskeln verwendet werden, produzieren nicht etwas eine mechanische Bewegung, sondern „nur“ Wärme. Irgendwer kann das bestimmt auch ausrechnen wieviel weniger Kalorien wir verbrauchen, wenn es ein grad wärmer wird, aber da bin ich nciht so der typ für ^^ Das weiße (normale) Fett, ist übrigens kein Wärmeerzeuger, dient aber der Isolation, so dass weniger Wärme verloren geht. Deswegen haben wir einen kalten hintern…
Die Wärmeproduktion der Muskeln wir durch das Schilddrüsenhormon gesteuert. Ich vermute ja ab und zu, dass Leute, die gar nicht frieren, eine Überfunktion haben und vice versa.
Wie die Empfindung der Wärme im Gehirn ist weiß ich nicht (vll auch unbekannt).
Ohne Kleidung oder anderen Schutz vor Kälte, erfriert man glaub ich schon bei 15° oder so (nicht sicher über die Zahl).

Hallo,

eine andere interessante Frage könnte sein, ab wann Du Schimmelprobleme in der Wohnung bekommst. Das wäre weder sparsam noch gesund. Frag lieber mal im Hauswirtschaftsbrett nach.

Kann sein, dass es kein Problem geben muss, wenn die Temperatur konstant so niedrig ist, aber nachfragen würde ich sicherheitshalber schon.

Viele Grüße,

Jule