Kann es ein Dialog geben

Hallo Ulf,

Wen wir etwas noch nicht verstehen, mag das für einige
wunderlich sein. Ein Wunder wird es dadurch nicht.

wenn ich von Wunder rede, gibt es nur zwei Erklärungsmöglichkeiten:
Gott hat es bewirkt oder es ist ein Zufall.

Da ich nicht an den Zufall glaube, …

@MOD: Passt eine Frage in dieses Brett, wenn ich auch nach dem
subjektiven Empfinden von Wundern frage?

Natürlich ist das Thema dieses Brettes.

Gruss Harald

Hallo

Natürlich kann ich zu meiner Aussage Stellung nehmen. Den
gern würde ich den Dialog haben, doch von Seiten der Religion
ist dieses nicht möglich.

Nun Dialog, ist technisch gesehen Rede und Gegenrede zweier Personen.
Da du diese hier anwendest, ist ein Dialog also möglich. q.e.d.

Die Frage ist wohl vielmehr, was sich hinter deiner Vorstellung von Dialog verbirgt. Und es sieht dabei so aus, als ginge es primär um die Anerkennung deiner Wertigkeiten von „Irrational“, „Wahrheit“, „Beweis“ oder „Ignoranz“. Dialog heißt, „ich will dich verstehen, so fremd du mir auch bist“.

Dialog heißt nicht Unterordnung, sondern zwei verschiedenen Menschen tauschen sich aus. Wenn du also das Bedürfnis hast mit „den Irrationalen denkenden Menschen“ in Dialog zu treten, dann hast du nur dann einen Chance auf interessante Ergebnisse, wenn du ihnen auf gleicher Augenhöhe begegnest.

Wäre es anders, dann gäbe es keine Diplomatie mehr!

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Wenn man sich die Entwicklung der Menschheit Anschaut, sieht
man das verschiedene Kulturen sich Religionen erschaffen
haben, und dies vor den Heutigen uns bekannten Religionen.
Verblüffend finde ich nur das die Heutigen doch
Gemeinsamkeiten haben mit Prähistorischen Religionen.

  1. An die Prähistorischen Religionen würden wir heute zwar
    niemals glauben, also wenn wir uns da einig wären das wir an
    die nicht glauben würden, was spricht dann dafür das die
    Heutigen Richtig sind, den sie entstanden aus dem was es schon
    gab aus den Prähistorischen Religionen?

Das sehe ich nicht so. Sicher fußen die großen Monotheistischen Religion aufeinander, doch das läßt keine Pauschalurteile für die Religion(en) der Welt zu.

Religion steht für das Streben des Menschen nach einer Wiedervereinigung mit Gott. Die Menschen haben schon viele verschiedene Wege beschritten. „Prähistorische Religoinen“ kenne ich keine. Aber da kannst du mir ja dann sagen was du meinst bzw. für Infos hast.

Nun viel fragen sich wie alles entstanden ist, ok es wäre ein
leichtes zu sagen ein Gott hätte alles erschaffen was die
meisten auch tun mit der Schöpfungsgesichte , damit hat man
eine Antwort auf sein Frage, die manche für Nachvollziehbar
halten. Doch bring uns die Antwort nicht zum gewünschten
Ziel.

Welchem Ziel ?

2.Denn es stellt sich die Frage wenn alles ein Gott erschaffen
hat, wer hat Gott erschafft, oder aus was ist er entstanden?
Und schon wieder sind wir am Anfang dessen was wir eigentlich
mit dieser Antwort hätten beantwortet gesehen, wo ist der
Anfang des Ganzen.

Warum sollte diese Frage mehr Relevanz für einen Atheisten haben, als die Frage nach dem Paradies, dem Leben nach dem Tod oder der Omnipräsenz eines Gottes ?

Was man nicht vergessen sollte es gab in der Gesichte der
Menschheit so viele die Behauptet haben das sie Halb Götter
sind oder Götter, vor den Heutigen Religionen.

Nun, das sagt doch sehr viel mehr über diese Menschen aus, als über die Religion(en). Ich sehe hier keine Verbindung zu deinem Dialogwunsch.

Was bekommt man auf manche Fragen für antworten, solche
antworten wie, er war schon immer da sorry aber wie soll ich
ein Dialog führen auf Rationale weiße, wenn einer der nicht
beweisen kann das es Gott gibt, weil er ihn nie gesehen hat,
mir Antworten gibt als hätte er sich mit ihn abgesprochen. Wie
oft höre ich was mache sagen wie ihr Gott denkt und tickt ohne
dass es von diesem Gott selbst kommt. Lieber Unterhalte ich
mich dann doch mit den Brüdern Grimm.

Was für dich nur Glauben ist, das ist für diesen Menschen Wissen oder besser Gewissheit. Es ist seine Welt der Hoffnung und Ausgeglichenheit, der Ruhe und der Kontemplation. Aber alleine schon dein polemischer Vergleich mit den „Märchenerzählern“ Grimm zeigt leider, daß die Probleme einen Dialog zu führen ev. auch bei dir leigen.

Du pochst mit dem Finger auf den Tisch und forderst Beweise.
_ Wofür ? _
Ich wette mit dir, das dich ein Beweis auch nicht milder stimmen könnte. Und ich kenne keinen Menschen auf der Welt dem es gelungen wäre, Liebe zu beweisen, die Seele zu beweisen etc. und dennoch würde ich dergleichen nie in Zweifel ziehen. Du etwa ?
Sind also Menschen die lieben oder an die Liebe glauben „Irrational denkenden Menschen“ ???

Ich kann dir bis zu einem geewissen grad gut folgen und erkenne dein Dilemma, diese Diskrepanz zwischen immer mehr Fragen und fehleden empirischen Beweisen.
… aber das ist eben Glauben !

Neugier impliziert Verständnis und hat keinen Platz für zementierte Meinungen.

Für Dialog brauchst es Bereitschaft und Offeneheit und nicht Kampfgeist und feste Meinungen.
Das würde dann Streitgespräch, Überzeugungsarbeit,
Mission o.ä. heißen, aber ganz sicher nicht Dialog.
:wink:

_ Victor Hugo _ sagte einmal;
„Zu glauben ist schwer. Nichts zu glauben ist unmöglich.“

Gruß an dich

Parzival

Neuen Artikel öffnen -> Antwort erhalten. o.T.

Weiss zwar nicht was dein kryptischer Einwurf bezwecken soll, aber auf eine Frage folgt eine Antwort. Und hier wurde die Frage nicht beantwortet. (Wenn du eine uns unbekannte Definition von Antwort hast, sei so lieb sie mit uns zu teilen).

MfG auch.

Religion sollte doch jeden selbst überlassen sein, ob
man sich dessen anschließen will oder nicht, doch hat Religion
nach meiner Ansicht nix in der Politik wie in den Schulen zu
suchen.

Du zitierst dies, hast es also vor deiner eigenen Nase liegen, aber bei meiner Nachfrage inwieweit Religion denn einem selbst überlasse ist bist du mit deinem Latein am Ende. Wie das wohl zu erklären ist?

MfG.

MOD: Frage und Antwort
Hallo,

Weiss zwar nicht was dein kryptischer Einwurf bezwecken soll,
aber auf eine Frage folgt eine Antwort. Und hier wurde die
Frage nicht beantwortet.

genau so ist es!

Deine „Antwort“ auf die Frage war keine Antwort sondern eine Frage.
Deshalb wurdest Du aufgefordert, die Frage als neue Frage zu stellen und nicht als „Antwort“ irgendwo anzuhängen, wo sie nicht passt.

Gruss Harald

Moin,

Was mich doch sehr Interessiert ist ob es doch eine Toleranz
geben kann zwischen Religiösen und Atheisten wie auch Unter
Religiösen selbst.

Unter „Religiösen“ verstehe ich Menschen, die Religion als persönlichen Lebens- und Entwicklungsweg gehen und sich dabei an den ethischen Leitlinien, Glaubensinhalten und Riten ihrer Religion orientieren. Und ja, erstaunlicherweise habe ich hier sehr viel Toleranz untereinander feststellen können. Es zeigt sich nämlich, dass diese ethischen Leitlinien und der Sinn vieler Handlungen zwischen den Religionen häufig gar nicht so weit voneinander entfernt liegen und die Menschen oft ähnliche Schwierigkeiten beim Erfüllen derselben haben.

So muss ich einem Moslem oder Katholiken z.B. nicht erklären, warum ich aus religiösen Gründen einen Tag faste, weil diese das Fasten ebenfalls kennen. Auch muss ich hier nicht erklären, warum meine Lebensideale häufig weit über das hinaus gehen, als das, was „nur“ dem geltenden Recht entsprechen würde oder dass mein Leben aus religiösen Gründen bestimmte Einschränkungen hat etc. Hier greift man auf einen gemeinsamen Erfahrungsschatz zurück, der sich zwar nicht genau entspricht, aber eben vom Prinzip her doch ähnlich ist.

Dies Atheisten zu vermitteln ist häufig viel schwieriger, weil die diesen Erfahrungsschatz nicht haben.

Natürlich gibt es aber auch die anderen „Religiösen“, die mit irgendwelchen Dogmen im Kopf herum laufen, und die Religion in erster Linie für sich selbst funktionalisieren, um ihr eigenes Ego und ihre eigene Wichtigkeit aufzublasen. Das sind immer die ersten in der Reihe, wenn es darum geht, andere zu kritisieren, schlecht zu machen oder gegen andere zu hetzen. Hier sehe ich den Fehler aber nicht bei der Religion, sondern in der Persönlichkeitsstruktur dieser Menschen, auch wenn Religion hier vielleicht dazu beiträgt, dass diese persönlichen Eigenschaften noch verstärkt werden und in der Religion ein wunderbares Ventil und Projektionsfeld gefunden haben.

Bei Atheisten finde ich deses Verhalten nun wieder seltener, da Religion für sie gar nicht so ein großes Thema ist, als dass sie sich darüber dermaßen ereifern könnten. Aber auch hier gibt es gelegentlich Ausnahmen, wie der langfristige Leser dieses Brettes weiß.

Gruß
Marion

Du zitierst dies, hast es also vor deiner eigenen Nase liegen,
aber bei meiner Nachfrage inwieweit Religion denn einem selbst
überlasse ist bist

Solange Religion und Staat getrennt sind ist erstere immer Sache des Individuums.

du mit deinem Latein am Ende.

Du meinst sicher Ivrith.

Wie das wohl zu erklären ist?

Was stellst du dir denn vor?

Gruß
T.

Über welche Themen …
… sollte es denn einen Dialog geben? Mir ist da nichts in bleibender Erinnerung.

Gruß

Stefan

Guten Tag,

Auf rationaler Ebene kann keine Diskussion auf Basis irrationaler Behauptungen (Gott persönlich hat Moses etwas ins Ohr geflüstert, Jesus war der Sohn Gottes, Gott hat persönlich Erzengel Gabriel Geschickt, welcher Mohammed was ins Ohr geflüster hat) geführt werden. Die Trennung von Religion und Staat ist völlig unmöglich und illusorisch - unsere derzeit stärkste Partei selber trägt das „C“ im Parteinamen. Wie soll da ernsthaft getrennt werden?

Hallo
Was mich doch sehr Interessiert ist ob es doch eine Toleranz
geben kann zwischen Religiösen und Atheisten wie auch Unter
Religiösen selbst.

Jepp! Man muss nur wollen.

Wie soll es den einen Dialog geben, wenn
jede Glaubensrichtung von sich behauptet in Besitz der
Wahrheit zu sein.

Ja und? Das heisst ja nicht, dass ich dem anderen meine Wahrheit mit dem Schwert eintrichtern muss, bzw. neuerdings per Bombe.

Diese liegt ja in ihrer Natur das zu
behaupten, da das was sie als Wahrheit bezeichnen nun mal
nicht Real Sichtbar ist, kann mir also nicht vorstellen das
sie Missionieren können in den sie sagen so könnte es sein,
also bleibt in Ihrer Ideologie überhaupt kein Platz für ein
Dialog.

Hä?

Es gibt zwar Dialoge zwischen den Glaubensrichtungen
die in ihren Schriften kleine Gemeinsamkeiten haben, doch
selbst das ist mehr schlecht als Recht.

Wurscht, es reicht.

Was mir Sorgen macht und wo bei mir die Toleranz aufhört ist
das jede Religion gern auch Politisch ihre Ideologie
durchsetzen will,

Das ist nicht die Religion, die das tut, das sind die Menschen.

ich rede nicht direkt über unsere Regierung
doch wenn ich mir anschau das man über Brüssel versucht mehr
Einfluss zu nehmen, dann betrachte ich das doch schon mit
sorgen.

Brüssel tut das?

Religion sollte doch jeden selbst überlassen sein, ob
man sich dessen anschließen will oder nicht, doch hat Religion
nach meiner Ansicht nix in der Politik wie in den Schulen zu
suchen. Es darf hier nie wieder eine Zeit geben wo Religionen
Politischen Einfluss erlangen.

Religion ist jedem selbst überlassen, zumndest bei uns. Ich habe auch noch nie gehört, dass Brüssel die Zwangstaufe verlangt. Abgesehen davon bin ich auch der Meinung, dass Religionsunterricht in der Schule nichts verloren hat.

Da genauso wie Religiöse von sich behaupten obwohl es auch
heißt glauben und glauben ist nicht wissen, dass es ein Gott
gibt, sind viele Atheisten davon überzeugt dass es den nicht
geben kann.

Ja, und?

Die Beweispflicht wäre also nicht für die
Rational denkenden Menschen, die sagen ich glaub nicht was ich
nicht nachvollziehen kann, sondern sie liegt bei den
Irrationalen denkenden Menschen, die etwas Glauben was sie
nicht beweisen können. Also können sie kein Dogma in Anspruch
nehmen.

Das ist Blödsinn. Glauben kannst du nie beweisen, genauso wenig wie das Gegenteil. Beweise mal, dass es das große Spaghettimonster, an das ich glaube, nicht gibt.

Und was mich doch noch davon Überzeugt das es kein Dialog mit
Religionen geben kann, ist das sie alles was dagegen spricht
Ignorieren. Weil sie dennoch meinen im Besitz der
Irrationalen Wahrheit zu sein. Oder wie stellt ihr euch einen
Dialog vor, der Auf Rationaler weiße geführt werden soll

Nochmal: Nur weil ich nicht an das glaube, an was mein Gegenüber glaubt und auch nicht beweisen kann, dass das, an was mein Gegenüber glaubt, wirklich existiert, heißt nicht, dass ich meinem Gegenüber die Birne einschlagen muss. Das ist Toleranz. Soll er doch glauben, was er will, so wie ich auch.

Ralph