Kann Honig Stärke auflösen?

Hallo!

Ich habe gestern eine Erdbeertorte gemacht (nein, ich will nicht ins Rezepte-Brett!) mit einem Boden aus Zwiebackbröseln, Butter und Honig und einer Creme aus Sahne, Joghurt, pürierten Erdbeeren und san-apart (Sahnesteif) als Bindung.

Schön über Nacht kaltgestellt, damit die Stärke aus dem san-apart gut anzieht.

Heute die Torte aus der Form geholt zum Dekorieren, da fängt sie schon an zu zerfließen. Schnell wieder in den Kühlschrank gestellt, damit die Wärme die Torte nicht noch mehr zum Schmelzen bringt.

Beim Servieren dann konnte man zusehen, wie die Creme immer flüssiger wurde, so daß wir die Torte zuletzt mit dem Löffel essen mußten.

Da ich immer penibel darauf achte, keine Arbeitsgeräte (Spachtel, Rührer, Teigschaber, Schüsseln,…) abzulecken (als Chemikerin bin ich vertraut mit der Reaktion von Amylase im Speichel auf Stärke), bevor ich wirklich fertig bin, kann ich mir keine andere Möglichkeit denken, als daß im Honig stärkespaltende Enzyme sein müßten oder Bakterien, die Stärke spaltende Enzyme produzieren.

Liege ich mit meiner Annahme richtig, oder hab da doch womöglich ich selbst unsauber gearbeitet? Naschende Kinder und Ehemänner scheiden jedenfalls aus, die hab ich wohlweislich aus der Küche verscheucht.

Grüßle
Regina
(die sich sehr über die mißratene Torte geärgert hat; so was passiert mir sonst (fast) nie!)

Hallo, Regina,
sieh’ doch mal hier nach:
http://www.axel-schunk.de/experiment/edm0403.html
In Honig ist Amylase enthalten. Ich hoffe, die Torte hat trotzdem geschmeckt?!
Liebe Grüße, Christiane

Hallo, Christiane!

Ja, so was hatte ich befürchtet.

Die Torte (Erdbeercreme mit Boden :frowning: ) war trotzdem sehr schmackhaft, aber das Rezept werde ich sofort umschreiben. Bisher hatte ich als Boden für ungebackene Torten immer Butterkeks- oder Löffelbiskuitbrösel und Butter verwendet, da bedurfte es keiner weiteren Süße. Da arbeitet man nun einmal nach Rezept…

Vielen Dank
Regina