Hallo,
mein problem ist eigentlich total banal, aber
beschäftigt mich trotzdem sehr…
Es hat etwa zur Grundschulzeit angefangen.
Also:
Ich hatte in der Grundschule eigentlich keine Freunde,
nach der Schule bin ich immer nach Hause und habe Hausaufgaben gemacht (sofern meine Stief-Mutter dies überwachte) aber danach tat ich nichts.
Damit meine ich, dass ich im Grunde nur im Bett saß/lag und Fernsehn geschaut habe. Andere tätigkeiten waren selten.
Etwa ab der 4.Klasse war ich dann immer häufiger
alleine zu Hause (meine Eltern arbeiteten meistens).
In der Schule wurde ich immer runter gemacht(da ich immer mehr zunahm → aus frust aß), was mich logischerweiße nicht grade dazu antrieb überhaupt raus zu gehen. Immer häufiger hatte ich Bauchschmerzen vor der Schule, aber dann sagten mir meine Eltern immer dass ich gefälligst nicht so simmulieren solle. Das ging auch etwa bis zur 6./7.Klasse sowieter bis ich dann ein paar Freunde fand (alle in paarallel Klassen o.ä.). Mein Gewicht verwuchs sich und das mobbing ließ etwas nach.
Trotzdem ging es immer weiter damit dass ich mich zunehmend freudlos fühlte. Und obwohl ich Freunde gefunden hatte unternahm ich nach der Schule nichts.
Nun in der 8.Klasse wurde allein das aufstehen und in die Schule gehen ein anlass für mich in tränen aus zu brechen (ich schwänzte öfter die Schule ohne das wissen meiner Eltern oder meiner Freunde).
Mittlerweile gehe ich in die 9.Klasse (und schwänze eigentlich garnicht mehr). Vor ein paar Tagen wollte ich dan herausfinden woran es liegt, dass ich mich immer so mies/einsam (etc.) fühlte.
Im Internet stieß ich dann auf einen Test der einem einen hinweis (keine diagnose!) darauf geben sollte,
ob man an depressionen leidet oder nicht.
Egal wie viele Test’s ich machte immer kamm das Selbe herraus (mittelschwere depressionen).
Aber ich traue mich nicht mich jemanden an zu vertrauen, da es doch eigentlich sein kann das meine psyche mir einen Streich spielt und mir nur alles so schlimm erscheinen lässt. Dazu kommt, dass meine Eltern mich eigentlich nie ernst nehmen.
(als ich zum Beispiel einmal aus purer verzweiflung einen Mord-versuch ankündigte wurde ich ausgelacht und lächerlich gemacht.) Ich brauche jetzt unbedinngt einen Rat, ob ich mich bloßstellen und jemanden davon erzählen soll (wobei ich sicher bin dass ich nur andere „verletzungen“ wie dummheit zugeschrieben bekämme) oder Bilde ich mir die Depression nur ein?(!!)
Danke für jeden Rat und Entschuldigung, dass ich so ausführlich schreibe.
Hallo - Du,
ich bin keine Psychologin, aber ich lese/las seit vielen Jahren analytische Literatur.
Mir fällt in deinem Schreiben auf, dass du a) auf eine Stiefmutter hinweist, die es verstanden haben muss, dich in Bezug auf die Leistung ANZUTREIBEN. Dann wurdest du von den Eltern alleine gelassen mit deinen Fragen und deinem berechtigten Suchen nach Antworten! Du hast dich zuerst ins „Essen“ gestürzt - um die innere Leere zu kompensieren und dich „isoliert“ weil du das Gespött der Schulkollegen am Rücken hattest. Heute, so scheint es, hast du Freunde gefunden, aber keine Lebensfreude, kein Selbstbewusstsein entwickelt und darüber „trauert“ eine Seele/Psyche. Sie „spielt“ uns NIE einen Streich, denn das Unterbewusstsein ist der einzige verlässliche Parameter, der uns Aufschluss über unser Inneres gibt! Ich würde dir vorschlagen, höre nicht auf dein ignorantes und vermutlich kaltes Elternhaus, sondern such dir einen Therapeuten, der mit dir das aufarbeitet, was du bis heute „gebunkert“ hast. Du musst dafür Sorge tragen, dass deine Seele zu trauern aufhört. Und übrigens: Eine Depression zu haben, eine depressive Stimmung zu haben, ist kein „schuldhaftes“ Verhalten eines Menschen, sondern Ausdruck von Umständen/Zuständen/Lebenssituationen.
Achte auf dich - und vertrau dich einem Therapeuten an.
Was deine Eltern dazu meinen - ist eigentlich uninteressant, sie dürfen die Verantwortung übernehmen.
Ich wünsche dir viel Mut und viel Freude - auf der Suche nach dir selbst!
Liebe Grüße, Angela
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Hallo,
ich bin kein Experte, aber ich würde dir raten, einen Psychologen aufzusuchen. Sicherlich gibt es auch soziale Dienste, z.B. Diakonisches Werk oder Caritas in deiner Gegend, die können wahrscheinlich schneller reagieren und sie nehmen dich 100%ig ernst. Zu einem Psychiater würde ich erst einmal nicht gehen, die kommen gleich mit Medikamenten.
Alternative:
Welchen Ruf hat denn der Schulpsychologe, wäre das ein denkbarer Ansprechpartner, hättest du Vertrauen? Auch wenn du die Schule geschwänzt hast, ist das in diesem Fall nicht so wichtig.
Auch wenn es dein Umfeld nicht tut, bitte nimm dich selber ernst. Depressionen kann man sich nicht einbilden. Auch die Bauchschmerzen können psychosomatisch sein. Ich finde es schlimm, dass man als Eltern so reagiert, aber du musst immer bedenken, sie haben bestimmt ihre eigenen Probleme und handeln aus ihrem (beschränkten) Erfahrungshorizont heraus. Böse meinen sie es sicherlich nicht.
Alles Gute für die Zunkunft
Sonja
Leider kann Ich nicht weiterhelfen und möchte dich bitten jemanden der versierter ist in diesem bereich anzuschreiben !