Ich bin im Besitz der Russischen Statsangehörigkeit und würde mich gern einbürgern ohne die Russische Statsangehörigkeit zu verlieren. Da alle meinen Verwandten in einer geschloßen Stadt wohnen (große Proble als Ausländer in diese Stadt zu kommen,mehrere Jahre Wartezeit und hohe Gebühren).Brauche aber die Deutsche Statsangehörigkeit da ich hier meinen festen Wohnsitz habe. Meine Frage: Kann ich mich einbürgern ohne das ich meine Russische Statsangehörigkeit verliere( bzw. mich Ausbürgern muss)?
PS: Bin kein Spätausidler und habe keinen Deutsche Ehegatin
Hallo,
einfache Frage und einfache Antwort: leider nicht, die Aufgabe der bisherigen Staatsangehörigkeit ist Voraussetzung für die Einbürgerung. Eine Ausnahme erkenne ich bei dem geschilderten Sachverhalt nicht.
Was ist denn eine „geschlossene Stadt“? Über die Visumerteilung entscheidet der Staat (Russland) und keine Stadt. Für eine Stadt braucht man kein extra Visum.
Grüsse alwosa
Hallo, nur bei wirtschaftlichen Nachteilen, z.B. Nachweis des Verlustet von Rentenansprüchen oder Grundstücken o.ä.
Ansonsten nicht.
Was ist eine geschloßene Sadt?
Eine Geschlossene Stadt (nach zurzeit gültiger Definition eigentlich russ. Закрытое административно-территориальное образование (ЗАТО)/Sakrytoje administratiwno-territorialnoje obrasowanije (SATO); deutsch Geschlossenes administrativ-territoriales Gebilde), ist eine Stadt oder ein Gebiet mit Reise- und Aufenthaltseinschränkungen auf dem Gebiet von Russland bzw. der ehemaligen Sowjetunion, mit Zutrittsverbot oder -beschränkungen für Ausländer und russische Staatsbürger. Dies sind zumeist militärische Stützpunkte oder Standorte der Rüstungsindustrie, die nicht auf in der Sowjetunion frei erhältlichen Landkarten verzeichnet waren. Dies betraf insbesondere Städte, die eine besondere Aufgabe im Rahmen des sowjetischen Atombombenprojektes hatten. Für einige der Städte bestanden zumindest zeitweise auch Beschränkungen für die ansässige Bevölkerung, diese zu verlassen.
Ein Teil der Geheimhaltungsstrategie bestand aus der Verschleierung des tatsächlichen Wohnortes bzw. der geographischen Lage sogar gegenüber Verwandten und Freunden. Die geschlossenen Städte erhielten Tarn-Namen, die der Kennzeichnung von Stadtteilen größerer Städte entsprachen, auch die Adressen folgten dem Muster real existierender Straßen. Bei Volkszählungen wurde die Bevölkerung zusammen mit den jeweiligen Großstädten verrechnet.
Die meisten großen geschlossenen Städte wurden nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion geöffnet, wie Kaliningrad, Nischni Nowgorod (Gorki), Samara (Kuibyschew), Sewastopol, Tscheljabinsk oder Wladiwostok. Ansonsten existieren bis heute Stätten der Atomindustrie oder Siedlungen bei militärischen Stützpunkten, für deren Besuch eine Sondergenehmigung notwendig ist.
Hallo,
danke. Aber die Beschränkungen -sofern sie heute noch existieren- gelten sowohl für Russen wie auch für Ausländer. Ausländer (Deutsche) wären also nicht benachteiligt.
Doch längere Wartezeiten und höhere Kosten für die Sondergenehmigung
Hallo Randre,
ob Sie Doppelstaatler werden können, kann ich Ihnen leider nicht sagen.
Ich gehe aber davon aus, dass Sie bei Ihrer zuständigen Kreisverwaltung
eine Antwort bekommen.
MfG, Tinna
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