Liebe/-r Experte/-in,
in einer Klagesache (Arbeitsgericht) hat mein Anwalt jetzt ohne Absprache mit mir mit der Beklagten (meinem früheren Arbeitgeber) einen Vergleich abgeschlossen, der bindend und somit rechtsgültig ist, das heißt, beide Seiten können dem nicht widersprechen.
Dadurch entgehen mir Verzugszinsen im dreistelligen Bereich. Alle anderen Punkte meiner Klage sind für mich positiv enthalten.
Wie hoch sind meine Chancen, meinen Anwalt dafür haftbar zu machen?
Ergänzend sei noch erwähnt, dass die Rechtslage eindeutig war (deshalb hat die Beklagte ja auch dem Vergleich zugestimmt, weils so klar war, sie aber nun die Zinsen einsparen kann). Der Anwalt der Beklagten hat aber immer wieder kurz vor den jeweilig anberaumten Gerichtsterminen neue Schriftsätze vorgelegt, jedoch nur um die Sache weiter in die Länge zu ziehen. Dies ist ihm auch ein Jahr lang gelungen.
Mein Anwalt gab mir gegenüber als Begründung für sein Handeln an, dass er davon ausgegangen ist, dass ich die Angelegenheit jetzt endlich vom Tisch haben möchte.
Na super… mir wärs mittlerweile egal gewesen, ob ich 1, 2 oder 3 Jahre prozessiere.
Ich habe ihm per Mail mittlerweile mitgeteilt, dass er ganz und gar nicht in meinem Sinne gehandelt hat.
Freue mich über Antworten 
Liebe Grüße