Hallo Timsy,
Du bestätigst, dass wir auf dem richtigen Weg waren: du
schreibst verblüffend genau, wie solche Gespräche gelaufen
sind. Warst du dabei?
Nicht wirklich, aber irgendwie ähneln sich Erziehungsprobleme immer wieder…
Entscheidend finde ich, dass der Junge die Gelegenheit bekommt, den Gesprächstermin mitzubestimmen. Mit „wir reden jetzt“ wäre er total benachteiligt. Ein paar Tage Frist zum Nachdenken sollte er haben, ggf. zwischendurch nochmal erinnern.
Soweit waren wir noch nicht, aber nahe Null. Den totalen
„Null-Service“ werde ich nochmal vorschlagen. Das bedeutet für
die beiden nebeneinender in der selben Wohnung zu leben, wie
ne WG. Er kann Küche und Bad und Waschmaschine benutzten, aber
nicht seine Mutter…
Genau. Wem das dann schwerer fällt, muss man abwarten.
Außerdem sollte jede Maßnahme eine Konsequenz sein, keine Strafe.
Das heißt: „wenn du nicht um zehn zu Hause bist, wasche ich deine Wäsche nicht mehr“ wäre Blödsinn.
Aber: „ich bin nicht mehr bereit, so zu leben. Wenn Du nicht mit mir ZUSAMMEN leben willst, dann leben wir nebeneinander, das heißt Null-Service.“
Ob sie das durchhält, wenn er evtl. ungewaschen und dreckig
zur Schule geht, weiß ich nicht. Sie meint, er würde seine
Wäsche schon selbst waschen. Mal sehen…
Konsequenz ist und bleibt das A und O. Sonst macht man sich unglaubwürdig und wird zum Spielball der eigenen Kinder.
Gruß
Jette
