Guten Tag,
aufgrund der aktuellen Ereignisse Frage ich mich wieso es nicht möglich ist die Blackbox der verschwundenen Airbus Machine per GPS zu orten? Einen Sender wir sie ja wohl haben. Wo liegt das Problem?
Vielen Dank schonmal für die Beantwortung meiner Frage und ein schönes Wochenende.
Gruß
Thomas
Guten Tag,
aufgrund der aktuellen Ereignisse Frage ich mich wieso es
nicht möglich ist die Blackbox der verschwundenen Airbus
Machine per GPS zu orten? Einen Sender wir sie ja wohl haben.
Wo liegt das Problem?
Mehrere Tausend Meter Wasser. (Falls sie einen Sener hat)
Das ist ja die Frage…hat sie einen? Schirmt das Wasser das Signal wirklich so ab, dass eine Ortung trotz GPS-Senders unmöglich ist?
Gruß
Thomas
Hallo,
aufgrund der aktuellen Ereignisse Frage ich mich wieso es
nicht möglich ist die Blackbox der verschwundenen Airbus
Machine per GPS zu orten?
GPS-Signale durchdringen Wasser bestenfalls 2 Meter tief
Einen Sender wir sie ja wohl haben.
Um seinen Standort zu ermitteln, braucht man einen GPS-Empfänger, keinen Sender
Wo liegt das Problem?
Unter Wasser ist nun mal kein GPS-Sigmal zu empfangen.
Aber selbst wenn man das Signal unter Wasser empfangen könnte, müssten die ermittelten Koordinaten durch 4Km Wassertiefe an die Oberfläche gefunkt werden, um von den Suchmannschaften emfangen zu werden.
Die besten Chancen hätte man mit Langwellenfunk.
Aber auch da ist nach einigen Hundert Metern schluss unter Wasser.
Gruß,
Woody
Hallo,
Das ist ja die Frage…hat sie einen? Schirmt das Wasser das
Signal wirklich so ab,
unter Wasser kann man fast nicht auf den üblichen Frequenzen funken, weshalb z.B. Wale ja auch tiefe Frequenzen verwenden um sich zu verständigen und z.B. U-Boote während des Tauchgangs auch nicht erreichbar sind (wenn sie nicht so weit oben sind, daß sie eine Antenne ausfahren können). Wie der eingebaute Peilsender funktioniert, weiß ich auch nicht.
dass eine Ortung trotz GPS-Senders unmöglich ist?
Wenn überhaupt, ist da ein GPS-Empfänger drin, die Sender sind im All. Ich vermute aber eher nicht, da die Elektronik wohl zu empfindlich wäre, um alles, was so eine Blackbox überstehen muß, auszuhalten.
Cu Rene
Moien
aufgrund der aktuellen Ereignisse Frage ich mich wieso es
nicht möglich ist die Blackbox der verschwundenen Airbus
Machine per GPS zu orten? Einen Sender wir sie ja wohl haben.
GPS Sender hat sie definitiv nicht. GPS Sender fliegen im All rum. Alle Handgeräte sind nur Empfänger.
Man könnte die GPS Koordianten auf einer anderen Frequenz übermitteln, aber dafür braucht man Sendeleistung, also viel Strom. Unter Wasser dann ganz extrem viel Strom. Man kann aber keine grosse Batterie in die Blackbox einbauen (Gewicht, Platz, was passiert beim Aufschlag, Haltbarkeit).
Das einzige was weltweit empfangbar ist und unter Wasser geht ist ELF. Es gibt nur 2 ELF Sender weltweit und die brauchen grob 40km Distanz zwischen den Polen zum senden. Sie brauchen auch jeweils ein eigenes Kraftwerk um den Strom zu liefern http://en.wikipedia.org/wiki/Extremely_low_frequency .
Wo liegt das Problem?
In der Realität der Dinge.
cu
Guten Tag, Thomas.
aufgrund der aktuellen Ereignisse frage ich mich wieso es nicht möglich ist die Blackbox der verschwundenen Airbus Maschine per GPS zu orten? Einen Sender wir sie ja wohl haben. Wo liegt das Problem?
Die physikalischen Grundlagen sind ja schon größten Teils in den Antworten der Kollegen enthalten.
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die von den GPS-Satelliten verwendeten Frequenzen werden schon durch eine Wasserschicht im einstelligen Meterbereich abgeschirmt.
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für eine Ortung, wie Du sie Dir vorstellst, müsste ein GPS-Empfänger in der Blackbox erst einmal mindestens drei Satelliten empfangen, um die Koordinaten zu berechnen und diese dann über einen eigenen Sender zu melden.
Abgesehen von der abschirmenden Wirkung des Wassers wäre die Ortsbestimmung auch nicht korrekt, da die GPS-Ortung auf den Laufzeitunterschieden der drei von den Satelliten ausgestrahlten Zeitsignale beruht. Da die Ausbreitungsgeschwindigkeit elektromagnetischer Wellen in dichteren Medien wie z.B. Wasser von der Ausbreitungsgeschwindigkeit in Luft und Vakuum abweicht, wären die Laufzeitberechnung und damit die Ortsbestimmung im Wasser fehlerhaft.
Aber nehmen wir einmal an, die Ortsbestimmung wäre auf irgendeine geheimnisvolle Weise möglich. Eine ungefähre Ortsbestimmung z.B. ergäbe sich, wenn der letzte errechnete Ort (vor dem Aufschlag auf die Wasseroberfläche) von der Blackbox ausgesendet würde. Doch damit wäre das Problem nicht gelöst.
Die Blackbox verfügt zwar über einen Sender, dessen Signale laut Medienberichten eine 6000m starke Wasserschicht durchdringen können. Wenn man aber von der inzwischen widerrufenen Annahme ausgeht, dass die Blackbox sich in dem ursprünglich vermuteten Seegebiet in 4000m Tiefe befindet, so könnten ihre Signale nur in einem Gebiet empfangen werden, das innerhalb der Grundfläche eines Kegels von 4000m Höhe, bzw. in diesem Fall besser „Tiefe“, und mit einer Mantellinie von 6000m liegt. Der Radius dieses Kegels an der Wasseroberfläche lässt sich laut Pythagoras (a²+b²=c²) leicht errechnen und liegt bei etwa 4500m. Um also einen Empfänger in eine Position zu bringen, in der die Signale der Blackbox empfangen werden können, müsste man die Absturzstelle schon auf 4500m genau treffen. Dann benötigt man jedoch keine GPS-Ortung mehr, sondern man kann den Sender mit den herkömmlichen Methoden orten.
Beantwortet das Deine Frage abschließend?
Gruß merimies
Hallo,
Unterwasserfunk geht mehr oder weniger gut nur auf Langwelle, dafür aber fast weltweit. Allerdings ist so eine Flugzeugblackbox kaum für einen LW Sender tauglich - Antennendimensionen liegen in Fussballfeldgrösse. Selbst einfache Langdrahtantennen sind von beträchtlicher Länge. Zum GPS Funk klaffen da viele Potenzen Abstand.
Gruss von Julius
Vielen Dank für die hinreichende Beantwortung meiner Frage. Wenn mir nun noch jemand verrät wie man Bewertungspunkte vergibt wäre das sehr nett
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