Ist ganz einfach …
…man muß nur aufhören,
sich über jeden Schei… aufzuregen.
Gruß Uwi
Ist ganz einfach …
…man muß nur aufhören,
sich über jeden Schei… aufzuregen.
Gruß Uwi
vielleicht selbstbewußtsein?
hi, menschen, die „in sich ruhen“ und „ein dickes fell haben“, sind in der regel dadurch nicht aus der ruhe zu bringen, dass sie sich selbst so annehmen, wie sie sind. sie sind selbstbewußt. und dadurch auch nicht angreifbar. die frage, ob gelassenheit lernbar sei, könnte man so gesehen auch umformulieren in: ist selbstbewußtsein erlernbar? ja, ist es. du mußt nur davon ausgehen, dass dies ein prozess ist und nicht von heute auf morgen funktioniert. aber das kann man ja gelassen hinnehmen…
man kann sicher lernen, alles runterzuschlucken und immer schön stillzuhalten.
mit 50 dann ein magengeschwür. mit 60 der herzkasper.
da haue ich lieber auf den tisch und bin auch mal zornig. dürfte gesünder sein.
gruß
datafox
Auch Zorn äußert sich früher oder später in einer physischen Krankheit, wie alle unsere Fehlhaltungen. Außerdem verwechsle bitte Gelassenheit nicht mit Unterwürfigkeit.
grollt
rolf
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
körperliche Befindlichkeit
Hallo Enno,
ist doch einfach zu beantworten. Gelassenheit mit dem Ziel,
situtionsabhängige, negativ empfundene Ungelassenheit zu
ersetzen oder allgemeiner den mit situationsabhängiger
Ungelassenheit einhergehenden Leidensdruck zu
mindern/eliminieren. Und wie jede Konditionierung steht am
Anfang die Kosten (im Sinne Persönlichkeitsveränderung,
Zeitaufwand etc.)/Nutzen (im Sinne Leidensdruck mindern)
Abwägung.
klingt nach einer Planung auf dem Reißbrett, wahrscheinlich so ähnlich wie meine Deffinitionen?
))
Konditionierung läßt sich leichter aussprechen als umsetzen, weil Gewohnheiten sehr schwer abzulegen sind. Das zu durchbrechen setzt Entschluß- und Willenskraft voraus, zu der viele nicht gleichmäßig fähig sind - manchmal geht es mit einem doch wieder durch.
Aber ich kann mir z.B. auch vorstellen, dass äußere Bedingungen für eine häufige Gereiztheit verantwortlich sind: Mangelerscheinungen des Körpers (Vitamin-Mineralsmangel), Lärmbelästigung, unbewältigbarer Stress (zuviel Arbeit), nicht abgebauter Stress (Bewegungsmangel), Hormonschwankungen (Schilddrüsenfunktion) …usw.
Das untersuchen (zu lassen) und dagegen anzugehen erfordert keinen so großen Aufwand, und zieht keine unüberschaubaren Veränderungen des Lebens nach sich.
viele Grüße
claren
Hallo,
sicher würde man bevor man anfängt - wie auch immer - seine Einstellung zu ändern, erst mal leichter beeinflußbare Faktoren „abklopfen“. Und Streß hat da wohl die Favoritenrolle - an sich naheliegend, wenn man bedenkt, daß Streß per Definition ein höheres Erregungsniveau beinhaltet und die Frustrationstoleranz mindert.
klingt nach einer Planung auf dem Reißbrett, wahrscheinlich so
ähnlich wie meine Deffinitionen?))
Konditionierung läßt sich leichter aussprechen als umsetzen,
weil Gewohnheiten sehr schwer abzulegen sind.
Schreibt sich in der abstrakten Form leicht „dahin“, das ist wahr
. Aus eigener Erfahrung würde ich aber dem bloßen Erkennen der Reizmuster schon ziemlichen Stellenwert zukommen lassen. Das kann z.B. nützlich sein, um bereits im Vorfeld Situationen zu meiden, wo es zu solchen Reizen kommen kann. Bsp. ich hatte und habe vermutlich immer noch, Probleme mit den sagen wir eigenwilligen Fahrverhalten eines Teils der hiesigen Bevölkerung gegenüber „unterlegenen“ Verkehrsteilnehmern (Fußgängern, Fahrradfahrern etc.). Nach einigen Vorfällen (die wohl eher zufällig keine Konsequenzen für mich hatten), habe ich mein Verhalten präventiv angepaßt, ohne die Einstellung zu dem Verhalten zu ändern. Das reicht in dem Fall, um negative Konsequenzen (Führerscheinentzug, Strafverfahren) zu vermeiden. Die Einstellungsänderung würde vermutlich den allgemeineren Punkt betreffen, unter bestimmten (mir teilweise bewußten) Vorraussetzungen, evtl. fälschlicherweise Handlungen als persönliche Mißbilligung zu werten. Der Aufwand scheint mir aber zu groß, da diese „Macke“ durch die strikten Vorrausetzungen normalerweise keine Probleme bereitet.
Gruss
Enno
Hallo,
es geht ja nicht darum alles zu schlucken, sondern „Austicker“ abzustellen, die echte Nachteile mit sich bringen (können). Im Notfall „schluckt“ man statt dessen, idealerweise geht einem der Vorfall dann glatt am …
Ich kann die Problematik gut nachvollziehen, da von Natur aus sehr impulsiv bin. Gewisse Reaktionen sind halt nicht gesellschaftstauglich.
Gruss
Enno
Lieber Enno,
es geht ja nicht darum alles zu schlucken, sondern „Austicker“
abzustellen,
Ich glaube, mit dieser Aussage irrst Du… Gelassenheit bedeutet nach meiner Auffassung eine Gundhaltung zu entwickeln, die eben dieses „Schlucken“ gar nicht mehr notwendig macht und das „Austicken“ gar nicht erst entstehen zu lassen. Gelassenheit resultiert aus der - gelassenen - Sicht der Dinge, die gar keine Emotionen/Aggressionen aufkommen lässt, die ein „Austicken“ auslösen könnten.
die echte Nachteile mit sich bringen (können).
Nachteile bringt es auf jedem Fall dem Aggressor selbst - oder ist „Austricken“ ein schönes Gefühl??
Dir/Euch einen schönen Tach,
Anja
Hallo,
das schrieb ich doch im zweiten Satz. Im Idealfall das gesunde LMAA Gefühl gegenüber Vorfällen, die zuvor das eigene „austicken“ zur Folge hatten. Als Notlsg. Kontrollmechanismen, um das „austicken“ sozialverträglicher zu gestalten oder präventiv Reize die zum austicken führen, gar nicht aufkommen zu lassen.
Nachteile bringt es auf jedem Fall dem Aggressor selbst - oder
ist „Austricken“ ein schönes Gefühl??
Unmittelbar durchaus - man verschafft sich Erleichterung. Ob danach, trotz Einsicht der unverhältnismäßigen Reaktion, echte Schuldgefühle entstehen, hängt davon ab, wie man die Situation zu dieser Zeit insgesamt wertet und wie schnell man unschöne Ereignisse verdrängt.
Gruss
Enno
Hallo Alexander
ja man kann sich ein dickes Fell zulegen und Gelassener werden.
Wie? Verdrängen, verdrängen, verdrängen. Es dauert lang bis man es kann, und es
ist nicht unbedingt das beste was man tun kann, aber ja es geht.
Ich hab mir so ein Fell zugelegt. Und jetzt versuche ich es wieder loszuwerden.
Lg
Julia
Hallo Julia,
wieso verdrängen? Vielleicht liegts ja auch am Alter, aber mit der Zeit habe ich gelernt, für was ich meine Energie aufwende. Denn jedesmal sich aufzuregen, über Dinge die man nicht ändern kann, kostet Kraft, die man gewinnbringender in Dinge stecken kann, die man ändern kann. Und das hat nichts mit verdrängen zu tun. Ich pack mir innerliche Päckchen, die dann mit „wichtig“ „unwichtig“ „dringend“ beschriftet sind, und so werden die Dinge dann auch behandelt.
Grüße Almut
3 hilfreiche Formeln!
1.: Es ist wie es ist.
2.: Was weg ist ist weg.
3.: Was gut war kommt wieder.
Gruß Tom
Hallo,
1.: Es ist wie es ist.
2.: Was weg ist ist weg.
3.: Was gut war kommt wieder.
ein bissl arg lethargisch - meinst Du nicht ? Mir kam das Bild von jmd. in Sinn, der völlig breit, in der Ecke sitzt und dümmlich vor sich her grinst
. Für einen sehr „ungelassenen“ Menschen, zeigt das aber zumindest die richtige Richtung auf.
Gruss
Enno
Hallo!
der Buddhismus ist für sowas generell und pauschal sehr gut geeignet. Ich habe das Buch der Menschlichkeit vom Dalaih Lama gelesen und es hat mir in vielerlei Hinsicht sehr geholfen.
Ich bin kein Buddhist, aber die Lehre der Buddhisten gibt einem innere Ruhe. Man lernt nicht zu verdrängen, sondern einfach und wirklich zu „begreifen“: was nicht ist, soll wohl nicht sein, vielleicht ist es besser so.
Liebe Grüße von
der Nachtigall
Selbstbewußtsein…
Hallo Alexander,
die Ruhe, von der Du sprichst, hat bei mir viel mit Selbsterfahrung und -bewußtsein zu tun.
Seitdem ich in einer ziemlich existentiellen Erfahrungssituation war, habe ich sehr viel über mich, meine Grenzen und eben auch mein Leben gelernt. Seit diesem Zeitpunkt hat vieles, was mich vorher aufgeregt und belastet hat, seinen Stellenwert für mich verloren.
Ich denke, dass das ein erster Vorgeschmack auf die „Ruhe der Alters“ ist. Wenn Du erst einmal in jeder Dir vorstellbaren Situation warst, was soll Dich dann noch aufregen?
Und deshalb denke ich, dass das Bewußtsein seines eigenen Selbsts mit seinen Reaktions-Mechanismen und das Erfahren von Grenzsituation sehr hilfreich sein dürften, um gelassener zu werden.
Grüße
Jürgen