Kann man Gelassenheit lernen?

Hallo,

mich würde interessieren, ob man Gelassenheit lernen kann?

Schwer, das in Worten zu präzisieren:

ich meine mit Gelassenheit etwas, wie „dickes Fell haben“, etwas wie „in sich selbst ruhen“, und das Gegenteil vielleicht zu „Mimosenhaftigkeit“, „Überempfindlichkeit“, vielleicht auch etwas Gegenteiliges zu dem berüchtigten „HB-Männchen-Tum“.

Ich meine allerdings mit dieser Frage nicht eine Unruhe, die mit autog. Training oder der Muskelrelaxation nach Jacobsen anzugehen wäre.

Ich hoffe, ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt.

Bin gespannt auf das Feedback.
Gruß, Alex

Hallo

Man kann. Aber es ist etwas was ein Leben lang andauert und allenfalls besser und besser wird, aber man wird wohl kaum jemals sagen können, daß es nun endgültig getan ist. Die Praxis ist natürlich diese Erregtheit oder Aufgebrachtheit die einen erfaßt, zu eliminieren um den Zustand der Gelassenheit zu erlangen.

Ich empfehle Dir dazu die Lektüre „Die Synthese des Yoga“ von Sri Aurobindo, denn Yoga ist ein Mittel dazu.

mfg
rolf

Hi Alex,

ich glaube zu wissen, was Du meinst, da ich in Deinem Posting „Teile von mir“ wiederzuerkennen meine. Mein Ansatz war und ist nach den Ursachen zu suchen, ja teils regelrecht zu forschen. Dabei rief und rufe ich mir Situationen ins Gedächtnis, in denen ich gern gelassener gewesen wäre oder gewirkt hätte und versuche herauszubekommen, was diese Unruhe ausgelöst hat. Meine Recherche hat mich inzwischen sogar zu meinen Anfängen gebracht - zu meiner eigenen Erziehung, in der mir „Werte“ (was darf, was muss, was darf nicht, was ist Sünde usw. usf.) vermittelt wurden, die mir (heute definitiv) nicht gut tun und nutzen, sondern wohl seinerzeit eher im Sinne der Erziehenden wirkten.

Hast Du einmal den Ablauf, ja den Automatismus entschlüsselt, kannst Du in Situationen blitzschnell analysieren, was da gerade abläuft und bist „gefasster“ i. S. v. auf alles gefasst.

Dein Bemühen um mehr Gelassenheit, abseits bzw. über das sog. Zeitmanagement hinaus, kann ein lebenslanger Prozess sein - mit Rückfällen und Enttäuschungen. Dennoch lohnt sich der Weg! Viel Erfolg.

Hallo Alexander,

Gottvertrauen ist ein Schlüssel für Gelassenheit.
Für viele Menschen.

Voraussetzung dafür ist ein spirituelles bzw. religiöses
Gewahrsein und Ausrichten.

Gruß

Merkur

Hallo,

mich würde interessieren, ob man Gelassenheit lernen kann?

Hallo Alexander,

Man muss zuerst lernen, das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden.
Wenn man das filtriert hat, fragt man sich, was denn die Aufregung meiner Person bringen wird. Du wirst bald erkennen, dass Du in solchen Fällen plötzlich „über den Dingen“ stehen wirst und gelassen in die graue Tiefe blickst.
Mit Gruss. hardy

Hi,

es gibt da ja viele Möglichkeiten. Allen ist eigentlich gemeinsam, dass man aufhören muss, sich um Gelassenheit zu bemühen. Da man sich logischerweise nicht bemühen kann sich nicht zu bemühen…muss man eben zu einem kleinen Trick greifen und irgend etwas anderes tun, was indirekt zum gewünschten Ergebnis führt, z.b.

  • Yoga, Meditationstechniken, Tai Chi, Quigong, oder auch autogenes Training und progressive Muskelentspannung usw.
  • alle der alten japanischen Künste wie Ikebana, jap. Bogenschießen, Tuschemalerei, Zen, Origami…
  • viele Sportarten wie Schießen, Kampfsport, Bergsteigen, Segelfliegen, Laufen usw.
  • Religionen aller Art (nur kann man da ja nicht auf Kommando dran glauben)
  • soziale und charitative Tätigkeiten
  • auch andere Dinge aller Art wie Chorsingen, Tischlern, Reiten, Jagen, Angeln…

Für jeden Menschen ist der Weg wohl ein anderer, und da muss man etwas suchen und verschiedenes ausprobieren, was einem gefallen könnte.

Im Kern geht es darum, dass man irgendetwas wirklich mit voller Konzentration tut und darin voll aufgeht. Und das möglichst täglich wenigstens für eine halbe Stunde. Das wiederum wird unmerklich zu einer Veränderung Deiner inneren Einstellung führen.

Das ganze hat nur ein Haken, es dauert seine Zeit …

A.

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Ja, is aber irre anstrengend und…
…wird immer wieder von heftigen Wutanfällen durchzogen :wink:
Gruß, Branden

und gelassen in die graue Tiefe blickst.
Was? Die Tiefe ist grau? Dann erspar ich mir die Gelassenheit und flippe weiterhin aus…
Gruß, Branden

Hallo,
man kann zumindest die Reizmuster reflektieren, die einen aus der Ruhe bringen. Dann durch Rekonditionierung deren Wertigkeit „runterschrauben“. Der Rest ist m.M. hormonell vorgegeben, wobei Streß, Ernährung und ausreichender Schlaf sicher noch ein Faktoren wären, die man ggf. beeinflussen kann.

Gruss
Enno

Hi Alexander,

die Eigenschaften, mit welchen Du Gelassenheit umschrieben hast, sind zum Einen Veranlagung, zum Anderen geprägt durch Dein Umfeld und wie Du mit diesem umgehst.

Wer gelassen ist und in sich selbst ruht, hat entweder relativ wenige Probleme in seinem Leben, oder er hat eine effektive Methode entwickelt, um Probleme anzugehen und zu lösen. (Damit meine ich nicht, Probleme zu verdrängen oder zu ignorieren.) Nur Menschen, die ihr Leben „im Griff haben“, können so etwas glaubhaft ausstrahlen. D.h. Du musst nicht lernen gelassen zu sein, sondern Du musst lernen Dir Ziele zu setzen, sie zu erreichen, und daraus Kraft und Selbstvertrauen zu schöpfen.

„HB-Männchen-Tum“ ist häufig gekoppelt mit Unsicherheit, Komplexen, schlechten Nerven und Hektik. Beseitigt man die Ursachen, mindern sich die Symptome.

Viele Grüße
Andreas

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Hallo Alex,

Bin gespannt auf das Feedback.

hier eine Rückenfütterung von mir :wink:))

Nach meiner Vorstellung gibt es für Gelassenheit keinen Muskel, den man trainieren kann. Und ich stelle mir vor, dass man sich selbst nicht austricksen kann. Geübte Gelassenheit ist aufgesetzt. Was macht man denn mit dem aufkommenden Ärger?
So sollte man doch eher beobachten, was einen in Wallungen bringt, und vorallem auch warum? Nicht jeder ärgert sich über die selben Situationen, und mag genau bei der einen gelassen wirken, obwohl er es nicht immer ist.
Ja überhaupt, wieviel Gelassenheit soll es denn sein? Warum und wen stört Aufregung? Besteht denn nicht die Gefahr bei zuviel Gelassenheit seine Wahrnehmungsfähigkeiten zu vernachlässigen, und außerdem arrogant oder ignorant zu wirken, weil man auf Situationen unangemessen reagiert, auch wenn es die eigenen Nerven noch so schont?

Wenn jemand jeden Tag ins Fitness-Studio geht und sich Muskeln antrainiert, dann tut er es des Aussehens wegen oder um seine Kräfte zu stärken. Er könnte aber auch sich als Gesamtheit in seinem Umfeld sehen, seinen Alltag so umgestalten, dass er nicht nur gesund aussieht, sondern auch gesund agiert und reagiert. Da gibt es eventuell nicht so große Muskeln, was aber seiner Lebensqualität keinen Abbruch tut.

Kann man Gelassenheit lernen? Ich glaube dann, wenn man für seine Verhältnisse unangemessen auf bestimmte Situationen reagiert, und sich auf die Suche nach seinem persönlichen Maß an Gelassenheit und Erregung macht.

viele Grüße
claren

off-topic
Hallo,
nur dazu - da kann ich nicht widerstehen :wink:

Wenn jemand jeden Tag ins Fitness-Studio geht und sich Muskeln
antrainiert, dann tut er es des Aussehens wegen oder um seine
Kräfte zu stärken.

jeder der Fitness, Kraftsport, BB länger intensiv betreibt, macht dies zumindest auch aus Freude am Training, dem damit einhergehenden Körper- und evtl. Kontrollgefühl, dem „Egotrip“. Nur ist es Menschen, die diese Sportrichtung nicht praktizieren, schwer diesen Aspekt glaubhaft zu machen.

Gruss
Enno

Dem stimme ich nicht ganz zu
Hallo Claren

Nach meiner Vorstellung gibt es für Gelassenheit keinen
Muskel, den man trainieren kann. Und ich stelle mir vor, dass
man sich selbst nicht austricksen kann. Geübte Gelassenheit
ist aufgesetzt. Was macht man denn mit dem aufkommenden Ärger?

Verstehen wir vorlaeufig unter Gelassenheit die Faehigkeit, in
unangenehmen Situationen relativ wenig negative Gefuehle zu
empfinden, dann ist das Einueben von Gelassenheit im Wesentlichen
eine Gefuehlserziehung. Und typische Gefuehle koennen wir dadurch
langsam veraendern, indem wir geeignete Gedanken und Verhaltensweisen
einueben. Waere das nicht moeglich, koennte jeder Psychotherapeut
einpacken. Geuebte Gelassenheit ist vielleicht am Anfang aufgesetzt,
aber wenn sich gewisse Reaktionsmuster einschleifen, dann wird sie
allmaehlich natuerlich und Bestandteil der Persoenlichkeit.
Den aufkommenden Aerger kann man durch geeignete Gedanken und
Verhaltensweisen beruhigen.

So sollte man doch eher beobachten, was einen in Wallungen
bringt, und vorallem auch warum?

Und genau dieses Beobachten und dessen Analyse ist der erste Schritt
zum Erlernen der Gelassenheit.

Ja überhaupt, wieviel Gelassenheit soll es denn sein? Warum
und wen stört Aufregung?

Soviel, dass man sich wohlfuehlt. Wer sich mehr Gelassenheit
wuenscht, der fuehlt sich offensichtlich nicht wohl, d.h. sein Ich
ist unzufrieden mit den unbewussten Steuerungsmechanismen, die den
Aerger und die Aufregung ausloesen.

Besteht denn nicht die Gefahr bei
zuviel Gelassenheit seine Wahrnehmungsfähigkeiten zu
vernachlässigen, und außerdem arrogant oder ignorant zu
wirken, weil man auf Situationen unangemessen reagiert, auch
wenn es die eigenen Nerven noch so schont?

Die Gefahr besteht, ist aber gering. Meistens ist ein gelassener
Mensch gluecklicher und (auch dadurch) angenehmer fuer seine Umwelt.

Wenn jemand jeden Tag ins Fitness-Studio geht und sich Muskeln
antrainiert, dann tut er es des Aussehens wegen oder um seine
Kräfte zu stärken. Er könnte aber auch sich als Gesamtheit in
seinem Umfeld sehen, seinen Alltag so umgestalten, dass er
nicht nur gesund aussieht, sondern auch gesund agiert und
reagiert. Da gibt es eventuell nicht so große Muskeln, was
aber seiner Lebensqualität keinen Abbruch tut.

Stimmt, Krafttraining ist zur psychischen Gesundheit nicht
erforderlich. Sollte es jemandem so vorkommen, dann ist seine psych.
Gesundheit bereits angeschlagen. Aber ich weiss nicht, was das mit
dem Thema zu tun hat.

Kann man Gelassenheit lernen? Ich glaube dann, wenn man für
seine Verhältnisse unangemessen auf bestimmte Situationen
reagiert, und sich auf die Suche nach seinem persönlichen Maß
an Gelassenheit und Erregung macht.

Womit wir uns einig waeren. Ich weise aber darauf hin, dass du noch
im oberen Teil deines Beitrages die Moeglichkeit, Gelassenheit zu
erlernen in Abrede stellst.

Liebe Gruesse, Tychi

Hallo Alexander,

ich denke, daß man Gelassenheit als globales Persönlichkeitsmerkmal sehen kann. In diesem Fall finde ich zwei Aspekte wichtig:

  1. Temperament
  2. Fertigkeiten.

Das Temperament stellt eine genetische, die Fertigkeiten eine Umweltkomponente von Gelassenheit dar. An der genetischen Komponente läßt sich nichts ändern, wohl aber an der Umweltkomponente. Mit einer Verbesserung der Fertigkeiten stellen sich positive Erlebnisse ein, die Selbstsicherheit steigt zunehmend und das Temperament dominiert das Verhalten weniger.

Beispiel: Mit dem Temperament von leichter Erregbarkeit (hier als Gegenteil von Gelassenheit) wird man den ersten Flug mit dem Flugzeug sicherlich aufregender finden als eine Person, die schwerer erregbar ist. Dennoch wird mit jeder erfolgreichen Bewältigung eines Fluges die Erregung während der Flüge abnehmen. Die Erregbarkeit als grundlegendes, genetisch verankertes Temperament bleibt zwar hoch, durch die während der Flüge gemachten positiven Erfahrungen („ist alles halb so wild“, „Fliegen macht Spaß“) ändert sich jedoch das Verhalten in zukünftigen Situationen ähnlicher Art hin zu mehr Gelassenheit.

Grüße,

Oliver Walter

Zwischen-Resümee
Hallo,

vielen Dank für die tollen Antworten. Offenbar gar nicht so leicht das zu beantworten.

Sicherlich ist ein Großteil Veranlagung dabei, aber ich bewundere immer Menschen, die völlig gelassen reagieren, während ihr Umfeld schon am Rumwüten ist. Es scheint, als könne ihnen gar nichts etwas anhaben (scheint, ist mir schon klar). Das sind Menschen, in deren Gegenwart man sich einfach nur wohlfühlen kann, sie strahlen soviel Wärme und Ruhe aus - ich finde das richtig klasse.

Gerne würde ich mir da eine Scheibe abschneiden - drum meine Frage hier.
Aber das „wie“?

Ich selbst hab leider ein wenig eine cholerische Ader unserer Familie übernommen, nicht so extrem, aber es nervt mich manchmal selbst.

Manchmal wünsche ich mir schon, dass ich in manchen Stress-Situationen einen kühleren Kopf bewahren kann. Aber da drängen die Emotionen den Verstand einfach beiseite.

Vieles, über was ich mich dann z.b. ärgere, stellt sich bei „nüchternem Verstand“ später als gar nicht sooo wichtig heraus, dass man sich da sooo drüber aufregen müsste.

Und: es gibt wahrlich für mich im Leben wichtigere Dinge, als dies und das, weswegen ich mal wieder hoch gegangen bin. Trotz dieses Wissens aber, gelingt es nicht, sich in so einer akuten Situation dies bewusst zu machen, nein, die Rakete geht wieder ab.

DAS würde ich gerne, sagen wir mal, nicht mir abgewöhnen, denn der Mensch ist nunmal wie er ist, aber etwas mehr dem „Auslöser“ angemessen anpassen, runterschrauben.

Alex

Hallo Tychi,

Verstehen wir vorlaeufig unter Gelassenheit die Faehigkeit, in
unangenehmen Situationen relativ wenig negative Gefuehle zu
empfinden, dann ist das Einueben von Gelassenheit im Wesentlichen
eine Gefuehlserziehung. Und typische Gefuehle koennen wir dadurch
langsam veraendern, indem wir geeignete Gedanken und
Verhaltensweisen einueben. Waere das nicht moeglich, koennte jeder
Psychotherapeut einpacken.

wie so oft bei Meinungsverschiedenheiten kann es hilfreich sein, wenn man sich zuerst auf Deffinitionen einigt. So, wie du oben beschrieben hast, kann ich das Einüben von Gelassenheit nachvollziehen.
Bei der Nachfrage von Alex hatte ich die Vorstellung von einem latent aufgewühltem Menschen, der beschließt auf einem Meditationskissen sitzend sich um Ruhe und Ausgeglichenheit zu bemühen.

Geuebte Gelassenheit ist vielleicht am Anfang
aufgesetzt, aber wenn sich gewisse Reaktionsmuster einschleifen, dann wird
sie allmaehlich natuerlich und Bestandteil der Persoenlichkeit.
Den aufkommenden Aerger kann man durch geeignete Gedanken und Verhaltensweisen :beruhigen.

Eingeübtes ist immer dann aufgesetzt, wenn es nicht zum Gewohnten gehört, und wird es bleiben, wenn es nicht zu einem paßt. Deshalb habe ich die Vorstellung, dass man sich zuerst über einen selbst Gedanken machen sollte. Gelenkte Gefühle mittels Therapie eingeübt, das kann gut funktionieren und zur Gewohnheit werden, das kann ich mir vorstellen, wenn der Therapeut sich zuerst mit dem Typ Mensch befaßt und dann erst mit seinem Anliegen.

Wenn jemand jeden Tag ins Fitness-Studio geht und sich Muskeln
antrainiert, dann tut er es des Aussehens wegen oder um seine
Kräfte zu stärken…

Stimmt, Krafttraining ist zur psychischen Gesundheit nicht
erforderlich. Sollte es jemandem so vorkommen, dann ist seine
psych. Gesundheit bereits angeschlagen. Aber ich weiss nicht, was das
mit dem Thema zu tun hat.

Beim Training finde ich es wichtig sich über sein Ziel im Klaren zu sein. Gelassenheit mit welchem Ziel?
Manchmal trainiert man sich Muskeln an, weil so ein Muskelmensch eine bestimmte Wirkung auf andere ausübt. Wieviel Muskelumfang wird für die Wirkungskraft gebraucht?

Womit wir uns einig waeren. Ich weise aber darauf hin, dass du noch
im oberen Teil deines Beitrages die Moeglichkeit, Gelassenheit zu erlernen in
Abrede stellst.

In Abrede stelle ich es nicht. Lediglich reagiere ich auf so ein Ideal vorsichtig, weil mich das an die gut verkauften Pseudopsychofachbücher erinnert: „so erlangen Sie Gelassenheit in nur 30 Tagen“
Meiner Ansicht nach läßt sich auf die Ausgangsfrage nicht so einfach antworten, wenn man nicht auf die selbe Schiene gelangen will.

viele Grüße
claren

Hallo Alexander,

DAS würde ich gerne, sagen wir mal, nicht mir abgewöhnen, denn
der Mensch ist nunmal wie er ist, aber etwas mehr dem
„Auslöser“ angemessen anpassen, runterschrauben.

in Streß- und Ärgermanagementtrainings kann man seine Fertigkeiten verbessern, mit den Streß oder Ärger auslösenden Situationen umzugehen:

http://people.freenet.de/oliverwalter/Psychologie/Ve…

Grüße,

Oliver Walter

Hallo Alexander,

ich finde Du hast schon einige gute Antworten zum Thema Gelassenheit bekommen. - Was mir spontan eingefallen ist, ist Folgendes: man kann lernen, nicht alles persönlich zu nehmen. - Das ist nicht ganz dasselbe, aber erleichtert es ungemein, gelassener zu sein…

Liebe Grüße,
Matuja

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Ja…
Der Pfarrer & Prälat in Murrhardt, Friedrich Christoph Oetinger,
geb. 2. Mai 1702 in Göppingen in Württemberg
gestorben 10. Februar 1782 in Murrhardt in Württemberg
hat den berühmten Gelassenheitsspruch formuliert:

„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann; und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Man kann den lieben Gott auch weglassen, dann funktioniert es auch.
Selbstverständlich kann man Gelassenheit lernen, das hat viel mit Bewusstwerdung von Emotionen zu tun. Und nicht zu vergessen: Lebenserfahrung lässt den Menschen gelassener werden. Wenn ich denke, was mich früher so alles aufgeregt hat…
Gelassene Grüße,
Anja

Hallo,
die Muskel-/Gelassenheitsanalogie (Muskeln als „dickes“ Fell *g*) entzieht sich mir zwar auch aber

Beim Training finde ich es wichtig sich über sein Ziel im
Klaren zu sein. Gelassenheit mit welchem Ziel?

ist doch einfach zu beantworten. Gelassenheit mit dem Ziel, situtionsabhängige, negativ empfundene Ungelassenheit zu ersetzen oder allgemeiner den mit situationsabhängiger Ungelassenheit einhergehenden Leidensdruck zu mindern/eliminieren. Und wie jede Konditionierung steht am Anfang die Kosten (im Sinne Persönlichkeitsveränderung, Zeitaufwand etc.)/Nutzen (im Sinne Leidensdruck mindern) Abwägung.

Gruss
Enno