Kann man Maklern trauen?

Hallo zusammen!

Ich habe mir am Sonntag ein Haus angesehen. Haus ist noch bewohnt, Termin wurde über Makler vereinbart. Am Dienstag hatte ich dann bereits den zweiten Besichtigungstermin. Der Makler rief dann am Mittwoch an und fragte wie´s aussieht. Ich habe ihm gesagt, dass am Donnerstag der Banktermin ansteht und ich einen Finanzierungsplan erstelle. Er nannte mir dann auch einen Preis mit dem ich kalkulieren sollte. Diese lag 4.000,- € unter dem ursprüglichen. Er meinte, wenn wir schon soweit wären würde er die 2 Besichtigungstermine zu Samstag (morgen) nicht zusagen, den Preis mit der Eigentümerin abklären und sich dann melden. Heute Abend habe ich ihn angerufen. Da meinte er, er wäre nun davon ausgegangen das ich kein Interesse mehr habe und hat die Besichtigungen zu morgen nun fest zugesagt. Er fragte ob ich denn noch 2.000,- € rauf gehe. Da habe ich jetzt erstmal nichts zu gesagt. Ich meine, was soll denn das. Erst lässt er mich mit den Unterlagen des Hauses zu Bank rennen und dann sowas. Mal davon ab, dass das Haus bereits seit einem halben Jahr zum Verkauf steht und einer der Interessenten nun auch noch der direkte Nachbar sein soll. Am Sonntag will er sich dann wieder bei mir melden. Ich finde das unglaubwürdig. Ist sowas bei Maklern eine Masche um den Preis rauf zu treiben? Kennt sich jemand damit aus. Ich weiß nicht, wie ich mich nun verhalten soll. Fühl mich leicht verarscht :frowning:

Hallo,

pauschal aus der Ferne kann man es nicht sagen. Es gibt ehrliche und unehrliche Makler, es gibt aber auch schwierige Eigentümer.

Grundsätzlich hat der Makler kein eigenes Interesse, den Preis künstlich raufzutreiben. Von den 2000 Euro mehr kriegt er 72 Euro Maklergebühr - dafür das Risiko einzugehen, die Wohnung noch länger wie Sauerbier anzubieten, lohnt sich nicht.

den Preis mit der Eigentümerin abklären …

Ich vermute mal, die Eigentümerin war mit den 4000 weniger, die er euch genannt hatte, nicht einverstanden. Und dann hat er mit ihr gefeilscht und sie hat gesagt, 2000 Euro weniger wären ok. Und jetzt muß er euch wieder 2000 Euro raufbringen, denn …

dass das
Haus bereits seit einem halben Jahr zum Verkauf steht

… wenn die Eigentümerin das jetzt platzen lässt, dann muß er noch länger mit diesem Haus rumeieren. Wahrscheinlich hat er bis jetzt schon so viele Besichtigungstermine gehabt, daß das schon kaum mehr rentabel ist für ihn.

und hat die Besichtigungen zu morgen nun
fest zugesagt. Er fragte ob ich denn noch 2.000,- € rauf gehe.

Ja, und jetzt versucht er ein bißchen zu tricksen.

Ich würde zunächst mal hart bleiben, ihm aber klar machen, daß ihr ohne die 2000 sofort unterschreiben würdet. Und dann schuaen, was passiert. Einlenken kann man immer noch. :smile:

lg,
Max

Hallo

wenn noch Interesse besteht, anrufen, Angebot machen und ggf. mit Verkäufer selbst verhandeln. Sollte man schon kennenlernen bevor man dessen Haus kauft.

Gruß

Hallo,

Morgen,

pauschal aus der Ferne kann man es nicht sagen. Es gibt
ehrliche und unehrliche Makler, es gibt aber auch schwierige
Eigentümer.

wobei Makler, irgendwo hinter Autoverkäufern anzusiedeln sind. Wenn ich mich nicht täusche muss man dafür nicht mal eine abgeschlossene Ausbildung haben…

Grundsätzlich hat der Makler kein eigenes Interesse,

Nein? Bekommt er nicht abhängig vom Kaufpreis seine Provison?
Je höher der Verkaufspreis um so Höhe doch die prozentuale Provision…

den Preis künstlich raufzutreiben.
Von den 2000 Euro mehr kriegt er 72
Euro Maklergebühr - dafür das Risiko einzugehen, die Wohnung
noch länger wie Sauerbier anzubieten, lohnt sich nicht.

den Preis mit der Eigentümerin abklären …

Ich vermute mal, die Eigentümerin war mit den 4000 weniger,
die er euch genannt hatte, nicht einverstanden. Und dann hat
er mit ihr gefeilscht und sie hat gesagt, 2000 Euro weniger
wären ok. Und jetzt muß er euch wieder 2000 Euro raufbringen,
denn …

dass das
Haus bereits seit einem halben Jahr zum Verkauf steht

… wenn die Eigentümerin das jetzt platzen lässt, dann muß er
noch länger mit diesem Haus rumeieren. Wahrscheinlich hat er
bis jetzt schon so viele Besichtigungstermine gehabt, daß das
schon kaum mehr rentabel ist für ihn.

und hat die Besichtigungen zu morgen nun
fest zugesagt. Er fragte ob ich denn noch 2.000,- € rauf gehe.

Ja, und jetzt versucht er ein bißchen zu tricksen.

Ich würde zunächst mal hart bleiben, ihm aber klar machen, daß
ihr ohne die 2000 sofort unterschreiben würdet. Und dann
schuaen, was passiert. Einlenken kann man immer noch. :smile:

lg,
Max

Grüße

Hallo!

Nein? Bekommt er nicht abhängig vom Kaufpreis seine
Provison?
Je höher der Verkaufspreis um so Höhe doch die prozentuale
Provision…

Und je mehr der Makler für diese Provision arbeiten muß, um so weniger rentiert es sich. Deswegen suchen Makler in der Regel nach einem Mittelweg - der bestmögliche Preis, zu dem die Wohnung sich zügig verkaufen lässt.

Wenn eine Wohnung schon ein halbes jahr vergeblich angeboten wurde, dann wird der Makler mit Engelszungen auf dem Verkäufer eionreden, mit dem Preis runterzugehen, damit er sdas Objekt endlich vom Tisch hat, denn jede Stunde Mehrarbeit senkt die Rendite.

Gruß,
Max

Hallo!

Hallo,

Nein? Bekommt er nicht abhängig vom Kaufpreis seine
Provison?
Je höher der Verkaufspreis um so Höhe doch die prozentuale
Provision…

Und je mehr der Makler für diese Provision arbeiten muß, um so
weniger rentiert es sich. Deswegen suchen Makler in der Regel
nach einem Mittelweg - der bestmögliche Preis, zu dem die
Wohnung sich zügig verkaufen lässt.

die Aussage ist unrichtig und Irreführend das ein Makler kein Interesse an einem höheren VK Preis hat. Er bekommt einen prozentualen Teil der sich mit dem Preis auch prozentual erhöht. Folglich ist es vom Vorteil wenn er einen höheren Preis erzielt.

Wenn eine Wohnung schon ein halbes jahr vergeblich angeboten
wurde, dann wird der Makler mit Engelszungen auf dem Verkäufer
eionreden, mit dem Preis runterzugehen, damit er sdas Objekt
endlich vom Tisch hat, denn jede Stunde Mehrarbeit senkt die
Rendite.

Es muss ja nicht sein dass das Objekt seit einem halben Jahr in seiner Kartei geführt wird. Vermutlich hat der VK nicht das erzielen können was er wollte daher hat er den Makler beauftragt. Es muss auch nicht zwangsläufig der erste Makler sein, es gibt ja genung und auch genug die das Geld nicht wert sind… Also alles spekulation.

Gruß,
Max

Grüße

Hallo,
mein Vater war 40 Jahre als Makler tätig und kannte die Branche recht gut. Meine Aussagen schöpfen sich aus dem, was er mir erzählt hat.

Er bekommt einen
prozentualen Teil der sich mit dem Preis auch prozentual
erhöht.

Das hast Du schon einmal geschrieben - das bestreite ich auch nicht.

Folglich ist es vom Vorteil wenn er einen höheren
Preis erzielt.

Nicht, wenn er dafür deutlich mehr arbeiten muß. Was bringen ihm 72 Euro mehr Provision (wie in dem Beispiel), wenn er dafür z.B. drei Besichtigungstermine mehr machen muss?

Vermutlich hat der VK nicht das
erzielen können was er wollte

Das ist häufig so, weil Privat-VK oft eine emotionale Beziehung zu dem Objekt haben (es ist z.B. ihr Elternhaus oder das Haus, indem sie jahrelang gewohnt haben) - und das schlägt sich im Preis nieder.

daher hat er den Makler
beauftragt.

Der das ganze vermutlich etwas realistischzer gesehen hat und dem VK als erstes erklärt hat, daß er mit dem Preis runtergehen muss. :smile: Denn wenn der VK das zu dem Preis nicht verkaufen konnte, wird das der Makler auch nicht können - außer der VK hat sich sehr dämlich angestellt.

lg,
Max