Kann man mit etwas aufhören wenn man NICHT

… selbst davon überzeugt ist.

Ich stelle die Frage weil meine Frau will das ich Aufhöre mit Rauchen. Ich möchte eigentlich nicht aber Sie setzt mich unter Druck und droht mit Trennung.

Moin,

aber Sie setzt mich unter
Druck und droht mit Trennung.

dann wirst Du Dich wohl entscheiden müssen:
Frau oder Kippen

Gandalf

Hi,
ich bin leider auch Raucher und kann nur sagen, man kann nicht damit einfach aufhören, wenn der Kopf nicht mitspielt.
Vielleicht könnt ihr euch ja auf einen Kompromiss einigen, z. B. nicht mehr in der Wohnung zu rauchen.
Warum will deine Frau, dass du aufhörst?

LG A.-J.

Moin, WakaEB,

Sie setzt mich unter Druck und droht mit Trennung.

morgen hörst Du auf zu rauchen, übermorgen darfst Du nicht mehr zum Fußball und nächste Woche keine Krimis mehr gucken?

So vernünftig es sein mag, aufzuhören - so kann man das nicht angehen. Sollte sie darauf beharren, dann jag sie aus dem Tempel.

Die Frage, ob das Aufhören geht, stellt sich eh nicht, es ist immer Deine Entscheidung.

Gruß Ralf

Hallo,
Du musst es selbst wollen, sonst wird es so enden, dass du heimlich rauchst und deine Frau hintergehst.

Warum möchte deine Frau, dass du aufhörst?
Passt es ihr prinzipiell nicht? In dem Fall finde ich, dass es deine Entscheidung ist und sie diesen Laster aktzeptieren sollte.
Wenn du ernsthafdt krank bist oder sowas, dann kann ich das verstehen und dann musst du wirklich überlegen, wo deine Prioritäten liegen.

Es ist eine schwierige Frage.
Ich bin auch Raucherin, aber trotzdem ist uns allen ja irgendwie auch klar, dass das dämlich ist.
Vielleicht überdenkst du mal deine Einstellung zum Rauchen und dann kommst du vllt selbst zur Einsicht.

Wenn nicht, versuchs mit Kompromissen, zum Beispiel draußen zu Rauchen oder das Ganze zu reduzieren.

LG und alles Gute,
batz

Lustig, die Frage zu lesen „warum will deine Frau, dass du aufhörst?“ - ich finde, der Grund ist egal. Kein Mensch, der jemanden liebt, wird gern mit ansehen, wie derjenige sich stückweise umbringt. Das wäre mein Grund - naja, wenn für mich jemals eine Raucherin als Partnerin in Frage gekommen wäre - das ist aber nicht der Fall.

Vom gesundheitlichen Standpunkt gesehen kann ich dir nur raten, auf deine Frau zu hören. Neben dem Rauchen ist allein zu leben nämlich ein weiteres Gesundheitsrisiko - besonders für Männer.

Hängst du denn wirklich so arg am Rauchen? Sucht oder Lust? Die meisten Raucher, die ich kenne, sagen eher: Tja, eigentlich rauche ich nicht gern, aber ich bin nun mal süchtig. Wenn es dir genauso geht, wirst du nur davon profitieren, aufzuhören. Aber es wird wahrscheinlich hart werden.

Mein Rat: Dass deine Frau will, dass du aufhörst zu rauchen, ist sehr wahrscheinlich ein Zeichen dafür, dass sie sich um dich Sorgen macht und/oder dich liebt. Das ist das Wertvollste, das einem im Leben passieren kann. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Zigaretten das aufwiegen können. Außerdem stinken Zigaretten. Der Schaden, den das Aufhören mit dem Rauchen verursacht, ist sehr wahrscheinlich ziemlich gering. Spendier dir und deiner Frau von dem gesparten Geld - ich habe neulich erschüttert gesehen, wie unglaublich teuer Zigaretten sind! - einen schönen Urlaub. Jeden Tag 5 Euro - da kommt im Jahr eine Unsumme zusammen. Und ich kenne kaum einen Raucher, der sich weniger als eine Schachtel pro Tag reinzieht.

Was das Aufhören gegen deine eigenen Überzeugungen angeht: Hmmm… da stimme ich mit den anderen überein, wenn du dich entschließt, auf deine Frau zu hören, solltest du dir selbst gegenüber vorher Überzeugungsarbeit leisten. Das wird dir deutlich erleichtern, die geplante Entscheidung wirklich umzusetzen.

Mein Vater hat sich - nach 40 Jahren Rauchen - mit 54 entschieden, aufzuhören und hat fortan keine einzige Zigarette mehr geraucht. Und er hat sogar immer damit geprahlt, dass er mit der angebrochenen Schachtel in der Hemdtasche aufgehört hat. Meine Eltern hatten auch immer Zigaretten zu Hause - für Gäste.

Ich stimme zu, es MUSS nicht zwingend zu Krebs führen. Mein Opa ist 97 Jahre alt geworden, hat sein Leben lang Zigarren geraucht, Rum (pur) getrunken, und „alles getan, was Gott verboten hat“ (Zitat meines Vaters). Und er ist nicht elendig verreckt, sondern recht gesund gestorben. Mein Vater und meine Mutter (er hat bis 54 geraucht und ist 82 geworden, sie nur passiv und ist mit 72 gestorben) sind beide an Krebs gestorben. Das war zwar jeweils Magen/Darm-Krebs, aber ob Rauchen an dieser Krebsart unschuldig ist, ist auch noch nicht erwiesen. Was ich aber bei allen Rauchern beobachte ist, dass sie nach 20 Jahren des Rauchens deutlich Fitness einbüßen. Die Treppen zu unserer Wohnung im 4 1/2. Stock (kein Aufzug) zeigen meist deutlich, welcher Postbote raucht und welcher nicht. Und mal ehrlich - können Zigaretten diesen Verlust an Mobilität und Lebensqualität ausgleichen?

5 „Gefällt mir“

Nein - fast owT
und nochmal: Nein!

Hallo,

…weil meine Frau will das ich Aufhöre mit
Rauchen.

es zeugt nivht nur von mangelnder Emphatie deiner Frau, es gibt auch keine falschere Art und Weise, dich davon abzubringen!

Das heißt aber nicht, dass ihre Forderung irrational ist…

Gruß
rolli

Moin,

noch einige Gedanken.

Du hast Deine Frage recht knapp formuliert und die Vorgeschichte völlig außen vor gelassen.
Ich vermute mal, daß Deine Frau es mehr als unangenehm findet, daß Du rauchst und sie Nichtraucherin ist.
Sie wird aber m.E. schon mit anderen Mitteln versucht haben, Dich vom Rauchen fortzubringen, mit Bitten, mit Argumenten, vielleicht sogar mit Ärger; aber so wie es ausssieht, bist Du diesem Ansinnen nicht nachgekommen.
So hat sie als Ultima Ratio Dir die Pistole auf die Brust gesetzt uund mit Trennung gedroht. Das klingt für mich als schlichte Verzweiflungstat eines frustrierten Menschen.
Offensichtlich bist Du bisher Deiner Frau in keiner Weise entgegengekommen, oder das was Du getan hast, reicht ihr nicht aus.

So ergibt sich als Konsequenz schließendlich das, was ich auch schon in meiner ersten Antwort geschrieben habe, daß Du Dich zwischen Deiner Partnerin oder den Kippen zu entscheiden hast.

Gandalf

Hallo,

1.hast Du schon immer geraucht?
2.kannst Du nicht auf dem Balkon etc. rauchen wenn der Rauch Deine
Frau stört?
3.oder geht es Deiner Frau um die Kosten?

Also für mich klingt das gestellte Ultimatum Deiner Frau nicht nach Liebe,denn dann würde sie versuchen mit Dir einen Kompromiss auszuhandeln.

Ja
Ich musste einmal vor vielen vielen Jahren wegen einer Lungenentzündung für 6 Wochen mit dem Rauchen aufhören.

Natürlich wollte ich das nicht. Natürlich war ich mir sicher, dass ich nach den 6 Wochen wieder anfange. Am Anfang konnte ich auch an nichts anderes denken.

Und dann waren die 6 Wochen um und mit wurde bewusst, wie angenehm das Leben ohne diese Sucht doch ist. Denn eins ist doch wohl klar, Rauchen stinkt, ist ungesund und der einzige Grund, sich überhaupt eine Zigarette anzustecken, ist, Entzugssymptome zu bekämpfen. (Und das war noch lange vor der Zeit, als Raucher gezwungen wurden, ihr Sucht öffentlich zu machen, indem sie von Orten wo andere Menschen sich aufhalten ausgeschlossen wurden).

Seit damals hab ich nie wieder eine Zigarette geraucht.
Geht also.
Viel Glück und gutes Gelingen,
M.

Hallo Wakka,

warum eigentlich fragst Du das hier? Egal, was da irgendjemand sagt, Du müßtest ja dennoch selbst entscheiden, ob Du es versuchen willst oder nicht.
Ich hab die Vermutung, Du erhoffst Dir mit Deiner Frage, daß sich möglichst viele Raucher um Dich scharen - so, wie man’s ja auch im realen Leben erlebt … - und Dir überdeutlich machen:" DAS ist UNMÖGLICH!" - und Du diese Antworten Deiner Frau (oder Deinem Gewissen) vorlegen kannst.
Ich glaube, es ist gut für Dich, daß Dich Deine Frau so „herausfordert“ … und wer hier schrieb, sie liebe Dich wohl nicht genug, wenn sie Dich derart unter Druck setze - die sollen sich doch einmal dieselbe Frage stellen, wenn es um Alkohol (im Übermaß) ginge. Ist das etwas anderes? Nur ist der Schaden bei Alkohol unmittelbarer offensichtlich.

S.I.

Hallo!

Mir fällt eigentlich nur eine einzige Frage an Dich dazu ein:

Warum ist das Rauchen Dir wichtiger als Deine Frau?
Oder andersherum gefragt: was macht das Aufhören zum Problem?

Vielleicht hilft Dir das Beispiel meines Onkels, der nach 55 Jahren des Rauchens, 60 Zig./tgl. in einem Anflug von Übermut sein goldenes Dupont-Feuerzeug und die Schachtel Zigaretten aus dem fahrenden Auto geworfen.

Er war der Ansicht, das Wiederanfangen müsse ihm so richtig schrecklich wehtun. Bis zu seinem Tod (Lungenkrebs) hat er nicht mehr geraucht

Angelika

P.S. Habe bis vor gut 30 Jahren auch 1 Schachtel am Tag geraucht und von jetzt auf gleich aufgehört.
Warum kann ich nicht begründen, es war einfach dran - und ich vermisse den Gestank wirklich nicht.
Mund, Klamotten, Wohnung, alles riecht nach Nikotin, und das würde *ich* bei meinem Mann auch nicht wollen.

Hallo erstmal,

wie wäre es mit der Gegenprobe: Bist Du den vom Rauchen überzeugt?

Ich meine jetzt nicht, dass Du merkst, wenn Du dringend wieder nie nächste Fluppe brauchst. Ich meine auch nicht, dass Du es liebst zur verschworene Gemeinschaft der ausgegrenzten Raucher zu gehören, die inzwischen ja schon fast Outlaw-Status hat und sich bei Eis und Schnee konspirativ unter Heizpilzen, Mülleimerüberdachungen, … zum gemeinsamen Konsum trifft. Sondern ich meine die ganz nüchterne, objektive Gesamtbetrachtung aus gesundheitlichen Folgen für sich und andere, vorzeitiger Hautalterung, geringerer Lebenserwartung, einem nicht unwahrscheinlichen langfristigen Siechtum mit scheibchenweisen Amputationen, dem kleinen Sauerstoffschlauch unter der Nase und einem alles andere als schönen Tod, Kosten, Gestank, …

Bist Du von all dem wirklich überzeugt? Oder hast Du einfach nur Angst vor den Problemen von einer blöden Sucht los zu kommen?

Dann freu Dich doch über ein Umfeld, was sicherlich bereit ist, dich hierbei in jeglicher Form zu unterstützen. Und die paar Tage, bis man da durch ist, gehen auch vorüber.

Gruß vom Wiz

An die Gutvonderkippeweggekommenen
Hi,

als selber nicht rauchender und auf Anschauung bei anderen bauender mensch ein kurzer Einwurf.

Wenn ihr gut von der Raucherei weggekommen seid, ist das für euch eine schöne Sache, nur hilft das dem Frager wahrscheinlich wenig bis nichts, sondern frustriert ihn mit großer Wahrscheinlichkeit, denn er hat offensichtlich ein Riesenproblem mit dieser Sucht.

Ein Beispiel ist ein bekanntes Ehepaar. beide jahrelang starke Raucher, die beschließen mit dem Rauchen aufzuhören.
Er drückt die letzte Kippe aus, sagt ‚Das wars‘ und hat seitdem keine Zigarette mehr geraucht.
Sie kommt, trotz starkem Wollen und zig Therapien und in letzter Zeit starken körperlichen Beschwerden nicht von den Zigaretten los und ‚bedankt‘ sich über jeden guten Ratschlag, den sie mehr oder weniger als Ohrfeige wahrnimmt (eigene Aussage).

Nur so ein Einwurf von einem Nichtraucher und Nieraucher.

Gandalf

Hallo!

Hallo,

Mir fällt eigentlich nur eine einzige Frage an Dich dazu ein:

Warum ist das Rauchen Dir wichtiger als Deine Frau?
Oder andersherum gefragt:

was macht das Aufhören zum Problem?

na, das sind aber zwei Fragen…

zu 1. ich glaube nicht, dass ihm das Rauchen wichtiger ist, als seine Frau! Das impliziert, dass es nur eine (fify/fifty) Möglichkeit gibt.

Zu2. vlt. die Art und Weise (Pistole auf die Brust setzen)?

Gruß
rolli

Hi,

Hi,

Wenn ihr gut von der Raucherei weggekommen seid, ist das für
euch eine schöne Sache, nur hilft das dem Frager
wahrscheinlich wenig bis nichts, sondern frustriert ihn mit
großer Wahrscheinlichkeit, denn er hat offensichtlich ein
Riesenproblem mit dieser Sucht.

genau das ist das hüpfende Komma…
Er ist als Individuum und Raucher anders gestrickt, als diejenigen, die nie geraucht haben und es - auch wenn es schwerfällt das zuzugeben - einfach nicht nachvollziehen (sich vorstellen können) können, süchtig zu sein.

Ein Beispiel ist ein bekanntes Ehepaar. beide jahrelang starke
Raucher, die beschließen mit dem Rauchen aufzuhören.
Er drückt die letzte Kippe aus, sagt ‚Das wars‘ und hat
seitdem keine Zigarette mehr geraucht.
Sie kommt, trotz starkem Wollen und zig Therapien und in
letzter Zeit starken körperlichen Beschwerden nicht von den
Zigaretten los und ‚bedankt‘ sich über jeden guten Ratschlag,
den sie mehr oder weniger als Ohrfeige wahrnimmt (eigene
Aussage).

Genau das meine ich mit individuell anders gestrickt zu sein.
Individualität ist übrigens das, was einen Menschen als solchen ausmacht.
Das ultimative Vorgehen mag ja aus Liebe geschehen, hilft aber dem Betroffenen am wenigsten.

Wenn dazu noch jemand nicht wirklich will, sondern sich gezwungen fühlt, erreicht „Sie“ in diesem Fall, genau das Gegenteil.

Gandalf

rolli

Hallo,

wie kann man davon denn nicht überzeugt sein?
Wenigstens eine der elend vielen Studienergebnisse zu gesundheitsschädigenden Wirkung des Tabakkonsums dürfte so ziemlich jeder Konsument doch mal zur Kenntnis genommen haben.

Wenn du keine Lust auf die Strapazen des Entzugs hast oder dir die Sucht lieber ist als deine Frau, dann steh doch dazu.

Gut… man könnte deiner Frau sagen, dass sie wusste, auf was sie sich einließ, falls du bei eurem Zusammenkommen schon geraucht hast, aber ich empfinde es als legitim, dass sie nicht zusehen möchte, wie ein ihr nahestehender Mensch sich Zug um Zug umbringt.

Was die Ursprungsfrage anbelangt: Ich denke nicht, dass ein langjähriger Raucher ohne nennenswerte Willenskraft oder Motivtaion es schafft, mit dem Rauchen aufzuhören.

Grüße
Liete