Hi,
jetzt bleib mal auf dem Teppich.
Das ist doch ein selbst konstruiertes Beispiel, mit dem man
jeden Gründer und Unternehmer erschlagen kann!
Ja, das soll es auch. Denn er bewegt sich in der freien Wildbahn und eine Kalkulation sollte mehr als nur die Differenz zwischen Ek und VK beinhalten. Die Idee, einen Online Shop zu gründen, ist ja auch so erfolgreich und - vor allem - neu.
Wenn er nicht eine excellente Marktnische gefunden haben sollte, dann nützt ihm deine Rechnerei auch nichts. Dann geht seine Liquidität den Bach runter.
Selbst nach Ihrer Rechnung hätte er unter dem Strich noch eine
Vermögensverbesserung erzielt, weil er 2.400€ eingenommen hat
plus dem sich auf Lager befindlichen Handy vom 500€ = 2.900€…
demgegenüber hat er 2.500€ eingesetzt… macht eine
Vermögensverbesserung von 400€ aus.
Und mit der Vermögensverbesserung kann er in der Anlaufphase seine Brötchen bezahlen? Meine Rechnung war garantiert zu pauschal, sie sollte lediglich grob die Gefahren aufzeigen, die mit seiner Vorgehensweise verbunden sind.
Es mag ja sein, daß bestimmte Handytypen einen über einen verhältnismäßig langen Zeitraum stabilen Marktwert haben, aber das mag ich so nicht unbedingt glauben. Ottonormalhandybenutzer kauft mit ziemlicher Sicherheit keine 700 EURO Handys, wenns die einfachen schon für 22,95 EURO (Prepaid, mit 5 EURO Guthaben) bequem zu laufen gibt.
Es gibt auch Geräte jenseits der 10000 EURO Marke. Aber diesen Kundenkreis muß man finden.
_Das_ wollte ich ihm klarmachen. Betriebswirtschaftlich hast du völlig Recht, aber was hilft das, wenn er nur wenig verkauft oder er vieles auf Lager legen muß? Vor einger Zeit lag der Produktzyklus bei ca. 12 Monaten mit fallender Tendenz. Lange Lagerzeiten sind da kaum drin.
http://www.ftd.de/technik/it_telekommunikation/12331…
Sorry, aber es geht hier speziell um Existenzgründung, und zwar nicht um ihrer Selbstwillen, sondern um damit eine eigene Existenz aufzubauen. Deine Rechnung kommt dann ins Spiel, wenn „der Laden läuft“. Aber dahin kommt man IMHO nicht mit gefüllten Lägern schwer verkäuflicher Ware, sondern mit Kunden, die kaufen und bezahlen.
Die wirkliche Frage lautet also: Gibt es genügend Kunden, die ein Handy für 700 EURO kaufen würden?
mfg Ulrich