Man hört immer wieder von den großen Gefahren von Zeckenbissen und dass man durch sie eine Hirnhautenzündung bekommen kann. Wie hoch ist die Gefahr wirklich und wann muss ich zum Arzt?
Hallo Schweigen75,
Du musst da zwei Dinge auseinanderhalten:
- FSME = Hirnhautentzündung
Das ist eine Viruserkrankung und die Erreger treten nicht in allen Gegenden Deutschlands gleich oft auf. Sehr vereinfacht kann man sagen, alles was eine hügelige Landschaft in Europa hat, ist stärker von FSME betroffen als Küstenregionen mit total flacher Landschaft.
Es gibt in jeder Apotheke Zeckenkarten (meist sogar im Schaufenster), die zeigen, welche Gebiete besonders gefährdet sind.
Wenn Du in diesen Gebieten lebst oder dort Urlaub machst, solltest Du Dich rechtzeitig impfen lassen.
Generell kann man aber sagen, dass die FSME sehr viel seltener vorkommt als
2.die Borreliose. Diese Krankheit wird ebenfalls von Zecken übertragen, ist aber eine bakterielle Erkrankung, für die es keine Impfung gibt und die man auch über Untersuchungen nur extrem schlecht und unsicher nachweisen kann. Bluttests haben einen Fehlerfaktor von bis zu 80% (das heißt 8 von 10 Blutergebnissen sind falsch!). Das kommt auf das konkrete Testverfahren an (der unzuverlässigste heißt ELISA, ein relativ zuverlässiger Test ist der PCR, der nicht über das Blut, sondern über Hautpartikel untersucht. Aber auch der hat immer noch eine Fehlerrate von ca. 20% (= 2 von 10 Ergebnissen sind falsch). Die Borreliose ist zudem eine Krankheit mit der sich in ganz Deutschland nur eine gute Handvoll Ärzte auskennen (so gibt es in München nicht einen einzigen!), für viele Ärzte ist diese Krankheit ein Hirngespinst, die gar nicht oder angeblich extrem selten vorkommt. Die Dunkelziffer spricht aber eine andere Sprache: Experten gehen von jährlich ca. 2,5 Mio. Personen nur in Deutschland aus, die NEU infiziert werden. Borreliose ist die verschwiegene Epidemie, da die Pharmaindustrie an der Falschbehandlung der Patienten (u.a. Multiple Sklerose, Bandscheibenvorfall, Nervenerkrankung etc.)Milliarden verdienen. Es gibt es sehr gutes Buch darüber von einer Betroffenen. Es heißt „Die verschwiegene Epidemie“. Google mal darüber.
Wenn Du Dich etwas über die Borre informieren willst, dann suche hier im wer-weiss-was-Archiv unter dem Stichwort Borreliose. Ich hatte in den Jahren 2008 und 2009 oft und ausführlich darüber geschrieben. Ferner solltest Du Dich bei Interesse kostenlos im Borreliose-Forum anmelden, das ist eine Internet-Selbsthilfegruppe für Betroffene und deren Angehörigen. http://forum.bfbd.de/index.php
Deutlich gesagt: eine FSME-Impfung ist dann sinnvoll, wenn Du in einem Risikogebiet lebst oder dort ab und zu bist (Urlaub etc.). Ich bin beispielsweise geimpft, auch deshalb, weil ich im Herbst gerne in den Wald zum Pilzesuchen gehe.
Gegen die Borreliose, die in ganz Deutschland in etwa gleich häufig auftritt (man sagt, dass etwa 4 von 5 Zecken diese Erreger in sich tragen!) kann man leider nicht impfen, da es eine bakterielle Krankheitsgruppe (mit Untererregern) ist.
Solltest Du schon von einer Zecke gestochen worden sein (Zecken stechen, sie beißen nicht), dann ist es für eine Impfung ohnehin zu spät. Dann hilft nur noch schleunigst prophylaktisch für 30 Tage Antibiotika mit 4 bis 5 mg je Kg Körpergewicht zu nehmen. Das neue Antizecken-Gel, das derzeit an vielen Stellen so beworben wird, kann derzeit nur unter Vorbehalt empfohlen werden, da noch keine Langzeitergebnisse vorliegen, ob dieses Gel wirklich hilft (ich bin skeptisch!).
Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen und wünsche Dir einen schönen Abend.
Alexander
Man hört immer wieder von den großen Gefahren von Zeckenbissen
und dass man durch sie eine Hirnhautenzündung bekommen kann.
Wie hoch ist die Gefahr wirklich und wann muss ich zum Arzt?
Wie hoch ist die Gefahr wirklich und wann muss ich zum Arzt?
Es gibt sogar mehrere Möglichkeiten, durch einen Zeckenbiss zu einer Meningitis zu kommen - gehen Sie nach jedem Zeckenbiss besser zum Arzt. Häufiger noch kommt es zur Borrelieninfektion!
Schau mal unter http://de.wikipedia.org/wiki/Menngitis nach… (wie hoch die Gefahr wirklich ist, weiß meiner Ansicht nach niemand so genau zu sagen)
Gruß Dirk Häfner
Lieber fragesteller, leider kann ich dir zu diesem thema keine hilfreiche antwort geben-mein „gebiet“ ist eher die borreliose, die die tierchen ja auch verursachen koennen…
viel glueck und alles gute
ball
Man hört immer wieder von den großen Gefahren von Zeckenbissen
und dass man durch sie eine Hirnhautenzündung bekommen kann.
Wie hoch ist die Gefahr wirklich und wann muss ich zum Arzt?
Hallo,
prozentual gesehen ist die Wahrscheinlich gering durch eine Zecke eine Hirnhautenzündung zu bekommen. In Deutschland gibt es FSME fast ausschließlich im Süden. Dort erkanken jährlich etwa 300 Menschen an einer durch Zecken ausgelösten Hirnhautentzündung/Gehirnentzündung. Ausgehen von etwa 17 Millionen ungeimpften Personen (Durchimpfungsrate etwa 20-25%) liegt die Wahrscheinlichkeit also bei etwa 1 zu 56.000 unter diesen 300 erkrankten Personen zu sein. Das allerdings jährlich.
Wenn dir dieses Risiko zu hoch ist, dann kannst du eine Impfung durchführen, diese bietet einen Schutz von über 99%.
Gruß,
Kafen
Man hört immer wieder von den großen Gefahren von Zeckenbissen
und dass man durch sie eine Hirnhautenzündung bekommen kann.
Wie hoch ist die Gefahr wirklich und wann muss ich zum Arzt?
Kommentar zu meiner ursprünglichen Nachricht:
Da FSME nur im Süden vorkommt, braucht man sich in anderen Gebieten darüber auch keine Sorgen zu machen. Eine Impfung ist also nur sinnvoll, wenn man sich FSME Gebieten aufhält.
Zu deiner zweiten Frage:
FSME kann nicht behandelt werden, deshalb wird nur symptomatisch behandelt, dadurch werden die Beschwerden verringert. Du musst also erst zum Arzt gehen, wenn die Beschwerden zu stark werden. Dazu gehören zum Beispiel starke Kopfschmerzen, Übelkeit oder hohes Fieber.
Aber wie gesagt, eine Hirnhautentzündung zu bekommen ist sehr unwahrscheinlich. Solltest du keine Beschwerden haben, solltest du dir auch nicht den Kopf darüber zerbrechen. Aber aufjedenfall mal über eine Impfung nachdenken, falls du im Süden wohnst.
Gruß Kafen
Hallo,
grundsätzlich muss man wissen, dass es zwei Gefahren bei Zeckenbissen gibt.
Wird man von einer Zecke gestochen (nicht gebissen), sollte man diese so schnell wie möglich entfernen, denn es kann zu einer Borrelioseinfektion kommen. Dies ist ein bakterieller Infekt, der durch ein Bakterium, welches im Darm der Zecke sitzt, ausgelöst wird. Dieses Bakterium kann erst nach ca. 5-6 Stunden in den Körper des Gestochenen eindringen, d.h. wenn man nach dem Stich die Zecke schnellstens entfernt ist das Risiko gering. Sollte man doch infiziert sein, wird sich innerhalb von Tagen eine Rötung an der Stichstelle bemerkbar machen, die sich dann ausbreitet. Spätestens dann sollte man schnellstens zum Arzt, vorher ist dies nicht nötig. Die Borrelioseinfektion breitet sich im Körper aus, befällt die Nervenbahnen und kann zu einer Hirnhautentzündung führen. Eine Impfung gibt es für den Menschen noch nicht.
Gefährlicher ist die FSME - Erkrankung, die durch ein Virus ausgelöst wird und durch Zecken und andere Insekten übertragen werden kann. Das Virus wird beim Stich durch den Speichel übertragen, kann also sofort in den Körper eindringen. Es tragen lediglich ca. 5% der Zecken dieses Virus in sich, in den sogenannten Risikogebieten meist in Süddeutschland. Allerdings verbreiteten sich befallene Zecken immer weiter aus. Die ersten Anzeichen der Erkrankung zeigen sich 1-2 Wochen nach dem Biss in grippeähnlichen Symptomen, die in vielen Fällen zur Hinhautenzündung führen können. Man sollte also nach einem Zeckenbiss und dem Auftreten von Fieber oder ähnlichen Symptomen sofort zum Arzt und den über den Biss informieren. Gegen die FSME kann man sich impfen lassen.
Wie hoch ist die Gefahr? Man sollte sich nich verrückt machen. Lebt man in einem Risikogebiet und bewegt sich oft in der Natur, ist es ratsam sich impfen zu lassen. Grundsätzlich sollte man sich nach Spaziergängen durch hohem Gras absuchen. Nach einem Stich die Stelle desinfizieren, beobachten und wie schon beschrieben zum Arzt gehen, wenn die o.g. Symptome sich zeigen. Es gibt aber keinen Grund in Panik zu geraten, das Risiko wirklich an den o.g. Krankheiten zu erkranken, ist insgesamt noch niedrig.
Man hört immer wieder von den großen Gefahren von Zeckenbissen
und dass man durch sie eine Hirnhautenzündung bekommen kann.
Wie hoch ist die Gefahr wirklich und wann muss ich zum Arzt?
Theoretisch ist das mögich, die Wahrscheinlichkeit ist aber gering. Gefährlicher ist am Zeckenbiss, dass sie auch Borreliose übertragen können. Die Borreliose ist eine tückische, weil schleichend schlimmer werdende Erkrankung, die oft auch gar nicht, oder zumindest sehr spät diagnostiziert wird, weil ihre Symptme auch von vielen anderen Ursachen her rühren könnten. Sie gilt als unheilbar und man kann nur Symptome unterdrücken. Schulmedizinisch bekommt man da Hammerantibiotika über längere Zeit. Die machen dann den Rest vom Immunsystem auch noch platt. Es gibt aber alternativmedizinisch viele Möglichkeiten, wie man die Krankheit so in den Griff bekommen kann, dass man auch noch sehr gut damit weiterleben und alt werden kann. Da geht auch viel über Ernährung und so. Einen leicht verständlichen Überblick bietet die Seite http://www.borreliosetipps.de/, die ist so geschrieben, dass man auch als Laie was versteht.