Hallo nochmals,
mich quält eine schwierige Frage:
Vorausgesetzt, man merkt, dass eine Frau mit ihrer ausgeprägten Hysterie und Angst die ganze Familie quält. Sie würde es nie im Leben zugeben, dass sie zu weit geht, der Spruch „Ich bin die Mutter“ wird als Tarnung für allerlei hergenommen. Die Tochter (20), selbst eher ängstlich und sehr emotional, hatte wohl einen psychotischen Schub mit „Stimmen hören“ (habe ich unten geschildert), behauptet jedoch, die Mutter sei ein sehr liebenswürdiger Mensch (was ich so verstehe, dass ein Teil der überbordenden Mutterliebe hysterischerweise darauf abzielt, selber im Gegenzug vergöttert zu werden). Die große Angst, die ich bei anderen Müttern, die ich kenne, in diesem Umfang nicht erlebt habe, wird als mütterliche Sorge abgetan. Ich sehe, wie die Tochter dadurch allgemein verunsichert wurde und wohl keine gesunde Zuversicht und Selbstwertgefühl haben kann, entsprechend scheitert auch ihre Ausbildung immer wieder.
Der Vater leidet an Hochblutdruck und hält sich zurück.
Alle sagen sie, eine ganz normale, liebevolle Familie zu sein. Nicht so lange her wurde ich von dem Vater angerufen. Mir ging es gerade nicht sehr gut, ich war schlapp und müde. Das Gespräch endete mit meiner Aussage, dass wir (ich und mein Mann) tatsächlich zum vereinbarten Zusammentreffen kommen würden, es sei denn ich kann nicht, weil beruflich was Wichtiges dazwischen kommt (wäre bei mir möglich, ist schon vorgekommen). Bisschen später kam dann die telefonische Hysteriewelle der Mutter. Das könne man nicht tun, schließlich…sie habe sich für ihren Sohn aufgeopfert und jetzt das… Dazu möchte ich sagen, dass ich sie tatsählich gerne meide, weil mir ihre Angst und Hysterie ziemlich viel Stress bereiten. Dieser Vorwurf ihrerseits stimmt also. Jedoch bin ich überzeugt, Recht auf „freie Berufsausübung“ zu haben, um mich mal so formal auszudrücken.
Wie auch immer, an dem Tag ging es mir sehr schlecht, was ich ihr auch gesagt habe (Du, ich kann mit dir nicht streiten, ich bin krank). Woraufhin ich Vorwürfe bekam, nix im Voraus über die Krankheit gesagt zu haben (hätte ich es getan, hätte ich erstmal eine halbe Stunde Beruhingungsversuche unternehmen müssen, wodurch es mir dann auch nicht besser ginge - mein Arzt meint nämlich, es könnte der hohe Blutdruck sein, der mich quält).
Insgesamt finde ich es schlimm, dass so viele Menschen, mitsamt der Mutter selbst, daran beteiligt sind, dass sie ihre, von ihr selbst nie im Leben anerkannte, Hysterie und Angst nicht kontrollieren kann (ist ja klar).
Ich habe das Gefühl, das Ganze ist aussichtslos und ich frage mich, innerlich ganz entrüstet, ob es wirklich möglich ist, dass jemand auf die Gesundheit so vieler Menschen Einfluss nehmen darf? Was, wenn sich der Hochblutdruckverdacht bei mir bestätigt, ich aber mit der lieben Frau dennoch Kontakt haben muss, weil sonst mein Mann mit ihr Probleme kriegt (er ist übrigens auch meiner Ansicht über das Ganze) und weil ich ihn nicht allein lassen möchte, in dieser Geschichte?
Es würde sich natürlich anbieten, Kontakte auf Minimum zu reduzieren. Aber wie macht man das mit einer Person, die so viel Bestätigung und Aufmerksamkeit braucht, dass sie kaum auf die reduzierte Menge (die ich zum Beispiel verkraften könnte) eingehen würde? Wie, wenn viel Arbeit keine Ausrede ist, weil man selber (und der Mann und die Tochter) arbeitslos ist und uns eher um unser normales Leben beneidet?
Irgendwie ist mir ganz mulmig und ich merke, dass ich schon wieder hoffe, sie sieht es ein…Dummerweise neige ich immer mehr dazu, sie mit meinen Erkenntissen anzuschreien, vor allem, seit mir meine Gesundheit Sorgen bereitet.
