Kann mir das jemand erklaeren? (laaaaaaang)

Hi,

mir ist bei deinem Schreiben aufgefallen, dass du immer in
einer Art passiven Rolle irgendeines Dramas warst. Du bist
niemals Täterin geworden oder hast gar zu einem Gegenschlag
ausgeholt. Ich habe von dir den Eindruck, wenn ich das so
schreiben darf, dass du dich als Opfer von Willkür und
gezielten Unfreundlichkeiten siehst.

schön- treffender hätte man es nicht formulieren können.

Und aus meiner Warte ausgesehen stelle ich eher
Oberflächlichkeiten oder egoistisches Verhalten anderer fest,
unter denen du zu leiden hast. Aber anstatt sofort laut gegen
den einen oder anderen zu protestieren, hast du dich traurig
zurückgezogen, und seitdem scheinst du geradezu Negativpunkte
deines Lebens zu sammeln.

Entschuldigung wenn ich mich da einmische (so bin ich eben), vielleicht hilft es ja ?-Marie.

Mein Eindruck ist sehr wohl, dass Sie protestiert und auch laut und mein Eindruck ist weiter, dass sie enttäuscht aber auch wütend, verärgert ist. Traurige Menschen sind eher leise klagend- im stillen Kämmerlein…
Vielleicht kann uns Marie ja die Antwort geben!

Gruß Frank

Hallo!

Hi ?-Marie

Genau so hab ich mir das vorgestellt…
Genau diese Art zu antworten- ich hatte nichts anderes
erwartet.

Ach so - klar - Bild hatteste Dir schon vorher gemacht oder wie? Was dachtest Du denn wie ich reagiere? Ploetzlich so, wie Du reagieren wuerdest? Ist doch wohl klar, dass ich nicht innerhalb von 1-2 Stunden was komplett anderes schreibe als vorher - das waer dann wirklich merkwuerdig.

Du widerlegst und relativierst- jetzt ist es doch wieder nicht
so schlimm und eigentlich auch nur im Moment…

Natuerlich relativiere ich. Ich relativiere so, dass ich eben nicht alles in gut und schlecht einteilen moechte - das war ich und das war der andere… Und warum ist es denn verkehrt zu sagen, dass es leider im Moment nicht so laeuft wie ich es mir vorstelle? Und dass es sich haeuft?

Kannst Du auch mal etwas einfach stehen lassen?
Es kommt mir teilweise so vor als wenn Du Dich rechtfertigen
würdest.

Wieso soll ich denn was stehen lassen, was meiner Meinung nach fuer mich nicht stimmt? Ein Posting hier habe ich stehen lassen, weil ich darauf nicht mehr viel sagen konnte, weil es einfach gepasst hat. Aber bei Deinem dachte ich halt einfach nicht so.

Im Moment lebts Du die Pechmarie und ich behaupte, dass Du sie
im Moment gerne lebst- die andere, die Glücksmarie kennst Du
auch, aber Du willst sie nicht- nicht jetzt.
Du musst sie Dir nicht auf Teufel komm raus einreden- Es
reicht doch, wenn Du weißt, das es sie gibt.

Na dann weisst ja wenigstens Du, was ich will. Ich haette schon Bock auf Glueck - und ich werde auch immer noch nicht versuchen, das jetzt zwanghaft zu suchen.

Sauer bin ich gerade gar nicht - eher

enttaeuscht. Und das kommt schon mal vor. Und wenn es geballt
vorkommt isses scheisse - heisst aber nicht zwangslaeufig,
dass ich da alleine dran schuld bin.

Ich bin oft enttäuscht, wenn meine Erwartungen zu groß sind…
SCHULD bin ich eh nicht und andere auch nicht- die Dinge
entwickeln sich- ich würde nicht nach VERANTWORTLICHEN suchen.

Sorry, meine Erwartungen sind einfach nicht immer zu hoch. Und ich bin auch nicht die ganze Zeit dabei, nach einer „Schuld“ zu suchen. Vielleicht verstehst Du mich einfach falsch. Und irgendwie widersprichst Du Dir - im ersten Posting schreibst Du, jeder sei fuer sein Glueck selbst verantwortlich - jetzt ploetzlich entwickelt sich einfach alles von alleine - haeh???

Dann sag mir mal bitte, was ich noch unternehmen soll?! Ausser
nach Gespraechen zu fragen gibts da ja wohl nicht viel, kann
das sein?

Bin ich Gott? Ich werde mich hüten Dir zu sagen was Du tun
sollst…

Aber das machst Du doch schon und das finde ich ja auch gut so - nicht was ich soll, sondern was ich tun koennte.

Da ist sie wieder- die Erwartung an andere- was sollen die
Gespräche bringen? Das Dir jemand eine LÖSUNG gibt? Wer sollte
das tun? Bleib bei Dir- da kannst Du suchen.

Ich kann gleichzeitig bei mir bleiben - und trotzdem noch Anregungen bei anderen finden. Denn vielleicht schaetze ich mich komplett falsch ein? Dann bringts auch nix, wenn ich nur bei mir bleibe. Ich finds immer ganz gut, selbst ueber mich nachzudenken und trotzdem von anderen schonungslos zu hoeren, wie ich auf sie wirke.

Aehm - bin ich wuetend ruebergekommen?

Wenn dem nicht so ist- o.k.
Für mich schwer vorstellbar- wenn ich (nur) sauer bin, dann
reißt mich das nicht so runter. Deine Antwort jetzt empfinde
ich fast trotzig und in Bezug auf Deinen Vater kommst Du
zumindest sehr VERÄRGERT rüber.

Das mit meinem Vater steht wie gesagt auf einem anderen Blatt Papier. Das haette ich vielleicht nicht anbringen soll - das ist einfach zu langwierig und zu kompliziert.

gerade momentan nicht mit mir ausmachen kann und nicht
entdecke, was jetzt meine grosse Schandtat war. Und ich frage
auch Menschen und manche sagen mir sogar, was mein Fehler ist

  • nur, besonders in der letzten Zeit fand ich mich ziemlich
    nett :wink:

Das gefällt mir persönlich alles nicht so. Große Schandtat-
ziemlich nett. Warum diese Extreme?

Ich meinte wegen „grosse Schandtat“ mein Gefuehl, das ich in Bezug auf die Reaktionen anderer Leute hatte. Und ziemlich nett find ich nicht gerade ungewoehnlich extrem, ehrlich gesagt.

Meine Freunde sagen mir, was Ihnen an mir NICHT GEFÄLLT und
was Ihnen GUT GEFÄLLT.
Ich würde mir das nicht anmaßen- anderen zu sagen- sie machen
etwas falsch-oder sie hätten Fehler-kann (darf) das überhaupt
irgendein Mensch? Was sind das für Freunde die Du hast?
Leben kann nicht falsch sein- wie jeder Einzelne das macht ist
doch Wurst.
Es gibt Menschen die sehen in mir betimmte Eigenschaften
positiv- andere wieder sehen die selben Eigenschaften negativ.
Es kommt doch immer auf die Sichtweise an und nicht auf gut
und schlecht, falsch und richtig, böse und nett.

Das sehe ich genauso. Trotzdem duerfen mir meine Freunde sagen, was ihnen an mir gefaellt und was nicht - muss ich ja nicht unbedingt decken. Aber ich kann mir so auch ein besseres Bild von meinen Freunden bilden und weiss vielleicht auch ein bisschen, was SIE erwarten. Und ich finde, etwas kann man schon erwarten von einer Freundschaft. Was das ist, ist natuerlich ueberall unterschiedlich.

Aber bei Dir hab ich eben diesen Eindruck von PLUS und MINUS

Echt? Findste? Dann haette ich mich doch wohl mal sehr viel extremer ueber einige der Leute ausgelassen, oder?

War es ein Fehler nach Spanien zu gehen?

Die Frage hätte ich mir so nie gestellt

Ich hätte zur Kenntnis genommen, wie sich die Dinge entwickelt
haben und hätte dann versucht etwas anderes zu tun- ganz
einfach.
Wer kann vorher wissen, wie die Dinge laufen?
Wenn ich immer wüßte was passiert- das wäre ja grausam.

Das man das nicht vorher weiss ist klar. Aber man kann sich doch im Nachhinein ueberlegen, was man haette anders machen koennen, um es vielleicht das naechste Mal besser zu machen. Wenn ich immer nur daran denken wuerde, dass sich alles von selbst entwickelt, dann haette ich ja keine Moeglichkeit mehr, das zu beeinflussen. Das faende ich noch viel grausamer.

ME kommt es auf die EINSTELLUNG und auf die SICHTWEISE an.

Naja, wird es ja wohl auch erstmal - oder glaubst Du ich brech
jetzt mal den Kontakt zu ein paar Leuten ab und hab den besten
Spass meines Lebens? Ist doch gut, wenn ich mich schon mal
drauf einstelle, was auf mich zukommen koennte.

woher weißt Du was wird- bist Du Gott?

Weiss ich ja eben nicht - deshalb auch „koennte“ und nicht wird! Grosser Unterschied meiner Meinung nach.

Ob es GUT ist, wenn Du Dich darauf einstellts- weiß ich nicht-
Wo es GUT gibt muss es zwangsläufig auch ein schlecht geben.

Ja, ist ja auch „gut“ so. Es geht nicht darum, was insgesamt „gut“ ist, sondern was fuer mich „gut“ ist. Und das moechte ich sehr wohl unterscheiden koennen.

Lebe doch einfach und nimm die Dinge wie sie kommen- sie zu
bewerten und in gute und schlechte Zeiten einzuteilen- das
kommt mir vor als wenn Du RICHTEN würdest. Es liegt in DEINER
HAND ob Du Dich wohlfühlst.

Wenn Dinge passieren, die bewirken, dass es mir schlecht oder gut geht - sorry, dann ist es eben eine „gute“ oder „schlechte“ Zeit - fuer mich. Das ist fuer mich Leben - wenn ich mich dabei auch gut oder schlecht fuehlen darf - oder nicht? Und es liegt nicht immer nur in meiner Hand - warum auch? Wozu dann andere Menschen, wenn sie noch nicht mal meine Gefuehle beeinflussen koennten?

Ein völlig durchgeknallter US- Präsident- Kriege- ein
schlimmes Erdbeben im Iran- mir müsste es ja nur noch schlecht
gehen. Ist aber nicht so, weil ich mich mag und zufrieden mit
MIR bin.

Naja, mich kann das aber trotzdem tangieren - tuts auch und mir gehts auch manchmal ziemlich nahe, auch wenn ich zufrieden mit MIR bin. Und mich koennen auch Freunde, Familie etc tangieren - das muss doch nicht automatisch heissen, dass ich unzufrieden mit mir bin. Heisst das nicht Empathie? :wink:

Gruß

Gruss

Frank

Nora

An Frank und Grilla!
Hola!

Nur noch mal kurz - ahm - Marie heiss ich gar nicht, obwohl es ein schoener Name ist :wink:
Waer aber lustiger gewesen, wenns so gewesen waer!

Gruss,

okay, okay, ich sags: Nora

Hi Nora,

ich weiss nicht recht, wie ich’s erklaeren soll. Ich versuch’s mal:
Wie Du in den Spiegel guckst, kommt’s auch heraus. Ich will Dir nun keine Gemeinheit unterstellen, aber wenn’s Dir nicht gut geht, oder Du sogar unter Depressionen leidest, reagiert die Welt - leider - recht negativ auf Dich. Bist Du jedoch froehlich, strahlst Du positive Energie aus, und andere Menschen bemerken diese.

Nun kannst Du nicht, wenn es Dir dreckig geht, positive Engergie ausstrahlen, sozusagen. Ein Teufelskreis? Naja, wenn Du denkst, Du koenntest Depressionen haben (was ich nicht fuer unwahrscheinlich halte), koennen Antidepressiva einen riesigen Unterschied ausmachen.
Sie waeren halt in Deinem Fall eine voruebergehende Loesung, solange Du in Spanien bist, und keine professionelle Hilfe aufsuchen kannst. Fuer Antidepressiva muesste eigentlich ein Hausarzt reichen.

Ob durch Medikamente oder durch veraenderte Umstaende - wenn Du Dich wieder besser fuehlst, wirst Du wieder lachen koennen, mit einem Laecheln in einen Laden reingehen koennen, wo die Verkaeuferinnen auf einmal superfreundlich sind, Du kannst Dich mit Leuten treffen und, statt Schwere und negativer Energie kannst Du Freude und positive Energie ausstrahlen. Und die Reaktion Deiner Mitmenschen wird dementsprechend sein.

Versteh dies bitte nicht als Geschwafel - ich bin mir bewusst, dass einem Depression die ganze Lebenslust, Lebensfreude, Lebenskraft entreisst, und dass es dann kaum noch einen positiven Gedanken gibt.
Du denkst vielleicht, aber es ist doch soviel schiefgegangen - wie kann ich da denn froehlich sein? Es sind aber nicht nur die Ereignissse, sondern die ‚psychische Verfassung‘, die einen so lebensunlustig sein lassen. Und ohne die psychische Verfassung zu aendern, soll heissen, ohne was gegen die Depression zu tun, kann man kaum wieder seine Lebensfreude zurueckgewinnen.
Du wirst merken, so wie auf einmal alles wieder gut laeuft, dass die schlechten Ereignisse zur Erinnerung werden, und die Gegenwart wieder angenehm ist. Glaub’s mir.

Gruss, Isabel

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Isabel,

das was Du schreibst finde ich auch und das weiss ich auch. Nur - ich bin ja gar nicht depressiv. Ich bin genauso drauf wie sonst auch - und mich hat auch noch keiner in der naeheren Umgebung auf irgendwas angesprochen bisher. Das ist es ja gerade. Ich bin wie ich eigentlich immer bin und eigentlich gut drauf. Es kommt halt erst nachtraeglich wenn irgendwas ist - und dann krieg ich natuerlich nen Mega Heulanfall. Aber da ist ja auch keiner in der Naehe.
Aber ich lache nicht weniger als sonst und mir gehts auch gar nicht den ganzen Tag schlecht. Das ist es ja gerade. Sonst weiss ich das ja auch - wenn ich schlechte Laune habe, reagieren die Leute natuerlich nicht besonders positiv auf mich.
Und auch sonst hab ich nicht das Gefuehl, dass ich sonderlich depressiv oder so rueberkomme. Ich fuehl mich auch im Grunde nicht so. Depressiv sein ist fuer mich, wenn man keine Freude empfinden kann, sich auf nichts freuen kann und nicht lachen kann - das trifft aber auf mich nicht zu.
Deshalb verwundert mich das ja auch alles so. Ich kenn mich ja - ich heul dann ein Stuendchen in meinem Kaemmerchen und mir gehts schlecht - 5 Minuten spaeter bin ich aber schon wieder ganz normal drauf - und nur beim naechsten Ereignis reisst es mich dann wieder um - sehr kurzweilig - dann aber auch richtig.
Und auch sonst haben alle Leute die ich getroffen habe ziemlich „normal“ auf mich reagiert - die Sachen, die passiert sind habe ich halt kaum als „Reaktionen“ auf irgendwas empfinden koennen… Wenn ich depressiv waer wuesste ich wenigstens an was es liegt, das das alles passiert :wink:

Aber trotzdem vielen Dank fuer Deine Antwort!

Lieben Gruss!

Hi Nora,

ich weiss nicht recht, wie ich’s erklaeren soll. Ich versuch’s
mal:
Wie Du in den Spiegel guckst, kommt’s auch heraus. Ich will
Dir nun keine Gemeinheit unterstellen, aber wenn’s Dir nicht
gut geht, oder Du sogar unter Depressionen leidest, reagiert
die Welt - leider - recht negativ auf Dich. Bist Du jedoch
froehlich, strahlst Du positive Energie aus, und andere
Menschen bemerken diese.

Nun kannst Du nicht, wenn es Dir dreckig geht, positive
Engergie ausstrahlen, sozusagen. Ein Teufelskreis? Naja, wenn
Du denkst, Du koenntest Depressionen haben (was ich nicht fuer
unwahrscheinlich halte), koennen Antidepressiva einen riesigen
Unterschied ausmachen.
Sie waeren halt in Deinem Fall eine voruebergehende Loesung,
solange Du in Spanien bist, und keine professionelle Hilfe
aufsuchen kannst. Fuer Antidepressiva muesste eigentlich ein
Hausarzt reichen.

Ob durch Medikamente oder durch veraenderte Umstaende - wenn
Du Dich wieder besser fuehlst, wirst Du wieder lachen koennen,
mit einem Laecheln in einen Laden reingehen koennen, wo die
Verkaeuferinnen auf einmal superfreundlich sind, Du kannst
Dich mit Leuten treffen und, statt Schwere und negativer
Energie kannst Du Freude und positive Energie ausstrahlen. Und
die Reaktion Deiner Mitmenschen wird dementsprechend sein.

Versteh dies bitte nicht als Geschwafel - ich bin mir bewusst,
dass einem Depression die ganze Lebenslust, Lebensfreude,
Lebenskraft entreisst, und dass es dann kaum noch einen
positiven Gedanken gibt.
Du denkst vielleicht, aber es ist doch soviel schiefgegangen -
wie kann ich da denn froehlich sein? Es sind aber nicht nur
die Ereignissse, sondern die ‚psychische Verfassung‘, die
einen so lebensunlustig sein lassen. Und ohne die psychische
Verfassung zu aendern, soll heissen, ohne was gegen die
Depression zu tun, kann man kaum wieder seine Lebensfreude
zurueckgewinnen.
Du wirst merken, so wie auf einmal alles wieder gut laeuft,
dass die schlechten Ereignisse zur Erinnerung werden, und die
Gegenwart wieder angenehm ist. Glaub’s mir.

Gruss, Isabel

Hallo!

es wurde Dir ja schon viel geraten und erklärt.

Etwas viel mir allerdings besonders in Deiner Schilderung auf,
was wohl durchaus typisch für junge Leute beim Übergang vom
Jugendlichen zum Erwachsenen ist.
Was bezeichnest Du als „Freunde“ und was erwartest Du von diesen
Freunden.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwähren, daß Du mit der Absicht
nach Hause (Deutschland) gekommen bist, mal wieder mit den alten
Kumpels zur die Kneipen/Diskotheken zu ziehen, wie früher (was auch
sehr verständlich ist).
Nur eines kannst Du von solchen „Freunden“ sehr selten erwarten,
nämlich echte Freundschaft. Die sind inzwischen auch Erwachsen
geworden und haben ihre eigenen Probleme und Famielien und waren
auch nie an Freundschaft interessiert, sondern max. an Unterhaltung
und Mitläufern.

Was da für die Zukunft eher bleibt, ist Familie.
Auch wenn Du mit Deinem Vater nicht zurecht kommst, dann pflege
eben die Beziehung zur Schwester (aber nicht nur hingehen und klagen)
oder die Bindungen zu Onkels, Tanten, Omas und Opas . Das wird in
Deinem späteren Leben mehr Bestand haben als Kneipenfreundschaften
und Kumpels aus der Jugendclique.

Desgleichen gilt auch für die sogenanten Freunde in Spanien,
egal ob Du sie als Stammkunde in der Bar kennengelert hast oder
als Kunde in der Reinigung oder als Mieter. Das werden nimmer Deine
Freunde sein, für die bist Du nur eine Fremde, die solange gut
behandelt wird, wie Du Geld hast. Diese Leute sind umso sensibler
wenn die merken, daß es Dir schlecht geht und Du sie nur „nervst“.
Solchen Leuten auch noch Geschenke zu machen ist naiv.
Du kanst daraus nun höchstens noch lernen, daß man mit Geschanken
keine Freunde gewinnt (jedenfalls nicht mit kleinen Geschenken :wink:

Bleibt festzustellen, daß Du nun viel weniger Freunde hast, als Du
so dachtest, aber das war vor Deinem Deutschlandbesuch auch schon so.
Da brauchst Du auch keine Angst mehr haben, noch weitere Freunde
zu verlieren, denn nur wenn es wirkliche Freunde sind, werden Sie
Dir auch in der Not helfen.
Such Dir also neue Freunde, denen Du etwas geben kannst und die
Dir etwas zurückgeben können. Pflege diese (wenigen) Freundschaften
(auch mit kleinen Geschenken) und laß Dir in Zukunft ein etwas
„dickeres Fell“ wachsen, welches Dir durch die Widrigkeiten des
Lebens hilft. Und hüte Dich vor falschen Freunden :smile:
Gruß Uwi

Ich glaube, ich brauche jetzt wirklich dringend jemanden, der
mir sagt, was ich machen sollte/koennte - ich weiss es
naemlich wirklich nicht mehr.
Ich kann ja mein(e) Problem(e) mal kurz umreissen…

Ich wohne seit ca. 5 Monaten in Spanien - bin aus Muenchen
weggezogen. Seit ungefaehr einem Monat stelle ich so ziemlich
alles in Frage, was mir wichtig ist.
Es fing an, als ich Anfang Dezember fuer eine Woche in
Deutschland war. Ich hatte jede Menge vor, um so ziemlich
jeden in ganz Deutschland zu besuchen und startete meine Tour
in Hamburg, um eine Freundin zu treffen. Ich hatte mit ihr
abgemacht (da sie gerade nix macht), dass ich ihr den Sprit
bezahle und sie dafuer mit mir und ihrem Auto noch zu ein paar
anderen Orten in D faehrt. Ich habe sie vorher ungefaehr 8mal
gefragt, ob ich mich darauf verlassen kann, weil ich sonst
alles mit den Fluegen aendern muss etc - woraufhin sie mir
versicherte, dass ich mich darauf auf jeden Fall verlassen
kann. Ich war halt ein bisschen skeptisch, weil sie mich in
der letzten Zeit einfach zu oft enttaeuscht hatte. Und - wie
sollte es auch sein - es klappte natuerlich nicht, weil sie zu
lange gefeiert hatte und zu muede und kaputt sei. Daraufhin
war ich (verstaendlicherweise finde ich) ziemlich sauer, bin
dann abgehauen und hab die ganze Tour mit dem Zug gemacht (was
mich ungefaehr ein halbes Monatsgehalt gekostet hat). War ein
Riesenstreit - die erste Freundin. Von der naechsten wurde ich
dann gleich einige Tage spaeter enttaeuscht, als ich in
Muenchen war. Mit ihr hatte ich abgemacht, dass wir uns am
Samstagabend treffen und was machen und halt auch in die
Lokalitaeten gehe, wo ich Leute treffe, die ich kenne usw. Sie
rief mich dann an und meinte, sie haette ne tolle
Ueberraschung fuer mich - sie haette eine „Welcome back“ -
Ueberraschungsparty fuer mich organisiert - ganz toll. Hab ich
mich natuerlich gefreut - nur fiel mir dann auf, dass sie
einfach ne Party gemacht hat - und mich auch eingeladen hat -
ich kannte naemlich niemanden dort. Da waren wir dann 15
Leute, die ich nicht kenne - ich konnte dann natuerlich nicht
mehr dorthin, wo ich hinwollte - konnte niemanden treffen -
war dann aber auch nicht so ein Drama fuer mich. Bis sie mir
dann vorwarf, ich waere so undankbar und das waer ja alles nur
fuer mich (was von den anderen niemand wusste)- ich dann
sagte, das sei aber nicht noetig gewesen und es mir auch
gereicht haette, wenn wir uns einfach so getroffen haetten -
sie wusste auch ganz genau, dass es mir momentan nicht
besonders gut ging. Nun gut, sie war dann so stinksauer, dass
sie mich nach Hause geschickt hat (obwohl ich meiner Meinung
nach wirklich entspannt war und sonst weiter keinen einzigen
Vorwurf gemacht habe). Die naechste also. Zurueck in Spanien
hat mich erstmal der Wirt von meiner Bar in Spanien total
angeschrien und als Nutte beschimpft und mir faellt einfach
gar nicht ein, warum. Ich weiss, dass der oefter mal Ausraster
hat, aber das war mir dann wirklich zuviel, nachdem ich denen
ungefaehr 10 Geschenke etc aus D mitgebracht habe und sie sich
ja SOOOO gefreut hatten, dass ich wieder da bin. Das hat mir
dann schon mal fast den Rest gegeben, weil ich die eigentlich
schon fast als Freunde angesehen hat - war ja auch ungefaehr 4
Monate „Stammkundin“ da - das hat sich als „Anlaufpunkt“ im
fremden Spanien natuerlich auch erledigt. Gleich direkt am
naechsten Tag schmiss mir der Typ von der Waescherei meine
Sachen hinterher, weil ich (wirklich) freundlich gefragt habe,
arum eine Maschine jetzt 10 Euro kostet anstatt 6 - der gab
mir dann auch zu verstehen, dass ich gar nicht mehr
wiederkommen brauche. Nachdem ich das alles halbwegs verdaut
habe (d.h. ich hatte nicht mehr 3 Heulkraempfe innerhalb von
einer Stunde ueber Tage hinweg) gings dann ganz okay und ich
habe mich mit einem Typen getroffen, den ich in Muenchen
kennengelernt habe - der aber eigentlich aus Spanien kommt -
aus dem gleichen Ort, in dem ich auch wohne. Mit dem habe ich
mich dann getroffen - war auch superwitzig, haben viel
getrunken, waren dann bei mir und der fing an, an mir
rumzubaggern. Ich hab immer „nein“ gesagt - der hoerte nicht
auf und es dauerte 2 Stunden, bis ich den endlich aus meiner
Wohnung raushatte - hat mir echt Angst gemacht. Und ich hatte
wirklich gedacht, wir wuerden uns einfach so ganz gut
verstehen. Nun gut - der naechste also. 2 Tage spaeter rief
mich mein Vater an (mit dem ich eigentlich seit ueber nem Jahr
keinen Kontakt mehr habe, weil er ein A… ist), um mich
durchzubeleidigen und mir zu sagen, dass meine Oma im
Krankenhaus liegt. Das war dann die naechsten Momente, die
mich wieder wahnsinnig zurueckgeworfen hatten und ich wirklich
das Gefuehl hatte, dass ICH wahnsinnig werde - hab gar nix
mehr hingekriegt. Dann Weihnachten - weil meine Mutter mit
ihrem neuen Mann nach Suedamerika geflogen ist und ich nicht
alleine und depressiv in Spanien feiern wollte, hab ich dann
mit meiner Schwester und der Familie ihres Freundes gefeiert.
Das war auch alles recht okay, ich hab mich nur leider
ziemlich als das fuenfte Rad am Wagen und einsam gefuehlt. In
den letzten Tagen in Muenchen fand ichs dann auch schlimm -
kann nicht sagen, dass sich irgendjemand darum gerissen
haette, mich mit mir zu treffen. Die Freundin (von der Story
oben, mit der Party) hat sich auf meine SMS gar nicht erst
zurueckgemeldet - mein „bester Freund“ hatte irgendwie erst
gar nicht Zeit fuer mich und die sozusagen „letzte“ Freundin
hatte wohl schlichtweg vergessen, dass wir uns noch treffen
wollten, bevor ich heute zurueckgeflogen bin. War eh schon ein
bisschen sauer auf sie, weil sie die ganzen Stories kennt,
aber mich irgendwie auch ziemlich im Stich gelassen hat -
obwohl sie diejenige war, die meinte, sie waer immer fuer mich
da. Hab sie dann heute angerufen, als ich wieder in Spanien
war und gefragt, ob alles okay ist, weil ihr das so gar nicht
aehnlich sieht, und dass ich es schade finde, dass sie sich so
gar nicht meldet - worauf sie meinte, sie haette darauf mal
jetzt gar keinen Bock, ich haette einen „beleidigten“ Ton am
Leib. Also, wenn ich eins schwer bin, dann beleidigt - und hat
aufgelegt. Worauf ich dumme Kuh dann erstmal auf ihre Mailbox
gesprochen habe, dass es mir leid tut, das ich auf sie
beleidigt wirke ?! Dazu habe ich festgestellt, dass meine
Badezimmertuer kaputt ist - ich sie nicht oeffnen kann, das
Duschen flachfaellt. Hab daraufhin meinen Vermieter angerufen

  • seine eifersuechtige Psycho-Freundin ging an sein Handy und
    sagte mir dann, sie wolle nicht, dass er mit mir spricht!
    Schliesslich wuerde die Wohnung ja seinem Vater gehoeren (der
    in Madrid wohnt!).

So - eigentlich wuerde ich das ja alles fast witzig finden,
wenn es nicht so schlimm fuer mich waere. Jede einzelne dieser
Vorfaelle hat in mir wirklich einen kleinen
„Depressionsanfall“ ausgeloest und ich weiss nicht, ob ich
damit noch laenger klarkomme. Ich hab das Gefuehl, dass mir
mal wirklich gar keiner mehr bleibt - was schlimm ist, weil
ich wahrscheinlich auch gar nicht mehr lange in Spanien
bleiben werde (Arbeitgeber macht gerade ziemlich rapide
pleite) - und dann auch gar nicht weiss, wo ich hinsoll!
Muenchen hat sich jetzt einfach fuer mich gegessen!
Und ich weiss auch wirklich nicht, warum das alles passiert
ist! Man mag ja echt denken, dass ich mich hier als armes
unschuldiges Hascherl hinstelle, das nix dafuerkann - ist aber
nicht so - ich ueberlege wirklich die ganze Zeit, was ich
falsch gemacht habe, dass das alles so gekommen ist! Aber es
will mir wirklich nicht in den Kopf!
Und ich mag auch nicht weiterhin alles okay finden und zu
allem ja und amen sagen, nur weil ich Angst habe, dann
irgendwelche „Freunde“ zu verlieren. Aber klar - ich bin
natuerlich diejenige, die weit weg ist usw. Aber das heisst
doch nicht, dass ich deshalb alles und jedem hinterherlaufen
und alles okay finden muss? Und auch so, wie es mir jetzt
gerade geht bin ich gar nicht offen dafuer, neue Leute
kennenzulernen. Zwischendurch denke ich wirklich, dass ich es
einfach nicht mehr aushalten kann alles. Und sogar wenn ich
ueberlegen wuerde, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen
wuerde das gar nicht gehen, weil das die Krankenversicherung
nicht uebernimmt und ich mir das selbst gar nicht leisten
koennte. Ausserdem ist mein Spanisch noch gar nicht gut genug.
Ich mag auch jetzt nicht nur rumheulen und mich im
Selbstmitleid vergraben - hab mich ja auch in Muenchen jetzt
wirklich zusammengerissen - nett, lustig, Konversation etc,
aber irgendwann gehts einfach nicht mehr. Vor allem, weil ich
jetzt wirklich nicht mehr wirklich weiss, wenn ich anrufen
soll - die haben sich ja mehr oder weniger verabschiedet. Und
ich hab ihnen erzaehlt, was passiert ist, wie es mir geht etc

  • ohne nur Rumzuheulen. Schnallt das keiner - ist denen das
    egal oder was ist los? Wenn das mit so vielen Leuten passiert,
    denke ich ja natuerlich, dass ich da irgendwas falsch mache -
    aber was denn? Weiss es irgendjemand von Euch? Hat jemand ne
    Idee? Obwohl es wohl auch dann schon fast egal ist, wenn es
    niemanden mehr gibt, bei dem ich es „anwenden“ kann ;-(
    Bin jetzt so weit, dass ich einfach mein Handy ausschalte,
    mich zusammenreisse und versuche, ganz alleine klarzukommen.
    Denn noch so was halte ich einfach nicht aus. Und ich hab auch
    genug davon , mich in einer Tour zu entschuldigen, obwohl ich
    es nicht einsehe, nur weil ich Angst habe, noch mehr „Freunde“
    zu verlieren.

Bin dankbar fuer Eure Tipps!

Lieben Gruss,
Pechmarie M.

P.S.: Musste alles auch noch 2mal schreiben, weil es im
Internet-Café gerade als ich fast fertig war einen
Stromausfall gab :frowning:(( - drueckt mir bitte die Daumen, dass
wenigstens auf dem Heimweg alles glattlaeuft ;-(

Hallo Uwi!

Danke fuer Dein Posting! Ich habe aber nicht von „Kumpels“ gesprochen - von denen gibt es ja jede Menge, mit denen gehe ich dann „auf die Rolle“ etc. Die Personen von denen ich jetzt gesprochen habe waren eher die, mit denen ich mich so treffe, teilweise mit ihnen zusammen gearbeitet habe und auch schon laenger kenne.
Das mit den „Geschenken“ - nun gut - von der „Kneipenfamilie“ kamen halt ein paar „Bestellungen“, was sie aus D brauchen - und dann hab ich ihnen halt auch so noch was mitgebracht. Glaub nicht, dass ich sie mir damit „kaufen“ wollte - das wuerde ich dann, glaube ich, anders anstellen. Sie geben mir ja auch oefter mal ein Essen aus, ich glaube, das beruht dann eher auf Gegenseitigkeit - kaufen will ich mir da echt nichts. Was ist daran naiv? Vielleicht hab ichs auch falsch dargestellt - ich war da jeden zweiten Abend und hab jedesmal etwa 3-4 Stunden mit denen gequatscht - ich durfte bei ihnen duschen, als ich kein Gas mehr hatte, etc…
Glaubst Du, ich bin immer noch nicht erwachsen? Oh nein - wie lange dauerts denn noch?
Also, was ich als Freunde bezeichne - schwierig - Menschen, die ich mag, die mich moegen, die mich gut kennen und die ich gut kenne, die fuer mich da sind, wenn ich sie brauche, mir auch mal die nicht so angenehmen Dinge sagen, mit denen ich aber auch Spass haben kann und auf die ich mich verlassen kann. Eine gewisse gemeinsame Grundeinstellung ist da auch sehr wichtig, sonst klappts nicht. Und es muss Interesse bestehen fuer den anderen. Das alles kann man aber natuerlich nicht die ganze Zeit und durch die Reihe weg erwarten - aber doch wohl schon, wenn man sich sowieso nur ein paar Mal im Jahr sieht und sonst nur mailt oder telefoniert, oder? Ich weiss nicht, aber ich finde, dass ich das bringe - vielleicht erwarte ich wirklich zuviel.
Familie ist bei mir kaum vorhanden - ausser zu meiner Mutter und meiner Schwester habe ich da kaum Kontakt - ich telefoniere hin und wieder mit meinen Grosseltern und das wars. Und Onkeln und Tanten, Cousinen und Cousins - warum? Die hab ich alle 2mal in meinem Leben gesehen, sind alle viel aelter als ich, leben woanders , fuehren ein komplatt anderes Leben - warum sollte ich mich ploetzlich an die wenden?
Nur mal so - Deine mail klang wirklich so, als wuerdest Du denken, ich sei 20 oder so - komm ich so rueber? Wegen „Jugendcliquen“ etc - sowas hatte ich auch eigentlich nie… Ich werde im Januar 26 und wohne auch seit 8 Jahren nicht mehr daheim - also ob das alles daran liegt, dass ich mich langsam von „Jugendfreunden“ entferne weiss ich nicht.

Naja, vor falschen Freunden werde ich mich jetzt aber wirklich mal heuten, da hast Du schon Recht!

Danke!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Das ist echt schade, dass es bei dir so läuft, aber du weisst jetzt dass es anderen manchmal auch so geht und ich versteh dich sooo gut. Aber ich bin sicher, auch für dich werden wieder bessere Tage kommen.

„You can’t hurry love“ (Phil Collins)

cheers

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi frank.

Meine Freunde sagen mir, was Ihnen an mir NICHT GEFÄLLT und
was Ihnen GUT GEFÄLLT.
Ich würde mir das nicht anmaßen- anderen zu sagen- sie machen
etwas falsch-oder sie hätten Fehler-kann (darf) das überhaupt
irgendein Mensch? Was sind das für Freunde die Du hast?

ich bin mit dem posting ehrlichgesagt gar nicht einverstanden.
Wenn ein Freund zu mir sagt: „Das war aber eben nicht sehr nett.“
oder: „manchmal könntest du etwas sensibler sein“
dann ist das eine sehr ehrliche Sache und ich werde mich damit auseinandersetzten. So vermeidet man Missverständnisse und so entstehen Diskusiionsrunden die die Kommunikation und das Verständnis für den anderen fördern und es ist immer toll Freunde zu haben die so mit einem Umgehn.
Bei solchen Leuten weiss ich hundertprozentig dass sie hinter mit stehen und ich mich in Ihrer Gesellschaft ganz und gar ausleben kann und dass ich andere Werte habe die sie so sehr schätzen, dass ihnen dass erst mal nich so wichtig ist.

Die andere Art von Freunden würden sich wahrscheinlich wegdrehen nicht mehr anrufen und sich sagen „die ist mir zu unsensibel“

ich denke du betrachtest die Sache viel zu sachlich, vielleicht auch ein bisschen von oben herab (lass dir das als Freund sagen :wink: )
Das ist bei solche einem Gefühlsdilemma in dem Nora steckt der Falsche Weg.
Manchmal ist es notwendig sich seinen Gefühlen zu stellen, zu weinen und etwas depressiv zu sein. Einfach nur so - ohne Grund. Bei vielen ist das gerade im Winter sehr ausgeprägt.

cheers, Silke

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Hi Silke,

Manchmal ist es notwendig sich seinen Gefühlen zu stellen, zu
weinen und etwas depressiv zu sein. Einfach nur so - ohne
Grund. Bei vielen ist das gerade im Winter sehr ausgeprägt.

Da bin ich absolut mit einverstanden.
Die Zeit die jeder dafür braucht, soll ihm auch zustehen…darum schrieb ich:
Du darfst heulen und wütend sein und Zorn haben und die anderen hassen- wenn es genug ist- mach Dich auf den Weg zur Glücksmarie.

ich denke du betrachtest die Sache viel zu sachlich,
vielleicht auch ein bisschen von oben herab (lass dir das als
Freund sagen :wink: )

natürlich lass ich mir das sagen und ich höre das sehr oft auch von anderen. Ich bin mir in vielen Dingen, die ich mache sehr sicher und dazu stehe ich und das wirkt sehr oft arrogant, überheblich, besserwisserisch u.s.w.- ich kann damit leben. Wer mich ein wenig näher kennt weiß, dass ich von Sachlichkeit wenig halte. Vieles bei mir ist Gefühlssache.

Wir können ja hier über alles diskutieren- nur eines darf (Pech)Marie nicht von mir erwarten: Verständnis, Bedauern.
Es würde Sie ME in ihrer Passivität bestätigen.

D.h. aber nicht, dass ich Ihre Situation nicht nachvollziehen kann.
Von den dunklen Seiten des Lebens habe ich mehr als genug erlebt.
Zwanzig Jahre meines Lebens war ich passiv und mir ist ein Unheil nach dem anderen widerfahren. Ich habe alle anderen dafür verantwortlich gemacht und mich oft genug gefragt: Warum passiert das ausgerechnet mir? Womit habe ich diese Strafe verdient?
Ich schreibe das jetz gar nicht in Bezug auf meine Suchterkrankung, sondern ganz allgemein.
Ich hätte nicht auf dieses Posting geantwortet, wenn ich nicht nachvollziehen könnte, was da abgeht und Du kannst mir glauben das ich weiß, wie Scheiße sich das ANFÜHLT.
Dieses Posting von Nora hätte vor ein paar Jahren mein eigenes sein können- mit dem Unterschied das das jahrelang ein Dauerzustand von mir war. Nora kennt sich auch von der anderen Seite, das ist gut so und wird ihr auch von Nutzen sein- ich kannte meine Glücksseite (Gewinnerseite) nicht.

Der Weg daraus gelang mir eben dadurch, dass ich nicht nach Fehlern gesucht habe, sondern der Weg daraus ging übers ausprobieren anderer Verhaltensweisen, so zu sagen übers experimentieren.
Dazu wollte ich auch hier anregen- es ist nicht eine Weisheit, die ich gefressen habe, sondern „meine Erfahrung“

Ich halte nichts von „das ist der falsche“ oder „das ist der richtige Weg“ Jeder sollte für sich selbst herausfinden, was für ihn o.k. ist.

Gegen das was Du schreibst ist von meiner Seite gar nichts einzuwenden.
Es ist mir auch sehr wichtig, dass Leute mir sagen was Ihnen an mir nicht gefällt. Sie dürfen und können das auch jederzeit tun- nur sie sollten sich nicht anmaßen es als einen FEHLER zu bezeichnen.
Das ist es, was ich herausstellen wollte.

Wenn Du gerne mit den Fingern ißt, dann würde ich Dir sagen, dass mir das missfällt (in meiner Gegenwart), aber ich würde es nicht als einen FEHLER, oder ein falsches Verhalten ansehen. Das sollte jeder für sich entscheiden dürfen.

Im übrigen, möchte ich mit meiner Antwort nur Gedanken anregen und jedem steht es frei davon zu halten, was er will. Ich möchte ein wenig helfen mit einer anderen Sichtweise. Sie soll weder richtig noch falsch sein- sondern eben nur anders. o.K.?

Ein lieber Gruß

Frank

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eventuell
hallo m.,

vielleicht hast du unbewusst bemerkt, dass du in deinem vorherigen leben nicht glücklich warst und all diese schicksalsschläge stellen einen guten neuanfang dar.

du wirst sehen, dass du nach dieser pechsträhne viel stärker sein wirst.

(mir ging es auch oft ähnlich)

gruss

desperado