Hallo ExNicki,
öhm, kleine Korrektur: wallonisch ist kein Dialekt vom
Französischen, sondern ist Französisch,
ich wiederspreche einem Muttersprachler nicht gerne. Aber in dem Fall weiß ich es besser:
Ein einziger Satz in Wallonisch möge als Beweis genügen:
„hout* c’il plou!“.
*(manchmal auch mit „d“ statt mit „t“)
Du wirst mir mittels eines (normalen) Französisch-Lexikons das kaum übersetzen können.
denn zu dem sinngleichen offiziellen französischen Satz „écoute comme il pleut!“ sind doch gravierende Unterschiede zu erkennen.
Der gleiche Satz im Bayerischen:
„Her wias rengt“ = „Höre, wie es regnet“
bietet eine vergleichbare Abweichung. Von daher: glaube mir: Wallonissch IST ein Dialekt vom Französischen. Und wenn er in Reinform gesprochen wird, sogar ein echt heftiger Dialekt! Ich bin mir nicht sicher, ob Du da alles verstehen würdest… (ich sowieso nicht).
und zwar wird in
manchen Gegenden Belgiens bessere Französisch gesprochen als
in Frankreich selbst (abgesehen von ein paar Eigenarten wie
septante und nonante).
das kann ich nicht beurteilen. Aber offenbar hört man einen Belgier, der französisch spricht aufgrund von kleinen Betonungsunterschieden immer sofort von einem „echten“ Franzosen heraus. So wurde ich mal hier im tiefsten Bayern in einer Stammtisch-Runde Französisch gleich bei der ersten Teilnahme, nach wenigen Sätzen von mir von einer „echten“ Französin gefragt: „Vous êtes belge, n’est-ce pas?“, was ich natürlich total verblüfft zugeben musste.
Und es gibt tatsächlich auch eine deutschsprachige Ecke in
Belgien, um die Stadt Malmedy herum.
Richtig, aber das ist OSTbelgien, und nicht Südbelgien. Just aus dieser Ecke („Deutsch-Ostbelgien“) stammt meine Familie. Daher kenne ich auch den Eifler Dialekt gut. Deutsch ist übrigens eine offizielle Landessprache von Belgien. Es gibt alle amtlichen Formulare in Deutsch, eine deutschsprachige Militäreinheit, ein Recht, dass die Gerichtsverhandlung in Deutsch abläuft, wenn man selbst deutscher Muttersprache ist etc. etc.
Diese Belgier behaupten,
nach Belgien zu fahren, wenn sie in den französischen Teil
fahren 
ich kenne es so, dass dann gesagt wird: „Wir fahren nach Altbelgien“.
Aber was das Luxemburgische angeht, so sind sowohl Pit als
auch ExNicki wahre Experten und können sich äußern, ob der
erste Teil tatsächlich Luxemburgisch ist/sein könnte (wie
gesagt: ich bezweifle das sehr).
ech och 
dan seng ech schu zevreden… (Orthographie bitte nicht beachten, ich weiß halt wie es etwa ausgesprochen wird).
Viele Grüße vom bayerischen Alpenrand sendet
Alexander