Kann mir jemand den Text kurz prüfen?

Die Beurteilung des letzten Jahres ist überraschender Weise
eine Stufe schlechter ausgefallen als in den Jahren zuvor.
Durch mehrfachen Tätigkeitswechsel im vergangenen Jahr
war die Prozedur der Beurteilungsdurchführung bis heute außerordentlich
chaotisch und für mich nicht ganz nachvollziehbar, wer was wie beurteilt.
Die Beurteilung ist zwar gut, aber meiner Meinung nach nicht gut genug.
Aus diesem Grund hatte ich auch Gespräche geführt und mir den Beurteilungsleitfaden zu rate gezogen.
Die Ergebnisse dieser Gespräche veranlassen mich dazu
die Beurteilungen lediglich zur Kenntnis zu nehmen, akzeptieren kann
ich sie aber nicht (mit Ausnahme von Frau Geller)!

Ich bitte um Benachrichtigung bis zum 15. März 2001, falls
ich durch das diesjährige Beurteilungsergebnis Nachteile zu erwarten habe.

Danke!!!

Gruß

Caro

Hi!

Die Beurteilung des letzten Jahres ist überraschender Weise
eine Stufe schlechter ausgefallen als in den Jahren zuvor.

Sag vielleicht auch der Vollständigkeit halber, daß es um *Deine* Beurteilung geht: „Die Beurteilung meiner Person für den Zeitraum des letzten Jahres…“.

„…überraschender Weise…“: Sag, daß *Du* überrascht warst. Ich würde aus dem Satz zwei machen (Trennung Deiner Reaktion von der „Tatsachendarlegung“), wobei der zweite dann schön kurz wird: „Die Beurteilung … ist eine Stufe schlechter ausgefallen als in den Jahren zuvor. Dies hat mich überrascht.“

Durch mehrfachen Tätigkeitswechsel im vergangenen Jahr
war die Prozedur der Beurteilungsdurchführung bis heute
außerordentlich
chaotisch und für mich nicht ganz nachvollziehbar, wer was wie
beurteilt.

„Durch“ fühlt sich irgendwie komisch an. Vielleicht ist „aufgrund“ besser? Die Prozedur *war* chaotisch, aber Dein Nachvollziehungsunvermögen *ist* es immer noch. Deshalb: „… und es ist für mich nicht …“. Statt „ganz“ würde ich „in vollem Umfang“ nehmen.

Die Beurteilung ist zwar gut, aber meiner Meinung nach nicht
gut genug.
Aus diesem Grund hatte ich auch Gespräche geführt und mir den
Beurteilungsleitfaden zu rate gezogen.

OK. Mach es sich vielleicht noch besser, wenn Du auch sagst, mit *wem* Du die Gespräche geführt hast?

Die Ergebnisse dieser Gespräche veranlassen mich dazu
die Beurteilungen lediglich zur Kenntnis zu nehmen,
akzeptieren kann
ich sie aber nicht (mit Ausnahme von Frau Geller)!

Bischen holperig… Erstmal Komma hinter „dazu“ nicht vergessen, und hinter „nehmen“ sollte ein Strichpunkt stehen. Dann nimmst Du nicht Frau Geller aus, sondern ihre Beurteilung. Klammern machen bei solchen Sachen immer einen schlechten Eindruck (denn alles in Deinem Schreiben ist wichtig) und Ausrufezeichen erst recht (denn Du hast es nicht nötig zu schreien). Vorschlag: "…dazu, die Beurteilung … zu nehmen; akzeptieren kann ich sie aber – ausgenommen die Beurteilung von Frau Geller – nicht.

Ich bitte um Benachrichtigung bis zum 15. März 2001, falls
ich durch das diesjährige Beurteilungsergebnis Nachteile zu
erwarten habe.

OK.

Danke!!!

Ich hoffe, das gehört zum Posting, nicht zum Text des Schreibens.

Mit freundlichem Gruß
Martin

Hier eine überarbeitete Version.

Gruß
Elisabeth

Die Beurteilung des letzten Jahres ist überraschenderweise
eine Stufe schlechter ausgefallen als in den Jahren zuvor.
Durch mehrfachen Tätigkeitswechsel im vergangenen Jahr
war die Prozedur der Beurteilungsdurchführung bis heute
außerordentlich
chaotisch (vielleicht eher unübersichtlich) und für mich nicht ganz nachvollziehbar, wer was beurteilt und wie
beurteilt.
Die Beurteilung ist zwar gut, aber meiner Meinung nach nicht
gut genug.
Aus diesem Grund hatte ich auch Gespräche geführt und den
Beurteilungsleitfaden zu Rate gezogen.
Die Ergebnisse dieser Gespräche veranlassen mich dazu,
die Beurteilungen lediglich zur Kenntnis zu nehmen,
akzeptieren kann
ich sie aber nicht (mit Ausnahme derjenigen von Frau Geller)!

Ich bitte um Benachrichtigung bis zum 15. März 2001, falls
ich durch das diesjährige Beurteilungsergebnis Nachteile zu
erwarten habe.

Danke!!!

Gruß

Caro

meine vorredner lasse ich so stehen.

Die Ergebnisse dieser Gespräche veranlassen mich dazu

  • komma - (erweiterter infininitiv mit zu)

die Beurteilungen lediglich zur Kenntnis zu nehmen

meine vorredner lasse ich so stehen.

Die Ergebnisse dieser Gespräche veranlassen mich dazu

  • komma - (erweiterter infininitiv mit zu)

Nein, kein Komma mehr nach der neuen Rechtschreibung! Egal, ob erweitert oder nicht.

LG Dorli

Vielen Dank für eure Tipps!!!

Danke!!!

Gruß

Caro

Nein, kein Komma mehr nach der neuen Rechtschreibung! Egal, ob
erweitert oder nicht.

LG Dorli

danke, dorli! ich befürchte, diesbezüglich wohl einer der ewig gestrigen zu werden. mit großer freude und ohne probleme lernte ich die sprache. und nun weigere ich mich wohl beharrlich, die neuen regeln zu akzeptieren. oder überhaupt erstmal zur kenntnis zu nehmen…

gruß!
tino

danke, dorli! ich befürchte, diesbezüglich wohl einer der ewig
gestrigen zu werden. mit großer freude und ohne probleme
lernte ich die sprache. und nun weigere ich mich wohl
beharrlich, die neuen regeln zu akzeptieren. oder überhaupt
erstmal zur kenntnis zu nehmen…

Hallo Tino!
Kann ich schon irgendwie nachvollziehen! Ganz unproblematisch ist die Sache ja wirklich nicht (siehe mein Posting weiter unten…)Überhaupt ist diese Neuregelung (ohne komma) m. E. unlogisch, weil sie dem natürlichen Sprachfluss widerspricht.
Aber was solls? Kånn ma nix måchn! Als Deutschlehrer kann man sich wohl schwer dagegen wehren…

LG Dorli

Noch ein Zusatztipp (nicht zur Wortwahl)
Hallo Carolin,

es ist üblich, dass die Vorgesetzen bestimmte Beurteilungsrichtlinien haben, darin sind auch die Bewertungskriterien festgelegt (wenn auch einige davon rein subjektiv sind). Wenn Ihr einen Betriebsrat habt, erkundige Dich auch dort mal, die Kriterien darf man Dir m.E. nicht verheimlichen. Frage auch die Kollegen, wie ihre Beurteilungen ausgefallen sind. Möglicherweise steckt dahinter nur ein Vorwand für ‚keine Gehaltsanpassung (-erhöhung)‘. Wenn die Beurteilungen bei mehreren schlechter ausgefallen sind, den BR einschalten, wenn die Gründe nicht nachvollziebar sind. Notfalls BR Gründen. OK, das war die Horrorvariante. Vielleicht steckt auch nur ein unfähiger Vorgesetzer dahinter. Ich hatte mal einen, der nicht einmal im Stande war, ein einfaches Zeugnis korrekt zu erfassen, auch wenn keine böse Absicht dahinter stand. Trotzdem sollte man solche Sachen nicht hinnehmen.

Viel Erfolg!

Ama

PS: Liebe Moderatoren, ich bitte um Vergebung; das gehört bestimmt nicht in dieses Brett, könnte aber für Carolin bestimmt interessant sein.

Holla

Die Ergebnisse dieser Gespräche veranlassen mich dazu

  • komma - (erweiterter infininitiv mit zu)

Nein, kein Komma mehr nach der neuen Rechtschreibung! Egal, ob
erweitert oder nicht.

Hm, stimmt das so? Soweit ich weiss, muss dort zwar kein Komma hin, es darf aber eins gesetzt werden.
Die neuen Kommaregeln lassen doch zu, eins zu setzen wo man will? Um den Redefluss, Bedeutung, Pausen usw. zu verdeutlichen?

Gruss, Lutz, gerade, keinen, Duden, zur, Hand :wink:

Holla

Die Ergebnisse dieser Gespräche veranlassen mich dazu

  • komma - (erweiterter infininitiv mit zu)

Nein, kein Komma mehr nach der neuen Rechtschreibung! Egal, ob
erweitert oder nicht.

Hm, stimmt das so? Soweit ich weiss, muss dort zwar kein Komma
hin, es darf aber eins gesetzt werden.

Jepp! Man darf, aber es ist kein Muss mehr! Deshalb würde ich das Komma auch nicht korrigieren, wenn es nicht gesetzt ist.
Obwohl es den Redefluss natürlich erleichtern würde.

Grüße von Dorli