Hallo, Trienchen,
hattest Du schon immer Darm-Probleme oder ist das erst neu? Oder - nach der
Geburt Deiner Kinder?
Fühlst Du Dich überfordert? Kommst Du gar nicht mehr „zu Dir selbst“?
Wie steht es um Deine Galle?
Verträgst Du irgendwelche Nahrungsmittel nicht?
Was ich Dir empfehlen könnte, auszuprobieren: Kaufe Dir vielleicht Flohsamen in
Form von Metamucil (das gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen),
schmeckt nicht übel und kann auch in Säften eingenommen werden.
Wichtig dabei ist, wenn Du das in Flüssigkeit hereingerührt hast (bitte nicht in
Milch!!!) - ich mache das meist mit so einen Quirrl, mit dem man normalerweise
Milchschaum macht, geht aber auch mit einem Löffel oder Gabel und dann ganz
schnell trinken. Das Zeug wird nämlich ganz schnell glibberig! Und dann, am
besten noch 1 oder 2 Gläser Wasser gleich hinterher.
Der Effekt: Das Zeug quillt im Darm und nimmt die Flüssigkeit, die im Darm ist auf
und macht einen voluminösen und „glatten“ Stuhl. Dieses Mittel kann man bei
Verstopfung - wie auch bei Durchfall nehmen, eben aufgrund dieser Eigenschaft.
Eine richtige Wirkung stellt sich meist nach 2-3 Tagen ein, doch meist ist es
schon am nächsten oder übernächsten Tag etwas besser.
Mit dem Essen wäre ich halt auch vorsichtig:
Verträgst Du Kartoffelbrei? Und - vielleicht ein Rührei dazu?
Verträgst Du überhaupt Milch oder Milchprodukte?
Wenn ja, dann kannst Du ja auch mal Griesbrei oder Milchreis essen. Joghurt und
ein wenig Schmelzflocken hinein.
Mit Obst, da wäre ich vielleicht im Augenblick etwas vorsichtig. Vielleicht ein
bißchen Apfelmus oder so.
Das ist erst mal eine Idee.
Das ersetzt aber auf keinen Fall einen Arztbesuch!!! Bitte, auf jeden Fall
medizinisch abklären lassen.
Was mir noch einfällt: Zucker nach Möglichkeit meiden.
Vielleicht kannst du Zwieback oder auch so ein Fincrisp oder Knäckebrot (das
finde ich aber immer zu staubtrocken) knabbern, oder Tuc, wenn es etwas salzig
sein soll. Hefe bitte auch meiden, das bläht auch auf.
Nun, vielleicht hast Du ein wenig eine Idee zum ausprobieren.
Eventuell bei einem Oecotrophologen mal einen Nahrungsmittel-Test machen?
Hast Du schon mal was von milder Ableitungs-Diät (klingt furchtbar, ist aber gar
nicht so übel) gehört?
Besteht aus meist gedünstetem Gemüse und schmeckt recht gut.
Vielleicht hast Du Lust, mir gelegentlich berichten, ob Dir das eine oder andere
geholfen hat.
Herzliche Grüsse aus München und
gute Besserung
Christa
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