Kann nicht abstillen

Hallo!
Meine Tocher ist 10 Monate alt, und hängt Nacht für Nacht an meinem Busen! Sie nimmt keinen Schnuller und kein Abendfläschchen, schläft bei mir am Busen ein, wird dann in ihr Bettchen gelegt und schreit dann im 1-2 Stundentakt.
Sie läßt sich nicht beruhigen, bis ich sie in mein Bett nehme und nuckeln lasse. Auch wenn ich sie dazwischen, wenn sie gut schläft, in ihr Bett zurücklege, schreit sie nach 1-2 Stunden wieder. Auch bei mir im Bett wird sie in diesem Zeitabstand unruhig und möchte wieder nuckeln.
Ob sie da noch mehr als ein paar Tröpfchen Milch erwischt, bezweifle ich, denn ich stille nur noch in der Nacht und sie trinkt zum Einschlafen lange an beiden Seiten.
Wie kann ich ihr ein Fläschchen angwöhnen, bzw. das dauernuckeln abgewöhnen?
Wir haben schon so viel probiert - sie verweigert standhaft Schnuller und Fläschchen, egal welches Nahrungs- Sauger- oder Schnullerfabrikat, egal welche Person es ihr gibt, egal ob sie mehr oder weniger müde ist, egal, ob sie viel oder wenig Hunger hat.

Ich will wieder einmal mehr als 2 Stunden am Stück schlafen.
Mir ist schon klar, daß stillen das natürlichste und schönste für das Kind ist, und daß es ihr nur um den Kontakt zu mir geht, aber jeder hat irgendwo seine eigene Grenze und meine ist deutlich erreicht.
Ihre Cousine war auch so eine harte Nuß, bis meine Schwägerin für 1 Woche verreist ist und der Papa die Sache übernommen hat. Sie hat sich die Seele aus dem Leib gebrüllt - 4 Nächte lang.
Das will ich meiner tocher ersparen.

Wer hat einen hilfreichen Tipp für mich?
Danke im Voraus
Renate

Liebe Renate,

Du weißt, dass sie Schutz und Geborgenheit bei Dir sucht. Weder Hunger noch Durst sind die Ursache.

Was sagt denn der Kinderarzt? Ist sie insoweit gesund? Allergien? Blähungen? Zähne? Wie verträgt sie die Breinahrung?

Für mich hört sich das so an, dass Deine Tochter Einschlafprobleme hat. Babies wachen mehrmals in der Nacht auf, das ist normal. Aber sie sollten es in diesem Alter geschafft haben, ohne großes Geschrei von allein wieder einzuschlafen.

Den Kampf mit Nuckel und Sauger würde ich an Deiner Stelle nicht kämpfen. Vielleicht hilfst Du ihr aber dabei, ihren Daumen zu finden, wenn sie nur nuckeln will? Ein 10 Monate altes Kind braucht keine Flaschennahrung mehr. Es reicht die altersgerechte Breinahrung und ein Angebot an Getränken, wie zum Beispiel abgekochtes Leitungswasser oder ungesüßte Tees.

Ich vermute, Du wirst um Geschrei für einige Nächte nicht herumkommen, wenn Du dauerhaft Besserung möchtest. Das dauert aber höchstens eine Woche - ganz sicher. Lasse jeden Abend immer gleich ablaufen, wie in einem Ritual. Du kennst ja Deine Tochter am besten und wirst wissen, was sie mag. Der Abend sollte ruhig sein, jetzt im Winter ist es super, weil man das Licht dimmen kann. Achte darauf, dass sich auch die anderen Familienmitglieder daran halten, dass abends nicht mehr so rumgepoltert wird, der Fernseher nicht oder wenigstens leise läuft, ruhig gesprochen wird, nichts Aufregendes also passiert.

So ein Abend könnte dann so aussehen:

  • Baden
  • Abendbrei + Getränk
  • etwas Herumtragen zum Aufstoßen aber auch Bäuerchenmachen und als Streicheleinheit
  • ins Bett legen und noch etwas stehenbleiben und reden und streicheln

Dann aus dem Zimmer, ein Nachtlicht brennen lassen. Und jetzt kommt das Wichtigste: SCHAU AUF DIE UHR! Nichts ist für eine Mutter so schlimm wie das Geschrei/Gewimmer ihres Kindes. Deshalb wirst Du das Zeitgefühl verlieren; Du meinst, die Kleine schreit sicher schon eine halbe Stunde - und Dich elend fühlen. Ein Blick auf die Uhr aber zeigt Dir: Erst zwei Minuten vergangen…

Beim ersten Schreihen gehe gleich hin. Nimm die Kleine NICHT aus dem Bett. Beruhige sie mit ruhigen Worten und streichle sie. Dann gehe gleich wieder hinaus.

Dann gehst Du erst nach einer Minute Schreien hinein.

Dann erst nach fünf Minuten Schreien.

Wacht sie nachts auf, dann rede überhaupt nicht mit ihr. Halte Dich ansonsten an die Intervalle.

Ich verspreche Dir Erfolg! Bleib konsequent und vertraue darauf, dass Dein Kind schließlich gut versorgt ist. Es ist frustrierend für die Kleine, andererseits lernt sie etwas sehr Wichtiges: Mit Frust umzugehen!

Ich wünsche Dir bald mehr Schlaf, damit Du zu Kräften kommen kannst. Innere Ruhe strahlt immer auch auf die Kleinen aus.

Viel Erfolg und Kopf hoch!

Jana

Hallo

Sie nimmt keinen Schnuller…

Darüber sollte man eigentlich froh sein (Zahnstellung).

schläft bei mir am Busen ein, wird dann in
ihr Bettchen gelegt und schreit dann im 1-2 Stundentakt.

Das ist natürlich zu häufig.

Ich geb hier einen Tip, den ich selbst nur zum Teil ausprobiert habe, aber den ich für gut halte:

Es wäre vielleicht gut, wenn man feste Zeiten festlegt, wann sie noch mal nuckeln darf und wann nicht. Beispielsweise (ich sag jetzt irgendwas, das muss angepasst werden) von 18:00 bis 19:00 und dann wieder von 12:00 bis 0:30 und von 6:00 bis 6:30. Das wird dann ganz streng eingehalten.

Wenn das Baby schreit, legt man es nicht weg, sondern zu sich in Bett und lässt es schreien. Man selbst übt sich in Gelassenheit und stellt fest, dass es eigentlich nicht schlimm ist, wenn das Baby schreit. Man nimmt das Schrei-Geräusch einfach nur als Geräusch war, das das Baby von sich gibt, um seiner Enttäuschung über nicht erhaltene Nuckeleinheiten Luft zu machen, und lässt es gut sein. Dann kann man sich dabei auch ausruhen oder sogar einschlafen.

Nach ein paar Tagen wird das Kind den Rhythmus angenommen haben und nicht mehr andauern schreien.

Nach ca. 1 Monat lässt man eine Nuckel- bzw. Stillphase weg. Natürlich wird dann wieder geschrieen.

Usw.

Noch zwei Bemerkungen:

  1. Abgestillt wird nicht mit Hilfe eines Schnullers oder Fläschchens, sondern mit Rumtragen. Das schreiende Kind muss herumgetragen werden und die Nähe und Akzeptanz (Liebe) der Mutter spüren, sonst ist es nicht gut fürs Kind.

  2. Wenn Kinder (ca.) älter als 9 Monate sind, ist es nicht mehr gut, alles zu machen, was das Kind will. Vieles zwar schon noch, aber als Richtwert nur noch ca. die Hälfte. - Es ist aber wichtig, ein schreiendes Kind ertragen zu können.
    Die meisten von uns können wahrscheinlich deshalb kein Geschrei ertragen, weil wir selbst nie schreien durften; das gibt man dann (unbewusst, aber zuverlässig) weiter. Wenn man sich mal drauf einlässt, ist es überhaupt nicht mehr schlimm, sich das anzuhören.

Viele Grüße
Thea

Hallo Jana

Vielleicht hilfst Du ihr aber dabei, ihren
Daumen zu finden, wenn sie nur nuckeln will?

Du weißt aber, dass sie dann wahrscheinlich später eine Klammer braucht? - Ob ein Schnuller allerdings besser ist, weiß ich nicht.

Viele Grüße
Thea

Hallo!

Wir haben ein ähnliches Problem.

Ich habe bemerkt, dass vieles klappt, wenn man sehr bestimmt ist und es wirklich wirklich will.

Meine Kleine (16 Monate) ist bis vor 3 Monaten auch noch mehrmals in der Nacht aufgewacht.
Du glaubst gar nicht wieviel Angst ich hatte sie schreien zulassen!
Ich habe es trotzdem gewagt und es war nicht so schlimm wie ich dachte:
Ich habe sie mit ganz bestimmter Stimme wieder hingelegt (wenn sie sich im Bettchen hingesetzt hatte), zugedeckt und den Satz gesagt: „So! Jetzt wird geschlafen!“ (bei jedem Aufwachen immer den gleichen Satz!) und nicht mehr.
In der ersten und zweiten Nacht hat sie bei jedem Aufwachen etwa 3-5 Minuten gequakt, nicht wirklich geschrien und geweint und in den folgenden Nächten war das Aufwachen fast weg.

Jetzt wacht sie immer gegen 5 Uhr morgens auf und dann hole ich sie in mein Bett und stille sie noch einmal. Das macht mir nicht so viel aus, weil es ein so enormer Fortschritt ist und eigentlich ist es auch ganz kuschelig…

Ich weiss aber nicht was ich getan hätte, wenn sie aus vollen Hals geschrien hätte.

Auf jeden Fall viel Erfolg!

Bin etwas verwirrt…
Kann bei dem Thema nicht wirklich mitreden, da ich diese Herausforderung noch nicht meistern musste…aber in meinem Freundeskreis schlafen die Kinder alle so ab dem dritten/vierten Monat voll durch - und das quasi ohne Anstrengungen von Seiten der Kinder. Vorm Schlafen gibt es bei den meisten ein Fläschchen und dann die Nacht über nichts. Ist das Glück oder rechtzeitiges Schlaftraining gewesen?

Hallo,

das hat dann in der Tat wohl was mit Glück zu tun. Ich kenne kaum Eltern, deren Kinder durchschlafen, weder mit 4-5 Monaten, noch mit 4-5 Jahren.

Entweder erzählen dir deine Bekannten da nicht die Wahrheit oder ja, sie haben Glück. Aber du bist ja wahrscheinlich nicht jeden Tag bei allen dabei.

Meine Tochter hat vom ersten TAg an durchgeschlafen. Aber jedes Kind ist anders und dieses, von dem da die Rede ist, scheint in SAchen schlafen und aber auch insbesondere Abnabelung von der Brust sehr indivualistisch veranlagt zu sein.

Grüße
Demenzia

Hallo Thea,

Du weißt aber, dass sie dann wahrscheinlich später eine
Klammer braucht?

Mein Zahnarzt sagt, dass Daumenlutschen nur einen geringen
Einfluss auf die Zahnstellung hat, wenn man vor dem 7. Lebens-
jahr damit aufhört.
Meine Ältester kam mit Schnuller zu uns, hat den nach 2 Monaten
(da war er dann fünf Monate) rausgespuckt und dafür seinen
Daumen gefunden und nicht mehr losgelassen bis er etwa 5 oder
6 Jahre alt war.
Keine Zahnspange weit und breit.
Bei seinem Bruder (Schnuller bis etwa vier Jahre) übrigens auch
nicht.

Grüße
Elke

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Liebe Alexandra,

Kann bei dem Thema nicht wirklich mitreden, da ich diese
Herausforderung noch nicht meistern musste…aber in meinem
Freundeskreis schlafen die Kinder alle so ab dem
dritten/vierten Monat voll durch - und das quasi ohne
Anstrengungen von Seiten der Kinder.

Dieser Hinweis dürfte nicht unbedingt hilfreich gewesen sein !

Ich kann Dir versichern - Deine Freunde haben Glück und/oder eine gewisse selektive Wahrnehmung. Ich habe im Freundeskreis auch schon erlebt, dass ein Kind „durchgeschlafen“ hat, wenn es von 0.00 Uhr - 5.00 Uhr nicht gebrüllt hat - alles Definitionssache :wink:

Bei meinen drei Kindern gibt es drei extrem unterschiedliche Schlafmuster - angefangen von Schlafen von 19.00 - 6.00 Uhr, zuverlässig und am Stück, und zwar ab dem Alter von 6 Wochen (!), über ebenfalls gutes Schlafen, aber erst ab dem 7. Lebensmonat (davor absolutes Chaos), und allererstes längeres Schlafen (also mehr als 2 Stunden) mit fast zwei Jahren.

Wobei nicht jedes Kind gestillt wurde, und all die tollen Bücher und Tipps mit der ach so sättigenden Flasche am Abend völlig wirkungslos waren. Schlaftraining ? Welch schönes Wort *loooool* !

So ist es mit Kindern - sie sind sehr unterschiedlich, es bleibt immer spannend, und nirgendwo wird mehr gelogen oder beschönigt als unter Eltern *läster*.

Viele Grüße,

Inselchen

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Hallo Jana

Vielleicht hilfst Du ihr aber dabei, ihren
Daumen zu finden, wenn sie nur nuckeln will?

Du weißt aber, dass sie dann wahrscheinlich später eine
Klammer braucht? - Ob ein Schnuller allerdings besser ist,
weiß ich nicht.

Dazu kann ich nur sagen: Ich habe jahrelang (vielleicht 10) eine Spange getragen, drei Wochen abgesetzt und hatte den vorstehenden Zahn meiner Mutter - war wohl doch auch viel Vererbung bei.

Viele Grüße

Bianca

Viele Grüße
Thea

Liebe Renate,

ich kann nachvollziehen, wie Du Dich fühlst - Schlafentzug ist wirklich schlimme Folter !

Mein Eindruck ist, dass Du vielleicht zwei Themen vermischst: einerseits das Schlafen, andererseits das Abstillen. Ich kann Dir aus eigener Erfahrung versichern, dass auch gestillte Kinder in dem Alter viele Stunden durchschlafen können, somit das Abstillen keine Voraussetzung für besseren Schlaf ist.

Falls Du aber abstillen möchtest, weil es Dir zu viel wird - könnte ich durchaus verstehen - so mußt Du Dir erst einmal selbst sicher sein, dass JETZT Schluß damit ist. Ich weiß wohl, wie schnell man sich wieder weichkochen läßt, wenn das Baby schreit. Ich fürchte, mein Jüngster würde heute noch an meiner Brust frühstücken, wenn nicht eine Zahnbehandlung absolut nicht mehr aufschiebbar gewesen wäre - damals war er 13 Monate alt…

Du kannst in dem Alter auch einen ganz normalen Becher anbieten, entweder mit so einem Schnabelaufsatz, oder aber auch ganz ohne. Vielleicht ist das interessant genug, und lenkt Deine Tochter ab. Versuche geduldig, andere Nahrung in das Kind zu bekommen, und überlasse die Fütterung nach Möglichkeit Deinem Partner - denn Du riechst für das Kind einfach zu verführerisch nach Milch :wink:.

Wenn es absolut nicht geht und das Kind zu sehr schreit, warte wieder ein paar Tage ab bis zum nächsten Abstillversuch, sonst wird ein unendlicher Machtkampf daraus. Aber sei DU Dir sicher, dass Du gerade abstillst :wink:.

Beim Schlafen hilft nur Geduld, ein möglichst gleichmäßiger Tagesablauf, wenig Reize vor allem abends. Meine zwei jüngeren Schlafchaoten haben beide irgendwann ganz plötzlich zu schlafen gelernt, es ist irgendwann der Knoten geplatzt. Natürlich sollte man nicht beim kleinsten Quäken reagieren, aber ich bin gegen Schreienlassen und halte auch die Ferber-Methode („Jedes Kind kann schlafen lernen“) für falsch.

Hol Dir alle Hife, die Du bekommen kannst, und leg Dich tagsüber auch einmal hin. Es geht vorbei, halte durch !

Viele Grüße,

Inselchen

Hallo Renate,

Ich habe das auch durch, meine Tochter hat übrigens mit 6 Wochen ganz von alleine durchgeschlafen - leider nur bis zum Alter von drei Monaten, dann gings in kurzen Intervallen (1 bis 3 Stunden) mit Aufwachen los. Mit 6 Monaten habe ich angefangen abzustillen, geht aber nicht so gut, wenn man Nachts alle zwei Stunden stillt. Da hat sie tagsüber schon ein Fläschchen bekommen, das sie, allerdings nach einiger Überredungskunst, klaglos akzeptiert hat. Irgendwann haben wir dann auch Nachts auf Fläschchen umgestellt, die Intervalle haben sich dann auf 3 bis viermal pro Nacht reduziert, und jeder von uns konnte jede zweite Nacht durchschlafen!:smile:
Das war uns dann auf die Dauer aber auch lästig, und irgendwann haben wir das Fläschchen zum Einschlafen abgesetzt, dann hatte sich das nächtliche Aufwachen nach kurzer Zeit erledigt.

Ich denke, ihr braucht ein anderes Einschlafritual, was nichts mit Stillen zu tun hat (auch kein Fläschchen). Ich reime mir das so zusammen: Jeder Mensch wacht nachts oft auf, meistens ohne etwas davon mitzubekommen. Wenn deine Tochter nun aber zum Einschlafen das Nuckeln braucht, schreit sie eben, bis sie das bekommt. Das nächtliche Aufwachen dient dazu, sich zu vergewissern, ob noch alles in Ordung ist, so wie es beim Einschlafens war, oder ob Gefahr droht (z.B. der hungrige Löwe über dem Nachtlager…) Ist natürlich Quatsch, da wird kein Löwe sein, aber trotzdem ist der Körper eben noch so programmiert wie in der Steinzeit. Wenn deine Tochter nun an deiner Brust eingeschlafen ist, nachts aufwacht und keine Brust mehr da, dann ist eben die Welt nicht mehr in Ordung, das Gehirn registriert Gefahr, und wenn ein Baby Angst hat, schreit es, bis alles wieder in Ordnung ist (sie also weider bei Mama an der Brust…) Ihr solltet also unbedingt versuchen, das Stillen aus dem Einschlafritual herauszuhalten (das wird bestimmt nicht einfach).
Wir haben ihr das damals erklärt, dass es kein Fläschchen mehr nach dem Zähneputzen gibt, dass sie ein großes Kind ist (ich glaube, sie war ca. 15 Monate), kapiert hat sie das wohl eher nicht, aber nach kurzer Zeit entschiedenen Auftretens unsererseits war der Fall erledigt.

Fläschchen haben wir ihr übrigens mit abgepumpter Muttermilch angewöhnt, war auch nicht ganz einfach.

Ich kann auf jeden Fall gut nachvollziehen, das es so nicht weitergeht, ich habe angefangen, das Kind zu hassen und mir selbst Verletzungen zugefügt, um dem Kind nichts anzutun. Schlafenzug in diesem Maße ist etwas äußerst brutales. Ich habe dazu dann auch noch angefangen, wieder zu arbeiten, da war die Grenze erreicht, 24 Stunden mehr oder minder wach geht einfach nicht. Und im Gegensatz zum Kind schläft man ja auch nicht sofort wieder ein und nie tief, weil man unbewust sofort wieder mit der nächsten Atacke rechnet.

ich wünsche Dir ganz viel Glück, um dieses Problem schnell in den Griff zu bekommen!

Viele mitfühlende Grüße

Bianca

PS: Meine Kleine schläft inzwischen mit knapp 2 Jahren prima durch.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Alexandra,

das ist mehr als nur Glück, das ist das große Los, was die Eltern da gezogen haben! - Oder aber eine sehr großzügige Definition des Wortes „Durchschlafen“.

Viele Grüße - Heike

Danke für die Antworten!!!
… werde mir das noch ma reiflich überlegen, wenn das wirklich eher am Glück liegt ;o)

Wünsche allen geplagetn Eltern aber viel Kraft!!!

Schönfärberei :smile:
Hi Alexandra,

es ist Tatsache, daß nach einer gewissen Zeit die Eltern „verdrängen“, wie die Nächte waren. Fast alle Eltern älterer Kinder behaupten, ihre Kinder hätten „von Anfang an“ durchgeschlafen, und bei fast keinem Kind ist das wirklich so.
Warum verdrängen Eltern das? Weil sonst alle Kinder Einzelkinder bleiben würden.

Aber auch Eltern kleiner Kinder sagen diesbezüglich oft nicht die Wahrheit. Sie fürchten, als Versager dazustehen, wenn sie zugeben, daß ihre Kinder nicht durchschlafen - dabei ist das wirklich oft auch Glücksache.

Rigoroses Schlaftraining hilft zwar - ist aber sehr umstritten, was die Wirkung auf die Psyche des Kindes betrifft.

Wie Renate geht es vielen Eltern - nur geben es nicht alle zu. :wink:

Liebe Grüße,
Nike

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Es geht ums Einschlafen vs. Durchschlafen :smile:
Hi Renate,

Inselchen hat Recht: Du vermixst in Deiner Frage abstillen mit durchschlafen.
Und Du vermischst noch etwas: Einschlafen und Durchschlafen.

Vorweg: ich hatte genau das gleiche Problem wie Du, in ziemlich dem gleichen Alter. Auflösung dann am Schluß. :wink:

Erwiesenermaßen wachen Kinder (übrigens Erwachsene auch) mehrmals pro Nacht auf. Sie schlafen dann meist wieder ein, ohne es richtig zu merken - oder sollten das.

Doch dafür, daß das klappt, gibt es eine Bedingung:

Die Bedingungen zum Wieder-Einschlafen müssen die gleichen sein wie zum ersten Einschlafen!

Das heißt im Klartext: Wenn Dein Baby an Deiner Brust einschläft, dann will es jedes Mal nachts, wenn es halb wach wird, wieder genau dies: An der Brust wieder einschlafen.

Du mußt also weder abstillen, noch während der Nacht was ändern: Du mußt die EINschlafbedingungen ändern!

Es sollte Dir also gelingen, daß Deine Kleine abends einschläft, ohne zu nuckeln. Dann wird sie auch nachts, wenn sie aufwacht, nicht nuckeln müssen.

Bei uns waren es einige Abende Kampf, die ich meinem Sohn die Brust verweigerte. Schließlich schaffte er es, ohne Brust (aber an mich gekuschelt) einzuschlafen. Von da an schlief er durch. Allerdings in unserem Bett - da liegt er heute noch (Er wird im März 3 - aber wir wollen ihn einfach noch im Familienbett haben, anderes Thema).

Von dem Moment an, als die Abendbrust wegfiel (bzw. VOR dem Einschlafen gegeben wurde) konnte er nachts auch ohne Brust wieder einschlafen - und meine Nächte wurden wieder länger. :wink:

Die nächste Brust war dann die morgens früh, zu der er angerobbt kam und sich andockte.

Gestillt habe ich, bis er zweieinhalb war. Du siehst, diese beiden Dinge hängen nicht zusammen.

Wenn Du erst mal wieder ruhigere Nächte hast, kannst Du in aller Ruhe entscheiden, ob Du abstillen willst oder nicht. Aber ich würde eines nach dem anderen angehen.

Liebe Grüße,
Nike

Hallo Thea,

Vielleicht hilfst Du ihr aber dabei, ihren
Daumen zu finden, wenn sie nur nuckeln will?

Du weißt aber, dass sie dann wahrscheinlich später eine
Klammer braucht? - Ob ein Schnuller allerdings besser ist,
weiß ich nicht.

Das höre ich heute zum ersten Mal. Gibt es dazu nähere Informationen, die das weiter belegen können? Würde mich wirklich interessieren.

Ich war Daumenlutscher, mein Sohn war Daumenlutscher - ganz normale Zahnstellungen. Meine kleine Tochter jetzt bevorzugt intensivst den Nuckel. Mal schauen…

Jana

Hallo Alexandra,

jedes Kind ist mit Sicherheit anders. Eigentlich ist das so der Wunschwert, dass ein Kind mit 3 bis 4 Monaten durchschläft (was ein Grund sein könnte, weshalb alle Deine Bekannten sich da so einpendeln *g*).

Mein Sohn hat mit etwa acht Wochen durchgeschlafen (also von etwa 20 Uhr bis 6 Uhr morgens). Dafür tat er tagsüber faktisch kein Auge zu, wollte permanent getragen werden und war eine Mimose vom Feinsten. Da hätte ich gern zwei/drei Nachtstunden abgegeben…

Meine Lütte jetzt hat vom ersten Tag an geschlafen wie verrückt. Aber sie wäre mir faktisch unter den Händen weg verhungert, denn kleine und/oder geschwächte Babies müssen unbedingt zum Füttern geweckt werden. Ab einem bestimmten Grad spüren sie keinen Hunger mehr, und der Körper stellt auf Sparflamme um. Das Kind schreit dann also nicht. Nun hatte sie also diesen künstlichen Rhythmus drin, und den wieder rauszubekommen - das war das eigentliche „Problem“ (nicht wirklich, dauerte aber paar Tage).

Was ich sagen will: Immer treffen mindestens zwei Persönlichkeiten PLUS familiäre Umstände zusammen - und unterm Strich kommt dann das Schlafverhalten heraus :wink:

Keine Panik, seinen eigenen Kiddies lässt man jede Menge durchgehen, ohne extrem darunter zu leiden!

Jana

Hallo

Das höre ich heute zum ersten Mal. Gibt es dazu nähere
Informationen, die das weiter belegen können? Würde mich
wirklich interessieren.

Komisch, ich dachte, das wäre eine völlig klare Sache. Ich weiß nicht mehr, von wen ich diese Information habe. Meiner Meinung nach von vielen verschiedenen Zahnärzten, Erziehungsratgebern usw.

Ich hab mal bei Google „Zahnfehlstellung Daumenlutschen“ eingegeben, da bekommt man sehr viele Ergebnisse.

Einen zitiere ich mal hier (Apothekerseite o.ä.):
„60 Prozent aller Kinder und Jugendlichen leiden unter Fehlstellungen der Zähne. Allerdings ist nur etwa die Hälfte dieser Fehlstellungen angeboren. Der Rest entsteht durch Angewohnheiten wie Daumenlutschen.“

Es scheint aber keinen großen Unterschied zu machen, ob man am Daumen oder am Schnuller lutscht.

Manche hier bei Google schreiben, höchstens bis zum 2. Lebensjahr schnullern, sonst Zähne schief, manche schreiben, bis zum 3., und manche bis zum 5. Aber ich habe natürlich nicht alles durchgelesen.

Viele Grüße
Thea

Ich war Daumenlutscher, mein Sohn war Daumenlutscher - ganz
normale Zahnstellungen. Meine kleine Tochter jetzt bevorzugt
intensivst den Nuckel. Mal schauen…

Jana

Plötzlicher Kindstod
Hallo Jana,

Dann gehst Du erst nach einer Minute Schreien hinein.

Dann erst nach fünf Minuten Schreien.

Wacht sie nachts auf, dann rede überhaupt nicht mit ihr. Halte
Dich ansonsten an die Intervalle.

Ich verspreche Dir Erfolg! Bleib konsequent und vertraue
darauf, dass Dein Kind schließlich gut versorgt ist. Es ist
frustrierend für die Kleine, andererseits lernt sie etwas sehr
Wichtiges: Mit Frust umzugehen!

Ich habe hier schon oft dargestellt, dass ich diese Methode mittelalterlich und brutal finde - gegen jeden Instinkt der Mutter, die es mit aller Macht zum Kind zieht, und dann wird es auch noch als neue Super-Methode verkauft, Schreienlassen im neuen Gewand…- das geht nicht gegen dich persönlich, und ich will es hier jetzt auch nicht nochmal aufrollen.
Nur eines noch zu bedenken geben, was ich im aktuellen Focus gelesen habe, da ging es um die neuesten Ergebnisse zum Thema „Plötzlicher Kindstod“, und da war als relativ neue Erkenntnis dabei, dass der Ruf eines Babys innerhalb von 3 Sekunden beantwortet werden sollte. Ich hab vergessen warum das vor dem Kindstod schützt (wissenschaftlich erklärt; mir selber ist die seelische Komponente völlig klar, aber wissenschaftlich gesehen ging es glaube ich darum, dass das Kind sonst verlernt in brenzligen Situationen aufzuwachen, z.B. wenn es unter die Decke rutscht). Der Kindstod kommt im Alter bis zu 2 Jahren vor. Man kann also durch eine sofortige Reaktion auf das Weinen des Babys das Risiko wohl deutlich verringern.

Viele Grüße,

Matilda

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