Kann schimmel nach 4 wochen

Hallo!
Leben seit Januar 2009 in einer 40 Jahr-alten Míetwohnung in welcher vorher eine alte Dame (nutzte nur 2 von 4 Räumen) gelebt hat (Mittlerweile im Altersheim - da sie sich die letzen Jahre wohl kaum noch um sich und die Wohnung gekümmert hat, laut Vermieter).
Die Wohnung war bereits bei Wohnungsbesichtigung mit Rauputz (ungestrichen - streichen mussten wir selber auf unsere Kosten) versehen und wurde von Sept - Ende Dez. vom Vermieter eigenständig „renoviert“. Ein Energiepass lag bei Vertragsunterzeichnung nicht vor. Wohnung war bis Ende Dezember unbeheizt. Vermieter wollte von uns, dass wir Heizung nach Einzug 4 Tage vor Silvester zwischen 1 und 2 stellen - dies wäre anscheinend ausreichend. Haben gemeinschaftlichen Heiz-und Wasserzähler!!! Haben uns nicht daran gehalten, da Wohnung kalt blieb und die Heizung dann auf 3-4 von 5 gestellt um eine normale Zimmertemperatur zu erreichen. Nach 4 Wochen fing unser Schlafzimmer an zu schimmeln. Trotz 2-3 maligen Stosslüftens und Heizens auf Zimmertemperatur. Haben Vermieter aufmerksam gemacht, worauf er uns nur antwortete, dass unser Schlafzimmer früher als Abstellkammer genutzt wurde, welche nie beheizt wurde und wir nun am Schimmel schuld seien. Man dürfe den Raum nicht beheizen.
Hierzu ist zu sagen,dass direkt an unser Schlafzimmer die Flachdachgarage grenzt, auf der sich im Winter immer Schnee sammelt. Teiweise sind in den Ecken, in denen es schimmelt, Löcher. Um weitere Schäden zu vermeiden, sind wir sofort zum Mieterschutzbund gegangen und haben das Schlafzimmer seither nicht mehr genutzt und nur noch mäßig beheizt (auf 2). Auch die alten Fenster, an denen ständig Wasser runterlief, wurden von Vermieter nicht - trotz Versprechens - ausgewechselt. Erst nach 1 JaHR kam ein Gutachter ins Haus (Bekannter eines Freundes der Familie).
Ergebnis - die Oberflächen an den Wänden wären zu kalt und wir hätten zu wenig geheizt. Das viele Lüften, über welches sich der Vermieter beklagt hatte, wäre ordnungsgemäß. Heizkostenabrechnung liegt uns bis heute seit 2009 trotz Anmahnung keine vor. Urplötzlich gibt es sogar einen Energiepass von 2008 (erstellt vom Freund der Familie). Sollen nun Schimmel durch einen Fachmann (hohe Kosten??? - was bedeutet dies genau?) beseitigen lassen oder einen Gegengutachter beauftragen. Wer kann uns in dieser Sache weiterhelfen. Was kostet so eine Schimmelbeseitigung? Können wir daran - trotz heizens - nach so kurzer Zeit Schuld sein? Bilder wurden von uns bereitws im Februar 2009 als Nachweis gemacht. Wieviel muss ich denn heizen, damit die -Wände nicht kalt sind??? Bei 3-4 wird die Luft im Zimmer schon sehr warm, trocken und teils unangenehm. In der Toilette, in der es ebenso schimmelt, gibt es einen Miniheizkörper, der zwar heiss wird, aber die Raumluft nicht erwärmt. Der Vermieter wollte mir als Abhilfe im Februar 2009 einen Heizlüfter reinstellen (ihm war Situation anscheinend bekannt), welchen man aber nicht einschalten konnte, da es keine Steckdose in diesem Raum gibt.
Vermieter nimmt seit dem Gutachten wöchechentlich Schönheitsreparaturen vor und verändert ursprüngliche Bedingungen. Danke für Eure Hilfe und sorry für den langen Text :smile:

Hallo Kruemel!

Mit Ferndiagnosen ist es immer schwierig, es ist wie beim Arzt, der kann auch nicht fernmündlich eine Krankheit einschätzen.
Generell zu Ihrem Problem:
Nasse Wände sind kalte Wände und somit ist der Kondensbildung ( Schimmelnahrung Nr. 1) Tür und Tor geöffnet. Die defekten Wände sind umgehend abzudichten bzw. Instand zu setzen.
Die Hauptfeuchtigkeit ist mittels Kondenstrockner (KT)zu beseitigen. Je Raum ein KT.
Der Putz muss auf Schimmeltiefe überprüft werden. Wenn die Myzel (Schimmelwurzeln) zu tief eingedrungen sind, muss der Putz runter. Wenn nicht, wäre eine Antikondens-Beschichtung ( grossflächig aufgetragen in vier Schritten) sinnvoll.
Das Lüftungsverhalten ist soweit i.O…
Mind. 2x tägl. max 15 Min. Durchzug (alles auf was geht). Im Winter ist die Tageszeit egal, im Sommer nur frühmorgens und spätabends.
Die Raumtemp. sollte nicht unter 16/17°C sein. Lt. Fraunhofer Institut 12,8°C, dies ist aber fernab jeder Praxis und Erfahrung. die relative Luftfeuchtigkeit ( rel. LF) in den Räumen, sollte bei 18°-24°C zw. 40 - 60% rel. LF liegen, je nach eigenem Wohlbehagen.

Kosten der KT min. 8 Tage Dauerbetrieb: € 19,00/Tag/KT.
Kosten Beschichtung:
Mind. € 50,00/m².
Ich hoffe, etwas weiterhelfen zu können. Im Notfall bliebe noch die tel. Kontaktaufnahme ab 07.06.10.
07123 / 31997.
Mit freundlichen Grüssen

Januar 2009 in einer 40 Jahr-alten Míetwas Wohnung in

welcher vorher eine alte Dame (nutzte nur 2 von 4 Räumen)
gelebt hat (Mittlerweile im Altersheim - da sie sich die
letzen Jahre wohl kaum noch um sich und die Wohnung gekümmert
hat, laut Vermieter).
Die Wohnung war bereits bei Wohnungsbesichtigung mit Rauputz
(ungestrichen - streichen mussten wir selber auf unsere
Kosten) versehen und wurde von Sept - Ende Dez. vom Vermieter
eigenständig „renoviert“. Ein Energiepass lag bei
Vertragsunterzeichnung nicht vor. Wohnung war bis Ende
Dezember unbeheizt. Vermieter wollte von uns, dass wir Heizung
nach Einzug 4 Tage vor Silvester zwischen 1 und 2 stellen -
dies wäre anscheinend ausreichend. Haben gemeinschaftlichen
Heiz-und Wasserzähler!!! Haben uns nicht daran gehalten, da
Wohnung kalt blieb und die Heizung dann auf 3-4 von 5 gestellt
um eine normale Zimmertemperatur zu erreichen. Nach 4 Wochen
fing unser Schlafzimmer an zu schimmeln. Trotz 2-3 maligen
Stosslüftens und Heizens auf Zimmertemperatur. Haben Vermieter
aufmerksam gemacht, worauf er uns nur antwortete, dass unser
Schlafzimmer früher als Abstellkammer genutzt wurde, welche
nie beheizt wurde und wir nun am Schimmel schuld seien. Man
dürfe den Raum nicht beheizen.
Hierzu ist zu sagen,dass direkt an unser Schlafzimmer die
Flachdachgarage grenzt, auf der sich im Winter immer Schnee
sammelt. Teiweise sind in den Ecken, in denen es schimmelt,
Löcher. Um weitere Schäden zu vermeiden, sind wir sofort zum
Mieterschutzbund gegangen und haben das Schlafzimmer seither
nicht mehr genutzt und nur noch mäßig beheizt (auf 2). Auch
die alten Fenster, an denen ständig Wasser runterlief, wurden
von Vermieter nicht - trotz Versprechens - ausgewechselt. Erst
nach 1 JaHR kam ein Gutachter ins Haus (Bekannter eines
Freundes der Familie).
Ergebnis - die Oberflächen an den Wänden wären zu kalt und wir
hätten zu wenig geheizt. Das viele Lüften, über welches sich
der Vermieter beklagt hatte, wäre ordnungsgemäß.
Heizkostenabrechnung liegt uns bis heute seit 2009 trotz
Anmahnung keine vor. Urplötzlich gibt es sogar einen
Energiepass von 2008 (erstellt vom Freund der Familie). Sollen
nun Schimmel durch einen Fachmann (hohe Kosten??? - was
bedeutet dies genau?) beseitigen lassen oder einen
Gegengutachter beauftragen. Wer kann uns in dieser Sache
weiterhelfen. Was kostet so eine Schimmelbeseitigung? Können
wir daran - trotz heizens - nach so kurzer Zeit Schuld sein?
Bilder wurden von uns bereitws im Februar 2009 als Nachweis
gemacht. Wieviel muss ich denn heizen, damit die -Wände nicht
kalt sind??? Bei 3-4 wird die Luft im Zimmer schon sehr warm,
trocken und teils unangenehm. In der Toilette, in der es
ebenso schimmelt, gibt es einen Miniheizkörper, der zwar heiss
wird, aber die Raumluft nicht erwärmt. Der Vermieter wollte
mir als Abhilfe im Februar 2009 einen Heizlüfter reinstellen
(ihm war Situation anscheinend bekannt), welchen man aber
nicht einschalten konnte, da es keine Steckdose in diesem Raum
gibt.
Vermieter nimmt seit dem Gutachten wöchechentlich
Schönheitsreparaturen vor und verändert ursprüngliche
Bedingungen. Danke für Eure Hilfe und sorry für den langen
Text :smile:

Nachtrag zu Antwort 1.

Der von Ihnen geschilderte Lastfall ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das falsche Nutzerverhalten der Vormieterin zurückzuführen.
Ihr Heiz- und Lüftungsverhalten haben diesen eklatanten Mangel nur zu Tage gefördert.
Schimmelbildung in vier Wochen entsteht bei einer permanenten rel. LF von 75% und mehr. Dazu muss die Raumtemp. entsprechend sein. ( 22 - 26°C. )
Falls Sie diese Angaben beim Vermieter verwenden wollen.
Ich bin zertifizierter Sachverständer für Schäden im Hochbau, Physik, Chemie, Biologie. Die Zertifizierung
ist EU gültig.

Hallo!
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Wie kommt eine so hohe Luftfeuchtigkeit in 4 -Wochen zustande, wenn man mehrmals am Tag Stoßlüftet? Liegt das u.a. an der evtl. feuchten Wand?
Die Fenster (sind uralt und können mit einem Schlüssel aufgemacht werden) sind auch undicht und es zog andauernd.
Der eine behauptet, die Fenster können daran mit schuld sein, der andere sagt, neue Fenster hätten alles nur noch schlimmer gemacht.

In unserer Toilette (Vis-à-vis) vom Schlafzimmer (auch auf Nordseite) schimmelt es auch. Fenstern war extrem undicht. Hier konnte der Raum allerdings überhaupt nicht beheizt werden, da der Miniheizkörper den Raum nicht mit Wärme ausgefüllt hat.
Alle Türen waren bei uns IMMER geschlossen um die Wärme in den Zimmern halten zu können.

Fakt ist, dass unser Vermieter nicht nach der Ursache des Schimmels sucht sondern uns die Schuld zuweisen möchte.
Wir ziehen in 3 Wochen aus der Wohnung aus.
Ist es ratsam einen Gutachter zuvor noch hinzuzuziehen oder - falls die Geschichte vor Gericht geht - abzuwarten, dass ein vom Gericht bestellter neutraler Gutachter ins Haus kommt? (Machen von jedem Raum nochmals Fotos)
So wie es aussieht, zieht bald der Sohn des Vermieters in die Wohnung ein, die dann sowieso neue Fenster, Heizung etc. bekommt. Neue Heizung für Toilette steht bereits auf dem Dachboden.
Jeder empfiehlt uns hierzu etwas anderes. Sind ziemlich ratlos und möchten ungern für diese Situation Lehrgeld bezahlen…
Nochmals vielen Dank für ein paar Tips.

Viele Grüße aus Rottweil.

Krümel

Nachtrag zu Antwort 1.

Der von Ihnen geschilderte Lastfall ist mit hoher
Wahrscheinlichkeit auf das falsche Nutzerverhalten der
Vormieterin zurückzuführen.
Ihr Heiz- und Lüftungsverhalten haben diesen eklatanten Mangel
nur zu Tage gefördert.
Schimmelbildung in vier Wochen entsteht bei einer permanenten
rel. LF von 75% und mehr. Dazu muss die Raumtemp. entsprechend
sein. ( 22 - 26°C. )
Falls Sie diese Angaben beim Vermieter verwenden wollen.
Ich bin zertifizierter Sachverständer für Schäden im Hochbau,
Physik, Chemie, Biologie. Die Zertifizierung
ist EU gültig.

Grüsse Sie Krümel.
Dreh- und Angelpunkt scheinen die feuchten Wände zu sein.
Bei „Zugfenstern“, ist Schimmel-Bildung weniger verbreitet, als bei neuen.
Ein neutraler Gutachter wird vom Gericht bezahlt. Ein Gutachter im Vorfeld, geht zu Ihren Lasten ca. 800,00 bis 1500,00 Euro. min.

Sollten Sie noch weitere Fragen haben, oder Unklarheiten bestehen, so schreiben Sie mir bitte direkt.
Über wer weiss was - ist mir zu Umständlich.

[email protected]

Mit freundlichen Grüssen

Frau Pumpel