Kann sich jemand vorstellen das Ärzte einen

… belügen
Mir ist es passiert, mein Mann hatte einen Krankenhaus Keim, die Ärzte hatten die Laborbefunde, sie haben nichts unternommen.
Wie haben die Krankenakte wo alles dokomentiert ist. Sie haben ihn zur Reha gefahren auch dort wurde nichts von dem Keim im Arztbrief erwähnt, mein Mann starb dort 4 Tage später an der Sepsis durch den Keim. Der Schadensersatz und Schmerzengeld ist eingereicht, aber das schlimmste ist ich hatte nicht mal den Weg zum Abschied. Laut dem Arzt wo er Verstarb war der keim behandelbar. Bin immer noch nicht drüber weg, Frage mich jeden Tag warum haben die Ärzte das getan.
Gruß Bessie

Eine Antwort ist durch einen Fachjuristen einzuholen; hier ist nicht die geeignete Stelle für eine diesbezügliche Beantwortung.

Mit freundlichen Grüßen

Guten Abend,

was Ihnen passiert ist, ist sehr schlimm. Ihre Frage beantwortet sich aber von selbst, da Sie ja erlebt haben, daß SIe belogen wurden, bzw. man Ihnen Informationen vorenthalten hat. Da Sie ja offensichtlich bereis rechtlich beraten werden, empfehle ich Ihnen, sich darüber hinaus auch therapeutisch Hilfe und Unterstützung zu holen.

Mit besten Grüßen

Hallo,

tut mir leid wegen dieser Erfahrung und dem Verlust.
Im Zusammenhang mit der Verantwortungslosigkeit der Ärzte kann mar nur die Überlastung des Krankenhauspersonals und die Unterdeckung an Bereitschaftsärzten anführen. Soll keine Entschuldigung sein, nur eine mögliche Erklärung.
Öffentlich machen, ist glaube ich das einzige was andere vor dieser Erfahrung schützen kann und man sich selbst ablenken kann.
Alles Gute

hallo du!
schlimm! verflucht schlimm!
und die antwort auf deine frage macht es auch nicht einfacher fuer dich.
die traurige wahrheit ist, dass die aerzte durch ihre haftpflicht-versicherung dazu „aufgefordert“ sind, erstmal alles „in abrede zu stellen“. sprich: zu dementieren, abzustreiten, in abrede zu stellen, mit nicht-wissen zu kommentieren, zu leugnen, zu luegen.
sobald sie es zugeben, ist die versicherung komplett regress-pflichtig.
solange sie es abstreiten, kann die versicherung versuchen, kostenvorteile herauszuschlagen: aussitzen, deals anbieten, es auf prozess(e) ankommen lassen … und und und … alles ausser 100% zahlpflicht ist fuer die ein plus.
leuchtet logisch ein, oder?
dazu kommt: wenn sie einen derartigen fehler zugeben, kann das berufliche konsequenzen haben, zumal im krankenhaus, also disziplinar-massnahmen und/oder karriere-folgen.
und als drittes sind da in diesem fall noch die konsequenzen fuers image des krankenhauses, das naturlich kein interesse daran hat, dass so etwas in die oeffentlichkeit dringt.

nur nebenher: das wird KEIN leichter gang fuer dich gegen diese massiven eigen-interessen. da werden gutachter und rechtsanwaelte aufgefahren und die gerichts-instanzen werden reichlich ausgeschoepft.
wenn du das durchziehen willst: nimm dir nicht irgendeinen anwalt, sondern einen, der in sachen patientenrecht und kunstfehler, also medizin-recht, aeusserst erfahren ist.

und setz dir lange lange zeit ein ultimatives ziel,
die entsprechenden leute aus dem verkehr zu ziehen.
und wenn sie dann in der ca. dritten instanz mit einem angebot zu einem finanz-deal kommen und dein anwalt dir dazu raet, „vernunft anzunehmen“, dann pack auf das, was sie bieten, das 2,5-fache drauf (= 3,5), und dann lass dich zaehneknirschend auf das 2,2-fache von deren angebot runterhandeln.

meine vorhersage: mehr wirst du kaum rausholen koennen.

wenn das dann in ein paar jahren so weit ist,
schreib mir gerne eine mail und sag mir,
ob du mehr erreichen konntest,
sei es juristisch mehr,
sei es finanziell mehr,
sei es mehr an psychischem ausgleich.

keine doller ratschlag jetzt fuer dich,
das ist mir klar.
aber sowas von realistisch.

ich hoffe aber, du siehst jetzt etwas klarer, womit du es zu tun hast und womit du es zu tun bekommst, wenn du den kampf aufnehmen willst.

ich wuensche dir: VIEL ERFOLG!

Ärzte sind leider auch nur Menschen, was die jeweilige Verantwortung eines Arztes nicht mindert, aber eine auch mglw. sehr schmerzliche Situation erklären helfen kann. Es ist sicher gut bei solchen Fragestellungen Rechtsbeistand zu suchen und den Versuch zu unternehmen, den Geschehensablauf zu recherchieren und mglw. auch Beteiligte in die Verantwortung zu nehmen. Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist: Die eigene Bewältigung mit der entstandenen und nun nicht mehr zu ändernden Situation. Hier bieten sich insbesondere Trauergruppen an, die es an verschiedenen Stellen Deutschlands gibt. Gerade hier kann dann die eigene Betroffenheit einen Ort finden. Langsam kann es dann vielleicht gelingen die Situation zu bewältigen. Grüße

Liebe Bessie,
vorstellen kann ich mir alles. Ändern kannst du nichts. Auch wenn es kein Trost ist: Gott macht keine Fehler und irgendwo ist ein Sinn - wir Menschen können ihn oft nicht erkennen. du quälst dich mit deinen Fragen selbst. Natürlich ist klar, dass viele Gefühle in dir sind: Wut, Hass, Verzweiflung, Rachsucht, Trauer … und diese Gefühle wollen gefühlt werden und das solltest du tun … letztlich aber solltest du an dich und deinen inneren Frieden finden und den kannst du nur über den Weg der Vergebung finden … die Liebe ist alles was zählt. Und alles ist eine Frage des Weltbildes - vielleicht hast du es genau so mit deinem Mann „vereinbart“ auf einer anderen Seelenebene.
Ich wünsche dir alles Liebe und empfehle dir Robert Betz - er hat gute Vorträge und auch eine CD zum Abschied von einem geliebten Menschen.
Liebe Grüsse!

Liebe Bessie,
vielleicht kann Dich der Austausch mit anderen trösten. Dafür kann ich Dir den Patientenschuztbund und Verwitwet.de empfehlen.

www.dpsb.de/?page_id=17

Alles Gute Evelyne

keim behandelbar. Bin immer noch nicht drüber weg, Frage mich
jeden Tag warum haben die Ärzte das getan.
Gruß Bessie