Hallo Experten!
Ich hätte da (mal wieder?) eine arbeitsrechtliche Frage.
Und zwar ist Herr Mustermann zur Zeit fleißig dabei, seine Ex-Arbeitgeber zu verklagen. Weil der erste so viel Spaß gemacht hat, hat er den zweiten direkt auch verklagt. 
Naja, mal Spaß beiseite. Es geht um ausstehende Zahlungen von Lohn, Reisestunden und Reisekilometern.
Er hat das Mandat an eine Kanzlei übergeben, wo die zuständige Rechtsanwältnin nun eine Manteltarifvertrags-Frist verpennt hat. Nun kommt die Klage zum Erliegen (weiß nicht, wie das in Eurer Sprache heißt, die sagen, sie ziehen die Klage zurück) und die Kanzlei kommt (logischerweise) auch für den Schaden auf. Nur ist Mustermann sich nicht sicher, ob die das richtig rechnen.
Lohn 525,97 EUR
Reisestunden 57,00 EUR
Reisekilometer 78,60 EUR
GESAMT 661,57 EUR
Nun sagt der „Bürovorsteher“ der Kanzlei, daß das ja sozialabgabenpflichtig sei und man daher nur 2/3 des Schadens, also 350,00 EUR übernehmen würde (die Rechnung haut nichtmal hin). Mustermann hat dann protestiert und ihm gesagt, daß die Kilometer steuerfrei sind. Nach einiger Diskussion hat man sich auf 475 EUR (mündlich) geeinigt. Das Ganze geht ihm noch schriftlich zu, um es zu bestätigen.
Denkt Ihr, die Summe ist OK? Außerdem weiß er momentan gar nicht, ob die Reisestunden steuerfrei wären oder nicht.
Also im großen und Ganzen kommt das UNGEFÄHR hin mit den 475 EUR, es würden ihm theoretisch 5-10 Euro fehlen, aber die Hauptfrage ist ja, ob das mit den 2/3 so üblich ist.
Mal so nebenbei gefragt: Das war eine Zeitarbeitsfirma, um die es ging. Inzwischen sind Mustermann noch mehr Fälle bekanntgeworden und einer von denen überlegt, eine Sammelklage einzureichen. Kann man gegen solche Firmen nichts unternehmen? Es geht hier weniger um Rache (naja, ein bissel schon) als darum, Mustermanns Nachfolger vor diesem Stress zu bewahren, da das ja scheinbar Methode hat.
Freue mich auf Eure Antworten!
MrMoods