Hi!
Mein Vorschlag:
Mehrheitswahlsystem, wie z.B. in Groß Britanien wg. sicheren
Mehrheiten, ohne Koalitionen
Ich könnte mir deinen Vorschlag so vorstellen:
500 Wahlbezirke (= 500 Mandate im Bundestag)
Die Partei „A“ macht bundesweit 40% der Stimmen, hat aber in jedem Wahlkreis die relative Mehrheit (mal mehr, mal weniger). Die Parteit „B“ macht 35%, die Partei „C“ 8%, die Partei „D“ 6%, und auf eine Reihe anderer Parteien entfällt der Rest.
Im Bundestag sitzen 500 Leute der „A“-Partei.
Okay, das ist nicht real, aber theoretisch denkbar.
Werden wir konkret und sehen uns die Bundestagswahl 1998 an:
Schleswig-Holstein - 11 Bezirke - 11 x SPD
Hamburg - 7 Bezirke - 7 x SPD
Niedersachsen - 31 Bezirke - 27 x SPD, 4 x CDU
Bremen - 3 Bezirke - 3 x SPD
Nordrhein-Westfalen - 71 Bezirke - 53 x SPD, 18 x CDU
Hessen - 21 Bezirke - 17 x SPD, 4 x CDU
Rheinland-Pfalz - 16 Bezirke - 10 x SPD, 6 x CDU
Baden-Württemberg - 37 Bezirke - 11 x SPD, 26 x CDU
Bayern - 45 Bezirke - 7 x SPD, 38 x CSU
Saarland - 5 Bezirke - 5 x SPD
Berlin - 13 Bezirke - 9 x SPD, 4 x PDS (CDU nix!!!)
Mecklenburg-Vorpommern - 9 Bezirke - 7 x SPD, 2 x CDU
Brandenburg - 12 Bezirke - 12 x SPD
Sachsen-Anhalt - 13 Bezirke - 13 x SPD
Thüringen - 12 Bezirke - 12 x SPD, 1 x CDU
Sachsen - 21 Bezirke - 8 x SPD, 13 x CDU
Von den 328 Direktmandaten gingen
212 an die SPD (64,6 %, bundesweit hingegen 40,9 %)
112 an die CDU/CSU (34,1 %, bundesweit 35,1 %)
4 an die PDS (1,2 %, bundesweit 5,1 %)
Die 6,2% der FDP und die 6,7% der Grünen (übrigens genauso stark wie die CSU mit je 3,3 Mio Stimmen) fallen ganz unter den Tisch.
Ich weiß nicht, ob reines Mehrheitswahlsystem so prall ist…
Grüße
Heinrich