Kapitalanlage für betreutes Wohnen

Guten Tag, ich möchte eine Immobilie kaufen, welche dann in Form eines „Betreuten Wohnens“ vom Roten Kreuz betreut und vermietet würde. Das heisst, ich zahle die Wohnung, erhalte dann vom Roten Kreuz eine monatliche Miete. Falls die Wohnung leer stünde, würde ich trotzdem meine Miete erhalten. Das Rote Kreuz nimmt vom Mieter dann mehr Miete und lässt mir meinen Anteil zufliessen. Sicherung auf 20 Jahre. Falls Reparaturen in der Wohnung fällig währen, würde die das Rote Kreuz tragen. Für evtl. Aussenreparaturen zb. Fassadenanstich usw. wäre ich zuständig. Die ganze Sache ist noch im Rohbau , wäre also alles neu. Die ersten 5 Jahre Gewährung auf alles.Hört sich an als wäre das Vermieten ohne Arbeit damit zu haben. Was ist davon zu halten?

Hallo,

generell kann man wohl sagen, dass aufgrund der demographischen Entwicklung die Nachfrage nach Seniorenwohnungen eher zu- als abnehmen dürfte in der Zukunft.

Ich würde mich fragen, ob eine Dynamik der Miete vereinbart ist, also ob die Miete stetig steigt, weil ansonsten über die Inflation die Erträge immer weniger werden.

Im Vergleich zu einer anderen Eigentumswohnung sehe ich Probleme beim Verkauf, denn es kommt nur ein Kapitalanleger in Frage. Damit ist das Thema Wertsteigerung ganz schwer zu prognostizieren.

Generell kann man sagen, dass es ohnehin nicht einfach ist mit Immobilien (inflationsbereinigt)eine (im Verhältnis zum Risiko) zufriedenstellende Rendite zuerzielen. In den Großstädten ab 100.000 Einwohner scheinen die Werte für Eigentumswohnunge aktuell zu steigen, daraus ergibt sich eine Wertsteigerung, die gepaart mit steuerlichen Aspekten eine zufriedenstellende Performance ergibt, wenn man sich selbst um alles kümmert. Wenn noch ein Verwalter für das Sondereigentum zu zahlen ist, ist auch das kritisch.

Ein Argument für diese Anlage könnte natürlich sein, wenn Sie die Wohnung in 20+X Jahren einmal selber wohnen, weil sie im Alter keine Wohnkosten haben wollen.

Alternativ gibt es auch Fonds über die man sich an Seniorenimmobilien beteiligen kann - hier ist man vielleicht etwas flexibler.

Till Herrmann, Bonn