ich habe folgendes Problem. Im Jahre 1991 wurde eine kapitalbildende LV bei der Victoria für mich abgeschlossen. Diese habe ich jetzt mal etwas genauer unter die Lupe genommen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Summe der Einzahlungen (ca. 16.500 Euro) sich deutlich von dem aktuellen Rückkaufswert (ca. 11.400 Euro) unterscheidet. Die garantierte Verzinsung soll bei 3,5% liegen.
Auf Anfrage wurde mir mitgeteilt, dass 1) die Verzinsung nicht im Rückkaufswert enthalten ist, da man diese bei vorzeitiger Kündigung verliert, und 2) sich die Differenz auch dadurch erklärt, dass ich ja auch Versicherungsschutz genieße.
Die Auskunft des Sachbearbeiters klingt für mich nicht überzeugend. Mein Gefühl sagt mir, dass hier etwas nicht richtig ist, nur leider bin ich kein Versicherungsexperte. Kann mir hier jemand Rat geben, wie ich weiter verfahren sollte?
Die Auskunft des Sachbearbeiters klingt für mich nicht überzeugend.
Für mich auch nicht.
Mein Gefühl sagt mir, dass hier etwas nicht richtig ist,
Dein Gefühl täuscht Dich. Bei einer LV wwird nicht der gesamte Monatsbeitrag verzinst, sondern es wird die Risikoprämie abgezogen, je nach Umfang der abgedeckten Risiken kann das nenneswert sein. Außerdem wird noch der Kostenanteil abgezogen und da es sich bei einem 91 Vertrag um einen gezillmerten Tarif handelt, ist dir Kostenbelastung in den Ersten Jahren überproportional (dafür sinkt er in den späteren Jahren). Nur der verbleibende Sparanteil wird verzinst.
Kann mir hier jemand Rat geben, wie ich weiter verfahren sollte?
Was willst Du erreichen ? Ich vermute, dass der RKW für diesen Tarif dieser Gesellschaft richtig berechnet ist, solltest Du das anzweifeln, wirst Du teure mathematische Gutachten in Auftrag geben müssen. Wenn es Dir nur um mehr Information geht, solltest Du der Hauptverwaltung der Gesellschaft mit hartnäckigen Briefen auf den Wecker gehen.
ich denke mal, das kann man als allgemeine Frage gelten lassen.
Die Auskunft des Sachbearbeiters ist in beiden Punkten richtig und korrekt.
Einmal dienen die Beiträge ja tatsächlich nicht ausschließlich der Kapitalbildung. Ein Teil dient naturgemäß der Risikovorsorge. Denn wenn diese Person vor Vertragsablauf stirbt, wird ja die Versicherungssume fällig, egal wieviel bereits eingezahlt wurde.
Daneben fallen natürlich auch noch andere Kosten für Verwaltung, Provisionen für den tollen Vertreter, der einem so ein Käse aufgeschwatzt hat, usw.
Der Rest der danach übrig bleibt, wird dann mit dem Garantiezins „angelegt“.
nach einer Laufzeit von 18 Jahren sollte es bei einer reinen gemischten Kapitlalebensversicherung schon so sein, daß der Rückkaufswert über den eingezahlten Beiträgen liegt.
Aber eben auch nur sollte, denn keiner weiß nach deiner Beschreibung, welchen Versicherungsschutz du in der Zeit genossen hast, welche Zusatztarife enthalten waren, welches Endalter (Gesamtlaufzeit) dem zu Grunde gelegen hat. Also ohne genauere Angaben kann kein zuverlässiges Urteil abgegeben werden.
Aber eins kann man sagen - polemisch von schlechter Beratung provisiongieriger Vermittler zu reden, wie es ein Antworter tut, ist die typische Reaktion Unkundiger, die mit ihren Vorurteilen jeder guten Beratung die Basis entziehen.
Hallo Mod,
ich muss Poseidon Recht geben! Lies dir einfach den Artikel von ElBuffo durch, der trieft förmlich! Übliche Vorurteilsmasche, ohne wirklich Ahnung zu haben!
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Die Versicherung hat keine besonderen Zusatzoptionen, lediglich der Todesfall ist versichert. Die Laufzeit geht bis 2040.
Ich hätte auch erwartet, dass nach 18 Jahren trotz Provisionen, Gebühren etc. auch unter Berücksichtigung des Versicherungsschutzes, der Rückkaufswert über den Einzahlungen liegt. Wenn sich mein Verdacht erhärtet, wäre ich bereit auf einen höheren Rückkaufswert zu klagen. Bevor ich mich jedoch in unsicheres Terrain begebe, mit der Gefahr dass der Schuss nach hinten losgeht, möchte ich etwas mehr Klarheit erlangen.
einen höheren Rückkaufswert zu klagen. Bevor ich mich jedoch
in unsicheres Terrain begebe, mit der Gefahr dass der Schuss
nach hinten losgeht
Bei jeder Klage kann der „Schuß nach hinten“ losgehen. Ich könnte mir vorstellen, dass es wenig Sinn hat hier juristisch vorzugehen, weil dass, was Du zu gewinnen hast, in keinem Verhältnis zum Aufwand steht.
Gruß
Nordlicht
das gerade einen Prozeß geführt hat, den sich der Kläger auch hätte sparen können
Die Versicherung hat keine besonderen Zusatzoptionen,
lediglich der Todesfall ist versichert. Die Laufzeit geht bis
2040.
na dann sind ja noch 30 Jahre Zeit und du darfts mit Gewinn sicher erst ab 30.Jahr rechnen.
Ausserdem is die Viktoria ne ziemliche Zockerbude, was die Aktien betrifft und hat schon beim letzten Crash auf der Schiene ordentlich eingebüsst. Das hat man einem Kunden auch als Argument entgegengebracht. Nachzulesen hier im Archiv
Ich hätte auch erwartet, dass nach 18 Jahren trotz
Provisionen, Gebühren etc. auch unter Berücksichtigung des
Versicherungsschutzes, der Rückkaufswert über den Einzahlungen
liegt. Wenn sich mein Verdacht erhärtet, wäre ich bereit auf
einen höheren Rückkaufswert zu klagen.
klagen bringt da wohl nix,sondern nur verhandeln und wir haben grad wieder sehr ungünstige Zeiten…
ich bin gespannt, wie es die nächsten Jahre weitergeht die
Krise hat noch nicht mal angefangen
Ja, natürlich, hätte, kann, wenn, merkst du eigentlich nicht, dass, wenn die Lebensversicherer endlich mal „kaputtgehen“ würden, schon lange ALLES VORHER in der Gruft liegt!
Typischer WISO-Beitrag: in letzter Konsequenz möglich, aber dann sind wir wieder in der Steinzeit
und dann gehn wir mit Speeren Katzen jagen!
Gruß cooler
P.S. Man muss sich ja nicht die ca. 20 Versicherer (von ca.120) aussuchen, die Schwierigkeiten beim Stresstest haben. Darüberhinaus gibt es genug Versicherer, die keine stillen Lasten haben!
Aber nochmals, sie bleiben die „Sichersten“! siehe oben
Hallo Mod,
ich muss Poseidon Recht geben! Lies dir einfach den Artikel
von ElBuffo durch, der trieft förmlich! Übliche
Vorurteilsmasche, ohne wirklich Ahnung zu haben!
Dies ließe sich noch hundert Seiten fortsetzen.
Es ist oft genug festgestellt worden, dass die Masse der Versicherungsvertreter vorrangig ihre Provision im Blick haben und die Beratungsqualität darunter leidet.
Das kann man ihnen nicht unbedingt vorwerfen, da das System nun mal so ist. Vertreter die dies nicht so machen, sind eher die Ausnahme. Deren Ansehen wird jedoch durch die vielen schwarzen Schafe in Mitleidenschaft gezogen.
Dass eine Kapitallebensversicherung selten ein sinnvolles Produkt ist, wurde schon oft genug beschrieben. Genau auf dieses Produkt bezog sich die Formulierung Käse.
Sowas kann kein seriöser Vertreter dem Otto-Normalverbraucher mit gutem Gewissen anbieten.
Die Zahl der laufenden Kapitallebensversicherungen (und auch die Zahl der vorzeitig beendeten) zeichnen hier ein anderes Bild.
Wer hier Vorurteile und keine Ahnung hat, mag jeder selbst beurteilen. Wir haben ja Meinungsfreiheit. Dazu gehört auch, dass Hunde die getroffen werden, bellen dürfen.
da hasst du ja schon mal einen wichtigen Hinweis gegeben.
Bei einer 49jährigen Laufzeit ist eben nach weniger als der Hälfte der Laufzeit nicht - und bei der in dieser Zeit vorliegenden Zinsentwicklung am Markt schon gar nicht - mit einem hohen Rückkaufswert zu rechnen.
Gleichwohl hat der Vetrag dadurch einen im Verhältnis zur Erlebensfallsumme hohen Todesfallschutz bei relativ niedrigem Beitrag.
Warum das so gemacht wurde und ob da eines der unzähligen schwarzen Schafe am Werk war, lässt sich aber immer noch nicht beantworten. Wenn du magst, darfst du mich kontaktieren, ohne Furcht, dem nächsten Schaf auf den Leim zu gehen.
Wer aber sein ganzen Wissen aus den einschlägigen „schwarzen Kanälen“ der TV-Branche bezieht, sei wiederholt aufgefordert, seinen Horizont zu erweitern.
Wohin Renditejagd und Altersvorsorge auf Aktienbasis führen, wird uns ja dieser Tage zu Genüge vor Augen geführt. Und ganz vorne dabei waren die selbsternannten Verbraucherschützer, die diese Empfehlungen zu Hauf ausgesprochen haben.
Wohin Renditejagd und Altersvorsorge auf Aktienbasis führen,
wird uns ja dieser Tage zu Genüge vor Augen geführt. Und ganz
vorne dabei waren die selbsternannten Verbraucherschützer, die
diese Empfehlungen zu Hauf ausgesprochen haben.
Es ist schon immer wieder lustig, wie ihr Versicherungsvetreter unisono ins gleiche Horn blast. Und zwar immer zum Zeitpunkt einer Krise, wenn die Aktien gefallen sind. Auf den Hochs hört man Euch aber ganz ganz selten.
Es gibt durchaus Fälle, in denen Altersvorsorge auf Aktienbasis Sinn macht. Aber jeder Anleger muss dabei in den letzten 15 Jahren seine Anlage sehr genau im Auge behalten und umschichten. Wenn unter 30 Jahren anfängt zu sparen, dann kann er das auch teilweise in Aktien machen.
Diversifikation ist auch bei der Altersanlage nichts schlechtes. Eine richtige und nicht so einseitige Beratung vorausgesetzt.
Mit den Kaupthing-Geschädigten habe ich kein Mitleid, weil die selbst verantwortlich sind und wegen ein paar Zehntel Prozentpunkten dieses Risiko eingegangen sind. Bei Lehman sieht das etwas anders aus, weil der ein oder andere da „hineingedrängt“ wurde. Meist durch Berater, Bankberater. Deswegen auch mein Rat an ALLE Anleger, nie jemandem blind zu vertrauen und sich auch selbst schlau machen. Das müsste jedem seriösen Beater entgegenkommen.
„Wohin Renditejagd und Altersvorsorge auf Aktienbasis führen, wird uns ja dieser Tage zu Genüge vor Augen geführt. Und ganz vorne dabei waren die selbsternannten Verbraucherschützer, die diese Empfehlungen zu Hauf ausgesprochen haben.“
diese Aussage ist so nicht richtig, sie unterstellen damit, das Renditejagd = Altersvorsorge auf Aktienbasis,
was völlig falsch ist und die Altersvorsorge auf Aktienbasis in eine unseriöse Ecke stellt.
Altersvorsorge auf Aktienbasis hat nix mit Renditejagd zu tun.
Ich hoffe nicht sie gehören zu der Gruppe der „Berater“ (oder Verkäufer) die Aktien schlecht machen umd nur Versicherungprodukte zu verkaufen.
Was sie in diesem Zusammenhang unter „selbsternannten Verbraucherschützer“ meinen könnten sie ja mal näher erläutern.
Ansonsten wäre auch das Thema „selbsternannte Berater“ sei es aus dem Versicherungs- wie auch aus dem Bankenbereich ein interessantes Thema.
Oder ?
Es ist oft genug festgestellt worden, dass die Masse der
Versicherungsvertreter vorrangig ihre Provision im Blick haben
und die Beratungsqualität darunter leidet.
Und wie sieht es bei KFZ-Werkstätten, Gebrauchtwagenhändlern und neuerdings auch bei Ärzten aus ?
Ich glaube, jeder der von seiner Hände Arbeit leben muß, hat vorrangig sein Einkommen im Visier. Das gilt nicht nur für Versicherungsvertreter.
Und jetzt mal einen Satz aus Sicht eines Deiner Ansicht nach „Provisionsritters“. Auch der skrupelloseste Versicherungsvermittler würde nicht einen Vertrag verkaufen, wenn es nicht Leute gäbe, die jedes Formular unterschreiben, das man ihnen vor die Nase hält. Natürlich fehlt vielen meiner Berufskollegen ein gehöriges Maß an Ethos bei ihrer Arbeit. Andererseits frage ich mich, warum so viele Leute beim Kauf von Finanzprodukten, und da schließe ich die der Banken ein (Citibank -> Lehman-Zertifikate !), keine zweitmeinung einholen, sondern blind auf das vertrauen, was ihnen von einem Verkäufer erzählt wird.
Dass eine Kapitallebensversicherung selten ein sinnvolles
Produkt ist, wurde schon oft genug beschrieben.
Ich finde, dass ist eine absolut unzulässige Verallgemeinerung.
Sowas kann kein seriöser Vertreter dem Otto-Normalverbraucher
mit gutem Gewissen anbieten.
Du hast bestimmt Alternativen im Kopf, die genauso einseitig sind. Das optimale Portfolio ist immer ein gemischtes, und ohne absicherung ist es lückenhaft.