Kapitalbildung durch Wohnungskauf ohne EK ?

zum Kauf eines Eigenheimes fehlt und das Eigenkapital. Nun wurde uns folgendes Angebot von einer Firma gemacht: wir „kaufen“ eine gepflegte 70qm Wohnung in guter Lage. Diese wird über die Fa. sofort vermietet. Durch den Kauf würde sich auf Grund steuerlicher Vorteile mein Nettoeinkommen um ca. 300.- DM erhöhen (lt. Firma). Zusammen mit den vermögenswirksamen Leistungen bliebe für uns ein monatlicher Restbetrag von ca. 320.- DM zu bezahlen. Mit der Summe Miete + Restbetrag + VWL + steuerl. Vorteile könnten wir die Wohnung abzahlen. Der Wohnungskauf diene aber nur der eigentlichen Kapitalbildung - nach 10 Jahren würde die Wohnung wieder gewinnbringend verkauft (die wir dann natürlich noch nicht abgezahlt haben) und wir hätten damit (durch den erwirtschafteten Gewinn) genügend EK, um ein entspr. Objekt für den eigenen Gebrauch zu erwerben. Laut Aussage der Firma habe sie dieses Verfahren schon einige dutzendmal durchgeführt. Umfangreiche Serviceleistungen (insbesondere Hausverwaltung etc.) sind im monatlichen Betrag schon enthalten.
Frage: was ist davon zu halten ? Warum kauft sich nicht „jeder“ für nur 300.- Mark im Monat ohne Eigenkapital eine Wohnung ? Mir ist das alles viel zu „rosarot“, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das funktioniert. Auf welches Eis soll ich da geführt werden ?
Wäre dankbar für Tipps, die mir helfen, meinen Blick etwas zu klären…

Gruss Peter

Hi!

Prinzipiell geht das Verfahren schon, denn viele machen es ja so (vorallem Selbstständige, denn nicht umsonst gibt es so viele Kapitalanleger ;o))), aaaber…es lauern natürlich auch Gefahren!

  • ist die Wohnung überhaupt zum angegebenen Preis vermietbar
  • was passiert bei längerem Mietausfall
  • bekommt ihr wirklich die steuerlichen Vorteile
  • ist die Firma überhaupt seriös oder auf Abzocke aus
  • wie verkraftet ihr finanzielle Ausfälle (z. B. Arbeitslosigkeit, Wohnung steht zeitweise leer, Sonderausgaben für Reparaturen, usw…)
  • wie hoch sind eure finanziellen Rücklagen NACH dem Kauf
  • steigt die Wohnung überhaupt in ihrem Wert
  • bekommt ihr überhaupt ohne Eigenkapital die Kredite
  • usw…

Wir haben uns auch eine Wohnung zu 100% finanzieren lassen, wobei aber die ganzen Nebenkosten von uns getragen wurden. Ferner ist unser Einkommen auch sehr hoch, sodaß wir rel. niedrige Zinsen bekamen und wir wohnen selbst drinne.

Prinzipiell ist so etwas eine gute Sache, aber man muß die Risiken abschätzen und sich dagegen absichern! Daher würd ich lieber den Kauf selbst tätigen und nur die Hausverwaltung an eine Firma abgeben und vorallem VORHER den Steuerberater aufsuchen!

zum Kauf eines Eigenheimes fehlt und das Eigenkapital. Nun
wurde uns folgendes Angebot von einer Firma gemacht: wir
„kaufen“ eine gepflegte 70qm Wohnung in guter Lage. Diese wird
über die Fa. sofort vermietet. Durch den Kauf würde sich auf
Grund steuerlicher Vorteile mein Nettoeinkommen um ca. 300.-
DM erhöhen (lt. Firma).

Ist durchaus möglich je nach Einkommen

Zusammen mit den vermögenswirksamen
Leistungen bliebe für uns ein monatlicher Restbetrag von ca.
320.- DM zu bezahlen. Mit der Summe Miete + Restbetrag + VWL +
steuerl. Vorteile könnten wir die Wohnung abzahlen. Der
Wohnungskauf diene aber nur der eigentlichen Kapitalbildung -
nach 10 Jahren würde die Wohnung wieder gewinnbringend
verkauft (die wir dann natürlich noch nicht abgezahlt haben)
und wir hätten damit (durch den erwirtschafteten Gewinn)
genügend EK, um ein entspr. Objekt für den eigenen Gebrauch zu
erwerben. Laut Aussage der Firma habe sie dieses Verfahren
schon einige dutzendmal durchgeführt. Umfangreiche
Serviceleistungen (insbesondere Hausverwaltung etc.) sind im
monatlichen Betrag schon enthalten.

Frage: was ist davon zu halten ? Warum kauft sich nicht
„jeder“ für nur 300.- Mark im Monat ohne Eigenkapital eine
Wohnung ?

Weil dazu auch die finanzielle und berufliche Situation gegeben sein muß. Abgesehen davon trauen sich schlichtweg viele einfach nicht! Ich kenne einige die zwar jetzt ne Eigentumswohnung haben, aber es tierisch bereuen, dies nich vorher schon gemacht zu haben!

Mir ist das alles viel zu „rosarot“, ich kann mir
einfach nicht vorstellen, dass das funktioniert. Auf welches
Eis soll ich da geführt werden ?

Tjaaaa… wie gesagt…ist die Firma SERIÖS?!? Davon hängt alles ab…

Wäre dankbar für Tipps, die mir helfen, meinen Blick etwas zu
klären…

Soo… jetzt hab ich aber genug geschwafelt ;o)))

Bernd

Hallo,

ich habe den Verdacht, dass die Wohnung und Belastung schöngerechnet wurde. Ich habe als Banker schon einige solcher Anfragen abgelehnt, da sich im nachhinein herausstelle, dass
der Wert der Wohnung nicht marktgerecht war- also Schätzung verlangen.
Wer garantiert, dass die Wohnung in 10 Jahren den gleichen Preis bringt??
Was passiert bei häufigem Mieterwechsel? Kann die Miete auf Dauer erzielt werden.
Und der wichtigste Punkt - Die Lage der Immobilie!!! Die schulischen Einrichtungen in der Nähe, die Verkehrsanbindung etc.
Du siehst ein Immobilienkauf sollte reichlich überlegt sein.#

Gruß Wolfgang

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zum Kauf eines Eigenheimes fehlt und das Eigenkapital. Nun
wurde uns folgendes Angebot von einer Firma gemacht: wir
„kaufen“ eine gepflegte 70qm Wohnung in guter Lage. Diese wird
über die Fa. sofort vermietet.

Was kosten denn die 70 qm-Wohnung in guter Lage („gute Lage“ kostet so ca. DM 4.000,00 bis DM 5.000,00 pro qm)? Ist die Wohnung neu oder Altbau? Welche Nebenkosten tauchen auf bzw. werden mitfinanziert (Notar, Grunderwerbsteuer etc)? Achtung!!! Z. B. Immobilien in Berlin waren vor ca. 10 Jahren auch „gute Lage“, heute sind die fast nicht mehr verkäuflich. Das Problem liegt vielleicht da drin, daß sich die Gewohnheiten der Menschen ändern (Stadtflucht). Also was heute gut ist kann in 10 Jahren völlig falsch sein (ich sage kann).

Durch den Kauf würde sich auf
Grund steuerlicher Vorteile mein Nettoeinkommen um ca. 300.-
DM erhöhen (lt. Firma). Zusammen mit den vermögenswirksamen
Leistungen bliebe für uns ein monatlicher Restbetrag von ca.
320.- DM zu bezahlen. Mit der Summe Miete + Restbetrag + VWL +
steuerl. Vorteile könnten wir die Wohnung abzahlen.

1.) Bei diesen Steuersparmodellen ist aber normalerweise eine Tilgungsaussetzung am sinnvollsten, oder? Aber dann führst Du keine Tilgung durch sondern sparst eine LV an. Kläre das unbedingt ab wie die Tilgung erfolgen soll.
2.) In diesen Berechnungen wird meistens ein hohes Disagio miteinkalkuliert um die Steuerersparnis und die Zinsbelastung schön zu rechnen und die Kreditverträge laufen relativ kurz (meist 5 Jahre). Der „Hammer“ kommt dann aber nach Ablauf der Zinsfestschreibung.

Der
Wohnungskauf diene aber nur der eigentlichen Kapitalbildung -
nach 10 Jahren würde die Wohnung wieder gewinnbringend
verkauft

Gewinnbringend? Wer garantiert das ?

(die wir dann natürlich noch nicht abgezahlt haben)
und wir hätten damit (durch den erwirtschafteten Gewinn)
genügend EK, um ein entspr. Objekt für den eigenen Gebrauch zu
erwerben.

s. o. Beispiel Berlin/Vielleicht habt Ihr dann aber erst die Nebenkosten getilgt und nichts wird es aus dem Eigenkapital.

Laut Aussage der Firma habe sie dieses Verfahren
schon einige dutzendmal durchgeführt.

Hast Du Dir Referenzen geben lassen und mit den vielen Dutzend Kunden gesprochen? Versuch einmal ein paar Adressen von diesen Kunden zu bekommen.

Umfangreiche
Serviceleistungen (insbesondere Hausverwaltung etc.) sind im
monatlichen Betrag schon enthalten.
Frage: was ist davon zu halten ? Warum kauft sich nicht
„jeder“ für nur 300.- Mark im Monat ohne Eigenkapital eine
Wohnung ? Mir ist das alles viel zu „rosarot“, ich kann mir
einfach nicht vorstellen, dass das funktioniert. Auf welches
Eis soll ich da geführt werden ?

Geht schon, zumindest die ersten Jahre aber nach der Zinsbindung und der AfA-Reduzierung werden die Karten neu gemischt. Und dann sieht alles vielleicht etwas anderst aus.

Wäre dankbar für Tipps, die mir helfen, meinen Blick etwas zu
klären…

Gruss Peter

Meine Meinung:

Kann funktionieren aber das Risiko ist vielleicht doch etwas hoch. Zur Eigenkapitalbeschaffung gibt es bessere, schnellere und sichere Möglichkeiten als die o. a.

Gruß

Friedrich Eschle

Prinzipiell ist so etwas eine gute Sache, aber man muß die
Risiken abschätzen und sich dagegen absichern! Daher würd ich
lieber den Kauf selbst tätigen und nur die Hausverwaltung an
eine Firma abgeben und vorallem VORHER den Steuerberater
aufsuchen!

… und am besten einen Finanzmakler für die Tilgungskomponente. Denn auf dem Markt gibt es bessere Angebote als nomale deutsche Lebensversicherungen!